Deutliche Gebrauchsspuren z.B. Notizen. Könnte ein Mängelexemplar sein, aber voll funktionsfähig und lesbar. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Ein deutsch-deutsches Abenteuer mit staatlich geprüfter Lachgarantie
„Herrlich schräg“
Deutschlandfunk Kultur, Lesart, Kim Kindermann, 20.11.2019
Eigentlich wollen Jobst und seine Mutter auf dem Rückweg vom Mittelalterurlaub bloß eine kurze Pinkelpause im Jahr 1987 einlegen – da verschwindet ihr Zeitreisekoffer und die beiden sitzen in der DDR fest.
Hier heißen Kinder Pioniere und das Staatsoberhaupt lächelt milde aus jedem Schaufenster. Alles nicht ganz geheuer, findet Jobst. Doch ohne Koffer keine Ausreise! Zum Glück lernt er Jule und Letscho kennen. Zusammen begeben sie sich auf die turbulente Jagd nach dem vom sozialistischen Erdboden verschluckten Gepäckstück …
Zum Lachen, zum Nachdenken, zum Kennenlernen einer Welt, die gar nicht so fern ist, wie man immer denkt.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Großartiger Einblick in das Leben von Kindern 1987 in der DDR
lesenmitausblick am 03.02.2023
Bewertungsnummer: 1872560
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Pullerpause im Tal der Ahnungslosen“ ist für mich eines der besten erzählenden Kinderbücher zum Thema Leben und Kindheit in der DDR!
Nachdem ich das Hörbuch gehört hatte, musste ich das Buch aus dem Klett Kinderbuchverlag in der Leseecke meiner Schule einziehen lassen.
Du bist in der DDR groß geworden? Dann lies dieses Buch!
Du bist in der BRD groß geworden? Dann lies dieses Buch!
Du bist nach dem Fall der Mauer geboren und möchtest dich mit der Geschichte des geteilten Deutschland und dem Leben in der DDR auseinander setzen? Dann lies dieses Buch!
Du möchtest deinem Kind von deiner Kindheit in der DDR erzählen? Dann lest das Buch gemeinsam! Es bietet einen unglaublich guten Ansatz, um in der Familie über deutsch-deutsche Geschichte zu sprechen.
Franziska Gehm beschreibt unglaublich detailreich den Alltag von Kindern in der DDR im Jahre 1987. Vielleicht kennt ihr auch ihr sehr empfehlenswertes Wimmelbuch „Hübendrüben – Als deine Eltern noch klein und Deutschland noch zwei waren“, das sich auch ganz toll als Einstieg in das Thema eignet.
Doch worum geht es in „Pullerpause“? Jobst und seine Mutter sind auf der Heimreise von ihrem Mittelalter-Urlaub und wollen bloß eine Pinkelpause im Jahr 1987 machen. Doch dabei verschwindet ihr Zeitreisekoffer und sie sitzen fest – mitten in der DDR. Was zunächst sehr witzig anfängt, entpuppt sich bald zu einem schwerwiegenden Problem. Denn es dauert nicht lange, bis die beiden ins Visier der Stasi geraten.
Während Jobst in Jule und Letscho tolle Freunde findet, die ihm bedingungslos bei der Suche nach dem Koffer helfen, ist seine Mutter abgelenkt von einem Theaterengagement und findet den Abstecher in die DDR ganz entzückend.
Über viele alltägliche Dinge aus dem Leben in der DDR muss man verwundert lachen. Was früher unser Leben bestimmte, wirkt heute oft lächerlich. Bemerkenswert finde ich den Spagat, den Franziska Gehm hier schafft. Einerseits ist ihre Geschichte unheimlich witzig. Was haben mein Mann und ich gelacht, weil wir uns erinnert haben. Was hat mein Sohn gelacht, weil der DDR-Alltag aus seinen kindlichen Augen betrachtet echt zum Lachen war. Andererseits bleibt einem das Lachen aber auch im Halse stecken. Denn immer wieder thematisiert Franziska Gehm, dass die Wände Ohren hatten, dass man nicht laut sagen durfte, was man dachte, dass man nicht einfach werden konnte, was man wollte, dass man einfach so von der Straße weg verschwinden konnte. Besonders ans Herz ging mir die Geschichte von Sven. Sven taucht immer wieder auf und starrt Jobst wütend an, bis er ihn sogar verprügelt. Es stellt sich heraus (Vorsicht!!! Spoiler!!!), dass Sven Jobst mit seinem Vater verwechselt. Jobst’ Vater Dominik lebte in der DDR und flüchtete mit seinen Eltern. Nicht mal seinem besten Freund Sven konnte er davon erzählen. Was das mit Kindern machte, mit zurückgelassenen Freunden, Familie…das erfahren die Leser*innen hier sehr eindrücklich.
