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Wenn die Sonne untergeht Familie Mann in Sanary | Der Nr. 1-Bestseller über Thomas Mann und seine Familie im Exil

86

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1470

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.10.2025

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,9/15,1/3,4 cm

Gewicht

494 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397192-7

Beschreibung

Rezension

[...] Illies breitet auch anhand bislang unveröffentlichter Tagebücher das zeitlose Tableau an Möglichkeiten, auf die Fratze der Diktatur zu reagieren, am Beispiel der Manns aus ("General-Anzeiger Bonn")
Ganz, ganz großartig ("eat.read.sleep-Podcast")
[Illies] kann eben Geschichten erzählen [...] und macht sie in besonderer Weise lebendig und anfassbar ("eat.read.sleep-Podcast")
[...] anschaulich und konkret, spöttisch und lebendig ("Die Welt")
So intensiv hat noch niemand auf Thomas Mann und sein Umfeld in dieser kurzen, aber wichtigsten Phase seines Lebens geschaut. ("Thüringer Allgemeine")
Detailreich! Lebendig! ("TV Hören und Sehen")
Illies [...] ist ein eloquenter Plauderer, weiß immer noch eine Anekdote und schlüpft beim Lesen mit herrlichem Humor in die verschiedenen Rollen ("Reutlinger General-Anzeiger")
Illies schreibt mit leichter Hand, aber präzisem Blick. ("Dresdner Morgenpost")
Welches historische Kapitel Florian Illies auch angreift: Es wird lebendig ("Der Standard")
Es ist die besondere Art der feuilletonistischen Geschichtsschreibung, die Florian Illies weiter perfektioniert und die auch das neue Buch zum Vergnügen macht. ("Sächsische Zeitung")

Produktdetails

Verkaufsrang

1470

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.10.2025

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,9/15,1/3,4 cm

Gewicht

494 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397192-7

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Mit vielen Zwischentönen

leseleucht aus Alfter am 20.03.2026

Bewertungsnummer: 3083731

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Florian Illies hat sich wieder einmal einem historischen und einem kulturgeschichtlichen Stoff in Hochkonzentrat gewidmet: ein Sommer im Jahre 1933, von Mai bis September, in Sanary sur Mar. Die erste Station von Thomas Mann und seiner Großfamilie im Exil im exzentrischen Kreis von Intellektuellen und Künstlern, die vor den Nazis geflohen sind oder einfach auch nur einen Sommer an der Küste des Mittelmeers mit dem typischen Charme und Flair verbringen sollen. Mit feiner Ironie beschreibt Florian Illies insbesondere die Schrullen, wenn man es so nennen will, des Großbürgerlichen Thomas Mann, der auch in den Unbilden des Exils seinen gewohnten Komfort als Nobelpreisträger, erfolgreicher, international bekannter Autor und in die wohlhabende Familie Pringsheim Eingeheirateter zu genießen verlangt. Fast zynisch klingen seine Klagen über die Unbequemlichkeit der Reise nach Sanary, wenn man bedenkt, wie andere aus Deutschland geflohen sind und wieder anderen diese Flucht gar nicht erst gelang und sie in die Konzentrationslager verschickt wurden. Der ganze Kreis an exzentrischen, schillernden Figuren, der sich um die Familie Mann schart oder – wie die beiden Kinder Klaus und Erika – zur selben gehören entlockt dem Autor immer wieder ein paar ironische Seitenhiebe auf Befindlichkeit, Eitelkeiten und auch Selbstverliebtheiten, denen die Empathie für die Gefühlslage anderer gänzlich abgeht. Seien es Thomas Manns eigene Kinder, wie der ungewollte Sohn Michael oder der nicht ganz ernst genommene Golo, die darunter leiden, oder betrogene Ehefrauen und ausrangierte Geliebte, die manch anderer Gast in Sanary auf dem Gewissen hat. Zugleich macht Illies die zunehmenden Repressalien der Nazis gegenüber den jüdischen Bürgern sowie den Andersdenkenden oder unkonventionell lebenden Künstlern und Intellektuellen und die damit beginnende Atmosphäre von Bedrohung, Angst und Schrecken gut fühlbar. Dem entgegen setzt er beinahe poetisch die Stimmung in Sanary sur Mar, der warme Sommer, der auch ein Stück weit noch Unbeschwertheit und Genuss der französischen l‘art de vivre verspricht, die Villa, sagenhaft am Meer gelegen, die viel Komfort bietet, der intellektuelle Austausch in der Künstlergemeinde, die Treffen und Feiern, die Tagesroutinen, Sport und Vergnügungen, die bisweilen die Exilsituation vergessen lassen. Mit großem Vergnügen lauscht man der großartigen Stimme von Stephan Schad, der genau den richtigen Ton für dieses Buch trifft. Die Fülle an Informationen und Details, die Florian Illies hier zusammengetragen hat, machen es zwar bisweilen nicht ganz einfach, alles mitzubekommen und mitzubehalten – man muss schon mit Konzentration folgen -, aber dennoch kann man immer wieder mühelos einsteigen und sich auf ein neues Kapitel aus diesem Sommer einlassen. Dieses (Hör-)Buch verbindet eine Unmenge an Detailwissen mit viel Atmosphäre und großem Unterhaltungswert.

