Ausgerechnet im Monsterpark muss der ängstliche Konrad seine Herbstferien verbringen. Dort leben echte, wilde Monster und seine Schwester Frida wittert auch schon das Abenteuer. Durch ein verborgenes Portal reißt sie Konrad mit sich in die Monsterwelt. Doch Monstäa ist anders als erwartet. Sie stoßen auf eine wundersame Stadt und treffen Monster wie Knusperknäuschen, Sorgenfänger und Donnerwetter. Aber die Monsterwelt ist in Gefahr und die Geschwister müssen sie retten - und allen zeigen, wer die wahren Monster sind.
Eine fantastische Reise voller magischer Orte und Kreaturen!
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
CorniHolmes
5/5
11.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Monstermäßig toll!
Konrad und seine jüngere Schwester Frida verbringen die Herbstferien gemeinsam mit ihren Eltern im Monsterpark, wo ihr Papa arbeitet. Während es Frida kaum erwarten kann, hält sich die Begeisterung von Konrad sehr in Grenzen. Im Park leben echte, wilde Monster! Sie sitzen zwar gut gesichert in Käfigen, aber man weiß ja nie. Konrad ist definitiv kein Monsterfan – Frida hingegen wittert schon ein spannendes Abenteuer und ist fest entschlossen, das verborgene Portal zu finden, durch das man angeblich in die Monsterwelt reisen kann. Sehr zum Unmut ihres Bruders schleicht sie sich in der Nacht hinaus, um nach dem geheimen Durchgang zu suchen. Konrad folgt ihr und ehe es sich die Geschwister versehen, landen sie in der Welt der Monster. Doch Monstäa ist ganz anders als erwartet. Statt gefährliche Kreaturen treffen die Kinder auf freundliche Wesen. Auf das Knusperknäuschen Hox zum Beispiel, mit dem sie sich schnell anfreunden. Konrad und Frida kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Als sie erfahren, was damals wirklich geschehen ist, sind sie sofort fest entschlossen, ihren neuen Monsterfreunden zu helfen. Ein unvergessliches Abenteuer beginnt...
Nachdem mir Lisa Bogen vorletztes Jahr mit ihrem Kinderbuchdebüt „Heinrich Hase rettet Weihnachten“ die Adventszeit versüßen konnte, war ich sehr gespannt auf ihr neues Werk „Monstäa“. Schon das Cover mit seinen goldenen Elementen ist ein echter Hingucker und macht direkt Lust aufs Aufschlagen und Losschmökern. Dahinter geht es genauso weiter. Marie Bollermann hat auch das Innenleben wunderschön und liebevoll gestaltet, angefangen bei den Vorsatzpapieren über die Karte zu Beginn bis hin zu den zahlreichen stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen, die für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen.
Inhaltlich überzeugt der Roman ebenfalls vom ersten Moment an. Lisa Bogen hat ihrer Fantasie mal wieder ihren freien Lauf gelassen und eine überaus kreative und magische Geschichte zu Papier gebracht. Zusammen mit Ich-Erzähler Konrad und seiner kleinen Schwester Frida verschlägt es einen schon nach kurzer Zeit nach Monstäa – eine fantastische Welt, in der es viele wundersame Orte zu entdecken gibt und lauter außergewöhnliche Kreaturen ihr Unwesen treiben. So treffen wir zum Beispiel auf Knusperknäuschen, die vorzügliche Backkünste besitzen; auf Sorgenfänger, die sich von Sorgen ernähren, und die Pupsis, die sich mit ihrer Pupskraft durch die Lüfte bewegen können.
Einfach herrlich, was Lisa Bogen sich hier alles hat einfallen lassen. Es macht wahnsinnig Spaß, in dieses Ideenfeuerwerk einzutauchen und die beiden Kinder auf ihrer Reise zu begleiten. Mit dem Geschwisterpaar hat die Autorin ein ziemlich gegensätzliches Duo erschaffen: Während Konrad sehr besonnen und eher ängstlich ist, kommt Frida wild, unerschrocken und abenteuerlustig daher. Normalerweise können sich die beiden nicht gut leiden, doch ihr Abenteuer wird sie zusammenschweißen und gemeinsam über sich hinauswachsen lassen. Zusammenhalt, Mut, Freundschaft und Akzeptanz werden hier groß geschrieben. Konrad, Frida und die Monster zeigen uns, dass es sich lohnt, anderen unvoreingenommen und offen zu begegnen und wie wichtig es ist, einander und sich selbst so anzunehmen wie man ist. Ganz nebenbei gehen uns die Monster auch in Sachen Umweltschutz mit einem guten Beispiel voran – von ihnen können wir Menschen uns durchaus eine Scheibe abschneiden.
