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Goldstrand Roman | Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2026 (Belletristik)

15

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

8498

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2025

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,6/12,7/2,1 cm

Gewicht

242 g

Farbe

Vanille / Cognac

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397176-7

Beschreibung

Rezension

Wie schön, dass dieser gedankenreiche Roman durch die Auszeichnung mit dem Preis der Leipziger Buchmesse es verdientermaßen auf die Bestsellerliste geschafft hat ("Der Tagesspiegel")
[...] ein zauberleichtes und doch abgründiges Buch ("Berliner Zeitung")
[...] schlanke[r], unglaublich dichte[r] Roman ("ARD (ttt – Titel, Thesen, Temperamente)")
Der Roman hat nur etwa 160 Seiten, aber er erzeugt eine Fülle an Eindrücken, dass man am Ende meint, etwas Monumentales gelesen zu haben. ("Zeit Online")
Durch stringenten Erzählstil, schnörkellosen Satzbau und an den Filmschnitt angelehnte Collagentechnik gibt die Autorin dem Roman Drive ("Hannoversche Allgemeine Zeitung")
Am allerschönsten [...] ist, wie leicht “Goldstrand” erzählt ist, wie gut Katerina Poladjan es beherrscht, immer genau das Richtige stehen und alles Überflüssige sein zu lassen. ("Tagesspiegel")
Her mit dem Büchnerpreis für diese Meisterin der delikaten Form ("Die Zeit")
Ein Roman mit großer Sogwirkung. ("ORF ZiB")
[...] rundherum gelungene[r] Roman ("Lokalkompass")
großes Kopfkino ("ARD/Druckfrisch")

Produktdetails

Verkaufsrang

8498

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2025

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,6/12,7/2,1 cm

Gewicht

242 g

Farbe

Vanille / Cognac

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397176-7

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Bewertung

    aus Heyerode

    5/5

    16.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hervorragendes Buch

    Für mich war dieses Buch ein Stück weit Erinnerung an meine erste Zeit, in der ich verheiratet war, wir sind gemeinsam im zweiten Jahr nach Bulgarien gefahren an die Schwarzmeerküste. Das war ein für uns damals unvergesslicher Urlaub und auch ein Glückstreffer, weil nicht jeder das Glück hatte, überhaupt einen solchen Urlaub buchen zu können. Das Wetter, das Hotel, überhaupt das Erlebnis, dieses südliche Flair erleben zu dürfen haben wir damals extrem genossen. Nun aber zum Buch: Wir werden versetzt an die bulgarische Schwarzmeerküste. Goldstrand ist ein Ort, der in den 50er Jahren dort entstand. Wir lesen von dieser Zeit - von der Baustelle, auf der damals unser Charakter Eli gezeugt wird. Dann gehen wir 6 Jahrzehnte weiter. und lesen von seinem Erfolg als Fimregisseur und befinden uns nun in Rom. Wir lesen von seiner Familiengeschichte, die uns kreuz und quer durch ein Jahrhundert und durch Europa wandern lässt. Ein dünnes Büchlein, man sollte nicht meinen, wieviel Inhalt man da reinpacken kann. Mich hat es faziniert, wie die Autorin mich mitgenommen hat. Ich finde auch die Idee gut, Eli aus seinem Leben berichten zu lassen, der Dottoressa aus dem Leben zu berichten und uns LeserInnen mitzunehmen in sein Leben, in die Zeit und die Lokalitäten. Eli wird sehr intensiv charakterisiert, er erzählt sozusagen SEINEN Film. Sehr gut gemacht, wie diese fiktive Familiengeschichte, die fiktive Biografie mit der Historische und den gesellschaftlichen Entwicklung Bulgariens und dieser Ferienregion verbunden wird. Absolut spannend und auch literarisch interessant zu lesen. #Goldstrand #bücherliebe #katerinapoladjan #fischerverlag #heidizengerling