Mit vielen Zwischentönen

leseleucht aus Alfter am 20.03.2026
Bewertungsnummer: 3083731
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Florian Illies hat sich wieder einmal einem historischen und einem kulturgeschichtlichen Stoff in Hochkonzentrat gewidmet: ein Sommer im Jahre 1933, von Mai bis September, in Sanary sur Mar. Die erste Station von Thomas Mann und seiner Großfamilie im Exil im exzentrischen Kreis von Intellektuellen und Künstlern, die vor den Nazis geflohen sind oder einfach auch nur einen Sommer an der Küste des Mittelmeers mit dem typischen Charme und Flair verbringen sollen. Mit feiner Ironie beschreibt Florian Illies insbesondere die Schrullen, wenn man es so nennen will, des Großbürgerlichen Thomas Mann, der auch in den Unbilden des Exils seinen gewohnten Komfort als Nobelpreisträger, erfolgreicher, international bekannter Autor und in die wohlhabende Familie Pringsheim Eingeheirateter zu genießen verlangt. Fast zynisch klingen seine Klagen über die Unbequemlichkeit der Reise nach Sanary, wenn man bedenkt, wie andere aus Deutschland geflohen sind und wieder anderen diese Flucht gar nicht erst gelang und sie in die Konzentrationslager verschickt wurden. Der ganze Kreis an exzentrischen, schillernden Figuren, der sich um die Familie Mann schart oder – wie die beiden Kinder Klaus und Erika – zur selben gehören entlockt dem Autor immer wieder ein paar ironische Seitenhiebe auf Befindlichkeit, Eitelkeiten und auch Selbstverliebtheiten, denen die Empathie für die Gefühlslage anderer gänzlich abgeht. Seien es Thomas Manns eigene Kinder, wie der ungewollte Sohn Michael oder der nicht ganz ernst genommene Golo, die darunter leiden, oder betrogene Ehefrauen und ausrangierte Geliebte, die manch anderer Gast in Sanary auf dem Gewissen hat. Zugleich macht Illies die zunehmenden Repressalien der Nazis gegenüber den jüdischen Bürgern sowie den Andersdenkenden oder unkonventionell lebenden Künstlern und Intellektuellen und die damit beginnende Atmosphäre von Bedrohung, Angst und Schrecken gut fühlbar. Dem entgegen setzt er beinahe poetisch die Stimmung in Sanary sur Mar, der warme Sommer, der auch ein Stück weit noch Unbeschwertheit und Genuss der französischen l‘art de vivre verspricht, die Villa, sagenhaft am Meer gelegen, die viel Komfort bietet, der intellektuelle Austausch in der Künstlergemeinde, die Treffen und Feiern, die Tagesroutinen, Sport und Vergnügungen, die bisweilen die Exilsituation vergessen lassen. Mit großem Vergnügen lauscht man der großartigen Stimme von Stephan Schad, der genau den richtigen Ton für dieses Buch trifft. Die Fülle an Informationen und Details, die Florian Illies hier zusammengetragen hat, machen es zwar bisweilen nicht ganz einfach, alles mitzubekommen und mitzubehalten – man muss schon mit Konzentration folgen -, aber dennoch kann man immer wieder mühelos einsteigen und sich auf ein neues Kapitel aus diesem Sommer einlassen. Dieses (Hör-)Buch verbindet eine Unmenge an Detailwissen mit viel Atmosphäre und großem Unterhaltungswert.

