Theater ohne Chef? Die Arbeitsweise von Kollektiven am Beispiel von Rimini Protokoll, She She Pop und Henrike Iglesias
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- Taschenbuch ausgewählt
- eBook
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Sprache:Deutsch
18,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
16.03.2025
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-11817-7
Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Theaterwissenschaft, Tanz, Note: 1,0, Ludwig-Maximilians-Universität München (Theaterwissenschaft), Veranstaltung: Nieder mit den Despoten - es lebe das Genie! Regie oder Regietheater in Geschichte und Gegenwart, Sprache: Deutsch, Abstract: Der RegisseurIn werden gemäß ihres Standes im Theaterkosmos viele Freiheiten zugestanden. Das Arbeitsethos kann von freundlich-diplomatisch zu herrisch-tyrannisch reichen. Die SchauspielerInnen müssen sich dem Konzept der RegisseurIn unterordnen. Bei der Regie handelt es sich um einen von Männern dominierten Bereich, was eine Debatte über Herrschaft und Abhängigkeitsverhältnisse, gerade im Probenprozess, schnell zu feministischen Fragestellungen führen lässt. Es ist wohl kein Zufall, dass viele der Theaterkollektive überwiegend aus Frauen bestehen und sich als feministische Gruppen bezeichnen. Mit ihren antihierarchischen Arbeitsweisen umgehen sie die Abhängigkeit von einem Chef, im Theater ein zumeist männlicher Regisseur, dessen Macht je nach Bekanntheitsgrad und Ansehen sehr groß sein kann. Außerdem können sie Themen behandeln, die sonst eher untergehen. Dabei schöpfen die PerformerInnen meist aus der eigenen Biographie oder der von Laien. Sie negieren bewusst die Genialität des Einzelnen und lassen stattdessen Stimmen und Spielweisen zu, die sonst wenig gehört und gesehen werden. Der Professionalität, mit der oft Konkurrenzkämpfe und hierarchische Gefälle einhergehen, setzen sie Dilettantismus und ungeschönte Blicke auf die Realität vieler Menschen entgegen. Nicht die darf Theater inszenieren und spielen, die eine passende Ausbildung dafür absolviert hat, sondern die, die eine eigene Geschichte zu erzählen hat. Dennoch bleibt weiterhin die Frage offen, ob eine durchgehend kollektive Arbeitsweise ohne Hierarchien und Arbeitsteilung im Theaterbereich möglich ist. Dies gilt besonders für berühmte und damit zwangsläufig professionelle Gruppen, die viel unterwegs sind und mit unterschiedlichen Institutionen zusammen arbeiten. Auch der Einsatz von Laien muss im Hinblick auf die Erfolgsstrategien der Gruppen kritisch hinterfragt werden. Nach einer Einführung in die wichtigsten Merkmale von bekannten Kollektiven werden daher die Arbeitsweisen von Rimini Protokoll, She She Pop und Henrike Iglesias beleuchtet. Abschließend werden die Kollektive und ihre Arbeitsweisen miteinander verglichen. Es gilt zu überlegen, inwieweit das Theater tatsächlich ohne Chefin oder Chef auskommt.
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