  • Kwinsu

    aus Salzburg

    5/5

    17.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Film, den Eli niemals drehte

    "Ich stellte das Drehbuch fertig, fand eine Produktionsfirma, und Berlusconi wurde als Steuerbetrüger verurteilt. Das Leben war voller Hoffnung" (S. 119) Eli ist ein egozentrischer, schrulliger Kerl, knapp über 60, mutmaßlicher Erfolgsregisseur und sein Lebensmittelpunkt scheinen seine Besuche bei der "Dottoressa" zu sein. Ihr erzählt er in fantastischen Bildern und nicht immer ganz glaubhaft seine Lebensgeschichte und seine persönlichen Qualen . Dabei nimmt er uns mit in eine bewegte Familiengeschichte: über seinen Großvater Lew, der mit seinen beiden Kindern Vera und Felix aus Moskau flieht, Vera geht dabei verloren und am bulgarischen, zukünftigen Goldstrand gelandet, will er die Hoffnung immer noch nicht aufgeben, seine Tochter doch noch zu finden. Während der Vater Lew ein karges Leben führt, verwirklicht Felix - Elis künftiger Vater - seinen Traum und wird Architekt, kehrt an den Goldstrand zurück, um ihm architektonisch zu Glanzzeiten zu verhelfen. Dort trifft er auf die Italienerin Francesca, die schließlich Elis Mutter wird. Doch da ein uneheliches Kind für deren Eltern eine Schande ist, muss Eli bei den Großeltern aufwachsen. So nimmt die erzählte Geschichte ihren Lauf und wird zu dem großen Film, den Eli niemals drehte. Katerina Poladjan ist mit "Goldstrand" ein großartiger, sehr humoriger Roman gelungen, der einen absolut unzuverlässigen Erzähler vorweist und man so schließlich niemals weiß, was an Elis Erzählung Fantastik oder erzählerische Wirklichkeit ist. In nur knappen 160 Seiten packt die Autorin nicht nur eine bildgewaltige Szenerie, die sich tief im Gedächtnis absetzt, sondern unterschwellig auch eine zeitgeschichtliche Abhandlung vom östlichen Teil Europas bis Italien. Eli ist ein gnadenloser Blender, der sich selbst und seine Familiengeschichte groß macht. Zuerst habe ich ihm (oder vielmehr der Autorin), alles abgekauft, doch langsam und unauffällig, spitzt sich die Fantastik zu und man beginnt sich zu wundern. Höhepunkt in dieser Trügerei war für mich, als in den Therapiesitzungen mit der Dottoressa plötzlich Paolo auftaucht - und durch seine bloße Anwesenheit in den Verlauf der Therapiesitzungen eingreift. Eli wird plötzlich klein und zurückhalten und beginnt vielleicht, sich selbst zu reflektieren. So genau weiß man es aber nicht, genauso wenig, ob nun Halluzinationen, Vergesslichkeit oder bloß eine Verwunderung auftritt. Jedenfalls besinnt er sich nun mehr auf die Gegenwart, als die Vergangenheit und beginnt, sich mit seiner eigenen, gescheiterten Familie auseinanderzusetzen. Was aber niemals fehlen darf, ist der Glauben an den Film. Die Autorin zeichnet den Charakter Elis so eindrücklich mit ihrer bildhaften Sprachkunst, dass man ihn trotz - oder vielleicht gerade aufgrund - etlicher Unzulänglichkeit einfach mögen muss. Generell ist ihr Schreibstil beeindruckend, denn er protzt nicht mit Schnörkeleien, sondern ist eingänglich und zugleich charakterstark. Die humorige Note, die im ganzen Roman an den Tag gelegt wird, wenn Eli von sich selbst spricht, ist wirklich witzig und trotzdem nimmt sie dem Protagonisten nichts an Ernsthaftigkeit, stellt ihn nicht bloß. Die Themen sind zeitgeschichtlich und politisch äußerst geschickt in die Geschichte verwoben, ohne dass sie zu sehr in den Vordergrund treten, was dem Buch eine zusätzliche Tiefe verleiht. Mein Fazit: Goldstrand ist für mich definitiv eines meiner Lesehighlights im Jahr 2025. Wer ein humoriges, tiefgründiges und bildhaftes Buch, mit unterschwelligem zeitgeschichtlichen und politischen Kolorit mag, das zudem noch sehr eingänglich zu lesen ist, muss unbedingt zu diesem großartigen Roman greifen!

