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Unterleuten Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Verkaufsrang

14071

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2016

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

640

Maße (L/B/H)

22,5/14/5,5 cm

Gewicht

860 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710001066902

Beschreibung

Rezension

Claudia Hüllmann, Literatur-Expertin Thalia:
"Unterleuten" ist der Name eines Dorfes in Brandenburg, und dieser Name ist gleichzeitig Programm. Es gibt zahlreiche handelnde Personen, die alle, mehr oder weniger, miteinander verbunden sind. Zwei junge Paare, die vor Kurzem hierher gezogen sind und nun versuchen, in der Gemeinschaft Fuß zu fassen - und zwei seit Ewigkeiten hier lebende verbohrte alte Männer, die aus ihrer Feindschaft keinen Hehl machen. Wiederum andere, die von diesen mehr oder weniger abhängig sind und Partei ergreifen. Juli Zeh schafft ein umfangreiches Spektrum von Charakteren, und auf den 640 Seiten, die dieser Roman umfasst, hat sie sich die Zeit genommen, diese in ihren Handlungen und Befindlichkeiten auf das Gründlichste zu beschreiben. Der Roman beginnt in der Wendezeit; diese schuf Tatsachen und Probleme, mit denen einige überfordert sind. Andere nutzten ihre Chance, wie Gombrowski, der aus der heruntergewirtschafteten LPG ein florierendes landwirtschaftliches Unternehmen machte. Kron, sein Gegner in der Gemeinschaft, der aus seiner Feindschaft keinen Hehl macht, provoziert und sabotiert ihn, wann immer sich eine Gelegenheit bietet. Als von übergeordneter Stelle der Beschluss gefasst wird, hier einen Windpark zu etablieren, schafft das Stoff für neue Konflikte. Im weitesten Sinne ist das auch einer der Gründe, warum Frederik, der Partner von Linda, eines der beiden Paare, die sich hier eine Zukunft aufbauen wollten, ums Leben kommt. Der Roman ist sehr lesenswert, die Fülle der Facetten, mit denen Juli Zeh ihre Personen ausstattet, ist beeindruckend, die Handlung voller Spannung, manchmal komponiert wie ein Stück Musik. Nicht zuletzt spielt bei der Beschreibung der Natur auch die Liebe der Autorin zu ihrer Heimat eine Rolle, einem Dorf in Brandenburg.

"Mitreißend geschrieben, lebendig und spannend - ein großer Roman." Natascha Geier / ARD Das Erste (ttt -titel thesen temperamente)

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Zustand

Akzeptabel

Verkaufsrang

14071

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2016

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

640

Maße (L/B/H)

22,5/14/5,5 cm

Gewicht

860 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710001066902

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Renate Vorwerk

    aus Bergisch Gladbach

    5/5

    20.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Dorfgemeinschaft mit vielen Egoismen

    Eigentlich sind viele der Hauptfiguren aus diesem Raum weniger sympathisch. Aber Juli Zeh schafft es, ihre Beweggründe nachvollziehbar zu machen. Es entsteht ein Bild eines Dorfes, in dem vieles völlig schief läuft und die Egoismen einzelner Personen die Gemeinschaft zerstören. Dadurch baut sich eine Spannung auf und man kann das Buch nicht aus der Hand legen.

  • Bewertung

    5/5

    23.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Unterhaltung mit Anspruch

    Nicht nur die zahlreichen, toll personifizierten Charaktere, die individuellen Geschichten und die alles verbindende Thematik ist fesselnd. Juli Zeh versteht es auch hervorragend, die Figuren durch die ganzen 600 Seiten mit viel Sinn behaftete Inhalte über Menschbund Welt von sich zu geben. Und obwohl es derart viele Individuen mit unterschiedlichen Interessen sind, schafft sie es trotzdem, dass - egal aus wessen Perspektive gerade erzählt wird - man immer viel Verständnis empfindet. Eine begnadete Erzählerin!

  • Bewertung

    5/5

    30.08.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Unterhaltsam!

    Ein sehr unterhaltsames Buch in einer großartiger Aufnahme. Tiefgang bei den liebevoll gezeichneten und unkonventionellen Charakteren. Für Liebhaber von humorvollen und gleichzeitig spannenden Geschichten mit Hang zum Ironischen.

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    5/5

    06.05.2022

    eBook (ePUB)

    ein Dorf in der Ex-DDR - wunderbar erzählt

    Ein Dorf in der DDR nach dem Mauerfall, ziemlich isoliert, weitgehend ohne wirtschaftliche Aussichten, mit Einwohnern, die zum Teil noch von der Mentalität vor dem Mauerfall leben. Neuzuzüger aus dem Westen, teilweise mit gar speziellen Interessen, verändern die gesamte Dorfstruktur. Die Ökologie findet ein Ankerplatz: Windmühlen sollen gebaut werden. - Das alles ist wunderbar erzählt, mit grosser Sensibilität, Genauigkeit in der Darstellung, offenbar mit viel Nähe zu den tatsächlichen Gegebenheiten (aus dem Epilog geht hervor, dass der Autor die Geschichte nicht erfunden hat; die Personen sind „echt“). Die Geschichte ist mit viel Witz und Humor erzählt; die Charaktere und die Unterschiede zwischen den Akteuren sind gut ausgearbeitet. Wirklich ein sehr lesenswertes Buch!

  • Irina B.

    5/5

    05.05.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Großartig!

