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Sayaka Murata

1. Schwindende Welt

Schwindende Welt

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Uta Simone

Spieldauer

5 Stunden und 39 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

13.08.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

107

Verlag

Aufbau Audio

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

EAN

9783757018733

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Uta Simone

Spieldauer

5 Stunden und 39 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

13.08.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

107

Verlag

Aufbau Audio

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

EAN

9783757018733

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    24.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Systemrelevante Fortpflanzung: Ein Sog aus Entsetzen und Passivität

    „Schwindende Welt“ von Sayaka Murata ist eines dieser seltenen Bücher, die man nicht aus der Hand legen kann, obwohl (oder gerade weil) man über das Gelesene zutiefst entsetzt ist. Das Gedankenexperiment, das Murata hier aufmacht, ist brillant und radikal. Sie entwirft eine Gesellschaft, in der die biologischen Rollen von Mann und Frau sowie die Konzepte von Sex und Fortpflanzung komplett entkoppelt und staatlich neu geordnet wurden. Der „Ekelfaktor“ und die klinische Sterilität dieser Welt sind meisterhaft beschrieben. Ich war so schockiert von der Kälte dieses Systems, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchlesen musste – ich wollte unbedingt wissen, wie die Protagonistin Amane in dieser Umgebung überlebt. Es hat mich auf eine Art gepackt, wie man es sonst nur von richtig guten Horrorbüchern kennt. Man begleitet Amane durch ihren Alltag und spürt förmlich, wie sich der Druck der Gesellschaft auf sie auswirkt. Während des Lesens baut sich eine enorme Spannung auf. Man fiebert unwillkürlich mit und möchte einfach nur wissen, wie sich diese eiskalte Welt weiterentwickelt und welchen Weg Amane wählt. Ein absolut fesselndes Leseerlebnis mit einem genialen und verstörenden Worldbuilding, das noch lange nachhallt. Wer dystopische Gedankenexperimente mag, wird dieses Buch verschlingen. Murata bleibt ihrer harten Linie bis zum Schluss treu und zieht ihr Konzept gnadenlos durch – ein positiv-verstörendes Leseabenteuer, das im Gedächtnis bleibt. 5 von 5 Sternen – Wegen der grandiosen Grundidee und der enormen Sogwirkung.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    07.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fortpflanzung ohne Sex – die neue Normalität

    Mit Schwindende Welt legt Sayaka Murata ihren dritten auf Deutsch erschienenen Roman vor. Und wieder zieht sich das Thema wie ein roter Faden durch ihr Werk: Was ist eigentlich „normal“? Diesmal steht nicht nur eine Außenseiterin im Zentrum, sondern eine ganze Gesellschaft. Amane lebt in einer Welt, in der Sex, Liebe und Familie radikal neu gedacht sind. Kinder entstehen durch künstliche Befruchtung oder sogar in männlichen Gebärmüttern. Ehen sind Zweckgemeinschaften, nicht Orte für romantische Gefühle. Verlieben darf man sich – aber am liebsten in Comicfiguren oder Filmheld*innen. Das, was für uns völlig unvorstellbar scheint, ist hier das Normale. Gerade das fand ich so faszinierend: Murata zeigt mit großer Konsequenz, dass Normalität nichts Festes ist, sondern ein gesellschaftliches Konstrukt. Was heute selbstverständlich erscheint, kann morgen schon Abweichung sein – und umgekehrt. In dieser Welt ist es „abnormal“, wenn ein Ehemann plötzlich Intimität mit seiner Frau sucht. Allerdings muss ich auch sagen: So sehr mich die Grundidee begeistert hat, so sehr hat mich die Lektüre manchmal ermüdet. Obwohl Sex eigentlich kaum mehr eine Rolle für die Fortpflanzung spielt, dreht sich der Roman fast ausschließlich um Sexualität – um ihre Abwesenheit, ihr Verbot, ihre Umwege. Das wiederholt sich mit der Zeit, und ich hatte Phasen, in denen ich dachte: Ja, ich habe es verstanden. Und doch: Ich konnte nicht loslassen. Immer wieder musste ich Pausen machen, nachdenken, mir Fragen stellen. Ich habe selten ein Buch gelesen, das meine Gedankenwelt so sehr in Bewegung gebracht hat. Besonders der Teil in der experimentellen Stadt „Experimenta“ ist für mich eine regelrechte Dystopie des Grauens: Kinder ohne Eltern, alle gleich, aufgezogen von Institutionen; Menschen, die ihre Individualität zugunsten der kollektiven Ordnung verlieren. Und gleichzeitig bleibt diese Welt erschreckend vorstellbar. Am Ende bleibt für mich die Erkenntnis: Den sexuellen Trieb kann man nicht einfach abschaffen. Murata versucht es, indem sie ihn in „Clean Rooms“ und Fantasiewelten umlenkt. Doch für mich wirkt das nicht ganz konsequent: Solange der Trieb existiert, bleibt auch der Sex zwischen Menschen eine Möglichkeit – und in meinen Augen wird er immer Teil der Gesellschaft sein. Genau an diesem Punkt hadere ich mit dem Roman. Aber gerade weil Murata hier so radikal entwirft, zwingt sie mich, über diese Fragen nachzudenken. Und das ist vielleicht die größte Stärke dieses Buches Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

  • hallobuch, Silke Schröder

    aus Hannover

    5/5

    11.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dystopie oder Utopie?

