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Die Mauersegler

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Rezension

Eine tiefgründige, humorvoll-satirische Abrechnung mit der Oberflächlichkeit und der Kommunikationsunfähigkeit... Wer bis ins kleinste Detail durchkonstruierte und nie in Albernheiten abgleitende Satire liebt, wird Fernando Aramburos Roman verschlingen. ("SWR 2 "Lesenswert"")
Fernando Aramburus über 800 Seiten dicker Roman liest sich wie Honigmilch mit Pfeffer, flüssig und amüsant zwar, aber durchsetzt mit unerwarteter Schärfe, und keine Minute langweilig. ("WDR 5 "Scala"")
Ein ebenso kluger wie vergnüglicher Countdown zum Selbstmord... Der Weg zum Tod wird zur Ode an das Leben und gibt tiefen Einblick in das Spanien der Post-Franco-Ära. ("3Sat "Kulturzeit"")
Aramburu hat nicht nur eine gute Story, er hat unzählige Geschichten parat. Und er will sie uns alle erzählen... Es bleibt spannend bis zum Schluss. ("Falter")
Aramburus Roman weitet sich zum Gesellschaftsporträt… Er schaut darauf, wie Menschen sich zu- und miteinander verhalten, was sie antreibt. So entsteht ein vielschichtiges, nuancenreiches Bild des heutigen Spanien. ("Deutschlandfunk "Büchermarkt"")
Ein melancholischer, trotzdem hoch komischer Roman mit schelmischen Elementen. ("Die Presse")
Eine gelungene, intelligente und sehr vergnügliche Lektüre. ("B5 "Neues vom Buchmarkt"")
Dieser Autor und sein Erzähler interessieren sich nicht für Programme und Ideologien. Aramburu schaut darauf, wie Menschen sich zu- und miteinander verhalten, was sie antreibt. So entsteht ein vielschichtiges, nuancenreiches Bild des heutigen Spanien. ("Ö1 "Ex Libris"")
Aramburu führt uns in die Tiefen einer gewöhnlichen menschlichen Seele, fast so wie sein kürzlich verstorbener Landmann Javier Marías. ("Hessische Allgemeine")

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.11.2024

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

832

Maße (L/B/H)

19,1/12,6/3,9 cm

Gewicht

534 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Los vencejos

Übersetzt von

Willi Zurbrüggen

Sprache

Deutsch

EAN

2710001289455

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Rezension

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.11.2024

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

832

Maße (L/B/H)

19,1/12,6/3,9 cm

Gewicht

534 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Los vencejos

Übersetzt von

Willi Zurbrüggen

Sprache

Deutsch

EAN

2710001289455

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Bewertung

    aus Hirschberg

    5/5

    30.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles Buch!

    Der Antiheld Toni will seinem Leben ein Ende setzen - allerdings erst in einem Jahr, in 365 Tagen. In 365 Kapiteln beschreibt der Autor Tonis Beobachtungen, seine Tage, seine Erlebnisse. Interessant wird es jedoch, als er eine Frau trifft, deren Hund ebenfalls Toni heißt und Toni Plan zum schwanken bringt. Besonders toll war der schwarze Humor, den der Erzähler an den Tag gelegt und der Geschichte damit eine besondere Note verliehen hat. So hatte das Buch zwar ein ernstes Thema, von dem ausgegangen wurde, aber es wurde dennoch nicht zu schwer darüber zu lesen. Trotz der gewaltigen Seitenzahl, über 800, wurde mir das Lesen nicht zu langwierig, denn die Geschehnisse blieben durchweg interessant. Der Schreibstil war flüssig und regte mich immer wieder dazu an noch ein weiteres Kapitel zu lesen. Hier kann ich eine große Empfehlung aussprechen!

