Was zählt im Leben wirklich? - Der berührende Roman des deutschen Schauspielers Kai Wiesinger
Jan ist gerade fünfzig geworden, da erreicht ihn die Einladung zum 30. Klassentreffen, welche er, wie auch alle vorangegangenen, ignoriert, doch seine Frau Svenja überredet ihn die Reise von München nach Hannover anzutreten. Jan begibt sich erstmals ohne Kind und Kegel auf einen Roadtrip in die Vergangenheit, bei dem nicht nur alte Erinnerungen in ihm hochkommen. Vor allem der Gedanke an Anja, seine große Jugendliebe, die ebenfalls zum Klassentreffen kommt, lässt ihn nicht mehr los. Als dann eine Panne auf die nächste folgt, beginnt Jan zu zweifeln, was er eigentlich will und vor allem mit wem. Hat er vielleicht sein eigenes Leben verpasst? Zwischen hoffnungsvoller Aufbruchsstimmung und herben Enttäuschungen muss sich Jan der Frage stellen, ob er sein Glück nur noch im Rückspiegel sehen kann?
Kai Wiesingers erster Roman nach seinem Sachbucherfolg »Der Lack ist ab« beschäftigt sich mit den großen Fragen der eigenen Identität, der Wünsche und Ziele, die man in der Mitte des Lebens nochmal neu erkunden muss.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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„Zurück zu ihr“ ist das neue Buch von Kai Wiesinger, ich mag den Schauspieler sehr gern, hatte auch schon einmal das Glück, ihn in Arnstadt live erleben zu dürfen.
Ich las das Buch, weil ich die beiden Vorgänger – die allesamt losgelöst von dem anderen gelesen werden können – schon so gern gelesen hatte. Und ich bin froh, dass ich das Buch gelesen habe, ich wurde super kurzweilig, amüsant und spannend unterhalten.
Ein typisches Buch, eine typische Geschichte aus der Feder des Schauspielers und Autors kann man sagen, das meine ich im positiven Sinne.
Wir lesen von einer Einladung zum 30. Klassentreffen. Jan ist gerade 50 geworden und er erhält besagte Einladung. Er hat eigentlich keine Lust auf dieses Klassentreffen, macht sich dann aber dennoch auf zu einer Reise in seiner Vergangenheit. Es kann nur spannend werden, und das wird es auch wirklich. Man kann auch an seine eigenen Klassentreffen denken, was da passiert, mitunter vielleicht etwas übertrieben, aber es soll ja amüsant, spannend und flockig zu lesen sein, aber das ein oder andere ist einfach aus dem Leben gegriffen.
Wiesinger stellt zwischen den Zeilen sozusagen die Frage nach dem Sinn im Leben, nach der eigenen Identität, ob man glücklich ist, wie man lebt, was man aus seinem Leben gemacht hat. Sie Jan sein Leben hinterfragt, so hinterfragt man sein eigenes, wenn man sich auf die Geschichte einlässt.
Super geschrieben, man spürt hier auch so einen Hauch von Youtube-Podcast – wie er ihn mit seiner Frau Bettina Zimmermann macht. Ich mag seine Art und so mag ich auch dieses Buch sehr gern.
#kaiwiesinger
#zurückzuihr
#fischerverlag
#heidizengerling
Jürg K.
4/5
24.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Feinfühlige Geschichte
Das Cover zu diesem Buch ist treffend gestaltet und fällt auf. Kai Wiesinger hat ein berührender Roman über verpasste Chancen, alte Gefühle und die Frage, was im Leben wirklich zählt, verfasst. Das Lesen ist von Beginn weg interessant. Jan ist fünfzig und erhält eine Einladung zum 30. Klassentreffen. Solche Treffen hat er bis jetzt konsequent ignoriert, doch diesmal überredet ihn seine Frau Svenja, die Reise von München nach Hannover anzutreten. Zum ersten Mal begibt sich Jan allein auf einen Roadtrip und damit auf eine Reise in seine Vergangenheit. Unterwegs tauchen nicht nur Erinnerungen an Jugend und Freundschaften auf. Vor allem Gedanken an Anja, seine grosse Jugendliebe, die ebenfalls beim Treffen erwartet wird. Als eine Panne die nächste jagt, gerät Jan ins Grübeln. Hat er sein Leben so gelebt, wie er es wollte? Oder hat er Chancen verpasst, die ihn glücklich gemacht hätten? Wiesinger gelingt es, mit viel Feingefühl und Authentizität die innere Zerrissenheit seines Protagonisten darzustellen. Meiner Meinung nach ein nachdenklicher, zugleich hoffnungsvoller Roman über Liebe, Entscheidungen und den Mut, sich selbst neu zu begegnen treffend beschreiben. Sehr empfehlenswertes Buch.
