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Kartonwand Das Trauma der Arbeitsmigrant/innen am Beispiel meiner Familie

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.08.2023

Abbildungen

14 schwarzweisse Abbildungen

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,5/13,4/2,1 cm

Gewicht

264 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001545605

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Fatih Çevikkollu sensibilisiert für den Umgang mit generationsübergreifenden Wunden und zeigt: Ein geplatzter Traum von der Rückkehr in die Heimat kann manchmal auch ein Neubeginn in der Fremde sein.« ("BR Fernsehen")
»Fatih Çevikkollu hat ein sensationelles Buch geschrieben, wie ich finde. Ein empathisches, ein radikal ehrliches Buch [...].« ("Der Spiegel KulturSpiegel")
»'Kartonwand' ist eine berührende und ungeschönte Erzählung über die seelischen Nöte der Eingewanderten in einem Land, das allzu lang kein Einwanderungsland sein wollte.« ("NDR")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.08.2023

Abbildungen

14 schwarzweisse Abbildungen

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,5/13,4/2,1 cm

Gewicht

264 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001545605

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    09.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr Empfehlenswert

    „Kartonwand“ von Fatih Çevikkollu ist eine fesselnde Erzählung, die tiefgründige Themen wie Identität und Zugehörigkeit eindrucksvoll beleuchtet. Eine empfehlenswerte Lektüre! Danke für das Buch.

  • Bewertung

    aus Odenthal

    5/5

    04.02.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Kartonwand

    Fatih schreibt über "Gastarbeiter" - für mich - bis heute - das Unwort des Jahrhunderts! Ich habe es selbst erlebt - Pflegenotstand!! und wie in den Krankenhäusern mit den Menschen umgegangen wurde. Egal welche Ausbildung z´im Heimatland - hier nur Pflegehelferinnen!! Deutsch wurde angeboten - für 1 Std. nach der Arbeit!! Wenn auf Station eine Pflegekraft ausfiel, wer wurde geholt? Und es war egal, ob dieser Mensch eigentlich jetzt frei hatte!! Ich war "nur" in der Verwaltung tätig - die Kämpfe mit Pflegedienstleitung/Verwaltungsleitung sind nach mehr als 50 Jahren immer noch präsent!

  • Bewertung

    5/5

    25.01.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Feinfühlig und ehrlich - ein Highlight!

    Schon auf der ersten Seite von Fatih Çevikkollus „Kartonwand“ treffen mich seine Worte mit ungeahnter Ehrlichkeit. Ich fühle mich sofort verstanden, denn Çevikkollu erzählt hier nicht nur seine eigene Lebensgeschichte, sondern auch die vieler anderer Familien, die nach Deutschland migriert sind. Çevikkollu, der sich in seiner Jugendzeit immer mehr vom Elternhaus abgrenzen will und sich selbst als „Deutscher“ wahrnimmt, versteht mit dem Tod seiner Mutter schlagartig, dass das Türkische zu ihm genau so dazu gehört. Mit einem hohen Maß an Selbstreflexion beschreibt er den Schmerz der ersten und zweiten Generation der sogenannten Gastarbeiter sehr treffend. Er reflektiert intensiv die Beziehung zu seinen Eltern und versucht rückblickend die Familientraumen aufzuarbeiten. Er erläutert das Leben der „Kofferkinder“ - Kinder, die von den arbeitenden Eltern in die Türkei geschickt wurden, um kurze Zeit und manchmal sogar mehrere Jahre bei den Großeltern oder anderen Familienmitgliedern zu leben, da man ja „bald“ wieder zurück wollte. Mitbetrachtet werden auch die Auswirkungen von fehlenden Integrationsangeboten und die Nichtakzeptanz in der Gesellschaft auf die damaligen Migrant:innen. Mit dem Fortschreiten des Krankheitsbildes der Mutter, erlebt Fatih Çevikkollu wie es ist, wenn sich plötzlich das Kind um einen Elternteil kümmern muss und beschreibt dieses Unvermögen, das Gefühl, dass einem „die Hände gebunden sind“, absolut authentisch. Bei der vorbereiteten „Rede“ und den Fragen an seinen Vater hatte ich Tränen in den Augen, denn ich verstehe Çevikkollus Bedürfnis nach Verständnis, aber auch das Schweigen dieser ersten Generation. Man wünscht sich an vielen Stellen, dass sich alle an einen Tisch setzen und über ihre Sorgen, Ängste und Wünsche sprechen - das ist aber in einer solchen Form aus verschiedensten Gründen nicht (mehr) möglich. Ich habe mir so viele Zeilen in diesem Buch markiert, dass ich mich an dieser Stelle schwer für mein liebstes Zitat entscheiden kann. Am liebsten würde ich Çevikkollu aber noch fragen: Wie hat der eigene Vater auf das Buch reagiert? Und welche Ratschläge würde er nach seinen Erlebnissen und Schreiben dieses Buches nun Menschen geben, die Ähnliches erlebt haben/erleben? „Kartonwand“ ist für mich ein Highlight und Fatih Çevikkollu hat mich mit seiner feinfühligen und authentischen Art tief gerührt. Vielen Dank für das Sichtbarmachen der komplexen Problematiken, die unsere Eltern oder Großeltern durchgestanden haben und zum Großteil versuchen zu verdrängen. Eine große Empfehlung, für Migranten der 2. und 3. Generation und für alle, denen ein verständnisvolles Miteinander in der Gesellschaft wichtig ist.

