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»Katja Kulin hat sich mit Hingabe, genauer Quellenrecherche und erfrischend leichter Hand dieser Liebe angenommen und einen lesenswerten biografischen Roman daraus gemacht.« Beate Baum, DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN »›Der andere Mann‹ ist ein biografischer Roman. [...] Die Fakten wurden von Katja Kulin belebt.« Peter Pisa, KURIER »Wer soll das Buch lesen? Wer das Leben der herausragenden Feministin Simone de Beauvoir besser verstehen will.« Liane Römer, TV SCHWERIN »Einblick in die Seele dieser großartigen Frau« Ulla Schmitz, STADTMAGAZIN FÜR CLOPPENBURG & UMZU »Wer soll das Buch lesen? Wer das Leben der herausragenden Feministin Simone de Beauvoir besser verstehen will!« Liane Römer, SCHWERINER EXPRESS »Der Roman bietet interessante Einblicke in das Leben der Philosophin.« WOCHENANZEIGER WEIßENBURG-GUNZENHAUSEN »Eine fast romanartige, emotionsvolle Biografie.« Ernst Koelnsperger, STUDIOSUS INTERN BÜCHERSCHAU »Ein meisterhaftes Buch« Martina Mattes, EKZ BIBLIOTHEKSSERVICE
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Dieser biografische Roman handelt von der zweiten Lebenshälfte Simone de Beauvoirs. In der ersten Lebenshälfte war Simone neben Sartre eher unstet, hatte viele Liebesbeziehungen, viele auch nebeneinander, hat das Leben in wilden Zügen genossen.Im Buch lernen wir nochmal eine ganz andere Seite der großen Frau kennen, an der Seite des amerikanischen Schriftsteller Nelson Algren kann sie sich in ein "traditionelleres" Rollenbild von Mann und Frau fallen lassen. Da Simone Paris liebt und diese Stadt nicht verlassen möchte, schlägt sie einen Heiratsantrag aus.Trotzdem bleibt der Schriftsteller ein wichtiger Teil in ihrem Leben.
Das Buch wird anhand von alten Briefen und Tagebüchern geschrieben, die Geschichte der beiden ist sehr lebendig und faszinierend erzählt, nie tritt das Gefühl von Langeweile auf, die Seiten fliegen beim lesen nur so dahin! Ich finde Simone eine sehr faszinierende Persönlichkeit, sie ist so vielschichtig und besonders in ihrer Denkweise, damals sowieso, aber auch heute noch! So stark, emanzipiert und macht immer ihr eigenes Ding, was sie für richtig hält. Aber auch Nelson Algren, der mir zuvor nicht bekannt war, hat etwas sehr spannendes an sich. Über ihn konnte ich einiges lernen, aber auch neue Dinge über Simone und Sartre habe ich mir wieder aneignen dürfen. Das Buch ist so viel mehr als eine einfache Liebesgeschichte, durch die besonderen Personen darin. Das Nachwort am Ende des Buches ist lesenswert und rundet das ganze Buch sehr schön ab!
Fazit: Ein tolles, gut geschriebenes Buch über eine interessante, spannende Frau und ihre Lieben. Ich kann es nur weiter empfehlen, besonders geeignet für Leser, denen eine richtige Biografie zu trocken ist, die aber dennoch mehr über die Person Simone de Beauvoir wissen wollen.
Kathrin
aus Darmstadt
5/5
29.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Emotionale Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht
Katja Kulin hat mit diesem Buch eine emotionale Geschichte einer beeindruckenden Frau niedergeschrieben, die einen besonderen Mann trifft.
Gerade die Tatsache, dass es sich bei diesem Buch um ein bibliografisches Werk handelt hat mich gleich neugierig gemacht und dazu war mir Simone de Beauvoir schon vorher ein Begriff.
Die Autorin hat mich mit diesem Werk in eine andere Welt entführt, da ich mich ganz in die Geschichte begeben konnte. Auch gefällt mir sehr, dass die Kapitel aus den verschiedenen Perspektiven verfasst sind. Dies hat dazu geführt, dass erstens Spannung aufgebaut wird, weil ich bis zur Fortsetzung der jeweiligen Person oft einen Moment warten musste und zweitens, dass die unterschiedlichen Emotionen und Beweggründe beleuchtet wurden.
Dazu ist der Schreibstil der Autorin sehr angenehm und gleichzeitig fesselnd zu lesen, weil ich sehr mit den Figuren gefühlt und teilweise auch gelitten habe.
Für mich war das Buch sehr tiefgründig und hat durch die gefühlvolle Art der Autorin dazu geführt, dass ich es sehr gerne gelesen habe.
Daher gibt es von mir ganz klar 5 von 5 Sternen.
