Deutliche Gebrauchsspuren z.B. Notizen. Könnte ein Mängelexemplar sein, aber voll funktionsfähig und lesbar. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
„Babymund tut Wahrheit kund – und das auch noch sehr komisch.“ Horst Evers. Gerade ist Mia eins geworden, hat gelernt, wie man aus Bio-Essen Kunstwerke schafft und Eltern wachhält, da beschließen Mama und Papa, dass ihnen einmal Babyhölle nicht reicht. Sie holen allen Ernstes noch ein Kind ins Haus – einen Jungen, igitti! –, und dann will Mama wieder arbeiten. Und während Papa gezwungenermaßen mit Brüderchen Fritz zu Hause bleibt, soll Mia tatsächlich in die Kita gehen. Abschiebung – nicht mit Mia! Da haben die lieben Eltern die Rechnung ohne das Kind gemacht … Aus der Sicht eines frühgeförderten Kleinkindes gibt die preisgekrönte Kabarettistin Barbara Ruscher hoch amüsante Einblicke in die biologisch korrekte Familienwelt.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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In dem Buch geht es um die kleine Familie Chris,Heike und Mia.
Klein Mia ist fast ein Jahr alt und noch Mittelpunkt der Familie,jedoch nicht mehr lange,denn bald kommt ihr Bruder Fritz auf die Welt und das passt Mia so gar nicht.
Mia stellt alles auf den Kopf und immer wieder muss man schmunzeln.
Sicherlich gibt es an einigen Stellen eine übertriebene Darstellung,jedoch passt dies einfach zu dem Buch.
Der Schreibstil ist locker und einfach zu lesen,man fliegt förmlich durch die Seiten.
Das Cover sticht sofort ins Auge und man muss dieses Buch unbedingt haben,so ging es mir zumindest.
Eine leichte Lektüre für zwischendurch.
Elke Seifried
aus Gundelfingen
4/5
25.10.2018
Buch (Taschenbuch)
Der normale Wahnsinn zwischen wiedergeborenen Rosinen, sauer eingelegten Gewürzgurken und Reiswaffeln
Ich habe Fuck the Möhrchen als Hörbuch gehört, hatte dabei durchaus Spaß und habe deshalb auch zur Fortsetzung gegriffen. Vorbereitet darauf was mich erwartet, nämlich eine locker leichte Geschichte, die zwischendurch zum humorvollen Abschalten gerade recht ist, konnte mich die Autorin auch durchaus gut unterhalten.
Hat man Mia im letzten Teil rund um den ersten Geburtstag verlassen, wohlwissend dass sich ein Geschwisterchen angekündigt, geht es in der Fortsetzung nahtlos für zwei weitere Jahre weiter.
Man darf sie und ihre Familie dieses Mal bei der stressigen Suche nach einem Kita Platz begleiten, was alles andere als leicht ist. Denn auch wenn sie mit z.B. mit ihren zwölf Monaten nicht nur laufen, sondern laut Papa Chris auch ihren Namen tanzen kann, ist das noch kein Türöffner und so einige Vorstellungsgespräche müssen geführt werden, bevor Mia bei den Frechen Frettchen in der Wald Kita mit Schlamm um sich werfen kann. Zudem bekommt man natürlich jede Menge Familienleben geboten. Zuerst ist der Schlafmangel Ursache für Streit bei Papa Chris und Mama Heike, wenig später die Frage, wer den Erziehungsurlaub nimmt und wer für den den gefüllten Geldbeutel sorgt. Grund für Knatsch, auch die eine oder andere Beleidigung und Trotzaktion findet sich eigentlich immer und für mich war es schon hart an der Grenze zum Zuviel des Guten. Innigere Eintracht herrscht da zum Glück zwischen Mia und ihrem besten Freund und späteren Ehemann in spe, für den sie schwer schwärmt und auch mit Brüderchen Fritz zumindest nachdem der erste Schock darüber, dass er faltiger als Yoda ist und die größte Eifersucht einmal überwunden sind. Man ist mit bei der bei der Ultraschalluntersuchung und darf einen Blick auf den Schwarz Weiß Antik Fritz werfen, muss sich mit ihr an das Brüderchen gewöhnen, steht schockiert lauschend vor der Schlafzimmertür oder blickt Papa Christ beim Bloggen über die Schulter, verfolgt immer wieder den Still Bill Mama Chat und einiges mehr, ist hier geboten.
