Produktbild: Alle unsere Leben

Alle unsere Leben Roman

6

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2025

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/5,3 cm

Gewicht

669 g

Farbe

Schwarz / Messing

Auflage

2

Originaltitel

Our London Lives

Übersetzt von

Kathrin Razum

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-00625-6

Beschreibung

Rezension

»Diese Autorin verdient den ganz großen Durchbruch – und ihr unwiderstehliches neues Buch hat das Herz und die Tragweite dafür. Ein ambitionierter Roman über zwei irische Außenseiter in London, der an Claire Keegan und Douglas Stuart erinnert.« ("The Times")

»
Alle unsere Leben
hat mir bei der Lektüre das Herz gebrochen und stückweise wieder zusammengesetzt. Es ist so viel mehr als »nur« eine Liebesgeschichte. Es ist ein Roman über Fremdheit und Einsamkeit, über Sehnsucht und Freundschaft, über Klasse und Herkunft und über das Unvermögen, Glück zu erkennen, wenn es einem begegnet. Ein Buch wie der langsam beginnende Herbst, voller Melancholie und Schönheit. Und mit einem unvergesslichen Ende!«
("Buchhandlung stories! Hamburg")
»Eine zutiefst bewegende Liebesgeschichte. Wie Barbara Kingsolver vermag es Hickey, den Herzschlag eines Augenblicks zu erfassen.«
»Christine Dwyer Hickey zeichnet ein eindrucksvolles Porträt irischen Lebens in London und erzählt in poetischer Sprache von Sehnsucht, Einsamkeit, Verlust und Liebe. Eine große Leseempfehlung!« ("5 plus")
»Eine Geschichte über Liebe und Verlust und ein bewegendes Porträt der irischen Diaspora in London, aus der Feder der preisgekrönten irischen Schriftstellerin Christine Dwyer Hickey. Hickey beschwört zarte, liebevolle Momente herauf und all das, was an London gut sein kann – die Schönheit, die Vielfalt, das Gefühl der unbegrenzten Möglichkeiten.« ("The Guardian")
»Die ergreifende, vier Jahrzehnte umfassende Geschichte zweier einsamer irischer Auswanderer in London. Nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch die Geschichte jener irischen Auswanderer, die sich in der Stadt verloren haben und nie wieder nach Hause zurückkehren werden. Ein Roman über Einsamkeit und das Gefühl des Andersseins. Ein großartiger, herzzerreißender Roman von immenser erzählerischer Kraft.« ("Meath Chronicle")
»Ein außergewöhnlicher Roman über Liebe, Sehnsucht und das englische Klassensystem; bewegend, tiefgründig und ehrlich.« ("Irish Independent")
»Ein meisterhaftes Werk der Zwischentöne und tiefgründigen Wahrheiten. Christine Dwyer Hickey erzählt die turbulente Liebesgeschichte zweier irischer Außenseiter, die über vier Jahrzehnte hinweg versuchen, in London zu bestehen. Jedes Jahrzehnt in der sich wandelnden Stadt ist präzise gezeichnet und weit mehr als nur Kulisse.« ("The Irish Times")
»Eine epische und zugleich nahegehende Geschichte über Einwanderung und eine einfühlsame Betrachtung des Alltäglichen. Ein Roman voller Mitgefühl und Menschlichkeit, der mit Stereotypen kokettiert, um deren verborgene Wahrheit zu ergründen.« ("The Skinny")
»Eine poetische und fesselnde Geschichte zweier Iren auf der Suche nach Zuflucht in London. Gekonnt fängt Dwyer Hickey das Gefühl der irischen Diaspora ein, zu einer Zeit, als London noch ein unfreundlicherer Ort war.« ("Irish Examiner")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2025

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/5,3 cm

Gewicht

669 g

Farbe

Schwarz / Messing

Auflage

2

Originaltitel

Our London Lives

Übersetzt von

Kathrin Razum

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-00625-6

EU-Ansprechpartner

Unionsverlag AG
mail@unionsverlag.ch

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck oHG
Wilhelmstraße 9
80801 München
DE
produktsicherheit@beck.de

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  • Eva

    5/5

    04.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Irische Diaspora und die Liebe zum Leben

