Sichtbare Gebrauchsspuren auf einigen Seiten z.B. leichte Knicke oder vereinzelte Markierungen möglich. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Florence Green erwirbt in Hardborough, einem verschlafenen Dorf an der Küste Ostenglands, das Old House als zukünftiges Domizil für ihre Buchhandlung. Dass das Gebäude anscheinend von einem Poltergeist besessen und bis auf die Grundmauern feucht ist, bringt sie von ihrem Vorhaben ebensowenig ab wie die Tatsache, dass sie von finanziellen Dingen keine Ahnung hat. Voller Schwung stürzt sie sich in die Vorbereitungen und stattet ihre Buchhandlung liebevoll aus. Die Einwohner des kleinen Städtchens begegnen dem Unternehmen zunächst mit Skepsis, bald stellen sich jedoch erste Stammkunden ein. Als Florence Green aber dann ein gerade erschienenes Buch eines bis dahin unbekannten Autors, Vladimir Nabokov, verkauft, ist die Aufregung groß und weitet sich zu einem Skandal aus ...
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Eine großartige Geschichte, so wie wir Buchhändler sie uns im Geheimen wünschen.
Florence, alleinstehend, erbt ein Haus an der einsamen Küste Ostenglands...
Von Ortsansässigen beäugelt, getraut sie sich ihrem Herzenswunsch nachzugehen und eröffnet dort eine liebevolle, kleine Buchhandlung. Die Bewohner des Ortes sind plötzlich in ihrer Sympathie zweigeteilt, jedoch stellen sich mutige Stammkunden ein.
In ihrem Können erkannt, entwickelt sich zu einem äußerst belesenen, verhärmten, älteren Lord eine besondere Verbundenheit...
Verfilmt als"Florence Green" schon sehenswert und als Buch, wie gesagt, großes Kopfkino!
kingofmusic
aus Bielefeld
4/5
04.09.2015
Buch (Taschenbuch)
Lebe Deinen Traum - auch wenn Du (letztendlich) scheiterst!
Ich möchte Ihnen erklären, was ich an Menschen bewundere. Es ist vor allem eine Tugend, die sie mit Göttern und Tieren teilen und die man deshalb nicht als Tugend bezeichnen muß. Ich meine den Mut. Sie, Mrs. Green, besitzen diese Eigenschaft im Überfluß. (S. 103)
Ja, Mut hat sie, die Protagonistin dieses kurzen Romans von Penelope Fitzgerald. Sie eröffnet nämlich (wie der Buchtitel schon verrät) Ende der 1950er-Jahre eine Buchhandlung in einem verschlafenen (fiktiven) Ort an der englischen Ostküste in einem alten, heruntergekommenen Haus mit feuchten Wänden und einem Poltergeist (einem sog. Klopfer). Von solchen und anderen Widrigkeiten lässt sie sich allerdings nicht abbringen und verdient alleine deshalb schon Respekt und Anerkennung. Dass sie letztendlich durch ein Netz von Intrigen doch mit ihrem Vorhaben scheitert ist umso tragischer.
Trotzdem tue ich mich mit der Bewertung dieses Mal etwas schwer. Das liegt zum einen an der doch recht schnellen Abfolge von Ereignissen, die ich mir persönlich etwas ausführlicher gewünscht hätte und die so schnell sie kommen wieder verpuffen und ein kleines Fragezeichen hinterlassen. Aber es ist anscheinend von Penelope Fitzgerald so gewollt. Ebenso wie die Charaktere, die nicht alle die (meines Erachtens) nötige Tiefe erreichen, um aus diesem Roman ein Muss ich jetzt jedes Jahr lesen-Buch zu machen.
Es ist also eher ein ruhiges Buch mit typisch britischem Humor, der mich auch das ein oder andere Mal hat lachen oder zumindest grinsen lassen und dem ich trotz der kleineren Kritikpunkte letztlich nun doch 4 verdiente Sterne gebe.
Wenn man alles gibt, was man hat, muss man doch zu Erfolg kommen. (S. 160)
Bewertung
aus Weimar
3/5
14.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Seltsam farblos
Dass die Geschichte im gewissen Sinne vor sich hin plätschert und keinen Spannungsbogen aufbaut, damit hätte ich mich noch arrangieren können.
