Produktbild: Der Friedhof in Prag
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Der Friedhof in Prag Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

85237

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.06.2013

Verlag

dtv

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

13,2/20,7/3,8 cm

Gewicht

472 g

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

Il cimitero di Praga

Übersetzt von

Burkhart Kroeber

Sprache

Deutsch

EAN

2710000437345

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Beschreibung

Rezension

›Der Friedhof in Prag‹ ist gelehrt, natürlich. Bitterböse, auch das.

Produktdetails

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Gut

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85237

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.06.2013

Verlag

dtv

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

13,2/20,7/3,8 cm

Gewicht

472 g

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

Il cimitero di Praga

Übersetzt von

Burkhart Kroeber

Sprache

Deutsch

EAN

2710000437345

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Bewertung

    5/5

    16.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Alle Personen sind wahr in diesem...

    Alle Personen sind wahr in diesem Roman außer eine, und Eco zeigt, wie Menschen manipuliert werden und wir wissen ja leider, was die Folgen waren...

  • Jonas

    5/5

    08.02.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tiefgründig

    Dieses Buch zeigt auf eindrückliche Art und Weise, die Entstehung von Legenden, welche dann zur Bildung von Vorurteilen beitragen, die zu dementieren kaum mehr möglich ist, nicht einmal wenn sie als Fälschungen bestätigt wurden. Aus Profitgier und Bauchgefühl werden Dokumente erstellt, Lügen erzählt, und die Masse aufs Übelste als Weg zur Macht missbraucht. Geld und Macht sind alles was zählt, auch wenn ganze Völker sterben müssen. Das paradoxe daran ist, dass es niemandem was einbringt. Die durch Intrigen aufgebaute Macht hält nie lange, und wenn doch (so wie bei der Hauptperson, Simonini), so bringt sie nichts als Misstrauen, Angst, Einsamkeit und Persönlichkeitsstörungen hervor. Ein wahnsininiges Buch, welches dies so schön wie kein zweites Werk zeigt. Wenn man nicht wüsste, wie gut Eco sich in die Rollen seiner Charakter einbringen könnte, so müsste man annehmen er selbst vertrete diese Meinungen. Genial recherchiert und in einen Roman umgesetzt. Einzig die Sprache ist manchmal schwierig, zudem muss man ein gewisses Interessen für geschichtliche Zusammenhänge und Ereignisse aufbringen können. Mein Kompliment ist Eco jedenfalls sicher (auch wenn ihm dies egal sein dürfte ;) )

  • Helga Rom

    aus Innsbruck

    5/5

    31.10.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Finster, aber gut!

    Endlich liefert er wieder ab, der Großmeister der Erzählkunst! Und wie er abliefert - Eco zieht die Leserin wieder ganz hinein, in eine düstere Welt voller Verbrechen, Intrigen, Verschwörungen. Das können andere auch, sagen Sie? Ja klar, aber kein anderer Autor brilliert derart mit seiner Kenntnis der Geschichte. Die Leserinnen dieses Romans genießen Geschichtsunterricht auf höchstem Niveau, verwoben mit einer fiktiven Geschichte, die sich so oder ähnlich zugetragen haben könnte. Ein wunderbares Buch, das mir auch durch seine sinnliche Sprache im Gedächtnis bleiben wird!

  • Thomas Fritzenwallner

    aus Wiener Neustadt

    5/5

    10.10.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein zeitpolitisches Zeugnis, spannend wie ein Spionage-Thriller

    "Der Friedhof von Prag" ist tatsächlich jener berühmte alte jüdische Friedhof, in dem die Grabsteine kunterbunt durcheinanderwachsen wie ein Urwald, ein romantisches, fast surreales Ensemble, das schon immer mythische und mystische Assoziationen freisetzte. Eco verwendet ihn als Leitmotiv im Schaffen seiner Hauptfigur Simon Simonini. Dieser erfundene Meisterspion, Urkundenfälscher und Zyniker durchläuft wesentliche Abschnitte des 19. Jahrhunderts an entscheidender politischer Stelle: Er greift in die italienische Nationwerdung ein, verkleidet sich im Auftag des Königreichs Piemont als Anhänger des Nationalhelden Garibaldi und wechselt virtuos die Fronten, wenn es darauf ankommt. Er emigriert nach Paris, als die Luft in Italien für ihn zu dünn zu werden droht und leistet dann seine Dienste für die dort Regierenden - die theatralische Umwandlung der Republik durch Napoleon III., die Pariser Kommune, die dritte Republik mit der Dreyfus-Affäre prägt er im Auftrag verschiedenster Geheimdienste mit. Seine Obsession ist, vermittelt durch seinen Großvater, das Judentum: Auf die Juden richten sich alle Aggressionen derer, die sich zu kurz gekommen wähnen. Geprägt wird er gleichzeitig durch die katholische Kirche. Die Jesuiten und die Freimaurer beschäftigen ihn gleichermaßen - ein altes Thema Umberto Ecos -, und im Lauf der Zeit präzisieren sich Simoninis antijüdische Aktivitäten und Schriftsätze in einem Text, der auf verschlungenen Wegen in Russland unter dem berühmten Namen "Die Protokolle der Weisen von Zion" erscheinen wird. Dieses berühmteste antisemitische Pamphlet der Geschichte wird von Eco in einen gespenstischen fiktionalen Zusammenhang gestellt. Dabei sind ständige Verweise auf die aktuelle Medienpolitik Silvio Berlusconis und dessen Ausnutzung der Massendemokratie eingebaut. Literarisch knirschen die Scharniere in diesem Buch des öfteren gewaltig, man merkt das Konstruierte und Gewollte.

