Produktbild: Die Wilderin
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Die Wilderin Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.11.2022

Verlag

Emons Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,3/13,3/1,8 cm

Gewicht

301 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710001012596

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Sehr gut

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.11.2022

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Emons Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,3/13,3/1,8 cm

Gewicht

301 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710001012596

Herstelleradresse

Emons Verlag
Cäcilienstraße 48
50667 Köln
DE

Email: info@emons-verlag.de

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Tiefgründige Geschichte mit poetischer Sprache

Silke - Buchgespür - am 11.04.2025

Bewertungsnummer: 2463429

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Wilderin“ von Sophie Reyer ist ein historischer Roman, inspiriert vom Leben der legendären Wilderin Elisabeth Lackner. Die Geschichte spielt um 1900 in Tirol und folgt der Protagonistin Theres, die unter harten Bedingungen lebt: Als einzige Frau im Tal wildert sie, um ihre große Familie durchzubringen, während sie von Armut, gesellschaftlicher Ablehnung und Misstrauen umgeben ist. Als in den Jagdgründen des Grafen ein Mord geschieht, fällt der Verdacht schnell auf sie. Inspektor Schmidt beginnt zu ermitteln, doch statt sie zu verurteilen, nähert er sich ihr an und es entwickelt sich eine vorsichtige Freundschaft – eine Verbindung, die alte Wunden und tief vergrabene Geheimnisse ans Licht bringt. Normalerweise starte ich eine Rezension mit dem Inhalt oder mit dem, was mich emotional besonders berührt hat. Bei „Die Wilderin“ von Sophie Reyer aber war es die Sprache und das schon ab dem allerersten Satz im Prolog. Sophie könnte problemlos ein Buch über die verschiedenen Arten von Rasenmähern und ihre Vor- und Nachteile schreiben, ich würde es verschlingen, ohne auch nur einen Quadratmeter Rasen zu besitzen. So sehr zieht mich ihre Sprache in den Bann. Sie schreibt poetisch, bildgewaltig, dabei ganz im Ton der Zeit, in der der Roman spielt, Anfang des 19. Jahrhunderts, und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, mich in der Sprache zu verlieren oder besonders konzentrieren zu müssen. Im Gegenteil: Ich war sofort mittendrin. Die Worte fließen, tragen einen durch die Geschichte, so klar, so schön, dass ich immer wieder Sätze zweimal gelesen habe, einfach weil sie so gelungen sind. „Vielleicht“,überlegt Andreas, „hat die Therese zu viel gelebt, vielleicht will sie einfach nichts mehr verlieren?“ Dieses Zitat hat mich tief getroffen, denn es bringt Theres‘ Leben auf den Punkt. Sie ist eine Frau, die überlebt, nicht lebt. Ihr Dasein ist geprägt von Entbehrungen, Verlusten, harter Arbeit und einer Kälte, die nicht nur vom Klima in den Bergen kommt, sondern auch aus der Gesellschaft, die sie mit Argwohn und Misstrauen betrachtet. Ich habe Theres sofort ins Herz geschlossen. Nicht, weil sie eine Heldin im klassischen Sinne ist, sondern weil sie stark ist, obwohl sie so oft gebrochen wurde. Als Wilderin lebt sie außerhalb der Regeln einer Welt, die Frauen um 1900 kaum etwas zugestanden hat – weder Rechte noch Schutz noch Selbstbestimmung. Sophie Reyer zeichnet dies so feinfühlig, dass mir beim Lesen oft das Herz schwer wurde: Diese Frau wird vorverurteilt, wegen eines Verbrechens, das sie vielleicht gar nicht begangen hat und weil sie den Mut hat, sich den Männern zu widersetzen, ein Gewehr selbst in die Hand zu nehmen und damit nicht nur Wild, sondern auch ihr Schicksal ins Visier zu nehmen. Und doch ist „Die Wilderin“ nicht nur düster. Es ist ein zutiefst menschliches Buch. Denn da ist Inspektor Andreas Schmidt, der eigentlich im Auftrag seines Vorgesetzten gekommen ist, um sie zu überführen und der stattdessen beginnt, sie zu sehen. Ihre Menschlichkeit, ihre Verletzlichkeit, ihren Mut. Die vorsichtige Freundschaft, die sich zwischen den beiden entwickelt, war für mich einer der schönsten Aspekte des Romans. Kein großes Liebesdrama, sondern echtes, zartes Vertrauen, das in einer feindseligen Welt wie ein Lichtschein wirkt. Andreas setzt alles daran Theres‘ Unschuld zu beweisen und er schert sich nicht darum, wie die Dorfgemeinschaft ihn deshalb sieht. Auch die Nebenfiguren, die Bergwelt, der tiefe Aberglaube und die Saligen – diese mystischen Wesen, von denen erzählt wird, dass sie mit Theres tanzen, verweben sich zu einer dichten, atmosphärischen Geschichte. Hier ist nichts schwarz oder weiß. Die Dorfbewohner, die Grausamkeit zeigen können, sind zugleich selbst Opfer der Umstände. Ihr Handeln wird tief begründet und auch wenn es zu verurteilen ist, wirkt es aus deren Sicht aufgrund ihres Charakters nachvollziehbar. @SR zeigt die Grundzüge menschlichen Fühlens und Denkens: Liebe, Hass, Neid, Eifersucht… Das alles erzählt sie mit einer Sprache, die ich selten so schön, so klangvoll, so passgenau erlebt habe.