Gestört hat mich, dass ich von den Protagonisten kein Gesicht bekam. Normalerweise passiert das beim Bücherlesen so nebenbei, dass sich Menschen und Orte vor meinem inneren Auge zu Bildern formen. Irgendwas fehlte in diesem Buch, dass mir das nicht möglich war.
Bewertung
3/5
22.09.2022
Buch (Taschenbuch)
Wenig Handlung mit viel Aussagekraft
Dieses Buch stand bereits länger bei mir im Regal und wartete darauf, gelesen zu werden. Ich hatte es irgendwann auf einem Flohmarkt mitgenommen, weil mich das Cover und der Klappentext angesprochen hatten.
Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt: Florence Green möchte eine Buchhandlung eröffnen, wovon jedoch nicht alle Bewohner des Städtchens Hardborough begeistert sind. In der Folge hat sie immer wieder mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Obwohl der Schreibstil nicht immer einfach zu lesen ist und eigentlich nicht viel Spannendes passiert, konnte ich gut in die Geschichte eintauchen und hatte Lust, weiter zu lesen. Besonders der alte Mr. Brundish hat es mir angetan, für mich war er der Lichtblick der ganzen Geschichte. Die knapp 160 Seiten haben sich aber an einigen Stellen doch leider sehr in die Länge gezogen. Das Buch ist allerdings schon älter (Originalausgabe von 1979), was sicherlich den etwas ungewohnten Schreibstil mitbegründet.
Ein zweites Mal würde ich dieses Buch bestimmt nicht lesen und doch bereue ich es nicht, dass ich es gelesen habe. Die Geschichte stimmt nachdenklich und hinterlässt einen Nachklang.
Bories vom Berg
aus München
3/5
16.12.2016
Buch (Taschenbuch)
Ein Lehrstück über das…
Ein Lehrstück über das Scheitern Als beinahe Sechzigjährige hat die englische Schriftstellerin Penelope Fitzgerald geborene Knox 1975 ihr erstes Werk veröffentlich, der literarische Spätstart einer Tochter aus gutbürgerlichem Elternhause. Über ihren Vater und seine drei Brüder, alle geistig hoch stehende Persönlichkeiten, hat sie unter dem Titel «The Knox Brothers» sogar eine Biografie geschrieben. Autobiografisch geprägt ist auch «Die Buchhandlung» von 1978, ihr, wie sie selbst sagte, «erster richtiger Roman», angeregt durch eine Episode aus ihrem Leben. Er erschien erst 22 Jahre später auch auf Deutsch, das inspirierende Titelbild der aktuellen Taschenbuchausgabe ist durchaus geeignet, viele Buchfreunde spontan zur Lektüre zu animieren. Mir ging es jedenfalls so, und ich habe es nicht bereut, soviel sei hier schon gesagt. Eine allein stehende Frau mittleren Alters beschließt, in einer englischen Kleinstadt eine Buchhandlung zu eröffnen, zeitlich ist der Plot 1959/60 angesiedelt. Von diesem, vielen Mitbürgern völlig absurd erscheinenden Vorhaben lässt sie sich weder durch widrige Umstände noch durch diverse Rückschläge abbringen. Sie ist überzeugt: «Wenn man alles gibt, was man hat, muss man doch zu Erfolg kommen». Dieses Streben nach dem ideal Wünschbaren findet sich als Motiv auch in anderen Werken der Autorin. Sie selber nennt ihr Buch einen «kurzen Roman mit einem traurigen Ende», der letzte Satz des Romans unterstreicht das: «Als der Zug aus dem Bahnhof hinausfuhr, hielt sie den Kopf gesenkt vor Scham, dass die Stadt, die fast zehn Jahre lang ihr Wohnort gewesen war, keine Buchhandlung gewollt hat». In einer knappen, fast lakonischen Sprache schildert die Autorin das Geschehen ruhig und gelassen, gewürzt mit schwarzem, typisch englischem Humor, der den Leser häufig schmunzeln oder sogar laut auflachen lässt. Landschaft und Atmosphäre der kleinen Stadt sind liebevoll und stimmig, aber nüchtern, ohne blumige Wendungen beschrieben, man erfährt auch erstaunlich wenig über die Protagonistin Florence Green. Weite