    Die Geschichte habe ich in 2 Tagen fertig gelesen, trotz der vielen Charaktere und der immer zunehmenden Informationen über deren familiäre Hintergründe. Wer allerdings Erklärungen von Gefühlen, Absichten etc. überflüssig bzw. anstrengend findet und eher selbst darüber nachdenken und spekulieren möchte, ist bei dem Roman falsch.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Denise Vossen

    Denise Vossen

    Mayersche Aachen

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Mammutwerk

    Für dieses Buch braucht man Zeit. Hier wird jeder Protagonist, jeder Dorfbewohner sehr genau unter die Lupe genommen, bis ein Netz aus vielen verschiedenen Strängen entsteht, die am Ende alle zusammenlaufen. Spannung erwartet den Leser hier nicht wirklich, sondern eher psychologisch und satirisch dargestellte Szenerien einer fast schon politisch anmutenden Dorfgemeinschaft. Am Ende ist es tatsächlich ein großes Gesamtkunstwerk, aber bis dahin muss man erst einmal durchhalten. Ich kann nur sagen: es hat sich gelohnt. Unbestritten ist, dass kaum eine so schreiben kann wie Juli Zeh. Der Autorin gebührt mein größter Respekt für ihr literarisches Werk.
  • Zum Bewerterprofil von Bettina Krauß

    Bettina Krauß

    Thalia Neuwied

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Genial - dies ist eines meiner Lesefavoriten!

    Manche Bücher beanspruchen über Jahre hinweg Platz in den Gedanken der Leser. "Unterleuten" gehört für mich dazu. Wie sich dem Leser peu à peu geschichtliche und zwischenmenschliche Zusammenhänge erschließen und Abgründe öffnen, ist oberstes Niveau. Ich lese generell gerne Gesellschaftsromane und dieser hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinem Bann gehalten.
  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.12.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Wo Vögel geschützt werden, geht der Mensch drauf

    Ein Windenergiepark in einem Vogelschutzgebiet? Das ist die zentrale Frage, die die Figuren in "Unterleuten" zu beschäftigen scheint. Aber wie wer dazu steht, hat nur im Ansatz etwas damit zu tun, ob Tierschutz oder erneuerbare Energien das größere Gut sind. Zumeist geht es um Besitz, Status und andere Formen von eigenen Interessen. Juli Zeh entwickelt aus ihrem Figurenensemble ein Panorama unterschiedlicher Perspektiven, die ein überraschend schlüssiges Bild bieten. Dadurch lässt sie zwar ein bisschen die Chance verstreichen, die Leserschaft aktiver einzubinden, denn am Ende hat sich so ziemlich alles recht eindeutig aufgeklärt, aber dafür sind es die Motivationen der Figuren, die interessanter sind. Einige Charaktere werden durch soziale Aspekte wie Loyalität oder Feindschaft getrieben, aber Zeh stellt sich da nicht auf eine Seite, sondern erlaubt allen Figuren schlüssige Gründe für das, was sie tun. Das heißt nicht, dass man beim Lesen alle Figuren gleich sympathisch findet - überhaupt ist Sympathie nichts, das hier sehr im Vordergrund steht. Niemand ist ohne Verbissenheiten und andere Fehler - gleichermaßen ist auch niemand nur Bösewicht. Vergleichsweise fand ich "Neujahr" mitreißender - vermutlich weil es persönlicher war durch den viel kleineren Rahmen - aber Zeh gehört zu den spannendsten Stimmen unserer Zeit.
  • Zum Bewerterprofil von Ingrid Bergmann

    Ingrid Bergmann

    Thalia Ludwigsburg – Breuningerland

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kleines Dorf im Osten

    Juli Zeh ist in der Zwischenzeit zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden. Auch diesmal überzeugt sie wieder mit ihrem außergewöhnlichen Schreibstil.
  • Zum Bewerterprofil von Sarah Strehle

    Sarah Strehle

    Thalia Berlin – Eastgate

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    5/5

    14.06.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Gesellschaftsroman, der auch noch in 10 Jahren aktuell sein wird.

    "Das Dorf verhielt sich wie ein Kind, das von Hautausschlag befallen war. Die Klatschsucht war ein Juckreiz, und das Dorf kratzte sich." (Arne Seidel, Bürgermeister von Unterleuten) Ein idyllisches Dorf in der Nähe Berlins mit Wald und Wiesen, die zum Wandern einladen, frische saubere Luft, so weit die Lunge reicht. Dazu ein Vogelschutzgebiet, wo begeisterte (Hobby-)Ornithologen den Kampfläufer beobachten können. Im Dorf kennt und (miss-)traut man sich. Und dann taucht so eine Firma auf und will einen Windpark bauen. Plötzlich bricht emotionsgeladenes Chaos zwischen den Dörflern aus, alte Fehden erwachen zu neuem Leben, neue Streitereien werden entfacht und dann verschwindet auch noch ein Kind... Fast wie ein Krimi liest sich Juli Zehs Gesellschaftsroman, dabei spielt er in einer solch schönen Idylle. Aber der Schein trügt ja bekanntlich. Die Autorin nimmt den Leser mit in das Seelenleben ihrer 11 Figuren, lässt ihn tief blicken auf die Oberflächlichkeit, den Egoismus, die Sturheit, den Wahnsinn, die Weltfremdheit, die Selbstüberschätzung. Innerhalb weniger Zeilen hat man genau ein Bild der jeweiligen Charaktere vor Augen. Das ist großartiges Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite. Großartig!

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