Herausragend

Bewertung aus Heyerode am 05.02.2026

Bewertungsnummer: 3036536

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Herausragender Roman - der mich ins Jahr 1933 entführte. Die politische Lage Deutschlands in den Blick nehmend, die sich immer weiter zuspitzt hat mich die Geschichte der Familie Mann mitgerissen, hineingerissen zwischen die Buchdeckel. Die Flucht, welche die Familie Mann und ihre sechs Kinder durch Zufall nach Frankreich führt, ist sehr lebendig und glaubwürdig geschildert. Der historische Hintergrund ist perfekt eingebunden. Wir befinden uns in Sanary-sur-Mer, es ist Sommer und wir fühlen mit den Manns. Sehr detailliert und nachvollziehbar werden die Charaktere der Eltern und die der Kinder dargestellt, die sehr unterschiedlich sind. Wie die einzelnen Charaktere mit ihren Handlungen und Gefühlen sich neu orientieren im Exil, das wird literarisch sehr intensiv und ansprechend dargestellt. Das Buch ist mit einem edlen Lesebändchen versehen. Ein wunderbar zu lesendes Buch, eine Geschichte, die sich entfaltet und spannungsintensiv zu lesen ist bis zum Schluss. Das Flair der Zeit und der Örtlichkeiten einfangend. ABSOLUT GELUNGEN !!! #wenndiesonneuntergeht #FlorianIllies #fischerverlag #FamilieMann #heidizengerling

Herausragend

Bewertung aus Heyerode am 05.02.2026
Bewertungsnummer: 3036536
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Herausragender Roman - der mich ins Jahr 1933 entführte. Die politische Lage Deutschlands in den Blick nehmend, die sich immer weiter zuspitzt hat mich die Geschichte der Familie Mann mitgerissen, hineingerissen zwischen die Buchdeckel. Die Flucht, welche die Familie Mann und ihre sechs Kinder durch Zufall nach Frankreich führt, ist sehr lebendig und glaubwürdig geschildert. Der historische Hintergrund ist perfekt eingebunden. Wir befinden uns in Sanary-sur-Mer, es ist Sommer und wir fühlen mit den Manns. Sehr detailliert und nachvollziehbar werden die Charaktere der Eltern und die der Kinder dargestellt, die sehr unterschiedlich sind. Wie die einzelnen Charaktere mit ihren Handlungen und Gefühlen sich neu orientieren im Exil, das wird literarisch sehr intensiv und ansprechend dargestellt. Das Buch ist mit einem edlen Lesebändchen versehen. Ein wunderbar zu lesendes Buch, eine Geschichte, die sich entfaltet und spannungsintensiv zu lesen ist bis zum Schluss. Das Flair der Zeit und der Örtlichkeiten einfangend. ABSOLUT GELUNGEN !!! #wenndiesonneuntergeht #FlorianIllies #fischerverlag #FamilieMann #heidizengerling

