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Was Populisten wollen Wie sie die Gesellschaft herausfordern – und wie man ihnen begegnen sollte | Die Strategien von AfD, Trump & Co. erkennen und kontern

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.05.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,6/13,7/3,2 cm

Gewicht

416 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000797937

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Ein elegant und eingängig formuliertes Buch über Populismus.« ("NDR Info")
»Der Autor findet einen angenehm unaufgeregten Ton, wenn er von Begegnungen mit Menschen berichtet, die rechtspopulistischen Ideen anhängen. Er hört zu, er beobachtet, er beschreibt.« ("Der Spiegel")

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.05.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,6/13,7/3,2 cm

Gewicht

416 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000797937

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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"Zuhören. Widersprechen. Richtigstellen. Sich-Einsetzen. Nachfragen."

Bewertung am 26.07.2024

Bewertungsnummer: 2253749

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Was wollen Populisten? Wie fordern sie die Gesellschaft heraus? Wie sollte man ihnen begegnen? Und was können wir dagegen tun? Mit diesen Fragestellungen steckt der Politikwissenschaftler Marcel Lewandowsky den Rahmen für sein Buch „Was Populisten wollen“ und lädt Leser*innen gleich zu Beginn zum aktiven Mitdenken und Reflektieren ein. Rhetorik und Gliederung der Kapitel und Abschnitte sind klar, prägnant und zugänglich, sodass zu keinem Zeitpunkt der Gedanke aufkommt, man sei der Thematik nicht gewachsen. Es ist eher so, als würde man in einen Zug einsteigen, das separate Abteil betreten, dem Autor gegenübersitzen und zusammen mit ihm durch seine präzise Beobachtung, Analyse, Sinnbilder und Beispiele den eigenen Blick auf den globalen Populismus schärfen. Lewandowsky ist es gelungen, die Komplexität der Begrifflichkeit zu sezieren, jüngste und historische Ereignisse in der Politik und den Aufstieg populistischer Politiker*innen wie Trump, Meloni, Le Pen, Milei, Bolsonaro, Orbán und populistischer Parteien, darunter Podemos, die PiS, die FPÖ und die AfD, verständlich und nachvollziehbar darzustellen. Auch Nicht-Expertinn*innen wird schnell bewusst, dass Populismus nicht gleich Populismus ist, sondern viele Formen und Facetten aufweist, die der Autor in seiner Relevanz beleuchtet – nicht ohne die Konsequenzen auf die Demokratie zu besprechen. Populistische Parteien selbst sehen sich mitnichten als Gegner der Demokratie, sondern inszenieren sich vielmehr als Beschützer derselben. Sie sind die „wahren Demokraten“ und finden weltweit ihre Bühnen. Anti-Woke, Anti-Klimaschutz, Anti-Gender, Anti-Migration, Anti-Feminismus, Armut, soziale Ausgrenzung, Manosphere und Einsamkeit bei jungen Männern bieten den idealen Nährboden für rechtspopulistische Parteien, denn sie identifizieren eine Bedrohung durch all jene, die nicht dem „wahren Volk“ zuzuordnen sind. Dennoch lassen sich die Unterstützer*innen rechtspopulistischer Parteien nicht als Protestwähler*innen charakterisieren, da sich viele aus Überzeugung für bestimmte Programmpunkte der jeweiligen Parteien entschieden haben. Ich ziehe mein persönliches Fazit, dass es gerade in der Kommunikation mit rechtspopulistischen Wähler*innen wichtig ist, nicht die Intention zu verfolgen, diese umzustimmen, jedoch im Gegenzug mit einem inhaltlich differenzierten, politischen, demokratischen Angebot zu antworten und zu argumentieren. Nach „dem Credo der Deaktivierung […]: Zuhören. Widersprechen. Richtigstellen. Sich-Einsetzen. Nachfragen [...]"(Lewandowsky 2024: 271). Resümierend bedeutet das vor allem, sich langfristig und nachhaltig politisch für demokratische Parteien vor Ort zu engagieren, um das zu schützen, was uns lieb ist: die liberale Demokratie.