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    06.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine bewegte Familiengeschichte

    Eine wunderschöne Geschichte über einen erfolgreichen Filmregisseur, der bei einem Psychologen die Geschichte seiner ganzen Familie über Generationen auferstehen lässt. Wir erfahren dabei auch viel über die Geschichte von Rumänien und Bulgarien, an dessen Küste der Goldstrand, ein großes Feriengebiet, liegt. Dort wurde er gezeugt, und damit beginnt die Geschichte. Der Roman ist sehr spannend erzählt und liest sich sehr flüssig. Sehr empfehlenswert.

  • Jürg K.

    5/5

    23.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gute Geschichte, unterhaltsam

    Goldstrand ist ein Roman der einer Reise durch Generationen, Sehnsüchte und Geschichte folgt. In den 1950 Jahren wird an der bulgarischen Schwarzmeerküste ein Ferienort Goldstrand, geplant. Eli wird hier auf der Baustelle gezeugt. Viele Jahre später hat er als Filmregisseur Erfolge gefeiert und liegt auf der Couch seiner Analytikerin in Rom. Es dauerte einige Seiten, bis ich in der Geschichte drin war. Katerina Poladjan hat mit diesem Roman, der sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart bewegt, geschrieben. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau auf der Suche, nach Identität, nach Verbindungen und nach dem Echo ihrer Herkunft. Die Beschreibung der Atmosphäre ist zarte Melancholie, lässt Sonne und Salz auf der Haut spüren. die Autorin wechselt die Perspektive subtil, immer mit Blick auf das Ganze. Wer bin ich, wenn ich nicht weiss, woher ich komme? Das Buch ist ein tiefgründiges Werk über die Spuren, die Geschichte in Familien und Körpern hinterlässt und über die Sehnsucht, diese Spuren zu verstehen. Ein Buch das zum Nachdenken anregt. Sehr empfehlenswert.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    23.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    König Eli