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Wenn die Sonne untergeht

von Florian Illies

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Vreni Haider

Thalia Bad Reichenhall

Zum Portrait

5/5

Die Vertreibung der Familie Mann ins Paradies

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Jahundertfamilie waren sie die Manns! Kontrovers, exzentrisch, durchsetzt von Ehrgeiz und Anerkennungssucht (vor allem Thomas Mann gegenüber), ihrer Zeit zu weit voraus und genau darum eine jede und ein jeder auf seine Art und Weise genial. Als die Stimmung in Deutschland kippte, da wurde Thomas Mann heftig gedrängt, das Heimatland frühzeitig zu verlassen, um sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen. Völlig irritiert war er gewesen und konnte kaum verstehen, dass man ihn, IHN..., als Nobelpreisträger, mit einem Male nicht mehr im Lande haben wollte! Dass man seine Reden verdrehte, seine Artikel schmähte, ihn diffamierte und sich mehr und mehr einstige Freunde und Bewunderer gegen ihn wandten! Florian Illies erzählt uns vom (sonderbaren) Gebaren des großen Thomas Mann seinen Lieben gegenüber, von den Erwartungen und Forderungen, die er an seine Frau und Kinder stellte. Dabei stand ihm seine snobistische, hanseatische Kühle, die seiner Seele tief verankert innewohnte, stets im Wege. Nie zeigte er sonderlich viel Gefühl, schon gleich gar nicht Dankbarkeit, die vor allem Klaus zugestanden hätte, da der nie müde wurde, des Vaters literarisches Vermächtnis durch spektakuläre, lebensgefährliche Aktionen, aus dem unsicheren Deutschland zu retten und ins Exil nach Sanary-sur-Mer zu überführen. Einzig seinen männlichen Geliebten gegenüber, fand Thomas Mann poetische Worte der Verklärung und bezeugte seine Hingabe und Liebe ohne Angst sein Gesicht verlieren zu können. Taub den Gefühlen der Familie gegenüber, waren seine hypochondrischen Sinne dagegen übermäßig geschärft. Die Sorge vor Erkältung und Husten trieb ihn tagein, tagaus um und wurde in seinen Tagebüchern aufs Genaueste seziert und analysiert. Aus dem sicheren Sanary heraus, gelingt es Mann nicht, auch nur ansatzweise Dankbarkeit für die Möglichkeit zur Flucht zu empfinden. Er hadert mit der Vertreibung ins Paradies, drangsaliert die Familie und fiebert sich gradezu in eine nicht enden wollende geistige Erschütterung über die Geschehnisse um ihn herum. Nie wird er verzeihen können, was man ihm antat. Von den Nazis degradiert, von Freunden verlassen, von Journalisten verspottet, von Familienmitgliedern verraten. Dabei ist er nicht das einzige Opfer dieses Dramas. Nämlich ist es er höchstselbst, der alle um sich herum traumatisiert und dafür sorgt, dass die eigene Familie an ihm zu zerbrechen droht. Auch erwähnenswert ist seine Verachtung - zwar stets mit Höflichkeit möbliert - dem eigenen Bruder gegenüber. Einzig Elisabeth - die Lieblingstochter - wird ein Leben lang zärtliche Worte für ihren Vater finden. Ein unglaublich gut recherchiertes Familienbild, das oftmals verstört und an die Toleranzgrenze führt. Florian Illies Biografie liest sich wie ein Roman. Schmissig und durchtränkt von feiner Ironie, beleuchtet er das Miteinander dieser eigenwilligen Familie, die nicht so recht in die damaligen Rahmen passen mochte. Ich vermute, dass Illies sich ein wenig künstlerische Freiheit eingeräumt hat, denn manche Passagen lassen beinahe vermuten, er wäre selbst anwesend und als Ohrenzeuge daneben gestanden. Für mich eine großartige Leseempfehlung!
  • Vreni Haider
  • Buchhändler/-in