"Zuhören. Widersprechen. Richtigstellen. Sich-Einsetzen. Nachfragen."

Bewertung am 26.07.2024
Bewertungsnummer: 2253749
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Was wollen Populisten? Wie fordern sie die Gesellschaft heraus? Wie sollte man ihnen begegnen? Und was können wir dagegen tun? Mit diesen Fragestellungen steckt der Politikwissenschaftler Marcel Lewandowsky den Rahmen für sein Buch „Was Populisten wollen“ und lädt Leser*innen gleich zu Beginn zum aktiven Mitdenken und Reflektieren ein. Rhetorik und Gliederung der Kapitel und Abschnitte sind klar, prägnant und zugänglich, sodass zu keinem Zeitpunkt der Gedanke aufkommt, man sei der Thematik nicht gewachsen. Es ist eher so, als würde man in einen Zug einsteigen, das separate Abteil betreten, dem Autor gegenübersitzen und zusammen mit ihm durch seine präzise Beobachtung, Analyse, Sinnbilder und Beispiele den eigenen Blick auf den globalen Populismus schärfen. Lewandowsky ist es gelungen, die Komplexität der Begrifflichkeit zu sezieren, jüngste und historische Ereignisse in der Politik und den Aufstieg populistischer Politiker*innen wie Trump, Meloni, Le Pen, Milei, Bolsonaro, Orbán und populistischer Parteien, darunter Podemos, die PiS, die FPÖ und die AfD, verständlich und nachvollziehbar darzustellen. Auch Nicht-Expertinn*innen wird schnell bewusst, dass Populismus nicht gleich Populismus ist, sondern viele Formen und Facetten aufweist, die der Autor in seiner Relevanz beleuchtet – nicht ohne die Konsequenzen auf die Demokratie zu besprechen. Populistische Parteien selbst sehen sich mitnichten als Gegner der Demokratie, sondern inszenieren sich vielmehr als Beschützer derselben. Sie sind die „wahren Demokraten“ und finden weltweit ihre Bühnen. Anti-Woke, Anti-Klimaschutz, Anti-Gender, Anti-Migration, Anti-Feminismus, Armut, soziale Ausgrenzung, Manosphere und Einsamkeit bei jungen Männern bieten den idealen Nährboden für rechtspopulistische Parteien, denn sie identifizieren eine Bedrohung durch all jene, die nicht dem „wahren Volk“ zuzuordnen sind. Dennoch lassen sich die Unterstützer*innen rechtspopulistischer Parteien nicht als Protestwähler*innen charakterisieren, da sich viele aus Überzeugung für bestimmte Programmpunkte der jeweiligen Parteien entschieden haben. Ich ziehe mein persönliches Fazit, dass es gerade in der Kommunikation mit rechtspopulistischen Wähler*innen wichtig ist, nicht die Intention zu verfolgen, diese umzustimmen, jedoch im Gegenzug mit einem inhaltlich differenzierten, politischen, demokratischen Angebot zu antworten und zu argumentieren. Nach „dem Credo der Deaktivierung […]: Zuhören. Widersprechen. Richtigstellen. Sich-Einsetzen. Nachfragen [...]"(Lewandowsky 2024: 271). Resümierend bedeutet das vor allem, sich langfristig und nachhaltig politisch für demokratische Parteien vor Ort zu engagieren, um das zu schützen, was uns lieb ist: die liberale Demokratie.