Sandra von Siebenthal
aus Romanshorn
5/5
20.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Entscheidungen aus und gegen die Liebe
Anlässlich einer Reise nach Amerika lernt Simone de Beauvoir den Schriftsteller Nelson Algren kennen, der sie ein wenig durch die Stadt führen soll. Die gegenseitige Anziehung lässt die Stadtbesichtigung in Algrens Wohnung enden, nach einer leidenschaftlichen Nacht heisst es jedoch schon wieder Abschied nehmen.
„Aber nächtliches Zusammensein ohne lendemain, das schien ihre erst heute wie die deutlichste Widerspiegelung der Absurdität und des Selbstbetrugs, der in der Tätigkeit des Reisens lag, bei der so vieles unverbindlich und ohne Folgen blieb.“
Es sollte nicht bei der einen Nacht bleiben, schon am nächsten Tag steht Simone wieder vor Nelsons Tür, die beiden stehlen sich die Zeiten zwischen ihren Terminen, bis sie schliesslich wieder nach Paris und zu Sartre zurück kehrt. Sartre, an dessen Seite sie schon seit Jahren lebte und arbeitete, eine Beziehung geistiger Natur, neben welcher Affären möglich und abgemacht waren. Doch es sollte keine Affäre bleiben.
„Wenn du zu unserem kleinen Zuhause zurückkommst, werde ich schon dort sein, unter dem Bett versteckt und allgegenwärtig. Ih werde ab jetzt immer bei dir sein, mein Geliebter, wie es eine liebende Frau bei ihrem geliebten Mann ist. Wir werden kein Erwachen erleben, denn dies war kein Traum, sondern eine wunderbare und wahre Geschichte, die gerade erst beginnt.“
In den Phasen des Getrenntseins fliegen Briefe zwischen Chicago und Paris hin und her, ein Band zwischen den beiden Liebenden, die sich selber als Ehemann und -frau bezeichnen, wird immer intensiver gewebt. Die jeweiligen Wiedersehen in Chicago, einmal auch in Paris, über die nächsten Jahre sind innig. Und doch ist eine gemeinsame Zukunft an einem Ort undenkbar.
„Aber ich könnte nicht nur für die LIebe leben oder für das Glück. Das wäre zu wenig. ich will wie du mit meinem Schreiben etwas verändern, das gäbe meinem Leben Bedeutung. Das ist viel schwerer zu erreichen als die Liebe, aber es ist eine Arbeit, die doch getan werden muss. Und ich glaube, wirklich ein en Sinn hat das nur dort, wo man verwurzelt ist.“
Die Liebe, so gross sie auch ist, reicht schlussendlich nicht, die Beziehung zu tragen. Nelsons Wunsch nach einem dauernden Zusammensein, die Unmöglichkeit von beiden, für den anderen die eigene Heimat aufzugeben, lässt die Beziehung schliesslich enden.
Katrin Kulin ist es gelungen, das Leben, Lieben und Schreiben einer grossartigen Frau und Denkerin in einer Geschichte zu vereinen, die den Leser von der ersten Seite in den Bann zieht. Die Liebesgeschichte wird abwechselnd aus Nelsons und Simones Blickwinkel erzählt und auch reflektiert, was tiefe Blicke hinter die Kulissen gewährleistet. Es gelingt Katja Kulin, das Denken und die Anliegen von Simone de Beauvoir in die Geschichte einfliessen zu lassen, meist unauffällig und doch informativ, ganz selten etwas zu ausführlich und den Erzählfluss störend. Gezeichnet wird dabei das Bild einer Frau (und immer auch Sartres Einfluss auf dieselbe), welche mit der tiefen Überzeugung durchs Leben geht, sich für die wichtigen Themen einsetzen zu müssen, weil darin ihre wahre Berufung liegt. Mit vollem Engagement setzt sie sich vor allem für die Rolle der Frau in einer von Männern bestimmten Welt ein.
„Die Welt war von Männern geformt worden und das, was man unter ‚Menschheit‘ verstand, war männlich. Die Frau wurde nicht als autonomes Wesen betrachtet, sondern als ein dem Mann entgegengesetztes, ihm untergeordnetes. Es gab sie nur in Relation zum Mann, sie war das Unwesentliche neben dem Wesentlichen, das Objekt neben dem Subjekt, das andere neben dem einen.“
Wie schnell man selber in die Rolle der sich unterordnenden Frau geraten kann, merkt Simone an sich, als sie sich durch die Liebe beflügelt zumindest zeitweise in die Rolle der umsorgenden Ehefrau wiederfindet. Dass auch ihr Verhältnis mit Sartre über weite Strecken (zumindest von aussen gesehen, aber auch selber gelebt) ein sich Unterordnen Simones mit sich bringt, zeigt ihr deutlich, wie viel noch zu tun ist, um diese Muster in der Gesellschaft zu durchbrechen.