Gelincik
3/5
22.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Solide
Das Hörbuch "Zurück zu ihr" von Kai Wiesinger ist eine Auseinandersetzung mit der Lebensmitte und dem Thema verpasster Chancen...
Der Roman schickt den Protagonisten auf eine intensive Reise zu sich selbst. Es geht um die Suche nach dem eigenen Glück.
Die Geschichte ist solidd erzählt und regt dazu an, über existenzielle Fragen nachzudenken. Trotzdem hat sie mich leider nicht wirklich abholen können. Auch das Ende war mega offen.
Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.
Bewertung
aus Oberursel
2/5
09.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
hanebüchern
Puh. Was war das denn? Der Klappentext klang gut und vielversprechend, ich kann mich sowohl altersmäßig als auch erfahrungsmäßig mit den Protagonisten identifizieren, und dachte, das könnte ein echt cooler Roman sein. Auch das Wort „Roadtrip“ triggert mich ja immer positiv in Buchbeschreibungen; in diese Falle renne ich ja immer wieder gerne rein. Und jetzt habe ich die 250 Seiten gelesen und muss sagen: selten so ein merkwürdige banales Konstrukt gelesen, zusätzlich versehen mit mMn diversen Logikfehlern.
Okay, ich werd meinen Leseeindruck ein wenig ausführlicher beschreiben, und Achtung, dazu muss ich spoilern. Wer das Buch noch nicht kennt, möge bitte nicht weiterlesen. Aber sorry, ohne spoilern kriege ich das hier nicht hin.
Wir starten in München bei Jan, ü50, verheiratet mit Svenja, zwei Kinder, ein Bub (15), ein Mädchen (8). Gehobene Mittelschicht. Jan ist gelernter Fotograf, und im digitalen Handyzeitalter läuft es bei ihm jobtechnisch nicht mehr soooo gut, aber immer noch okay. Jan liebt seine Kinder abgöttisch, und ist auch der Ansicht, seine Ehe war zwar schon mal besser in Fahrt, aber hey, ist halt so als Familienvater, er ist trotzdem halbwegs zufrieden und kommt zumindest nicht mal ansatzweise auf die Idee, seine Gattin könnte es anders sehen. Der Roman ist übrigens aus einer auktorialen Perspektive geschrieben, aber wir sind ziemlich oft in Jans Gedankenwelt involviert, und Jan macht sich ziemlich viele Gedanken über alles Mögliche, und wir erfahren relativ schnell, dass er hochsensibel ist und ein sehr anspruchsvolles Innenleben hat. In seinem Alter macht er sich auch immer öfters Gedanken, eventuell doch was verpasst zu haben und stellt sich diverse „was wäre wenn“-Fragen. Soweit alles verständlich, soweit alles passend und stringent erzählt.
Es kommt nun eine Einladung zum 30. Klassentreffen in Hannover. Jan hat wenig Lust darauf, aber Svenja überredet ihn, dorthin zu fahren. Die Party soll Samstag abends losgehen, und Samstag mittags machen sich erst Svenja und die Kids auf den Weg zu den Großeltern ins Wochenende, und anschließend packt Jan seinen Weekender und setzt sich ins Auto. Nicht vergessen: zwischen München und Hannover liegen etwa 600 km, und es ist Samstag mittag. Das ist für den Verlauf der Story nicht unrelevant. Man verabschiedet sich ganz normal. Ich würde sagen, bis hierhin war ich auch noch lesetechnisch bei der Stange, aber jetzt beginnt Jans angekündigter Roadtrip, und hier hat mich der Roman in immer schnellerem Tempo verloren.