Ganz klar ein Kind mit zwölf Monaten kann nicht reden und sicher auch nicht in diesem Umfang denken. Dass man hier keine realitätsnahe Geschichte erwarten darf, sollte jedem klar sein. Hier geht es um Komik, um Humor und Lesespaß, wobei die Autorin aber mit ihrem überspitzen Formulierungen auch unheimlich viele aktuelle Probleme anspricht, was mir gut gefallen hat. Da wirft Mia schon einmal beim Angel Spiel ein paar Plastiktüten ins Becken, weil der Plastikmüll ja im Ozean auch nicht fehlt, der Papa wird von allen Seiten hoch gelobt, wenn er sich um die Kids kümmert, eine Mama macht das alles nebenbei. Kitaplätze müssen am besten schon beim Gedanken schwanger werden zu wollen, bestellt werden und überhaupt warum heißt Kindergarten eigentlich jetzt Kita, oder soll das am Ende Kinder Terror Akademie heißen? Bei Mias Gedanken hat mir die Autorin dabei ganz oft aus der Seele gesprochen. Braucht die Welt „Hallo Wach“, „Gute Laune“ und „Fit in den Tag“ Tee und warum Bitteschön gibt es keine Biersorte „Morgen hab ich garantiert einen Kater“? Wie mag man sein Kind nur Rucola Joyce nennen, wurde das arme Würmchen “vermutlich beim Salatessen im veganen Restaurant gezeugt.“ Und warum zum Kuckuck ist es ein Schockmoment wenn Kinder auf Bäume klettern.
Der flotte, pointierte Sprachstil der Autorin liest sich locker, leicht und die Seiten fliegen dahin. Die Geschichte sprudelt nur so an Situationskomik und witzigen Sprüchen. Da gerät Papa Chris schon mal trotz erfolgreichem Töpfchentraining und Schwimmwindel in eine schrecklich peinliche Lage oder es heißt beim ersten Anblick des Brüderchens „Vielleicht war er in seinem vorherigen Leben eine Rosine und bei der Wiedergeburt ist etwas schiefgegangen.“ Immer wieder für Spaß sorgen auch die Betrachtungen des besonders gesunden Essens, dass Mama Heike so am Herzen liegt. „Für mich gibt es Gemüsechips. Schmale Scheiben von Rote Beete, Karotten und Süßkartoffeln in kalt gepresstem High-Oleic Sonnenblumenöl gebacken. Vegan, glutenfrei, lactose- und vor allem geschmacksfrei.“ Gut gefallen haben mir auch die zahlreichen Vergleiche der Art „Sauer wie eine Gewürzgurke mit Aszendent Zitrone“
Ein bisschen weniger Streit, einen nicht ganz so obercoolen Teddy, der ohne Alkohol und Bauchnabelpiercings auskommt, wären mir Recht gewesen, dann hätte es vielleicht sogar noch für fünf Sterne gereicht, so sind es gute vier für witzige Unterhaltung zum Abschalten, aber auch ab und an mal Nachdenken.
sommerlese
4/5
24.10.2018
Buch (Taschenbuch)
Häppchen- und kapitelweise ist das Buch total lustig, im Ganzen vielleicht etwas viel.
Mia hat ihren ersten Geburtstag hinter sich und ihre Eltern die durchwachten Nächte, da kündigt sich Kind Nr. 2 an. Eigentlich möchte Mia ihre Eltern gar nicht teilen und dann ist es auch "nur" ein Junge, schade! Mama will wieder arbeiten, Papa bleibt zu Hause und Mia soll in die Kita abgeschoben werden. Aber ohne Mia!
Ohne Vorkenntnis des Vorgängerbuchs "Fuck the Möhrchen" habe ich dieses Buch gelesen und wurde locker, lustig und voller Ironie auf den herrschenden Erziehungswahn unterhalten. Alles muss Bio sein, ökölogisch einwandfrei, ohne chemische Zusätze, kein Nuckel und ja keine zu frühen Ernährungssünden und das alles mit gleichzeitiger beruflicher Selbstverwirklichung der Mutter. Ja, so suboptimal stellt man sich die Aufzucht seiner Kinder natürlich zu gern vor, das klappt so aber nicht immer.
Barbara Ruscher gibt amüsante Einblicke in das tägliche Leben einer biologisch korrekten Familie aus der Sicht der frühgeförderten Tochter Mia. Die spricht und denkt allerdings völlig erwachsen, manchmal fast schon intellektuell, aber meistens sehr witzig und humorvoll, weil hauptsächlich reichlich überspitzt und mit einer Sichtweise über die heutigen Anforderungen junger Eltern. Das Familienleben dreht sich um Biokost, Ökokleidung, zweisprachige Erziehung, keine Eingrenzung von kindlicher Kreativität oder Laune und freie Entfaltung von Mutter und Kind.