    Milly ist 18 als sie 1979 Irland verlässt und in London ihr Glück versucht. Als Irin ist sie eine von vielen, die in London eine bessere Zukunft suchen. Sie findet Arbeit in einem Pub, Frauen, die ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen und ein fragiles neues Zuhause. Sie lernt Pip kennen, einen anderen jungen Iren, der als talentierter Boxer seinen Platz in der neuen Welt sucht. Beide tragen die Last der Welt auf ihren Schultern und streben danach, sie mit der Vergangenheit zurückzulassen oder gleich nach Irland zurückzuschicken. Sie erkennen eine Seelenverwandtschaft, gefärbt von Einsamkeit und echter Zuneigung. Doch trotz der Anziehung will keine Beziehung daraus entstehen, zu unterschiedlich ist die Haltung zum Leben. Milly arbeitet hart für Unabhängigkeit und Stabilität, Pip ist rastlos, getrieben, dem Alkohol verfallen und unzuverlässig. London spielt eine tragende Rolle in den Leben der beiden Migranten. Es ist Verheißung, Bühne, Herausforderung und so wie die Protagonist*innen im stetigen Wandel. Milly beobachtet, reflektiert, passt sich an, bewahrt. Pip wütet, driftet, rebelliert. Immer wieder treffen sie im Laufe ihres Lebens aufeinander, aber vielleicht ist die gemeinsame Zukunft irgendwann undenkbar, wenn es schon zu viele Erinnerungen gibt. Christine Dwyer Hickey erzählt die Geschichte detailreich und nah an den Figuren in verschiedenen Zeitabschnitten, die Dialoge öffnen London wie eine Theater-Bühne. Das ist große Kunst. Die Liebesgeschichte entfaltet sich entlang der Szenen höchst realistisch an den Figuren und all ihrer Ambivalenz, wenig sentimental, manchmal fast ausweglos und dann wieder voller Hoffnung. Es häufen sich leider in der Übersetzung die Worte «mampfen», «schlüpfen» und «schnuppern», die mich als pingeligen Sprachmenschen in ihrer Redundanz aus dem Lesefluss bringen. Dennoch ist das große irische Literatur aus dem Unionsverlag, einem meiner liebsten Verlage überhaupt. Große Leseempfehlung!

  • Alrik Gerlach

    aus NordWestMecklenburg

    5/5

    27.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei Herzen in einem rauen London

    Was für ein Roman — und was für ein Schlag in die Magengrube des Erwachsenenlebens. Christine Dwyer Hickey zieht die Bühne groß auf: London 1979, zwei verlorene Iren, ein Boxring voller Hoffnungen und jede Menge Dreck unter den Nägeln. Milly und Pip stolpern ineinander wie zwei verlorene Leute, die zufällig denselben Bahnhof verpasst haben. Das ist kein kitschiges Liebeslied, das ist ein rauer, leiser Blues über Menschen, die sich immer wieder finden und doch nie vollständig halten können. Die Sprache trifft genau den Punkt: nicht geschminkt, manchmal verletzend ehrlich, und mit einem Humor, der meist zwischen den Zeilen sitzt und einem dann plötzlich lacht, wenn man eigentlich weinen wollte. Szenen wie kleine Polaroids — kurz, messerscharf, mit einem Geruch von Straßenlaternen und billigem Kaffee. Besonders stark: die Darstellung von Einsamkeit, die hier nicht melodramatisch auftritt, sondern alltäglich, lästig, fast wie ein verwaschenes Hemd, das man nie wegschmeißt. Einziger kleiner Makel: Gegen Ende schleicht sich gelegentlich eine Erzählfreude ein, die den Fokus strecken will — ein paar Szenen wirken etwas zu ausladend. Trotzdem bleibt das Fundament stabil: Charaktere, die atmen, die Fehler machen, die wehtun. Wer auf ehrliche, melancholische Literatur steht, die nicht mit Effekten um sich schmeißt, sondern mit Herz und einem schelmischen Grinsen, wird hier große Freude haben. Für alle, die Geschichten mögen, die nachklingen — dieses Buch bleibt noch lange im Kopf.

  • Lesenswege

    5/5

    02.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte von Liebe und Einsamkeit

    Aus dem Englischen von Kathrin Razum. Milly und Pip, der eigentlich Phillip heißt, begegnen sich 1979 erstmals in einem Londoner Pup, in dem Milly hinter dem Tresen steht. Beide sind jung, beide sind Iren im Londoner Exil. Es ist eine Begegnung fürs Leben und gleichzeitig auch nicht, denn Zufälle, die falschen Ereignisse im falschen Augenblick verhindern, dass sie ein Paar werden, obwohl jedes Wiedersehen im Verlauf von beinahe 40 Jahren eine neue Chance sein könnte. Könnte, denn das Leben, das beide beutelt, kommt immer wieder dazwischen. Dabei verläuft Millys Leben über lange Phasen relativ konstant, sie fühlt sich wohl in London und hat in Mrs Oaks Pub für lange Zeit ein Zuhause gefunden. Pip dagegen wird vom Leben herumgetrieben und ist nirgendwo zu Hause. Was diesen Roman so ungeheuer spannend und atmosphärisch macht ist die Art, wie Christine Dwyer Hickey die Geschichte dieser beiden einsamen Seelen erzählt. Die Perspektiven wechseln sich ab, wobei Milly von 1979 an in mehreren Schritten chronologisch mit eingearbeiteten Rückblicken zu Wort kommt und Pip auf der Basis seines Seins im Jahr 2017 komplett in der Rückschau auf sein Leben blickt. Dabei fügen sich ganz langsam kleine eingefügte Details wie Puzzleteile ineinander zu einem Gesamtbild, welches erst am Schluss das gesamte Panorama dessen, was beiden widerfahren ist, entfaltet. Viele kleine Ereignisse, im Augenblick des Geschehens vermeintlich unbedeutend, offenbaren ihren Einfluss auf das weitere Leben erst auf lange Sicht. Für mich ist das ganz großes Kino. Ich fühlte mich beiden Figuren sehr nahe und habe sie gerne über die vier Jahrzehnte begleitet. Gleichzeitig ist der Roman auch eine Hommage an London, indem er bezeugt, wie sich die Stadt über vier Dekaden verändert hat. Die Kultur der Pubs ist im Niedergang begriffen, Investoren kaufen alles auf, reißen es ab und errichten Glasfassaden in einer jetzt futuristisch anmutenden Stadt. Nachbarschaften verändern sich, Menschen sterben oder ziehen weg, weil die Veränderung kein Zuhause mehr bietet. Dieser Roman gehört um Besten, was ich dieses Jahr gelesen habe.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    25.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Komplizierte Liebe in London