Jans Gedankenkino nimmt an Fahrt auf, er lässt kleine und große Lebensfragen durch seine Gehirnwindungen ziehen, steigert sich in die Vorstellung hinein, seine Ex Anja abends wiederzusehen – die Frau, an der alle nachfolgenden Damen seines Lebens sich messen lassen mussten, und mit der er seit 30 Jahren keinen Kontakt mehr hatte. (Ich merke mal sarkastisch an: selbstverständlich hat Anja all die Jahre nur auf ihn gewartet…….).
Der Roadtrip selbst wird sich dermaßen unrealistisch gestalten, dass ich nur noch kopfschüttelnd da gesessen habe; wir haben merkwürdige Episoden mit Anhaltern, mit Pannen, mit Mitfahrgelegenheiten und Autobahnüberquerungen zu Fuß, es ist echt bizarr, was man so an einem kurzem Nachmittag (und beschrieben auf etwa 80-100 Seiten) in Wiesingers Phantasie erleben kann. Besonders realistisch: Jans Auto bleibt auf der Autobahn liegen. Jan ruft den ADAC an, die sagen, in einer Stunde seien sie da. Das dauert ihm zu lange, schließlich hat er abends noch einen Termin, und kurzentschlossen lässt Jan sich von eine Familie mitnehmen. Ja, das Auto bleibt einfach da stehen, Jan vertraut darauf, dass der ADAC das Auto schon in die nächste Werkstatt abschleppt, und er ihn auf dem Rückweg repariert abholen kann. Jo. Sollte jemand vom ADAC das Buch lesen: wäre doch mal eine Geschäftsidee :-)))) Ich hab mich gefragt, ist das Satire oder hat Jan zu viel geraucht?
Also, ich überspringe jetzt mal einiges, in dem Stil geht es nämlich weiter, und auch auf das Klassentreffen will ich jetzt mal nicht eingehen. Ja, da kommt unser Held tatsächlich noch pünktlich an, und ich will man nur soviel verraten: Anja hat nicht die letzten 30 Jahre auf ihn gewartet…. Wer hätte das gedacht.
Und nun mein großer Spoiler zum Abschluss: Montag morgens kommt Jan wieder zuhause an, und die Wohnung ist komplett leer geräumt, das Buch endet mit einem Abschiedsbrief von Svenja, die ihn verlassen hat, weil man sich auseinander gelebt hat. Schon toll, wie die Dame das logistische Kunststück vollbracht hat, in 1,5 Tagen übers Wochenende die ahnungslosen Kids entspannt zu ihren Eltern zu fahren, einen Umzug zu organisieren, und dann nicht nur die Familienwohnung leerzuräumen, sondern auch noch komplett alle Teppiche herauszureißen etc. pp, und dann sich irgendwo neu eingerichtet zu haben.
Und Jan? Der will zurück zu ihr. Herr Hochsensibel hat es wahrscheinlich einfach im Gespür.
Mannometer, was war die Geschichte hanebüchern. Und wie viele Details und Banalitäten wurde haarklein beschrieben, während größere Fragen entspannt übergangen wurden.
Ach, und wenn ich schon mal dabei bin, ich hätte hier noch so ein Detail, wo ich nicht wusste, soll ich grinsen oder den Kopf schütteln. Also, Szenenwechsel; wir begleiten Svenja und die Kids im Zug auf der Hinreise zu den Großeltern. Mama hat Reiseproviant dabei. Gesunden Reiseproviant. Und wir haben hier einen pubertierenden 15jährigen und die 8jährige Schwester. Der Autor beschreibt hier detailliert, wie die beiden einträchtig ihre Möhrenschnitzel und Äpfelschnitten mümmeln. Die Kleine sagt, sie habe Lust auf was Süßes, und die Mama reicht Möhrchen an die Kinder, die sich gierig darauf stürzen. Und ich habe mich nur gefragt, in welcher Dinkel-Dörte-Welt passiert denn sowas? Der Traum eines jeden Pubertiers :-) Ach ja, und vergessen wir mal nicht, der Samstag Nachmittag verrinnt im Zuge, und es steht ja noch der Umzug an :-) Passt :-) Jeder, der schon mal mit einer Familie umgezogen ist, würde sich am Ende des Buches über Tipps freuen, wir man das so dermaßen sauber, schnell und reibungslos macht wie Frau Svenja. Interessant wäre es noch zu erfahren, wie am Montag morgen die beiden Kinder reagiert haben. Der Traum jedes Teenies…..nicht.