Tiefgründige Geschichte mit poetischer Sprache

Silke - Buchgespür - am 11.04.2025
Bewertungsnummer: 2463429
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Wilderin“ von Sophie Reyer ist ein historischer Roman, inspiriert vom Leben der legendären Wilderin Elisabeth Lackner. Die Geschichte spielt um 1900 in Tirol und folgt der Protagonistin Theres, die unter harten Bedingungen lebt: Als einzige Frau im Tal wildert sie, um ihre große Familie durchzubringen, während sie von Armut, gesellschaftlicher Ablehnung und Misstrauen umgeben ist. Als in den Jagdgründen des Grafen ein Mord geschieht, fällt der Verdacht schnell auf sie. Inspektor Schmidt beginnt zu ermitteln, doch statt sie zu verurteilen, nähert er sich ihr an und es entwickelt sich eine vorsichtige Freundschaft – eine Verbindung, die alte Wunden und tief vergrabene Geheimnisse ans Licht bringt. Normalerweise starte ich eine Rezension mit dem Inhalt oder mit dem, was mich emotional besonders berührt hat. Bei „Die Wilderin“ von Sophie Reyer aber war es die Sprache und das schon ab dem allerersten Satz im Prolog. Sophie könnte problemlos ein Buch über die verschiedenen Arten von Rasenmähern und ihre Vor- und Nachteile schreiben, ich würde es verschlingen, ohne auch nur einen Quadratmeter Rasen zu besitzen. So sehr zieht mich ihre Sprache in den Bann. Sie schreibt poetisch, bildgewaltig, dabei ganz im Ton der Zeit, in der der Roman spielt, Anfang des 19. Jahrhunderts, und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, mich in der Sprache zu verlieren oder besonders konzentrieren zu müssen. Im Gegenteil: Ich war sofort mittendrin. Die Worte fließen, tragen einen durch die Geschichte, so klar, so schön, dass ich immer wieder Sätze zweimal gelesen habe, einfach weil sie so gelungen sind. „Vielleicht“,überlegt Andreas, „hat die Therese zu viel gelebt, vielleicht will sie einfach nichts mehr verlieren?“ Dieses Zitat hat mich tief getroffen, denn es bringt Theres‘ Leben auf den Punkt. Sie ist eine Frau, die überlebt, nicht lebt. Ihr Dasein ist geprägt von Entbehrungen, Verlusten, harter Arbeit und einer Kälte, die nicht nur vom Klima in den Bergen kommt, sondern auch aus der Gesellschaft, die sie mit Argwohn und Misstrauen betrachtet. Ich habe Theres sofort ins Herz geschlossen. Nicht, weil sie eine Heldin im klassischen Sinne ist, sondern weil sie stark ist, obwohl sie so oft gebrochen wurde. Als Wilderin lebt sie außerhalb der Regeln einer Welt, die Frauen um 1900 kaum etwas zugestanden hat – weder Rechte noch Schutz noch Selbstbestimmung. Sophie Reyer zeichnet dies so feinfühlig, dass mir beim Lesen oft das Herz schwer wurde: Diese Frau wird vorverurteilt, wegen eines Verbrechens, das sie vielleicht gar nicht begangen hat und weil sie den Mut hat, sich den Männern zu widersetzen, ein Gewehr selbst in die Hand zu nehmen und damit nicht nur Wild, sondern auch ihr Schicksal ins Visier zu nehmen. Und doch ist „Die Wilderin“ nicht nur düster. Es ist ein zutiefst menschliches Buch. Denn da ist Inspektor Andreas Schmidt, der eigentlich im Auftrag seines Vorgesetzten gekommen ist, um sie zu überführen und der stattdessen beginnt, sie zu sehen. Ihre Menschlichkeit, ihre Verletzlichkeit, ihren Mut. Die vorsichtige Freundschaft, die sich zwischen den beiden entwickelt, war für mich einer der schönsten Aspekte des Romans. Kein großes Liebesdrama, sondern echtes, zartes Vertrauen, das in einer feindseligen Welt wie ein Lichtschein wirkt. Andreas setzt alles daran Theres‘ Unschuld zu beweisen und er schert sich nicht darum, wie die Dorfgemeinschaft ihn deshalb sieht. Auch die Nebenfiguren, die Bergwelt, der tiefe Aberglaube und die Saligen – diese mystischen Wesen, von denen erzählt wird, dass sie mit Theres tanzen, verweben sich zu einer dichten, atmosphärischen Geschichte. Hier ist nichts schwarz oder weiß. Die Dorfbewohner, die Grausamkeit zeigen können, sind zugleich selbst Opfer der Umstände. Ihr Handeln wird tief begründet und auch wenn es zu verurteilen ist, wirkt es aus deren Sicht aufgrund ihres Charakters nachvollziehbar. @SR zeigt die Grundzüge menschlichen Fühlens und Denkens: Liebe, Hass, Neid, Eifersucht… Das alles erzählt sie mit einer Sprache, die ich selten so schön, so klangvoll, so passgenau erlebt habe.