Teile der Handlung erschließen sich zudem aus den immer wieder amüsanten, lebensechten Dialogen. Das Figurenensemble besteht aus kauzigen Typen, Solitäre zumeist in einer sozialen Gruppe, in der das Gute wie das Böse gleichermaßen zu Hause ist, in der es menschelt allenthalben. Große Literatur wird nicht thematisiert in diesem Roman, einzige Ausnahme bildet Vladimir Nabokovs «Lolita», ein sensationeller Erfolg auch für die kleine Buchhandlung, ansonsten dominieren als Umsatzbringer Sachbücher und Trivialliteratur. Die als Ergänzung des Sortiments angebotenen Ansichtskarten unterstreichen noch das Profane, eine tatkräftige, clevere Schülerin, die aushilfsweise mitarbeitet, verabscheut Bücher sogar, sie liest nur Comic-Hefte. Schon im ersten Absatz erwähnt die Autorin das Scheitern am Beispiel eines Reihers, der einen Aal zu verschlingen sucht, was ihm aber nicht gelingt, der Aal windet sich in seinem Schnabel, er kann ihn nicht hinunterschlucken. «Keines der beiden Geschöpfe konnte den Kampf für sich entscheiden, ihr Anblick war zum Erbarmen. Sie hatten sich zuviel vorgenommen». Dieses Bild raubt ihr den Schlaf in einer Nacht, in der sie um die Entscheidung für ihre Buchhandlung ringt. Als scharfe Beobachterin entlarvt Fitzgerald eine unredliche, gedankenlose, egoistische, gefühlsarme, engstirnige Gesellschaft von Kleinbürgern, demontiert gnadenlos das gängige Klischee von der ländlichen Idylle. Ihr trockener Humor entwickelt sich in dieser Tragikkomödie vor einem traurigen Hintergrund, die eingestreuten Reflexionen sind oft nur Andeutungen, die ihrer surreal angereicherten Geschichte eine erstaunliche Tiefe verleihen. Umgeben von korrupten Anwälten, ehrlosen Bankangestellten, verlogenen Mitmenschen und undankbaren Kunden, bleibt die tragische Heldin in ihrer unbeirrten Geradlinigkeit sich selbst treu bis zum bitteren Ende, sie ist die moralische Gewinnerin im Kampf um ihren Buchladen.
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5/5
06.01.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Penelope Fitzgerald ist mit diesem...
Penelope Fitzgerald ist mit diesem Buch ein kleines Meisterwerk gelungen.
Stimmungsvoll und kraftvoll erzählt sie die Geschichte um Florence Green, die 1959 in einem kleinen englischen Küstenort entgegen aller äußerer Widerstände eine Buchhandlung eröffnet.
Ein Lesegenuss!
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4/5
25.02.2019
Buch (Taschenbuch)
Für Menschen, die leise Geschichten und Bücher lieben
Florence Green macht ihren Traum wahr und eröffnet in einem verschlafenen ostenglischen Dorf eine Buchhandlung. Dort allerdings wird es ihr alles andere als leicht gemacht!
An manchen Stellen hätte ich mir mehr erwünscht aber insgesamt ist es eine ruhige und stimmige Geschichte, die sehr lesenswert ist.
Ebenso lesenswert die darin erwähnten Romane „Lolita“ von Vladimir Nabokov und „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury, die in Florence Greens Geschichte eine große Rolle spielen.
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4/5
03.08.2018
Buch (Taschenbuch)
Liebeserklärung für die Literatur
Eine wunderschöne Hommage an alle Bücherfreunde. Die werden hoffen, dass Florence Green ihren Traum leben und das Buch in die Köpfe der Bewohner des kleinen Fischerdorfs bekommt. Denn was gibt es schöneres als das Leben zwischen zwei Buchdeckeln. Ein Wagnis, dem sich die ebenso einflussreiche wie engstirnige Violet Gamart, zur Wehr setzt. Zwischen Courage - Melancholie - Charme kämpft Florence gegen die Geschäftsaufgabe. Ein romantische Schmöker nicht nur für Leseratten.
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