Okay, ich höre auf. Das Buch war stilistisch kein wirkliches Meisterwerk, und die Story war zumindest phantasievoll, wenn auch null überzeugend.
Bewertung
aus Dortmund
4/5
10.12.2025
eBook (ePUB 3)
Manchmal zu detailreich
Die Geschichte hat mir recht gut gefallen. Ein Mann in seiner Midlifekrise, das fand ich interessant.
Kai Wiesinger hat auch einen Stil, den ich mag.
Allerdings fand ich einige Beschreibungen für mich etwas zu detailliert, z. B. die Stelle in der Toilette. Zuviel Information.
Der Autor liest den Text selbst, was sehr gut passt und die Story authentischer macht.
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4/5
12.02.2026
eBook (ePUB 3)
Wilder Roadtrip
Jan ist zum ersten Mal ohne Frau und Kind unterwegs. Auf der Fahrt zu einem Klassentreffen von München nach Hannover kommt es zu mehreren Pannen und Jan beginnt sein Leben zu hinterfragen. Er überlegt ob er es so noch weiter leben möchte oder ob er einen Neuanfang wagen sollte. Amüsante Geschichte
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4/5
22.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Vom Versuch, den Protagonisten zu verstehen
Kai Wiesingers Roman entpuppt sich als ein unerwarteter Roadtrip quer durch Deutschland, auf dem sich der Protagonist, mittlerweile Vater und mitten im Leben stehend, mit den entscheidenden Fragen des Lebens beschäftigt. Gedanken über Langeweile und Erfüllung, Glück und Liebe, Lebensziele und Machbarkeiten blitzen wie Autos im Rückspiegel auf, nähern sich, ziehen vorbei und man fragt sich zusammen mit Jan: Was davon will ich, was bleibt und was muss ich loslassen? "Zurück zu ihr" ist eine Art Exkursion in die eigene Gedankenwelt - turbulent, ein ständiges Hin und Her, mitunter nicht nachvollziehbar, im Allgemeinen sehr viel und außerdem sehr emotional. Der Versuch, den Protagonisten zu verstehen, war für mich nicht immer leicht, zu sprunghaft waren Jans Denken und Tun. Und doch, vielleicht ist es auch genau das, was zählt. Der Versuch, zu verstehen. Ein Lesegenuss der besonderen Art - eigensinnig und angenehm tiefgründig, ohne kitschig zu werden.
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3/5
07.12.2025
Hörbuch-Download
Das Hörbuch lohnt sich
alleine schon wegen der Stimme von Kai Wiesinger. Von der Geschichte her, leider nicht viel Neues und auch an manchen Stellen etwas arg überzogen und nicht nachvollziehbar aber ich bin ja auch kein Mann. Dennoch eine nette Geschichte für zwischendurch, mit einigen Stellen zum Schmunzeln.
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3/5
25.11.2025
Hörbuch-Download
Stillstand
In seinem Romandebüt schreibt Kai Wiesinger über einen Mann so um die fünfzig, der launig wie nachdenklich durch die kleinen und großen Krisen seines Ehe- und Familienalltags navigiert. Typische Themen rund um Partnerschaft, Elternsein und verlorene Nähe werden aufgegriffen, vieles wirkt vertraut. Der Roadtrip zum Klassentreffen sorgt für trottelige Pannen und wird zugleich zur Reise in die eigene Vergangenheit. Das Buch will lebensphilosophisch sein, große Erkenntnisse bleiben aber aus. Insgesamt ein leicht zugängliches Hörbuch, das vor allem durch Wiesingers unverwechselbare Lesung Unterhaltungswert behält.
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1/5
26.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mehr erwartet
Ich mag den Schauspieler Kai Wiesinger. Der Klappentext hörte sich interessant an und ich war gespannt auf den ersten Roman von ihm.
Leider habe ich keinen Zugang zu diesem Buch gefunden. In die Gedanken des Protagonisten Jan, Fotograf in der Midlifecrisis, konnte ich mich schwer einfühlen. Viele Dialoge fand ich überflüssig und für die Handlung irrelevant. Man erfuhr auch zu wenig über die Ehe von Jan und Svenja um den unbedingten Wunsch aus dieser Ehe auszubrechen nachzuvollziehen. Mich hat das Buch leider nicht überzeugt.
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