    Ist es eine Dystopie oder eine Utopie, von der Sayaka Murata in “Schwindende Welt” erzählt? Immerhin stellt sie darin mal eben das gesamte Konzept des Zusammenlebens von Frauen und Männern (oder auch anderen) radikal infrage. Und doch scheint auch ein bisschen Realität dabei zu sein, wenn man sich die sinkenden Geburtenraten und das wachsende Single-Dasein in den asiatischen und auch westlichen Industriestaaten anschaut. Konsequent denkt Sayaka Murata dies in “Schwindende Welt” weiter: Kinder kommen aus Reagenzgläsern, Sex und Romantik sind in digitale Fantasiewelten oder Kurzzeit-Partnerschaften ausgelagert, in der Ehe dagegen stehen Freundschaft, Schutz, Gleichberechtigung und Heimeligkeit an erster Stelle. Mit unerschütterlicher Logik verschiebt sie die Normen und ethischen Grundlagen ihrer Roman-Gesellschaft, ohne dass ihre Protagonist:innen darüber sonderlich irritiert wären. So ist “Schwindende Welt” von Sayaka Murata eine schlüssig, direkt und sehr unterhaltsam erzählte Projektion in eine mögliche Zukunft unseres Zusammenlebens. Bestens gelesen von Uta Simone.

  • shizu_reads

    5/5

    13.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Surreal grandios

    Mein erstes Buch der Autorin. Ich hatte bereits viel Gutes von ihr gehört, und so wurde es Zeit, endlich etwas von ihr zu lesen. Ich bin sofort gut in Schreibstil und Geschichte hineingekommen und konnte gar nicht mehr aufhören. Innerhalb von 24 Stunden war ich durch! Der Schreibstil ist kühl, distanziert und fast schon steril – absolut passend zur Handlung. Auch die Geschichte selbst bleibt im Umgang mit Se*ualität bewusst nüchtern und unnahbar. Genau das macht ihren Reiz aus. In einer Zeit, in der in Büchern oft Gefühle und ️ im Vordergrund stehen, ist das ein erfrischend anderer Blickwinkel. Das Buch stellt so einiges infrage: das Konzept von Beziehungen, Familie, Kinderbekommen, den Umgang mit Gefühlen und Se*, und noch vieles mehr. Alles wird dabei – fast schon unangenehm – auf die Spitze und ins Surreale getrieben. Gerade dadurch regt es gekonnt zum Nachdenken an. Der Verlauf der Geschichte war für mich nicht vorhersehbar und hat mich immer wieder überrascht. Ich war fasziniert und gleichzeitig oft leicht irritiert. Die Charaktere wirken bewusst unnahbar, fast schon oberflächlich. Doch genau das unterstreicht die Thematik und lässt einen erneut nachdenken: Was bleibt, wenn man Beziehungen von tiefen Gefühlen und Intimität trennt? Oder wenn man sich nicht mehr in reale Menschen, sondern nur noch in fiktive Figuren verliebt? Das Ende war noch einmal komplett surreal und ließ mich ungläubig zurück. Ich war platt – und fand es zugleich einfach großartig. Es war überraschend, hat mich zum Grübeln gebracht, und insgesamt hatte ich großen Spaß beim Lesen.

  • A.Basan

    aus Garbsen

    5/5

    12.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dystopisch, aber nicht abwegig

    Nach der "Zeremonie des Lebens" hat Sayaka Murata wieder eine höchst interessante, dystopische Erzählung vorgelegt. In der "Schwindenden Welt" gilt Sex unter Eheleuten als primitiv, inzestuös und schmutzig. Deshalb pflanzt man sich durch Insemination fort. Sex ist weitgehend aus dem gesellschaftlichen Leben verbannt. Man verliebt sich eher in Animehelden. Man heiratet zwar noch, doch eher aus der Motivation heraus, sich Miete und Haushaltspflichten zu teilen. Die Hauptfigur Amane ist durch die Kopulation ihrer Eltern entstanden, was ihr sehr peinlich ist. Sie lässt sich von ihrem ersten Mann scheiden, als der körperliche Nähe sucht und führt mit ihrem zweiten Mann eine eher geschwisterliche Beziehung. Beide ziehen in die Modellstadt Experimenta, in der auch Männer mithilfe einer künstlichen Gebärmutter Kinder gebären können. Die Kinder werden dort nicht mehr in Familien, sondern in Zentren großgezogen. Die Individualität geht verloren. Das Bild, das Murata von einer zukünftigen japanischen Gesellschaft entwirft, löst beim Leser zunächst Befremden aus. Doch bei längeren Nachdenken, fragt man sich, ob diese Zukunftsvisionen wirklich so abwegig und nur auf Japan begrenzt sind. Auch heute kann man in Japan schon Mangafiguren heiraten. Und angesichts der zunehmenden Vereinsamung und des wachsenden Social Media-Konsums ist es nicht unvorstellbar, dass wir bald keine intimen Beziehungen zu Menschen mehr haben werden, Vielleicht sind Familie und enge menschliche Beziehungen wirklich bald eine schwindende Welt. Muratas kafkaseker Roman bringt uns dazu, darüber nachzudenken, ob wir so eine Welt wollen und wenn nein, dem selbst entgegenzusteuern.