Eine unbedingte Leseempfehlung

Gertie G. aus Wien am 07.07.2024

Bewertungsnummer: 2238671

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die Wahl zum Europäischen Parlament 2024 hat gezeigt, dass rechte Populisten auf dem Vormarsch sind. Neben Giorgia Meloni in Italien, Herbert Kickl (FPÖ) in Österreich, Marine Le Pen (Rassemblement National), Viktor Orbán (Fidesz) in Ungarn und die AfD in Deutschland: Der Aufstieg des Populismus scheint unaufhaltsam und die bisherigen Gegenstrategien gescheitert. Doch nicht nur Europa ist davon betroffen. Auch die USA mit Donald Trump und Argentinien mit Javier Milei lehren die Welt das Fürchten. In sechs großen Kapitel, die noch weiter unterteilt sind, beschreibt die Methoden der Populisten, analysiert ihre Strategie und zeigt erfolgreiche Gegenstrategien. Was Populisten unter Demokratie verstehen: Wahre Demokraten Wen Populisten für das Volk halten: Identitäten und Scheinkonsens Wie Populisten sich inszenieren: Widerstand Wie Populisten das System verändern: Wir Alleinherrscher Wer Populisten wählt: Wir hier unten Was wir gegen Populisten tun können: die Stunde der Pluralisten Anhand zahlreicher Beispiele, die uns verdeutlichen, welche Methoden die Populisten anwenden, um ihre potentiellen Wähler hinters Licht zu führen. Teilweise sind die Strategien aus dem Lehrbuch der Propaganda entnommen. Wie bei der Propaganda gilt auch für den Populismus: Erkenne die Methoden und Mechanismen, dann kannst du sie entlarven und ihnen etwas entgegen setzen. Ein plakatives Beispiel ist Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. Einst hat er von genau jenem Establishment und jenem Mann profitiert, das und den er jetzt mit einem Hass verfolgt, der schon an Paranoia grenzt: George Soros. Als Österreicherin beschäftige ich mich schon lange mit den Themen Propaganda und Populismus. Als nach den Wahlen zum Nationalrat von 1999 die erste schwarz-blaue Regierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel gebildet wurde, war der empörte Aufschrei in ganz Europa laut und deutlich zu hören. Österreich wurde seitens EU mit Sanktionen belegt. Und heute, 2024? Rechte Regierungen erfreuen sich beim Volk (?) größter Beliebtheit. Der Aufschrei der Medien ist verstummt, weil sie zum Teil von Inseraten der Regierungen abhängig sind oder die staatlichen Rundfunkanstalten überhaupt gleich abgeschafft und durch willfährige Helfer ersetzt werden/worden sind. Kommt einem das bekannt vor? Damals hieß das „Gleichschalten der Medien“. Die Rechtspopulisten versprechen das sprichwörtliche Blaue vom Himmel. Doch wenn sie dann an der Macht sind, entwickeln sie genau jene Attitüden, gegen die sie zuvor gekämpft haben: Da werden Ministerien und staatsnahe Firmen mit Günstlingen, Vertrauten und Parteigängern besetzt. Bei uns in Österreich heißt das lautmalerisch „umfärben“. Kollateralschäden wie die Zerschlagung des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BVT) waren gewollt oder billigend in Kauf genommen. Auch mit der „Politik für den kleinen Mann“ (Wo bleiben eigentlich die Frauen, die in Österreich die Mehrheit sind?) ist es schlagartig vorbei, wenn Populisten an die Macht kommen. So werden Sozialleistungen gekürzt, obwohl zunächst mehr Wohlstand für alle versprochen wurde. Wobei „alle“ wohl im Sinne der eigenen Parteigänger verstanden werden muss. Wie sieht das Wahlprogramm einer populistischen Partei aus? Die meisten Wahlvorschläge enthalten „gegen etwas zu sein“. Konkrete Alternativen werden nur selten aufgezeigt. Ob die im letzten Kapitel aufgezeigt Gegenstrategien Erfolg haben werden? Ich befürchte Schlimmes. Österreich wählt am 29. September 2024 zum 28. Mal seine Abgeordneten zum Nationalrat. Rechtspopulismus ist leider salonfähig geworden. Fazit: Gerne gebe ich dieser glasklaren Analyse, wie es zum Erstarken und zur Akzeptanz der Populisten gekommen ist, und welche Gegenmaßnahmen dringen erforderlich sind, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Eine unbedingte Leseempfehlung