„Pullerpause im Tal der Ahnungslosen“ hat nichts mit Ostalgie zu tun. Zum Glück! Immer wieder beleuchtet die Autorin, warum die einzelnen Personen sich so verhalten. Die strebsame Jungpionierin Patrizia, der nicht ganz so getreue Ingo, der auch gern mal ein paar D-Mark einheimst oder Milchschnitte nachbäckt!
Dieses grandiose Buch bietet einen sehr detailgetreuen Einblick in das Leben in der DDR. Bis hin zu den Dialogen und der treffsicheren Wortwahl stimmt hier alles.
Die Mischung aus Zeitgeschichte, Abenteuer, Freundschaft, Spannung und Humor finde ich sehr gelungen. Das Buch hat uns viel Anlass geboten, mit unseren Kindern über unsere Kindheit in der DDR zu sprechen. Ohne Ostalgie. Ganz einfach so, wie es eben war.
Im Anhang des Buches findet sich ein „Kleines Pionierwörterbuch“, ein Glossar, das typische Begriffe der Zeit erklärt. Mit dabei sind zum Beispiel Westpaket, Stoffidas und Patenbrigade.
Die Umschlaggestaltung, das Vorsatzpapier und die Kapitelvignetten stammen von Horst Klein.
Übrigens habe ich entdeckt, dass es einen zweiten Band gibt. In „Pullerpause in der Zukunft“ holt Jobst seine Freunde Jule und Letscho kurzerhand zum Gegenbesuch in das heutige, wiedervereinte Deutschland! Na wenn das nicht vielversprechend klingt!
Ich lege euch derweil „Pullerpause im Tal der Ahnungslosen“ ans Herz. Lest dieses Buch! Es lohnt sich sehr, typisch Klett Kinderbuch eben!
Ich bedanke mich herzlich für dieses wunderbare Kinderbuch, ein Stück Zeitgeschehen zum Lesen, Kennenlernen einer Welt, die gar nicht so fern ist, wie man denkt und natürlich Diskutieren.
Mit der Zeitmaschine in die DDR
Bewertung am 31.03.2020
Bewertungsnummer: 296037
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Jobst und seine Mutter sind auf der Rückreise aus dem Urlaub nach Hause. Allerdings nicht mit dem Auto oder im Flugzeug sondern - in einem Koffer! Mit ihrer Zeitmaschine landen sie kurz im Jahre 1987 in der DDR - und nur, weil Mama so dringend mal muss! Ab da wird's spannend, denn der Zeitreisekoffer verschwindet, o Schreck! Den müssen sie aber unbedingt wiederhaben!
Viel Spaß beim Lesen für alle ab 9Jahren - auch schön zum gemeinsamen Lesen und Lachen.
Meinung aus der Buchhandlung
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Unterhaltsame, kurzweilige Krimikomödie über die DDR! Ein Buch über ein Stück Zeitgeschichte Deutschlands,das sowohl Kinder, Jugendliche wie auch Erwachsene begeistert. Habe gleich den Folgeband mit weiteren Abenteuern gelesen!
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Jobst und seine Mutter sind mal wieder auf Reisen. Ihre Ferien verbringen sie stets in anderen Zeiten. Auf dem Heimweg von ihrem Mittelalterurlaub legen die beiden einen kleinen Zwischenstopp ein. Aber plötzlich ist der Zeitreisekoffer verschwunden und beide hängen fest - mitten in der DDR und ohne Koffer keine Ausreise!
In Mittelaltergewändern und Bundsandalen werden Jobst und seine Mutter schnell für Verrückte gehalten. Und somit beginnt das Abenteuer...
Ein Vergnügen für die ganze Familie. Eine wunderschöne Zeitreise nicht nur für Kinder. Rundum gelungen. Ich habe mich köstlich amüsiert.
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