    Von Katerina Poladjan kenne ich schon „Hier sind Löwen“ und dieses Buch hatte mir damals sehr gefallen. Dies ist bei diesem Buch hier nicht ganz so. Dies liegt aber nicht an Katerina Poladjan und ihrer Schreibweise. Diese ist brillant. Da gibt es nichts auszusetzen. Was mir in diesem Buch nicht gefallen hat, war eindeutig die Hauptfigur. Eli, früher ein gefeierter Filmregisseur, liegt auf der Couch einer Dottoressa und blickt auf sein Leben, auf die Familiengeschichte. Diese Familiengeschichte bewegt sich durch verschiedene Länder in Europa, ist hervorragend erzählt. Aber dieser Hauptcharakter, nun ja, er war einst ein gefeierter Filmregisseur, und jetzt, nun jetzt, was ist er? Ein Mann, der quengelnd auf sein Leben schaut. Nun sind quengelnde Kinder schon eine Herausforderung. Aber erwachsene Männer. Nun ja. Nicht mein Geschmack! Das widert mich eher etwas an. Man könnte nun mit einem lachenden Auge auf diesen Menschen in Rom schauen, der hier seine Sicht auf sein Leben erzählt. An der Art, wie er sein Leben erzählt, erkennt man schnell was für ein Charakter da vor der Dottoressa liegt. Durch weitere Familienangehörige wird man nur in seinen Sichten bestärkt. Und dieser Eli, dieser Mann, nun er hat wenig Männlichkeit in sich. Und das regte mich einfach nur auf! Worauf man hier wiederum sagen kann, dass die Autorin ganze Arbeit geleistet hat, in mir diese Reaktion hervorzurufen. Hat sie. Keine Frage. Katerina Poladjan kann schreiben. Auf jeden Fall! Aber solche Menschen wie Eli. Ich verabscheue sie tief und innig. Begegnen sie einem doch im Leben immer wieder und immer fort. Ja, schuld an den negativen Dingen im eigenen Leben sind immer die Anderen. Nie man selbst. Und dies tun sie kund. Laut und recht verständlich. Man selbst möchte vor diesen Zeitgenossen die Flucht ergreifen. Denn nicht zu ihnen passende Meinungen werden von ihnen meist recht erfolgreich ignoriert. Und so sind sie in ihren Augen die vollkommenen Meister und die Anderen, nun sie haben einfach nicht Recht. Nur sie selbst sind in allem unfehlbar. Obwohl sie wissen, dass dem nicht so ist. Dennoch bleiben sie bei ihrem Denken. Widerliche Menschen. Sorry, dass ich das so schreibe. Aber dies ist meine Empfindung. Solche Menschen wie Eli, ich meide sie, denn diese Energieräuber braucht niemand. Eine Dottoressa kann nicht fliehen. Wie auch andere Berufsgruppen nicht vor ihnen fliehen können. Aber im Privatleben kann man sich vor solchen Exemplaren à la Eli erfolgreich schützen und ihnen einen guten Weg wünschen. Ihr seht, das Buch hat mich erfolgreich getriggert! Damit scheint dieser Eli richtig gut gelungen zu sein! Und das Buch erscheint sicher sehr gut. Denn, ja! Katerina Poladjan kann hervorragend erzählen. So gut, dass sie mich mit ihrem Eli perfekt getriggert hat! Wem so etwas, solche Charaktere, gefallen, ran an dieses Buch. Eine Leseempfehlung kann ich nicht aussprechen. Versteht sicher jeder, der den Text gelesen hat.

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Bewertungen (15)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von G. Möller

    G. Möller

    Thalia Borkum

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Auch wenn das Buch nicht dick ist, hat es sehr viel Inhalt

    Eli ist ehemaliger Filmregisseur und durchlebt sein Leben auf der Couch seine Psychotherapeutin erneut. Es ist nicht immer klar, was er nochmal erlebt und was er vielleicht dazu erfindet, aber genau das macht die Vielschichtigkeit dieses Romans aus.
  • Zum Bewerterprofil von Milehi Kiatkoh

    Milehi Kiatkoh

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Couch als Kontinent

    Goldstrand ist ein eleganter, vielschichtiger Roman über Familiengeschichte und europäische Zeitläufte. Katerina Poladjan erzählt die Geschichte des alternden Filmregisseurs Eli, der auf der Couch seiner römischen Dottoressa sein Leben rekonstruiert – ausgehend vom bulgarischen Ferienort Goldstrand, der in den 1950ern als Traum von einem gesamteuropäischen Ort entstand. Der Roman besticht durch seinen heiter-melancholischen Ton und die fabulierende Erzählweise: Eli mutmaßt, erinnert, erfindet neu. Seine Familiengeschichte wird zur Reise durch ein Jahrhundert und quer über den Kontinent – von Odessa über Konstantinopel bis Rom. Auf nur 160 Seiten verdichtet Poladjan Splitter des alten Europas zu einem Bild der Gegenwart, das nachdenklich stimmt, ohne schwer zu wirken.
  • Zum Bewerterprofil von Monika Föckeler