Langweilig wird es auf den 368 Seiten zu keiner Zeit. Die Handlung sprüht nur so vor aufregenden Abenteuern, Witz und Charme und hält eine ganz Palette an liebenswerten Charakteren bereit. Ehe man es sich versieht, ist die Geschichte auch schon wieder vorbei, aber wer weiß, vielleicht wird es noch ein Wiedersehen mit Konrad, Frida und den Bewohner*innen aus Monstäa geben? Das Ende macht definitiv Lust auf mehr!
Ein mehrseitiges Monsterlexikon im Anschluss rundet das Leseerlebnis perfekt ab und als Sahnehäubchen obendrauf gibt es dann auch noch ein passendes Kartenspiel zum Buch, das man sich online bestellen kann.
Fazit: Ein weiteres wundervolles Kinderbuch haben uns die Lisa Bogen und Marie Bollmann hier gezaubert. „Monstäa – Die vergessene Welt der Monster“ ist eine fantasievolle, spannende und unterhaltsame Monstergeschichte ab 10 Jahren mit monstermäßig tollen Illustrationen, wertvollen Botschaften und ganz viel Herz. Ein Plädoyer dafür, über den Tellerrand zu schauen. Ich bin auch von Lisa Bogens zweitem Kinderbuch begeistert, mir hat es sogar noch ein bisschen gefallen als ihr erstes. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
Liesa_Kinderbuchbloggerin
aus Niederkrüchten
5/5
15.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein echtes Highlight: beste Unterhaltung, Spannung, Tiefgang, tolle Figuren!
Ein absoluter Geheimtipp!
Ein Buch, das uns vollends begeistert und uns gemütliche Stunden beschert hat, in denen wir ganz aufgeregt die Geschichte von Monstäe verfolgt haben.
Eigentlich wird das Buch mit 368 Seiten erst ab 10 Jahren empfohlen, daher hatte ich mich zuvor auch erst ein wenig reingelesen, ob die Geschichte tatsächlich auch schon für meinen Sohn taugt. Und das tut sie! Meine Leseratte konnte mit ihren 5 Jahren gar nicht genug bekommen! Am Wochenende wurden mir sogar nur kurze Pausen gegönnt, weil er Angst hatte, er würde sonst den Faden verlieren.
Jetzt habe ich euch bestimmt neugierig gemacht? Genau das war auch meine Absicht, denn dieses Kinderbuch ist es wert, eure volle Aufmerksamkeit zu bekommen und von ganz vielen Kindern und Jugendlichen gelesen zu werden. Die Geschichte passt aktuell perfekt in diese Jahreszeit und verspricht beste Unterhaltung.
Wir begleiten die Geschwister Konrad und Frida in den Monsterpark. Doch neben den bekannten Fahrgeschäften erwarten die Besucher vor allem in kleine, doppelt gesichterte Gehege gezwängte Monster. Ja, tatsächlich: gruselige, abscheuliche, Albträume verursachende, bestialische Wesen. Nunja, so will es uns jedenfalls die Parkleitung weiß machen. Als dann aber die zwei neugierigen Kinder das Portal ins Land der Monster (Monstäa) entdecken, zeigt sich uns ein anderes Bild. Tatsächlich sind die von Menschen so verteufelten Wesen in der Regel recht sympathisch und äußerst friedlich. Schnell machen Konrad und Frida mit dem Knusperknäuschen Hox Bekanntschaft. Die haarige, kugelige Kreatur mit Brille auf der Nase heißt die zwei willkommen und erklärt sich bereit, sie getarnt durch Monstäa zu führen.
Bald schon bleibt es nicht nur bei einem netten, kleinen Ausflug in die Monsterwelt. Stattdessen erklären sich die Kinder bereit, nachdem sie erfahren haben, dass die eigentlich harmlosen Monster von den Menschen gefangen genommen wurden, diese wieder zu befreien. Vor ihnen liegt eine aufregende Reise, der sich auch Hox's Freundin Kloe (ein Papyrus) anschließt. Dabei lernen sich die Monster- und Menschenkinder nicht nur von einer neuen Seite kennen, sondern werden sogar zu ziemlich besten Freunden.
Als Leser*Innen wird uns schnell klar: Ein friedliches Miteinander ist mit Offenheit und Freundlichkeit verbunden. Nur weil jemand anders oder befremdlich aussieht, ist dieser nicht schlechter. Schubladendenken ist absolut fehl am Platz. Das beweist auch Monster Hox, das als Knusperknäuschen eigentlich dazu bestimmt ist, die Bäckerei seiner Eltern zu übernehmen. Dabei hat es schon von klein an ganz andere Ambitionen. (Zitat: siehe Bilderslide) Und auch Frida und Konrad, lernen im Laufe der Geschichte, wie wichtig ein ehrlicher Umgang miteinander ist, um einander besser verstehen zu können.
Super spannend, unterhaltsam und mit Tiefgang. Diese Geschichte geht ans Herz und beweist wieder mal, wie sehr es sich lohnen kann, unvoreingenommen auf andere zuzugehen und sich selbst so zu lieben, wie man ist. Zwar keineswegs perfekt, aber dafür ganz besonders!
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