Eine verblüffende Dystopie, die unsere Realität gekonnt infrage stellt
Die Inseln von Prospera liegen in einem riesigen Ozean, in herrlicher Abgeschiedenheit vom Rest der Menschheit oder dem, was von ihr übrig ist. Die Bewohner der Hauptinsel genießen ein privilegiertes Leben, umsorgt von emsigem Hilfspersonal, das weniger luxuriös auf einer beengten Nachbarinsel lebt. Neigt sich die Lebenszeit der Prosperaner dem Ende zu, werden sie auf eine geheimnisvolle dritte Insel geschickt – eine Einrichtung namens Aufzucht –, um dort neu gebootet zu werden und ein weiteres Leben zu beginnen.
Proctor Bennett ist der Fährmann, der die Prosperaner zur Aufzucht bringt. Er hat seine Arbeit nie infrage gestellt, bis zu dem Tag, an dem er eine kryptische Nachricht erhält: »Die Welt ist nicht die Welt.« Worte, die einen Zweifel in ihm nähren und bestätigen, was er insgeheim befürchtet hat. Eine Wahrheit, die bedeutender ist, als es sich irgendjemand vorstellen kann, und die das Schicksal der Menschheit für immer verändern wird.
Ungekürzte Lesung mit David Nathan, Rike Schmid
18h 50min
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Eine vielschichtige Dystopie voller Wendungen
Bewertung am 12.07.2025
Bewertungsnummer: 2537503
Bewertet: eBook (ePUB)
Auf der Insel Prospera lebt ein kleiner Teil der Menschheit sorglos in einer immerwährenden Idylle. Neigt sich ihre Lebenszeit dem Ende zu, werden sie auf einer geheimnisvollen Nachbarinsel verjüngt und kehren ohne Erinnerungen nach Prospera zurück, um ein neues Leben zu beginnen. Als Fährmann begleitet Proctor Bennett die Menschen auf dem Weg in ein neues Leben. Doch nach einem Zwischenfall auf dem Weg zur Fähre beginnt er, zu hinterfragen - und kommt einer Wahrheit auf die Spur, die größer ist als alles, was er dachte ...
Ab Seite 1 konnte ich "Ferryman" kaum noch aus der Hand legen. Die Handlung nimmt ständig neue Wendungen, die sie unvorhersehbar und spannend machen, und auch wenn ich nicht jede Entscheidung der Charaktere nachvollziehen konnte, bin ich selbigen sehr gern gefolgt. Besonders fasziniert haben mich die meisterhaft geschriebenen Traumszenen, die die Lesenden immer wieder aufs Neue hinterfragen lassen, was real ist und was nicht.
"Ferryman" eignet sich perfekt für alle, die eine ebenso überraschende wie originelle Dystopie suchen, die zum Nachdenken anregt.
Eine grandiose, komplexe Geschichte
KittyCatina am 18.04.2025
Bewertungsnummer: 2469276
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Wow, was für eine genial konstruierte Geschichte! Jahrelang habe ich auf einen neuen Roman von Justin Cronin gewartet und es hat sich absolut gelohnt, denn ich habe auch diesen wieder geliebt. Dabei bekommt man hier eine ganz andere Geschichte als in der Passage Trilogie und doch konnte ich einige stilistische Ähnlichkeiten erkennen.
Hier wird man erst einmal in eine recht interessante Welt entführt, nämlich auf die Inselgruppe rund um die Insel Prospera mit ihren Nebeninseln Annex und Nursery. Prospera wirkt dabei auf den ersten Blick wie das Paradies, denn das Wetter ist immer angenehm, die Menschen scheinbar glücklich und jeder hat alles, was er oder sie braucht. Auf Annex hingegen lebt das Hilfspersonal, welches nichts vom Luxus abbekommt und für die Prosperaner arbeitet. Die Nursery ist der Ort, an welche die Prosperaner gebracht werden, sobald sie ihren Lebensabend erreicht haben, um als junger Mensch wieder von Neuem zu starten. Was dort allerdings wirklich geschieht, weiß niemand so richtig.