    Monika Föckeler

    Thalia Mayersche Castrop-Rauxel

    Buchhändler*in

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    4/5

    26.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Goldstrand

    Eli, ein alternder ehemaliger Regisseur, liegt auf der Couch seiner Psychotherapeutin in Rom und erzählt seine Familiengeschichte. Sie beginnt am Goldstrand in Bulgarien mit seiner Zeugung, zieht sich über ein ganzes Jahrhundert quer durch verschiedene Orte und Zeiten bis zur Gegenwart und beschreibt ein eindrucksvolles Bild europäischer Geschichte. Der recht schmale Roman wechselt häufig zwischen Orten und Zeiten, wobei Themen angeschnitten werden, ohne sie zu vertiefen, so dass man selbst die Erzählung weiterspinnen könnte. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt, doch mit dem doch sehr eigenwilligen Eli konnte ich nicht warm werden.
  • Zum Bewerterprofil von Britta Schatz

    Britta Schatz

    Thalia Mayersche Bünde

    Buchhändler*in

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    4/5

    16.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Vielschichtige Familiengeschichte

    Mit 160 Seiten ist der diesjährige Gewinner des Leipziger Buchpreises wahrhaftig nicht dick. Dafür umso gehaltvoller. Poladjan erzählt eine Familiengeschichte, die ein ganzes Jahrhundert umspannt. Wir erleben sie durch die Erinnerungen und Therapiesitzungen von Eli, ein Regisseur, der nicht mehr an vorangegangene Erfolge anknüpfen kann. Ausschmückend und fabulierend berichtet er von der Flucht seines Großvaters und dessen Kindern aus Odessa 1922. Ob die Flucht wirklich so passiert ist oder ob Eli, seinem Beruf schuldend, alles romantisierend ausschmückt ist dahin gestellt. Auch wenn nicht viele Charaktere vorkommen, sind die einzelnen Geschichten sehr verschachtelt, da in der Zeit viel gesprungen wird. Am Ende driftet alles in eine wundervoll abstruse Traumsequenz ab. Trotz aller Schicksalsschläge ein wirklich (galgen-)humorvolles Buch. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass einige Handlungsstränge ausführlicher erzählt worden wären, aber ich fühlte mich sehr gut unterhalten.
  • Zum Bewerterprofil von Stefan

    Stefan

    Thalia Görlitz

    Buchhändler*in

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    4/5

    07.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Von einem, der nicht die Zielkundschaft ist

    Mit Goldstrand legt Katerina Poladjan einen inhaltlich vielschichtigen, klugen Roman vor, der große Themen wie Erinnerung, Herkunft und das Weiterwirken vergangener Traumata über Generationen hinweg verhandelt. Die Geschichte spannt einen Bogen über verschiedene Länder und Zeiten und zeichnet ein eindrucksvolles Bild europäischer Geschichte, das sich eng mit dem Schicksal einer Familie verwebt. Besonders die Grundidee des Romans – das Erzählen als Suche nach Wahrheit und als Versuch, mit Verlusten umzugehen – ist berührend und gut durchdacht. So überzeugend der Inhalt ist, so ambivalent war mein Leseerlebnis in Bezug auf den Schreibstil. Die fragmentarische, stark assoziative Erzählweise und der bewusst unzuverlässige Erzähler erfordern viel Aufmerksamkeit und Offenheit. Für mich blieb der Zugang zur Sprache und zur Erzählweise leider distanziert; stellenweise wirkte der Text sperrig und emotional schwer greifbar. Das ist weniger als qualitative Schwäche zu verstehen, sondern vielmehr als Ausdruck eines literarischen Stils, der sehr eigenständig ist – und nicht jeden Leserin gleichermaßen abholt. Rückblickend habe ich den Eindruck, dass Goldstrand deutlich außerhalb meiner persönlichen Komfortzone liegt. Der Roman setzt auf Andeutungen, Leerstellen und ein bewusstes Spiel mit Unsicherheit, was literarisch reizvoll ist, mir den Lesefluss jedoch erschwert hat. Wer eine klare, geradlinige Erzählung sucht, könnte ähnliche Schwierigkeiten haben.

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