Diese Themen und Begebenheiten in der Familie werden teilweise sehr überzogen beschrieben, was aber genau den komischen Effekt entstehen lässt. Denn durch die Beschreibung mancher Lebensmomente erkennt man das teilweise irrationale Verhalten mancher Erwachsener sehr genau wieder. Es wird dem Leser praktisch vor Augen gehalten, was bei der Erziehung falsch laufen kann, welche Werte und Forderungen heute an Eltern, Kind und Familie gestellt werden.
Ich konnte mich sehr gut amüsieren, manches habe ich einfach nicht so wichtig genommen, aber im Grunde ist dieses Buch eine echt gute humorvolle Unterhaltung.
Das Buch ist in 40 kurze Kapitel eingeteilt, Nr. 19 heißt: Das Grauen hat einen Namen: Fritz
Und so erzählt Mia ironisch, komisch, kaum selbstkritisch und manchmal auch herrlich übertrieben, was ihr Alltag so hergibt. Sie hält mit ihren Äußerungen und Gedanken den Erwachsenen einen Spiegel vor. Durch die Großeltern kommen auch die Werte der vorherigen Generation ins Spiel, die Unterschiede sind nicht so gewaltig, auch wenn sie manchen jungen Menschen so vorkommen. Dabei versteht Mia natürlich viele Dinge gar nicht richtig, weil ihr die emotionale Reife dafür fehlt. Es geht um Beziehungsprobleme von jungen Eltern, die gern mehr Zeit auch für ihre Zweisamkeit haben wollen, um Erziehungsmaßnahmen, um das Erlernen von sozialem Verhalten von Kleinkindern untereinander.
Manche Teile des Buches fand ich abgedreht, manche völlig zutreffend, nicht alle konnten mich mit ihrem Witz erreichen. Dieses Buch sollte man sich in kleinen Häppchen zu Gemüte führen, im Ganzen ist es vielleicht etwas viel und die lustige Wirkung verpufft im Gegenteil.
Häppchen- und kapitelweise ist das Buch total lustig, im Ganzen vielleicht etwas viel. Humorvolle Einblicke in ein Familienleben für Zwischendurch.
sommerlese
4/5
23.10.2018
Buch (Taschenbuch)
Mia hat ihren ersten Geburtsta…
Mia hat ihren ersten Geburtstag hinter sich und ihre Eltern die durchwachten Nächte, da kündigt sich Kind Nr. 2 an. Eigentlich möchte Mia ihre Eltern gar nicht teilen und dann ist es auch "nur" ein Junge, schade! Mama will wieder arbeiten, Papa bleibt zu Hause und Mia soll in die Kita abgeschoben werden. Aber ohne Mia! Ohne Vorkenntnis des Vorgängerbuchs "Fuck the Möhrchen" habe ich dieses Buch gelesen und wurde locker, lustig und voller Ironie auf den herrschenden Erziehungswahn unterhalten. Alles muss Bio sein, ökölogisch einwandfrei, ohne chemische Zusätze, kein Nuckel und ja keine zu frühen Ernährungssünden und das alles mit gleichzeitiger beruflicher Selbstverwirklichung der Mutter. Ja, so suboptimal stellt man sich die Aufzucht seiner Kinder natürlich zu gern vor, das klappt so aber nicht immer. Barbara Ruscher gibt amüsante Einblicke in das tägliche Leben einer biologisch korrekten Familie aus der Sicht der frühgeförderten Tochter Mia. Die spricht und denkt allerdings völlig erwachsen, manchmal fast schon intellektuell, aber meistens sehr witzig und humorvoll, weil hauptsächlich reichlich überspitzt und mit einer Sichtweise über die heutigen Anforderungen junger Eltern. Das Familienleben dreht sich um Biokost, Ökokleidung, zweisprachige Erziehung, keine Eingrenzung von kindlicher Kreativität oder Laune und freie Entfaltung von Mutter und Kind. Diese Themen und Begebenheiten in der Familie werden teilweise sehr überzogen beschrieben, was aber genau den komischen Effekt entstehen lässt. Denn durch die Beschreibung mancher Lebensmomente erkennt man das teilweise irrationale Verhalten mancher Erwachsener sehr genau wieder. Es wird dem Leser praktisch vor Augen gehalten, was bei der Erziehung falsch laufen kann, welche Werte und Forderungen heute an Eltern, Kind und Familie gestellt werden. Ich konnte mich sehr gut amüsieren, manches habe ich einfach nicht so wichtig genommen, aber im Grunde ist dieses Buch eine echt gute humorvolle Unterhaltung. Das Buch ist in 40 kurze Kapitel eingeteilt, Nr. 19 heißt: Das Grauen hat einen Namen: Fritz Und so erzählt Mia ironisch, komisch, kaum selbstkritisch und manchmal auch herrlich übertrieben, was ihr Alltag so hergibt. Sie hält mit ihren Äußerungen und Gedanken den Erwachsenen einen Spiegel vor. Durch die Großeltern kommen auch die Werte der vorherigen Generation ins Spiel, die Unterschiede sind nicht so gewaltig, auch wenn sie manchen jungen Menschen so vorkommen. Dabei versteht Mia natürlich viele Dinge gar nicht richtig, weil ihr die emotionale Reife dafür fehlt. Es geht um Beziehungsprobleme von jungen Eltern, die gern mehr Zeit auch für ihre Zweisamkeit haben wollen, um Erziehungsmaßnahmen, um das Erlernen von sozialem Verhalten von Kleinkindern untereinander. Manche Teile des Buches fand ich abgedreht, manche völlig zutreffend, nicht alle konnten mich mit ihrem Witz erreichen. Dieses Buch sollte man sich in kleinen Häppchen zu Gemüte führen, im Ganzen ist es vielleicht etwas viel und die lustige Wirkung verpufft im Gegenteil. Häppchen- und kapitelweise ist das Buch total lustig, im Ganzen vielleicht etwas viel. Humorvolle Einblicke in ein Familienleben für Zwischendurch.