Wie man sich denken kann, ist aber sowieso nichts so, wie es scheint und als der Protagonist Proctor Bennett eine mysteriöse Nachricht erhält, wird er in eine Geschichte verstrickt, die wahnsinnig komplex ist, voller Wendungen und manchmal auch ziemlich verwirrend. Aber das hat mir absolut nichts ausgemacht, schließlich habe ich am Ende auf alle meine Fragen eine durchaus logische Antwort bekommen. Allerdings ist dieses Buch gerade auch deshalb nichts, wenn man sich einfach mal ein bisschen unterhalten lassen möchte, denn man muss hier durchaus mitdenken, um alles vollends zu verstehen.
Wichtig ist auch zu wissen, dass man hier eine Mischung aus Dystopie und Science Fiction bekommt, was am Anfang nicht wirklich klar wird, sondern erst im Laufe der Geschichte und bis dahin braucht man eventuell etwas Durchhaltevermögen. Aber auch das hat mich absolut nicht gestört, denn der Autor hat es geschafft, mir am Anfang erst einmal die Welt vorzustellen, die Charaktere und das Leben auf Prospera und auch Annex, was super interessant war, besonders und mysteriös, sodass es mir zu keiner Zeit langweilig wurde.
Überhaupt ist die Geschichte wahnsinnig spannend, mitreißend und manchmal auch recht emotional. Sie ließ sich außerdem super weglesen, da der Autor einen richtig angenehmen, flüssigen und intelligenten Schreibstil hat. Dieser ist obendrein sehr bildlich, was es noch leichter machte, in der Geschichte zu versinken. Diese wird zudem größtenteils aus Proctors Sicht erzählt, wobei er hin und wieder auch die vierte Wand durchbricht, sodass die Geschichte wie ein persönlicher Bericht wirkt. Es gibt aber auch Kapitel, welche aus der personellen Sicht erzählt werden, wobei immer wieder andere Charaktere im Mittelpunkt stehen.
Und auch die Charaktere, von denen es hier eine Menge gibt, fand ich allesamt sehr gut und vielschichtig geschrieben, wobei diese noch eine Besonderheit haben, die ich aber nicht spoilern möchte. Nur sei auch hier gesagt, dass nicht alles unbedingt so ist, wie es scheint. Was ich aber sagen kann ist, dass ich Proctor super gern bei seiner Reise begleitet habe, da er wahnsinnig menschlich wirkte, nicht heldenhaft, sondern ganz normal, mit Stärken, aber auch Schwächen. Ebenso wird mir wohl Thea im Kopf bleiben, welche Proctor lange Zeit begleitet und vor allem Caeli, welche eine Art roten Faden durch die Geschichte bildet und damit eine sehr wichtige Figur ist.
Alles in allem fand ich dieses Buch einfach grandios, voller intelligenter und kreativer Ideen, außerdem super spannend und mal wieder etwas ganz Besonderes. Für mich ist es jedenfalls ein riesiges Highlight und ich kann es kaum erwarten, ein weiteres Buch des Autors zu verschlingen.
Meinung aus der Buchhandlung
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Wenn selbst der Fährmann bezweifelt, dass etwas nicht richtig läuft, dann muss aufgepasst werden.
Dieser dystopischer Horrorthriller ist nichts für schwache Nerven, und lässt einen hoffen, dass die Menschheit an sich diesen Weg nicht einschlägt.
Ein absoluter Pageturner.
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Wenn man diesen Roman zur Hand nimmt, muss man einfach mit allem rechnen! Der großartige Autor kreirt in absoluter Perfektion eine Mischung aus Thriller und Dystopie. Schon nach den ersten Seiten springt das Kopfkino an und wir werden ständig auf falsche Fährten gelockt. Die unterschiedlichen Charaktere sind vielschichtig und tief und nehmen uns komplett für sich ein. Alle nehmen uns mit auf eine atemlose Reise, bei der zu keiner Zeit die Spannung nachlässt. Das Buch ist der totale Wahnsinn!
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