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Bewertungen (12)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Nate Pischner

    Nate Pischner

    Thalia Berlin – Alexa

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.05.2026

    eBook (ePUB 3)

    Eine Dystopie?

    Das Buch erzählt von einer Gesellschaft am Rande des Abgrunds: einer Welt, in der Verbindungen zu anderen Menschen zunehmend brüchig werden, in der Individualität, Normen und Konformität aufeinanderprallen. Die alte Welt, so wie sie ihre Eltern kannten schwindet und die neue fühlt sich noch sehr fremd an. Wie bewegt man sich zwischen diesen Welten?
  • Zum Bewerterprofil von Milehi Kiatkoh

    Milehi Kiatkoh

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dystopie in Japan

    "Schwindende Welt" von Sayaka Murata ist ein faszinierender und zugleich verstörender Roman, der die Leserinnen und Leser auf eine Reise in eine dystopische Zukunft entführt. In dieser Welt ist Sex tabu und Ehen werden geschlossen, um gemeinsam Kinder großzuziehen - allerdings ohne romantische oder körperliche Liebe. Die Protagonistin Amane, die noch auf "natürliche Weise" gezeugt wurde, muss in dieser Gesellaschft ihren Platz finden und mit den Konsequenzen ihrer Andersartigkeit leben. Murata gelingt es meisterhaft, die dunklen Seiten unserer Gesellschaft aufzuzeigen und Fragen über Identität, Familie, Liebe undd gesellschaftliche Normen aufzuwerfen. Die Autorin schafft ein Paralleluniversum, das unserer Gegenwart näher ist, als wir vielleicht denken möchten. Die Beschreibung der experimentellen Stadt in Chiba, in der Männer Kinder austragen und die Gesellschaft sich um die Kinder kümmert, ist besonders beeindruckend. Der Roman ist eine scharfe Kritik an unserer Gesellschaft und ihren Normen. Murata zeigt auf, wie schnell wir uns an neue Normen und Regeln anpassen können und wie wichtig es ist, individuelle Freiheit und Autonomie zu bewahren. Die Charaktere sind komplex und vielschichtig und die Geschichte ist voller Symbolik und Anspielungen. Ein Muss für alle, die sich für dystopische Literatur, Gesellschaftskritik und philosophische Themen interssieren.
  • Zum Bewerterprofil von Angela Franke

    Angela Franke

    Thalia Magdeburg – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.10.2025

    eBook (ePUB 3)

    Schräg...

    Schwindende Welt hat mich total geflasht und schockiert zugleich. Sayaka Murata entwirft eine beklemmende Zukunft, in der Sex und Liebe fast verschwunden sind und Familien durch künstliche Strukturen ersetzt werden. Muratas kühler Stil verstärkt das Unbehagen und macht das Buch zu einem intensiven, radikalen Gedankenexperiment...und...wo ich mich immer wieder fragte: wie kommt man nur auf sowas...Für alle, die sich abseits des Mainstreams ein intensives und provokantes Leseerlebnis geben möchten...ist dieses Buch sehr geeignet. ;-)
  • Zum Bewerterprofil von Kevin Beckmann

    Kevin Beckmann

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erneut ein ganz großer Wurf

    Wer schon einmal etwas von Sayaka Murata gelesen hat, weiß dass man hier einen surrealen Trip bekommt, der mit kaum einer anderen Autorin vergleichbar ist. Auch wenn der neue Roman nicht ganz so schockierend ist wie das Seidenraupenzimmer, schafft sie es auch hier die Erwartungen auf den Kopf zu stellen und den Leser*innen den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Das alles macht sie mit einem Wortwitz und einer Kreativität, die ihresgleichen sucht. Ein Jahreshighlight!
  • Zum Bewerterprofil von Bianca Werner

    Bianca Werner

    Thalia Göttingen – Kauf Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Typisch Murata.

    Die surrealen Welten von Murata sind immer wieder sehr spannend. Sexualität wird als Notdurft gesehen, die außerhalb der Familie befriedigt wird. Fortpflanzung findet durch künstliche Befruchtung statt. Alles super schräg – und doch so geschrieben, dass es absolut real wirkt. Das Ende kommt dann sehr abrupt, ist absolut schockierend und lässt mich auf eine Art verstörend zurück, die mir nicht gefällt. Somit schwanke ich in meiner Bewertung stark zwischen 5, oder wahlweise 0 Sternen.

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Bewertungen (8)

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