Chih bereist das Reich Ahn und sammelt dessen Geschichten ... Chih aus der Abtei der Singenden Hügel findet sich mitsamt Gefährten einer Meute hungriger wilder Tiger ausgeliefert. Um am Leben zu bleiben, bis die Mammuts sie alle retten können, muss Chih die vielen Fäden der komplexen Geschichte der Tigerin und ihrer Geliebten – einer Frau voller Mut, Intelligenz und Schönheit – entwirren … und herausfinden, wie die Wahrheit überleben kann, wenn sie zu Geschichte wird. Eine prachtvolle Geschichte voller Facetten – so opulent wie ein asiatisches Historiendrama.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Dieses Mal verschlägt es Chih in die Berge. Auf dem Weg wird they von drei Tigern aufgehalten und erhält ein ungewöhnliches Angebot: Im Tausch gegen eine Geschichte darf they vielleicht das eigene Leben behalten.
Für mich war das erneut ein kleines Highlight. Chih erzählt die Geschichte einer berühmten Tigerin und ihrer Geliebten, wird dabei jedoch immer wieder von den drei Tigerinnen unterbrochen und korrigiert. Dadurch entstehen verschiedene Blickwinkel auf dieselben Ereignisse. Besonders spannend fand ich, wie die Versionen der Tiger das Erzählte oft in ein völlig anderes Licht rücken und neue Facetten offenbaren.
Gerade dieser Aspekt hat mir sehr gefallen, denn er macht deutlich, wie sehr sich Geschichten verändern können – je nachdem, wer sie erzählt und wie oft sie weitergegeben werden.
Gefesselt war ich nicht nur von der Geschichte selbst, sondern auch von dem Rahmen, in dem sie erzählt wird. Die bedrohliche Situation, in der sich Chih befindet, trifft auf eine fast märchenhafte Atmosphäre. Eine Winternacht, ein Lagerfeuer und drei Tiger, die einer Geschichte lauschen – das hat einfach etwas ganz Besonderes.
Generell mag ich die Welt, die hier gezeichnet wird, sehr. Sie ist magisch und mystisch, bevölkert von Gestaltwandlern, Geistern und vielen weiteren fantastischen Wesen. Das asiatisch inspirierte Setting macht sie für mich umso reizvoller.
Dafür, dass es sich im Grunde um eine Kurzgeschichte handelt, kommen auch die Charaktere nicht zu kurz. Man erhält genügend Einblicke, um sich ein klares Bild von ihnen zu machen. Die unterschiedlichen Persönlichkeiten sorgen dabei für Abwechslung, ohne jemals überzeichnet zu wirken.
Wieder einmal steckt in dieser kurzen Geschichte erstaunlich viel. Sie ist spannend, nachdenklich und voller Magie. Ein wunderbares Beispiel dafür, dass es nicht viele Seiten braucht, um eine eindrucksvolle und erinnerungswürdige Geschichte zu erzählen.
Bookster_001
5/5
06.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Endlich der zweite Teil der Novellen
In diesem Band treffen Chih und ihre Begleitung auf eine Meute hungrige Tiger. Um die Zeit bis zur Rettung zu überbrücken, fängt Chih an, den Tigern eine Geschichte zu erzählen.
Auch den zweiten Band habe ich wieder verschlungen.
Wieder ist die Sprache unglaublich bildhaft. Es wird nicht jede Bedeutung des Satzes genau ausgesprochen. Man muss sich Zeit nehmen, zwischen den Zeilen zu lesen. Es gibt immer eine Geschichte in der Geschichte.
Trotz der Kürze hat mich auch dieses Buch wieder in den Bann gezogen und wirkt noch lange nach.
Wieder einmal freue ich mich auf den nächsten Teil.
LizzyCurse
Thalia Book Circle Community
3/5
06.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Wenn du verschiedene Versionen der Legende kennst
Die zweite Novelle in der Serie von Nghi Vo zeigt, wie unterschiedlich die Legenden, die eigentlich so bekannt sind, doch erzählt werden.
Chih ist ohne Nahezu Brillant, deys kleine magische Begleiterin in Vogelgestalt. - ausgerechnet jetzt gerät sie mit ihren Begleitern in einen Schneesturm und muss sich drei Tigerinnen erwehren, die sie fressen wollen - Sie erzählt um ihr Leben - und hofft, die Geschichte ist spannend genug …
Ich habe aus der Geschichte mitgenommen, wie unterschiedlich Legenden doch erzählt werden können, insbesondere wenn sie nur mündlich überliefert werden oder wenn - wie in Chihs Fall - die Legende tief in der Kindheit verankert liegt. Spannend war für mich der Dialog zwischen Chih und den Tigerinnen an sich - und wie sie einander immer wieder ergänzten und berichtigten - und Chih diese Zwiesprache für die Nachwelt festhielt. Solche Geschichten machen bewusst, dass mündliche Überlieferungen jedes Mal ihre ganz eigene Magie entfalten können, wenn sie erzählt werden.