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5/5

Die Vertreibung der Familie Mann ins Paradies

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Jahundertfamilie waren sie die Manns! Kontrovers, exzentrisch, durchsetzt von Ehrgeiz und Anerkennungssucht (vor allem Thomas Mann gegenüber), ihrer Zeit zu weit voraus und genau darum eine jede und ein jeder auf seine Art und Weise genial. Als die Stimmung in Deutschland kippte, da wurde Thomas Mann heftig gedrängt, das Heimatland frühzeitig zu verlassen, um sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen. Völlig irritiert war er gewesen und konnte kaum verstehen, dass man ihn, IHN..., als Nobelpreisträger, mit einem Male nicht mehr im Lande haben wollte! Dass man seine Reden verdrehte, seine Artikel schmähte, ihn diffamierte und sich mehr und mehr einstige Freunde und Bewunderer gegen ihn wandten! Florian Illies erzählt uns vom (sonderbaren) Gebaren des großen Thomas Mann seinen Lieben gegenüber, von den Erwartungen und Forderungen, die er an seine Frau und Kinder stellte. Dabei stand ihm seine snobistische, hanseatische Kühle, die seiner Seele tief verankert innewohnte, stets im Wege. Nie zeigte er sonderlich viel Gefühl, schon gleich gar nicht Dankbarkeit, die vor allem Klaus zugestanden hätte, da der nie müde wurde, des Vaters literarisches Vermächtnis durch spektakuläre, lebensgefährliche Aktionen, aus dem unsicheren Deutschland zu retten und ins Exil nach Sanary-sur-Mer zu überführen. Einzig seinen männlichen Geliebten gegenüber, fand Thomas Mann poetische Worte der Verklärung und bezeugte seine Hingabe und Liebe ohne Angst sein Gesicht verlieren zu können. Taub den Gefühlen der Familie gegenüber, waren seine hypochondrischen Sinne dagegen übermäßig geschärft. Die Sorge vor Erkältung und Husten trieb ihn tagein, tagaus um und wurde in seinen Tagebüchern aufs Genaueste seziert und analysiert. Aus dem sicheren Sanary heraus, gelingt es Mann nicht, auch nur ansatzweise Dankbarkeit für die Möglichkeit zur Flucht zu empfinden. Er hadert mit der Vertreibung ins Paradies, drangsaliert die Familie und fiebert sich gradezu in eine nicht enden wollende geistige Erschütterung über die Geschehnisse um ihn herum. Nie wird er verzeihen können, was man ihm antat. Von den Nazis degradiert, von Freunden verlassen, von Journalisten verspottet, von Familienmitgliedern verraten. Dabei ist er nicht das einzige Opfer dieses Dramas. Nämlich ist es er höchstselbst, der alle um sich herum traumatisiert und dafür sorgt, dass die eigene Familie an ihm zu zerbrechen droht. Auch erwähnenswert ist seine Verachtung - zwar stets mit Höflichkeit möbliert - dem eigenen Bruder gegenüber. Einzig Elisabeth - die Lieblingstochter - wird ein Leben lang zärtliche Worte für ihren Vater finden. Ein unglaublich gut recherchiertes Familienbild, das oftmals verstört und an die Toleranzgrenze führt. Florian Illies Biografie liest sich wie ein Roman. Schmissig und durchtränkt von feiner Ironie, beleuchtet er das Miteinander dieser eigenwilligen Familie, die nicht so recht in die damaligen Rahmen passen mochte. Ich vermute, dass Illies sich ein wenig künstlerische Freiheit eingeräumt hat, denn manche Passagen lassen beinahe vermuten, er wäre selbst anwesend und als Ohrenzeuge daneben gestanden. Für mich eine großartige Leseempfehlung!

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P. Kurbach

Thalia Osnabrück

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5/5

Prima!

Bewertet: Hörbuch-Download

Ein weiteres Puzzlestück aus dem unendlich erscheinenden Leben der Familie Mann. Der Autor widmet sich mit all seinem Können einem kurzen Ausschnitt, der aber schon tiefe Blicke im das Familiengefüge erlaubt. Toll vorgetragen von Stephan Schad.
  • P. Kurbach
  • Buchhändler/-in

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5/5

Prima!

Bewertet: Hörbuch-Download

Ein weiteres Puzzlestück aus dem unendlich erscheinenden Leben der Familie Mann. Der Autor widmet sich mit all seinem Können einem kurzen Ausschnitt, der aber schon tiefe Blicke im das Familiengefüge erlaubt. Toll vorgetragen von Stephan Schad.

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Wenn die Sonne untergeht

von Florian Illies

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