  • yellowdog

    5/5

    29.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Roman in Überlänge

    Die Mauersegler umfasst 832 Seiten. Es ist im Prinzip ein langer Bericht des Protagonisten Toni, der beschlossen hat, sich innerhalb einen Jahres das Leben zu nehmen. In seinem Bericht gehen die Erinnerungen zurück in die Kindheit und in seine gescheitere Ehe mit Amalia, von der er jetzt geschieden ist und einer nicht sehr engen Beziehung zum jugendliche Sohn Nikita. Dann gibt es noch seinen guten Freund, den er innerlich immer Humpel nennt und der sein einziger Vertrauter ist. Toni ist Lehrer, aber auch darin findet er keine Freude. Obwohl der 55 Jahre alte Erzähler ein frustrierter Mann ist, gibt es teilweise auch komische Stellen im Buch. Im Hintergrund tönt außerdem durch Tonis Kommentare das Leben in Spanien mit den gesellschaftlichen und politischen Problemen mit. Mit der Hauptfigur kann man seine Probleme haben, dann verstehe ich ihn teilweise auch wieder. Durch die Form des Romans kommt man beim Lesen nicht wirklich schnell voran und ich benötigte auch mehrere Ansätze. Doch man spürt die Relevanz des Textes und Fernando Aramburu designed sein Buch geschickt. Schließlich war ich ganz drin im Buch und habe das Lesen genossen.

  • dracoma

    aus LANDAU

    5/5

    17.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Toni, Lehrer der Philosophie,…

    Toni, Lehrer der Philosophie, will nicht mehr leben und beschließt seinen Selbstmord: nach Ablauf eines Jahres, am 1. August, wird er sich töten. Das Datum wählt er, weil dann die Mauersegler, die er um ihre Leichtigkeit und Unbeschwertheit beneidet, wieder in Richtung Süden ziehen werden. Bis dahin notiert er Tag für Tag seine Gedanken, Erlebnisse etc. auf, und so besteht dieses Buch aus einem Kapitel pro Tag und ist eher ein Tagebuch als ein Roman. In diesen vielen kleinen Kapiteln entfaltet sich vor dem Leser Tonis Leben. Die Episoden sind nicht chronologisch geordnet, sondern einzelne Facetten werden wie mit einem Schlaglicht beleuchtet. Tonis Alltag ist der eines durchschnittlichen Großstadtmenschen, eher eintönig, und seine Kontakte beschränken sich auf seinen Hund Pepa und wenige Menschen, darunter seinen einzigen Freund, der gemeinsam mit ihm Suizid begehen will. Ein Sympathieträger ist dieser Toni sicherlich nicht. Obwohl er Philosophie studiert hat, ist er ausgesprochen oberflächlich. Er orientiert sich bei anderen Menschen an Äußerlichkeiten und schätzt, vermutlich unter dem Einfluss des Vaters, devote Frauen. Er hasst seine Schüler und seinen Beruf und ist der Inbegriff eines Misanthropen. Zudem gefällt er sich in seinem Lebensüberdruss und seiner negativen Grundeinstellung und tut sich selber unendlich leid. Aber trotzdem wächst einem dieser Toni, dieser Ritter von der traurigen Gestalt, ans Herz und man fragt sich beim Lesen zunehmend beklommener, ob er seinen Entschluss wirklich in die Tat umsetzen will. Je näher der 1. August heranrückt, desto mehr kann man bei Toni eine Entwicklung beobachten. Er wird nicht im Frieden mit allen (vermuteten) Bösewichten aus dem Leben scheiden, aber er erkennt immerhin, dass er und sein Bruder ihre Mutter aufgrund ihrer Besitzansprüche um ihr eigenes selbstbestimmtes Leben gebracht haben. Da kommt Trauer auf, und das gilt auch gegenüber seinem Vater, der seine familiäre Dominanz mit Gewalttätigkeit behauptete und trotzdem litt. Er bedauert zutiefst, dass er niemals die Chance auf ein Gespräch wahrgenommen hat. Und so bekommt die Lebensbilanz des Helden den Anstrich einer ars moriendi. Besonders gut gefallen hat mir die Virtuosität, mit der der Autor das Titelmotiv, die Mauersegler, variiert und als omnipräsentes Leitmotiv verwendet, und Aramburu gelingt eine beeindruckende Szene, wenn der Protagonist kurz vor seinem geplanten Tod einen halbverwesten Mauersegler findet. Der Roman ist über 800 Seiten stark, sicher hätte man ihn kürzen können, aber ich fand ihn keine Sekunde langweilig. Aramburu erzählt so humorvoll, so leichtfüßig und witzig, und der skurrile und teilweise erschreckend schwarze Humor seines Helden sorgt immer wieder für Heiterkeit, wobei sich Aramburu aber niemals in Slapstick oder Grobheiten verirrt. Dazu ist ihm sein Anliegen zu ernst: die Klage um vertane und nicht genutzte Kommunikationsmöglichkeiten.