    Ein spannendes, aber doch ruhiges Buch über zwei Iren, die sich Ende der 70er Jahre in London treffen, sich verlieren und erst nach 40 Jahren wieder zusammen kommen. Als Boxer und Bardame haben beide einen außergewöhnlichen, aber auch nicht untypischen Lebenslauf für irische Einwanderer. Mir hat die dichte Atmosphäre und die Beschreibung der Charaktere sehr gut gefallen. Sehr empfehlenswert.

  • lauras_garden_of_books

    4/5

    12.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Charakterportrait vor einem Stück Zeitgeschichte

    Dieser Roman las sich für mich wie Filmklassiker. Es ist ein Charakterportrait zweier Menschen, verbunden von einer Liebe vor einem Stück Zeitgeschichte und der Zeitspanne von 38 Jahren. Milly, ein 18-jähriges Mädchen, das Irland verlässt und beginnt in London in einem Pub zu arbeiten und Pip, ebenfalls aus Irland stammend, der im benachbarten Boxclub an seiner Sportlerkarriere feilt und nach dem Training den Tag im Pub ausklingen lässt. Zwei Charaktere, die sich treffen, mit der Zeit mehr kennen und lieben lernen, denen die Umstände aber nicht wohlgesinnt waren und die nie richtig zueinandergefunden haben. Diese Liebesgeschichte bietet zwar den Aufhänger, dennoch ist es kein Liebesroman, sondern es geht um die Lebensgeschichte dieser beiden Charaktere. Christine Dwyler Hickey hat eine sehr interessante Erzählweise gewählt. Die Kapitel aus Millys Sicht starten im Jahre 1979 und bewegen sich dann immer in Jahressprüngen vorwärts. Pips Kapitel finden alle im Jahr 2017 statt, nachdem er mit 60 Jahren aus der Entzugsklinik entlassen wird und eine letzte Chance bekommen hat, sein Leben auf die Reihe zu kriegen. Milly begleiten wir chronologisch durch die Jahre hinweg, Pip begleiten wir bei seiner „Chance“, die eben auch beinhaltet, über sein Leben und Handeln nachzudenken und dadurch auch voll von Erinnerungen ist, an denen er uns als Lesende teilhaben lässt. Beide Perspektiven verbinden sich nahtlos und fügen sich sanft ineinander, dass man dem Leben der beiden trotz der Zeitsprünge nachvollziehbar folgen kann. Dies ist kein plotgetriebener Roman, sondern es geht ausschließlich um die Charaktere, ihre Gefühlswelt, ihre Erlebnisse, das Zwischenmenschliche und ihre Wege, die sich immer wieder mal kurz kreuzen, nur um sich dann wieder schmerzvoll und abrupt zu trennen. Für mich war es daher ein entspannter Read, sich in ihren Lebensgeschichten zu verlieren, die Handlung plätschert vor sich, dennoch war ich gespannt, ob die beiden am Ende nicht doch noch zueinander finden werden. Auch die politischen Hintergründe in dieser Zeit spielen hin und wieder eine Rolle, und was die terroristischen Aktivitäten der RAF für Auswirkungen für die irisch abstammenden in England lebenden Menschen gehabt haben. Die Perspektiven von Pip mochte ich etwas lieber und kam ihm emotional näher als Milly. Für Milly habe ich zwar Mitgefühl entwickelt, dennoch kam ich mit ihrer Art und ihren Entscheidungen manchmal nicht so klar. Und auch wenn Pip kein einfacher Charakter war, so schätzte ich ihn sehr für seine Bemühungen im Jahr 2017 für seine Taten geradezustehen, die Scherben aufzukehren und das, was übrig ist, wieder zusammenzuflicken, sich auszusöhnen und neue Wege zu gehen. Wer gerne solche charaktergetriebenen ruhigen Romane vor einem Stück Zeitgeschichte liest, sollte hier auf jeden Fall mal reinschauen.

Kundinnen und Kunden meinen

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