  • bolie

    aus Langscheid

    5/5

    20.11.2023

    eBook (ePUB 3)

    Ein Anruf des jüngeren…

    Ein Anruf des jüngeren Bruders und die Welt von Fatih Cevikkollu bleibt für einen Moment stehen. Seine Mutter ist gestorben. Sei war zwar krank, aber ihr Tod kommt überraschend. Fatih fragt sich, ob die Psychose seiner Mutter im Zusammenhang mit ihren Erlebnissen als „Gastarbeiterin“ in Deutschland stand. Er macht sich auf eine Reise in die Vergangenheit. Nicht nur seine eigenen Erinnerungen verarbeitet er in „Kartonwand“. Er fragt auch Verwandte und Freunde nach ihren Erlebnissen und Einschätzungen. Da musste ich dann doch mehrmals schlucken. Das Buch hat mich aufgerüttelt und meine Meinung über die damaligen Gastarbeiter drastisch verändert. Fatih berichtet von der Hoffnung seiner Eltern, dass sie in Deutschland ein besseres Leben haben werden. Nein, sie wollten nicht hier bleiben, sondern mit ihrem gesparten Geld wieder zurück. Aus dem Grund war es auch nicht so wichtig, die Sprache der Deutschen zu lernen. Die schauten sie ja eh nur abschätzig an und wollten keinen Kontakt mit ihnen. Bei Ford am Fließband fand Fatihs Vater Arbeit. Und für seine Mutter, die Lehramt studierte, gab es dann nur eine Tätigkeit in einer Schneiderei. Kinder wurden hin und hergeschickt, der Begriff „Kofferkinder“ wurde geprägt. Die hier angesprochenen Themen verdient eine öffentliche Debatte und es wäre zu begrüßen, dass dieses Buch dazu führt. Mir hat es die Augen geöffnet und dafür bin ich dankbar.

  • Grete

    aus Gudensberg

    5/5

    05.10.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Migration der 70eer

    Das Buch hat mich beeindruckt. Ich komme aus der gleichen Zeit ohne Migrationshintergrund. Was hat die deutsche Gesellschaft da gemacht? Ich sehe die Mamas meiner Spielkameraden nun mit anderen Augen auch wenn mich immer wieder der Unmut packt, das die Frauen nach 40 Jahren Deutschland immer noch nicht angekommen sind und der Unwille hineininterpretiert wird. Was die Migration mit den Frauen gemacht hat, versucht Cevikkollu am Beispiel seiner Mutter zu ergründen, die daran zerbrochen ist. An der Kartonwand zerbrochen, das zerreisst das Herz.

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  • Zum Bewerterprofil von Sarah Schäfer-Stradowsky

    Sarah Schäfer-Stradowsky

    OSIANDER Schorndorf

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    5/5

    11.03.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Verständnis füreinander

    Eine "Kartonwand" (oder ein Kartonzimmmer) ist ein verbreitetes Phänomen in den Familien der Arbeitsmigrat:innen. Und ein Symbolträchtiges. Fatih Çevikkollu fördert durch seine eigene Geschichte und sein Wissen das Verständnis - ein längst überfälliges Buch!

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