  • Bewertung

    aus Trier

    4/5

    21.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts und wie eine Fälschung die Geschichte beeinflußt hat

    Umberto Ecos neuer Roman ist vielleicht auch sein schwerster.Auf 500 Seiten überflutet er den Leser mit historischem Wissen und einem Handlungsstrang der sich erst nach und nach entwirrt .Das heist Geduld haben und weiter lesen.Doch es lohnt sich!Noch nie hatte Eco einen unausstehlicheren erzähler ein Misanthrop, der alles und jeden haßt (vor allem Juden),ein Opportunist und Fälscher (wenn es keine Beweise für eine Behauptung gibt muß man sie eben selbst schaffen) ohne Skrupel.Die ganzen Geschehnisse in die Simonini verwickelt ist (er ist die einzige fiktive Hauptperson in diesem Roman) führen alle zur Enstehung der Protokolle der Weisen von Zion.Gefälschte Protokolle, auf denen im weiteren verlauf der Geschichte des 20. Jahrhunderts die Saat des Antisemitismus wachsen konnte.Eco versucht zu erklären wie diese Verschwörungstheorie entstehen konnte und welche zeitgeschichtlichen Zusammenhänge bestanden.

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Bewertungen (13)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Evgenia Bolshakova

    Evgenia Bolshakova

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.04.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein faszinierendes und spannendes...

    Ein faszinierendes und spannendes Buch mit völlig unerwarteten Wendungen. Und wie immer bei Umberto Eco geistreich und brilliant geschrieben - Unterhaltung auf ganz hohem Niveau!
  • Zum Bewerterprofil von Melanie Winkler

    Melanie Winkler

    Thalia Norderstedt – Herold-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Historischer Verschwörungsroman...

    Historischer Verschwörungsroman auf höchstem literarischem Niveau. Für Freunde exzellenter Sprache und Recherche.
  • Zum Bewerterprofil von Sabine Rößler

    Sabine Rößler

    Thalia Wildau – A10-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.02.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Würze jede Fälschung mit einem Fünkchen Wahrheit

    Eco´s neuer Roman ist zweifellos genial, aber er ist, wie immer, keine leichte Lektüre. Eco gelingt eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, wo es von Spionen und Falschinformationen nur so wimmelt. Eigentlich geht es um die Entstehung der Protokolle der Weisen von Zion, die schließlich den Antisemitismus späterer Zeit sehr begünstigt haben. Aber Eco packt diese Fälschung in eine so geniale Geschichte, das man immer nur staunen kann. Ein ganz großer Roman, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Großartig!
  • Zum Bewerterprofil von Pascal Endres

    Pascal Endres

    Thalia Karlsruhe – EKZ Am Ettlinger Tor

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.11.2011

    eBook (ePUB)

    Verwirrend Genial

    Eines vorneweg, Umberto Ecos neues Werk ist nicht einfach zu lesen. Wer aber die Mühe nicht scheut, wird mit einem Meisterwerk belohnt. Die Hauptperson Simonini ist ein Menschenfeind durch und durch. Neben Deutschen, Frauen und Freimaurern hasst er ganz besonders die Juden. Seiner Meinung nach streben die Juden nach der Weltherrschaft, da er dafür keine Beweise hat, produziert er die Beweise. Typisch für Verschwörungstheoretiker. Auch wenn das ganze an den Haaren herbei gezogen klingt, hat die Geschichte aber eine reelle Vorlage. Was Eco hier als Roman beschreibt ist die Enstehungsgeschichte der "Protokolle der Weisen von Zion", eine Fälschung des russischen Geheimdienstes. Tauchen Sie ein in das Paris des 19. Jahrhunderts.
  • Zum Bewerterprofil von Maren Oberwelland

    Maren Oberwelland

    Thalia Varel

    Buchhändler*in

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    4/5

    22.03.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Manipulation der Geschichte

    Den Tod Umberto Ecos habe ich zum Anlass genommen, endlich seinen Roman "Der Friedhof in Prag" zu lesen. Ich brauchte ein paar Seiten um in der Geschichte anzukommen, aber dann erwartete mich ein geniales Spiel mit der zarten Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit, die dem Leser zeigt, auf welch wackeligen Beinen die Wahrheit manchmal steht und was die Menschen bereit sind zu glauben, wenn sie ihre Weltsicht bestätigt sehen. Die einzige erfundene Person in dieser Geschichte ist Capitaine Simonini und das auch nur insofern, als dass in ihm gleich mehrere reale Personen zusammengefasst wurden. Alles in allem beschreibt Eco mit diesem Roman wohl die Entstehung der "Protokolle der Waisen von Zion", dem gefälschten Dokument, das die "jüdische Weltverschwörung" beweisen sollte und das schließlich Kreise bis ins 20. Jahrhundert zog, von Hitler in "Mein Kampf" zitiert wurde und zahlreichen Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung als Grundlage und Rechtfertigung diente.

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