Eva Fl.
aus Franken
3/5
23.10.2018
Buch (Taschenbuch)
Mama ist so sauer wie eine…
Mama ist so sauer wie eine Gewürzgurke mit Aszendent Zitrone. Mia ist noch nicht mal zwei Jahre alt, da kündigt sich ein Bruder – Fritz – für sie an. Gerade genießt sie das Leben alleine mit ihren Eltern so sehr, kann es sich überhaupt nicht vorstellen, all das mit Fritz zu teilen. Außerdem kann sie gerade so gut mit Bio-Essen Kunstwerke schaffen und möchte auch weiterhin, dass ihr entsprechend alle Aufmerksamkeit alleine zu teil wird. Und außerdem soll sie in die Kita gehen, während Papa mit Fritz daheim bleibt und Mama arbeiten geht. Das will Mia aber definitiv nicht. Die Geschichte rund um Mia und ihre Eltern klang für mich sehr unterhaltsam, wenngleich ich das erste Buch „Fuck the Möhrchen“ nicht kannte. Ist aber meiner Ansicht nach kein Muss, man kann auch einfach direkt mit diesem Buch loslegen. Vom Schreibstil her liest sich dieses Buch sehr angenehm und flüssig. Eine locker-leichte Lektüre, die aber doch mit raffinierten Beschreibungen glänzt, manches muss bzw. darf man vielleicht auch zweimal lesen, weil es doch schon sehr gewieft geschrieben ist. Man merkt einfach, dass die Autorin Kabarettistin ist, sie weiß sich sehr gut auszudrücken und die gewisse Portion Humor hier einzubringen. Großartige Fremdwörter oder Fachbegriffe gibt es meiner Ansicht nach nicht, ein gut verständliches Buch. Inhaltlich muss ich sagen, dass die Geschichte rund um Mia, ihren Bruder Fritz und ihre Eltern mich nicht immer begeistern konnte. Sie ist sehr unterhaltsam geschrieben und manches wird natürlich auch sehr überzogen dargestellt. Bei manchen Schilderungen ist das auch wirklich sehr amüsant und lustig, andere hingegen sind einfach völlig abstrus. Die Überlegungen von Mia sind schon sehr „erwachsen“, lediglich aussprechen kann sie diese noch nicht, auch wird sie falsch verstanden, wenn sie etwas künstlerisch darstellt (mit der Leberwurst, dem Gurkenglas, etc.). Auch Themen wie Sex in der Schwangerschaft werden da behandelt, wobei Mia das natürlich noch nicht so wirklich versteht. Mir waren manche Überlegungen und Schilderungen einfach zu abgedreht. Das Buch liest sich generell sehr gut, locker-leicht geschrieben, eine schnelle Lektüre. Es ist von den Schilderungen bzw. Beschreibungen und Aussagen her manchmal schon auch doppeldeutig, was mir gut gefallen hat. Auch ist es unterhaltsam und witzig – aber oftmals gleich eine Spur zu überdreht, die extreme Übertreibung hat mir einfach nicht gefallen. Dagegen fand ich die vorkommenden Doppelnamen-Kombinationen immer wieder sehr, sehr amüsant. Sören-Wotan sei nur mal als eine davon genannt. Alles in allem eine lustige und unterhaltsame Lektüre, die bei jungen Müttern und Vätern sicher mehr Zuspruch findet als bei anderen Lesern – zumindest ist das meine Einschätzung. Mir hat das Buch gefallen, es war lustig und kurios, aber manche Beschreibungen fand ich zu abgedreht – entsprechend vergebe ich hier 3 von 5 Sternen und bin unentschlossen was eine Empfehlung angeht.
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