Gertie G. aus Wien am 07.07.2024
Bewertungsnummer: 2238671
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die Wahl zum Europäischen Parlament 2024 hat gezeigt, dass rechte Populisten auf dem Vormarsch sind. Neben Giorgia Meloni in Italien, Herbert Kickl (FPÖ) in Österreich, Marine Le Pen (Rassemblement National), Viktor Orbán (Fidesz) in Ungarn und die AfD in Deutschland: Der Aufstieg des Populismus scheint unaufhaltsam und die bisherigen Gegenstrategien gescheitert. Doch nicht nur Europa ist davon betroffen. Auch die USA mit Donald Trump und Argentinien mit Javier Milei lehren die Welt das Fürchten. In sechs großen Kapitel, die noch weiter unterteilt sind, beschreibt die Methoden der Populisten, analysiert ihre Strategie und zeigt erfolgreiche Gegenstrategien. Was Populisten unter Demokratie verstehen: Wahre Demokraten Wen Populisten für das Volk halten: Identitäten und Scheinkonsens Wie Populisten sich inszenieren: Widerstand Wie Populisten das System verändern: Wir Alleinherrscher Wer Populisten wählt: Wir hier unten Was wir gegen Populisten tun können: die Stunde der Pluralisten Anhand zahlreicher Beispiele, die uns verdeutlichen, welche Methoden die Populisten anwenden, um ihre potentiellen Wähler hinters Licht zu führen. Teilweise sind die Strategien aus dem Lehrbuch der Propaganda entnommen. Wie bei der Propaganda gilt auch für den Populismus: Erkenne die Methoden und Mechanismen, dann kannst du sie entlarven und ihnen etwas entgegen setzen. Ein plakatives Beispiel ist Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. Einst hat er von genau jenem Establishment und jenem Mann profitiert, das und den er jetzt mit einem Hass verfolgt, der schon an Paranoia grenzt: George Soros. Als Österreicherin beschäftige ich mich schon lange mit den Themen Propaganda und Populismus. Als nach den Wahlen zum Nationalrat von 1999 die erste schwarz-blaue Regierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel gebildet wurde, war der empörte Aufschrei in ganz Europa laut und deutlich zu hören. Österreich wurde seitens EU mit Sanktionen belegt. Und heute, 2024? Rechte Regierungen erfreuen sich beim Volk (?) größter Beliebtheit. Der Aufschrei der Medien ist verstummt, weil sie zum Teil von Inseraten der Regierungen abhängig sind oder die staatlichen Rundfunkanstalten überhaupt gleich abgeschafft und durch willfährige Helfer ersetzt werden/worden sind. Kommt einem das bekannt vor? Damals hieß das „Gleichschalten der Medien“. Die Rechtspopulisten versprechen das sprichwörtliche Blaue vom Himmel. Doch wenn sie dann an der Macht sind, entwickeln sie genau jene Attitüden, gegen die sie zuvor gekämpft haben: Da werden Ministerien und staatsnahe Firmen mit Günstlingen, Vertrauten und Parteigängern besetzt. Bei uns in Österreich heißt das lautmalerisch „umfärben“. Kollateralschäden wie die Zerschlagung des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BVT) waren gewollt oder billigend in Kauf genommen. Auch mit der „Politik für den kleinen Mann“ (Wo bleiben eigentlich die Frauen, die in Österreich die Mehrheit sind?) ist es schlagartig vorbei, wenn Populisten an die Macht kommen. So werden Sozialleistungen gekürzt, obwohl zunächst mehr Wohlstand für alle versprochen wurde. Wobei „alle“ wohl im Sinne der eigenen Parteigänger verstanden werden muss. Wie sieht das Wahlprogramm einer populistischen Partei aus? Die meisten Wahlvorschläge enthalten „gegen etwas zu sein“. Konkrete Alternativen werden nur selten aufgezeigt. Ob die im letzten Kapitel aufgezeigt Gegenstrategien Erfolg haben werden? Ich befürchte Schlimmes. Österreich wählt am 29. September 2024 zum 28. Mal seine Abgeordneten zum Nationalrat. Rechtspopulismus ist leider salonfähig geworden. Fazit: Gerne gebe ich dieser glasklaren Analyse, wie es zum Erstarken und zur Akzeptanz der Populisten gekommen ist, und welche Gegenmaßnahmen dringen erforderlich sind, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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