Die Legende von der Tigerin und ihrer menschlichen Geliebten war für mich interessant zu lesen - aber ich blieb ihr ferner als bei Chihs erstem Abenteuer. Trotzdem - ich mochte sie, und Vos Art, Binnen- und Rahmenhandlung zu verknüpfen.
Es ist immer wieder schön, Chih auf ihrer Reise durch das Reich zu begleiten und die Geschichtensammlung wachsen zu sehen. Die Novelle hat mich nicht ganz so abgeholt, wie die letzte (ich bin verwöhnt!) und ich hoffe, Chihs nächste Reise wird charmanter für mich - und sie nimmt Nahezu Brillant wieder mit!
Bücherdrache
4/5
16.04.2026
eBook (ePUB 3)
Was bleibt, wenn Geschichten sich verändern
Nach dem ersten Band bin ich mit entsprechend hohen Erwartungen in diese Fortsetzung gegangen. When the Tiger Came Down the Mountain führt vieles weiter, was den Auftakt so besonders gemacht hat, verschiebt aber spürbar den Schwerpunkt.
Wieder begleitet man Chih auf einer Reise durch das Reich Ahn. Diesmal steht das Erzählen selbst im Zentrum, fast wie ein lebendiges Wesen, das sich windet, widerspricht und neu formt, sobald jemand anderes es in die Hand nimmt. Eine Geschichte wird erzählt, korrigiert, angezweifelt und erneut zusammengesetzt, bis sie weniger wie eine feste Wahrheit wirkt als wie etwas, das zwischen den Beteiligten entsteht.
Die Welt wirkt dabei erstaunlich weit für so wenige Seiten. Es sind keine großen Erklärungen, sondern Splitter von Kultur, Landschaft und Legenden, die sich langsam zu einem Ganzen fügen. Vieles bleibt unausgesprochen, und genau darin liegt ein Reiz, der über das Gelesene hinausweist.
Der Stil trägt das Ganze. Bildreich, manchmal fast ornamental, mit einer Sprache, die eher andeutet als ausführt. Ich musste mich stellenweise bewusst darauf einlassen, langsamer zu lesen, um die Zwischentöne wirklich aufzunehmen. Im Vergleich zum ersten Band fehlte mir dabei gelegentlich diese unterschwellige Wucht, dieses Gefühl, dass jeder Satz etwas Größeres in sich trägt. Hier wirkt alles etwas klarer gefasst, aber auch weniger nachhallend.
Die Figuren bleiben auf eine gewisse Weise entrückt. Chih gewinnt durch die Rolle als Erzähler an Profil, bleibt aber jemand, der beobachtet und weiterträgt, statt selbst im Zentrum zu stehen. Die Begegnung mit den Tigern bringt Bewegung in die Geschichte, ohne dass sich daraus eine wirkliche emotionale Nähe entwickelt.
Was mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist weniger die Handlung als das Spiel mit Perspektiven. Die Frage, wem eine Geschichte gehört, verliert hier an Eindeutigkeit. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass jede Version ihre eigene Berechtigung hat, auch wenn sie sich widersprechen.
Für mich ist das eine stimmige, atmosphärische Fortsetzung, die sich etwas zugänglicher liest, dabei aber nicht ganz die leise Intensität des ersten Bandes erreicht. Sie hinterlässt ein anderes Gefühl, weniger wie ein Nachglühen, mehr wie ein offenes Echo, das noch eine Weile weiterklingt.
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5/5
06.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Chih sammelt wieder Geschichten
Die Novellen von Nghi Vo sind eines der Highlights meines Lesejahres. Dieses Mal gerät Chih in die Fänge von Tigerinnen und versucht Zeit zu schinden, indem sie ihnen eine Geschichte über eine der ihren erzählt. Außerdem erfahren wir auch noch die Geschichte in der Version wie die Tiger selbst sie kennen. Und das ist einfach tolles Storytelling, denn manchmal liegen zwischen Schweben und Fallen nur ein paar Worte.
Das Beste, sie sind völlig losgelöst von einander lesbar.
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5/5
23.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Wunderschöner zweiter Band
Ahhh. Ich hab mich so sehr auf das zweite Buch dieser Reihe gefreut. Chih ist wieder unterwegs um neue Geschichten zu sammeln und wird dabei von drei Tigerinnen überrumpelt. Um nicht gefressen zu werden erzählt Chih eine Geschichte über die große Tigerin Ho Thi Thao und ihrer Geliebten. Genauso tragisch und wunderschön wie das erste Buch!
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