Harte Zeiten

manu63 aus Oberhausen am 26.01.2023

Bewertungsnummer: 1867462

Bewertet: eBook (ePUB)

Die Wilderin ist ein historischer Roman der Autorin Sophie Reyer und angelehnt an die historische Figur der Wilderin Elisabeth Lackner. Theres führt ein karges Leben und geht für die Ernährung ihrer Familie wildern. Nachdem ein Mann ermordet wird, gerät sie ins Visier als Täterin. Nur Inspektor Schmidt versucht Theres Unschuld zu beweisen und den wahren Täter zu finden. Trotz der etwas altertümlichen Sprache fand ich die Geschichte rund um Theres lesenswert und ihr hartes Leben wurde gut und ausreichend beschrieben, um sich als Leser ein Bild der damaligen Lebensumstände zu machen. Der in Tirol um 1900 herrschende Aberglaube wird gut eingefangen und die Natur bildhaft beschrieben. Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen und das karge Leben von Theres und was sie daraus macht fand ich berührend.

Harte Zeiten

manu63 aus Oberhausen am 26.01.2023
Bewertungsnummer: 1867462
Bewertet: eBook (ePUB)

Die Wilderin ist ein historischer Roman der Autorin Sophie Reyer und angelehnt an die historische Figur der Wilderin Elisabeth Lackner. Theres führt ein karges Leben und geht für die Ernährung ihrer Familie wildern. Nachdem ein Mann ermordet wird, gerät sie ins Visier als Täterin. Nur Inspektor Schmidt versucht Theres Unschuld zu beweisen und den wahren Täter zu finden. Trotz der etwas altertümlichen Sprache fand ich die Geschichte rund um Theres lesenswert und ihr hartes Leben wurde gut und ausreichend beschrieben, um sich als Leser ein Bild der damaligen Lebensumstände zu machen. Der in Tirol um 1900 herrschende Aberglaube wird gut eingefangen und die Natur bildhaft beschrieben. Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen und das karge Leben von Theres und was sie daraus macht fand ich berührend.

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