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Produktbild: Zerstörung
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Zerstörung Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.03.2020

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

230

Maße (L/B/H)

20,5/12,8/2,5 cm

Gewicht

348 g

Auflage

3. Auflage

Übersetzt von

Anne Weber

Sprache

Deutsch

EAN

2710001650620

Beschreibung

Rezension

»Ein großartiges Buch über Ratlosigkeit, Hoffnung, Skepsis und Erinnerung. Kurz: ein Buch, dass uns die Gefahren und Möglichkeiten des (unzuverlässigen) Erzählens vorführt.« (Theresa Mayer, autorenbuchhandlung marx & co, Frankfurt) Literaturblog »Trouvailles littéraires«

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Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.03.2020

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

230

Maße (L/B/H)

20,5/12,8/2,5 cm

Gewicht

348 g

Auflage

3. Auflage

Übersetzt von

Anne Weber

Sprache

Deutsch

EAN

2710001650620

Herstelleradresse

Wallstein Verlag GmbH
Geiststraße 11
37073 Göttingen
DE

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  • Moon

    aus Sachsen

    4/5

    17.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Eindrucksvoll und ziemlich realistisch

    Eine Namenlose Protagonistin, die ihr Leben dem Schreiben und lesen gewidmet hat, bis dies durch eine geheimnisvolle Diktatur unmöglich wird. Eine Diktatur die es sich zur Aufgabe gemacht hat die Vergangenheit, die Geschichte auszulöschen. Museen werden geschlossen und mit neuen Dingen gefüllt, keine alten Theaterstücke mehr, keine alten Filme, keine alten Bücher. Es gibt nur noch neues, es muss leicht sein, seicht, nicht denken, nicht hinterfragen, kein verweilen auf den Straßen mehr. Die Vergangenheit schwindet und mit ihr die Erinnerung, die Komplexität. Aber nicht jeder ist damit einverstanden und mittels einer Gegenbewegung beginnt die Namenlose Protagonistin in einen Soundblock zu sprechen und sich mitzuteilen. Das Buch ist nicht sehr emotional geschrieben, aber das muss es nicht, die Emotionen, die Atmosphäre liegen zwischen den Zeilen, hinter jedem Wort. Auch wenn das Aussehen, der Name, die Vergangenheit und Zukunft der Protagonistin im dunkeln bleiben, kommt sie dem Leser auf fast intime weise näher. Vor allem wenn sie in ihrem einsamen, dunklen Zimmer sitzt, der Nacht lauscht, den Mond betrachtet und jeden ihrer Gedanken mitteilt. Manchmal philosophisch, manchmal zynisch, gesellschaftskritisch und irgendwo erschütternd. Das Buch zeigt eindrucksvoll wie beunruhigend schnell die Welt sich negativ verändern kann, aber es zeigt auch, dass es Wege gibt etwas zu tun, zeigt was geschieht wenn der Mensch zu handeln beginnt. Zu handeln ohne Gewalt, ohne Zerstörung.

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Bewertungen (1)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Tobias Groß

    Tobias Groß

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.05.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine literarische Warnung davor, wie schnell aus Freiheit Tyrannei werden kann

    Wenn wir unsere Demokratie als selbstverständlich hinnehmen und unachtsam sind, wenn wir den leeren Versprechungen populistischer Demagogen und selbsternannter Alternativen Glauben schenken, wenn wir Angst haben und unsere Rechte für die totale Sicherheit opfern, dann ist der Weg in den Faschismus nicht mehr weit. Es kann schneller gehen als wir denken. Auch wenn wir glauben, dass die Demokratie als Staatsform gefestigt ist. In 'Zerstörung' nimmt uns Cécile Wajsbrot mit in die Gedankenwelt einer Frau. Eine namenlose Erzählerin, deren bisheriges Leben aus Schreiben und Lesen bestanden, wird dazu genötigt ein Audiologbuch zu führen. In diesen berichtet sie davon, wie die liebrale Demokratie Frankreich von einer unbkannten Macht zu einer autoritären Diktatur wurde. Jeder neue terroristische Anschlag macht diese Macht stärker. Schlussendlich übernimmt sie die Regierung, die totale Kontrolle über alles. Schritt für Schritt transformiert sie das Land in einen Überwachungsstaat, in dem Theater nur noch seichte Komödien spielen, Buchhandlungen schließen müssen und Museen gesäubert werden. In diesem neuen Frankreich darf es keine Erinnerung mehr geben, alles was älter als zehn Jahre ist wird vernichtet. Das kollektive Gedächtnis geht vollkommen verloren, das Gestern existiert nicht mehr. Cécile Wajsbrot beschreibt in ihrem poetisch-dystopischen Roman eindrucksvoll, wie schnell und einfach es ist, einen gefestigten Staat in ein orwellsches Monster zu verwandeln. Es braucht nicht mehr als ein mächtiges Verlangen nach absoluter Sicherheit und eine Bewegung, die einen zweitweisen Kontrollverlust in ihrem Sinne ausnutzt. Wajsbrots 'Zerstörung' ist kein einfach zu lesendes Buch. Das Szenario ist erschreckend realistisch, die Lektüre verstörend. Trotzdem ist es äußerst lesenswert und eine sprachgewaltige Warnung davor, wie schnell Tyrannei die Freiheit vernichtet. Und wie unabdingbar es ist, immer wieder aufs Neue für letztere zu kämpfen.

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