Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
27.05.2025
Herausgeber
Andrea Grewe + weitereVerlag
SpringerSeitenzahl
243 (Printausgabe)
Dateigröße
13365 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783662704813
Die Beiträge des Bandes verbinden auf innovative Weise genderwissenschaftliche Perspektiven mit bibliotheks- und literaturwissenschaftlichen Fragestellungen und liefern neue Einsichten in die Bedingungen des deutsch-französischen Kulturtransfers zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. Ausgehend vom Konzept der 'Living Library' (Sherman) und der Bibliothek als 'Organismo vivente' (Eco) analysieren die Beiträge einerseits die Prägung der Fürstinnenbibliotheken durch die spezifische Lebenssituation und die dynastische Einbindung ihrer Besitzerinnen; andererseits arbeiten sie gruppen- und zeitspezifische Gründe für das Sammeln von Büchern in französischer Sprache heraus. Die Bibliothek wird damit als ein zentraler Ort des deutsch-französischen Kulturtransfers erkennbar, ein Prozess, der von so unterschiedlichen Faktoren wie der Rezeption calvinistischer Literatur an den reformierten Höfen des Reichs, dem Interesse an moderner französischer Romanliteratur und der Funktion des Französischenals Mittlersprache für Literatur aus anderen Sprachen geprägt wird. Indem die Bibliotheken als Zeugnisse einer 'Literaturgeschichte des Gelesenen' (Paul Raabe) analysiert werden, zeichnet sich ein zeitgenössischer Lektürekanon ab, der den Kanon moderner Literaturgeschichtsschreibung in Frage stellt und die Vorreiterrolle französischer Autorinnen des 17. und 18. Jahrhunderts in der Lektürepraxis der Zeit sichtbar werden lässt.
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