  • Bewertung

    aus Meschede

    5/5

    16.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, das zum Nachdenken anregt

    Das Buch besticht schon durch seine Aufmachung: Ein wunderschönes Coverbild, das den Protagonisten auf einem seiner Spaziergänge mit Pepa, der Hündin, zeigen könnte, ein Lesebändchen und eine annehme Haptik. Es ist wohl eine anspruchsvolle Idee, ein Tagebuch über 365 Tage hinweg zu führen, in dem von Anfang an klargestellt wird, dass es mit dem Selbstmord des Protagonisten Toni enden soll. Toni führt uns in diesem Tagebuch durch seine Kindheit, Jugend, seine missglückte Ehe usw.. Eigentlich war sein Leben wohl recht alltäglich und er ist auch nicht verzweifelt oder übermäßig unglücklich, nein, er kann durchaus noch genießen, aber er denkt, mit über fünfzig Jahren an einem Wendepunkt zu sein, von dem aus es nur noch bergab gehen kann. Der besondere Reiz des Buches lag für mich in der wunderbaren Sprache, in den vielen literarischen und philosophischen Einschüben und in den Einsichten über die Welt und das Leben. Das Buch hätte es deutlich verdient, langsamer gelesen zu werden, aber mir saß ein Urlaub im Nacken und es ist auch sicher ein Buch, das sich lohnt, es ein zweites Mal zu lesen.

  • Frau M. aus M.

    aus Magdeburg

    5/5

    13.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein großer humanistischer…

    Ein großer humanistischer Roman über einen Mann namens Toni Vor den mehr als 800 Seiten Lesestoff bin ich zunächst erstmal zurückgeschreckt. Dann interessierte mich das Thema aber doch sehr. Und es hat sich wirklich gelohnt, dass ich mich darauf eingelassen habe. Von den vielen sehr guten Büchern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, hat mich keins so sehr berührt wie „Die Mauersegler“ von Fernando Aramburu. Wir lernen Toni kennen, einen vierundfünfzigjährigen Gymnasiallehrer, der Spanier ist und in Madrid lebt und der sich in einer heftigen Krise befindet. Er beschließt, sein Leben zu beenden und setzt dafür einen Termin in genau einem Jahr. Bis dahin will er seine Angelegenheiten ordnen und sich von seinen Sachen getrennt haben. Er macht tägliche Notizen über die Gedanken, die ihm durch den Kopf gehen. Da er das nur für sich selbst tut, ist er absolut ehrlich und es entsteht „eine persönliche Chronik mit gnadenloser Wahrhaftigkeit“. So wird dieses Tagebuch zur Therapie für ihn. Ich war sehr fasziniert von Tonis Empfindungen, seinen Gedankengängen, von seiner Betrachtung der Welt aus seiner männlichen Sicht. Er lässt nichts aus. Seine Kindheit, seine Eltern, seine Ehe, sein Sohn, die Frauen im Allgemeinen und im Besonderen, seine Schüler, die politische Lage in Spanien und vieles mehr. Mit der Zeit gehen seine Betrachtungen mehr und mehr in die Tiefe. Ganz langsam über viele Seiten hinweg verliert sich Tonis Depression mehr und mehr und der Text bekommt zunehmend eine Tragikomik. Toni hat drei Begleiter an seiner Seite. Da ist sein Freund aus Jugendtagen, den er Humpel nennt und der sein Spiegelbild sein könnte. Da ist seine Jugendliebe Agueda, die niemals aufgehört hat, ihn zu lieben und nie einen anderen Mann angesehen hat. Und da ist Pepa, seine Hündin, die er einst für seinen Sohn angeschafft hat, der sich aber nie wirklich dafür interessierte. Die drei halten zusammen und stehen einander bei. Indem Toni alle nur denkbaren Themen seines Lebens betrachtet, manche davon kochen mehrmals und immer wieder hoch, verarbeitet er viel angestauten Schmerz und unterdrückte Enttäuschung und Wut. Er hat auch einigen Blödsinn verzapft, den er sich wohl auch zu vergeben hat. So lässt Toni Stück für Stück seine Vergangenheit hinter sich und trennt sich auch von seinen persönlichen Sachen, die er in der Stadt an verschiedenen Orten ablegt. Er tut dies ganz ohne Pathos und Geheule. Er tut dies mit „Witz und Stil“ und einer geradezu virtuosen Sprachgewandheit. Sehr schön finde ich auch die immer wieder mal eingestreuten philosophischen Betrachtungen. Ich bin sehr begeistert von diesem Buch. Ich gebe eine absolute Leseempfehlung und mindestens 6 Sterne ;-).

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