„Das biologische Geschlecht musste von der sozialen Rolle der Frau als Konstrukt unterschieden werden. Man kam nicht als Frau zur Welt, man wurde es.“
Der Roman zeigt deutlich die intensive Auseinandersetzung Katja Kulins mit dem Menschen Simone de Beauvoir sowie mit ihren Ideen. Es gelingt ihr dadurch, aus einem reichen Wissensfundus zu schöpfen und dieses Wissen mehrheitlich unauffällig und doch kompetent einfliessen zu lassen. Entstanden ist ein mitreissendes und zutiefst menschliches Porträt einer spannenden Frau. Unterm Strich bleibt das Buch immer aber auch eine Liebesgeschichte, und da, wo diese dominiert gleitet der Erzählung ab und zu ins Pathetische und Kitschige, wird die Sprache gar blumig und auch die Metaphern wirken wie aus einem alten Barbara-Cartland-Roman. Zum Glück überwiegt der gute Erzählton bei Weitem, so dass man über diese Aussetzer grosszügig hinweglesen kann.
Fazit:
Die durch eine geschickt gewählte Erzählperspektive tiefgründende Lebens- und Liebesgeschichte einer grossartigen Frau und Denkerin. Sehr empfehlenswert!
Arietta
aus Traben-Trarbach
5/5
17.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine große Liebe
Der andere Mann
Inhaltsangabe: Quelle Dumont- Verlag
»Etwas passierte, als wir uns trennten, es war die Liebe.« Simone de Beauvoir in einem Brief an Nelson Algren
In ihrem biografischen Roman ›Der andere Mann‹ beleuchtet Katja Kulin die vielleicht widersprüchlichsten Jahre im Leben der französischen Ausnahmeautorin Simone de Beauvoir. Ihr berühmtestes Werk ›Das andere Geschlecht‹ entsteht Ende der 1940er-Jahre, während sie gleichzeitig erstmals eine Beziehung mit beinahe klassischer Rollenverteilung lebt.
Es ist die Liebesgeschichte mit dem amerikanischen Schriftsteller Nelson Algren, dem anderen Mann im Leben der Simone de Beauvoir neben Jean-Paul Sartre. Als er sich wünscht, dass Beauvoir zu ihm nach Chicago zieht und ihn heiratet, weist sie dies zurück. Nicht nur wegen Sartre will sie Paris nicht verlassen, sondern auch um ihrer Arbeit willen, in der sie den Sinn ihres Lebens und die Chance sieht, gesellschaftliche Veränderungen auf den Weg zu bringen. Ihre Liebe muss letztlich scheitern, doch Algrens Ring wird Simone de Beauvoir bis zu ihrem Tod nicht mehr ablegen.
Meine Meinung zur Autorin und ihrem Buch
Katja Kulin, hat mit ihrem Autobiografischen Roman, ein wundervolles Buch geschaffen, man lernt diese einmalige und Ausnahme Autorin von einer mir bisher nicht bekannten Seite kennen, ich wusste bisher nur von Ihrer Beziehung zu Sartre. Aber das es einen anderen Mann an ihrer Seite gab, die wirkliche einmalige große Liebe zu dem Amerikanischen Schriftsteller, Nelson Algren , war mir nie bekannt. Sie hat alles so Authentisch und Bildhaft beschrieben, das ich das Gefühl hatte Simone zu begleiten und in ihr Leben abzutauchen. Ich muss sagen es war eine sehr leidenschaftliche Liebe, Nelson zeigte Simone eine ganz andere Welt, wie sie , sie bisher kannte. Seite 58, „ Du nennst mich Frosch ? „ ich fand den Kose Ausdruck von Nelson, ungewöhnlich aber zauberhaft. Er war mehr , er war auch ihr Weggefährte, Partner, sie begegneten sich auf Augenhöhe. Ihre Liebe war außergewöhnlich, Emotional und Leidenschaftlich. Sie dauert 4 Jahre, wo sie fest zusammen sind, aber auch als Simone nach Paris Zurück kehrt, zerreißt das Band nicht zwischen ihnen. Beide erreichen große Höhepunkte und schaffen grandiose Werke , mit ihren Büchern, sie scheinen einander anzustacheln.
Es war wunderschön die beiden, auf ihren Reisen über den Globus zu begleiten und sie näher kennen zu lernen.
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5/5
26.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Dies ist ein großartiger Roman...
Dies ist ein großartiger Roman über eine große Liebe zwischen zwei Menschen, welche doch kein Happyend findet.Die Autorin verknüpft hier wunderbar Fiktion mit Zeitgeschichte und vermittelt dabei ein zutieft menschliches Portrait zweier intellektueller Persönlichkeiten des
20.Jhd.
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4/5
20.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderbar recherchiert und äußerst...
Wunderbar recherchiert und äußerst einfühlsam wird die tiefe und literarisch wie auch politisch so fruchtbare Beziehung zwischen Simone de Beauvoir und Nelson Algren zum Leben erweckt. Allein die Sprache ist manchmal ein wenig betulich, aber das tut dem Roman kaum Abbruch!
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