• Produktbild: Globalisierung und Phänomenologie der Welt
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Globalisierung und Phänomenologie der Welt Husserl – Heidegger – Rombach

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29,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2025

Verlag

Verlag Text & Dialog

Seitenzahl

252

Maße (L/B/H)

20,8/15,1/2,1 cm

Gewicht

500 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-943897-91-3

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2025

Verlag

Verlag Text & Dialog

Seitenzahl

252

Maße (L/B/H)

20,8/15,1/2,1 cm

Gewicht

500 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-943897-91-3

Herstelleradresse

Text & Dialog GbR
Konkordienstraße 40
01127 Dresden
DE

Email: verlag@text-dialog.de

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  • Alexander Flügel

    aus Den Haag

    5/5

    01.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Daniel Zöllner beschreibt in…

    Daniel Zöllner beschreibt in dem Buch "Globalisierung und Phänomenologie der Welt" (2025) die Entwicklung des Verständnisses der Globalisierung aus der Sicht der Phänomenologie, beginnend mit ihrem Begründer Edmund Husserl über Martin Heidegger bis zu Heinrich Rombach. Bekanntlich hat die Globalisierung zwei Seiten: Sie ermöglicht das Gespräch und das Verständnis über Grenzen hinweg, aber sie kann auch in Gleichmacherei ausarten, in totale Kontrolle und Gedankenwäsche. Die drei genannten Philosophen erkannten diesen Zwiespalt und schlugen Lösungen zu seiner Überwindung vor. Allen gemeinsam ist die These: Wir sollten neu denken lernen. Edmund Husserl kritisiert die fehlgeleitete Objektivierung, die uns dazu verleitet, die Welt und letztlich auch uns selbst wie ein deterministisches Uhrwerk zu sehen, eingebunden in ein globales totalitäres System von objektiven Gegenständen und deren Beziehungen. Husserl entdeckte das Korrelationsapriori, welches besagt, dass das 'subjektive' Bewusstsein notwendig auf 'objektive' Dinge gerichtet ist. Subjektivität und Objektivität treten gemeinsam auf und sind in Wirklichkeit nicht getrennt. So bringt Husserl den starren Gegensatz von Subjekt und Objekt in Fluss, er bringt Bewegung in den Objektivismus. Er kann aber, gemäß Zöllner, nicht überzeugend darlegen, wie verschiedene Bewusstseine ins Gespräch kommen können, trotz seiner Überzeugung der Existenz umfassender Bewusstseine ganzer Kulturen und der Welt. Martin Heidegger zeigt, dass der Mensch als 'Dasein' mit dem 'Sein' konfrontiert ist. Alle Menschen sind 'da', sie existieren im Horizont des Seins, während das nicht-menschliche Seiende in Bezug auf das Dasein 'vorhanden' oder 'zuhanden' ist. Heidegger überwindet gemäß Zöllner weitgehend die Gegenständlichkeit (Substanzialität) alles Seienden, ein objektivierendes Systemdenken, das Husserl noch nicht völlig ablegen konnte. Zöllner bemängelt allerdings, dass in der Philosophie Heideggers das menschliche Dasein eine herausgehobene Sonderstellung einnimmt. Allein für das Dasein ist das Sein ein Thema, argumentiert Heidegger. Die resultierende Dichotomie (und implizite Objektivierung) der Welt, wie sie von Husserl und Heidegger mit gutem Grund kritisiert wird, bleibt so trotz allem in abgewandelter Form bestehen. Heinrich Rombachs Strukturontologie lässt in der Darlegung Zöllners die noch verbleibenden Unzulänglichkeiten der Substanzialität im Denken Husserls und Heideggers hinter sich, die dem kritisierten Objektivismus Vorschub leisten. In Rombachs 'Struktur' ist die Gesamtheit notwendig in den Teilen enthalten und sie erstrebt Selbstfindung durch Selbsttranszendenz. Wenn also Menschen, Kulturen oder 'Welten' im Zuge der Globalisierung ins Gespräch kommen wollen, dann geschieht dies nicht durch Vereinheitlichung, sondern durch "Verbesonderung". Rombach zeigt dies beispielhaft an der Genese alter Tempelbauten, die sich, ausgehend von verschiedenen Strukturen in Europa und Asien, auf eine gemeinsame Grundstruktur zurückführen lassen. Rückblickend auf Zöllners Werk und darüber hinaus ergeben sich für den Leser interessante Fragen im Zusammenhang mit der Globalisierung, etwa was die Motivation sein könnte, das Risiko einzugehen, aus dem zu Recht kritisierten System der Vereinheitlichung herauszutreten und sich strukturell selbst zu transzendieren. Ist nicht der Spatz in der Hand besser als die Taube auf dem Dach? Eine weitere Frage wäre, da gemäß Rombach das Ganze in den Teilen ist, ob sich nicht genau diese Idee historisch auch früher findet, z. B. in der christlichen Vorstellung, dass Gott Mensch wurde, d. h., dass die Unvollkommenheit Vollkommenheit umfasst. Auch wäre es interessant zu untersuchen, ob sich Selbsttranszendenz in der Natur findet, wie es gemäß Rombach sein müsste. Kann die Komplexität der Welt in alltäglicher Einfachheit gefunden werden? Zöllners Veröffentlichung ist eine interessante Anregung, den Hintergrund aktueller politischer und ökonomischer Entwicklung zu beleuchten und Therapien für deren Pathologien zu finden.

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  • Geleitwort von Dr. Josef Döbber

    Vorwort

    1. Globalisierung als Thema der Philosophie

    1.1 Einstieg: Die Welt in der Bordüre des Kleids

    1.2 Globalisierungserfahrungen

    1.3 Die Globalisierung im Spiegel der Philosophie

    1.4 Zur genaueren Begriffsbestimmung

    1.5 Zur Bewertung der Globalisierung

    1.6 Universalismus, Relativismus, Evolutionismus

    1.7 Globalisierung und der Begriff der Welt

    1.8 Die phänomenologische Methode der Untersuchung

    2. Edmund Husserl: Kritik des Objektivismus als Globalisierungskritik

    2.1 Husserls Phänomenologie als Diagnose und Therapie

    2.2 ‚Welt‘ in Husserls Philosophie
    2.2.1 Korrelationsapriori und Intentionalität
    2.2.2 Die Welt als Universalhorizont
    2.2.3 Die Epoché

    2.3 Von der Subjektivität zur Kultur
    2.3.1 Der Weg zum Thema ‚Kultur‘
    2.3.2 Die Wiener Vorträge
    2.3.3 Die Kritik des Objektivismus in der Krisis-Schrift

    2.4 Philosophie und Globalisierung in Husserls Sicht
    2.4.1 Die Deutung von Klaus Held
    2.4.2 Der Verlust der Erde als Ur-Arche
    2.4.3 Zusammenfassung

    2.5 Zur Kritik und Würdigung Husserls

    3. Martin Heidegger: Die verstellte Welt der Globalisierung

    3.1 Heidegger und die Globalisierungsthematik

    3.2 Von Husserl zu Heidegger
    3.2.1 Das In-der-Welt-sein als Fundament der Intentionalität
    3.2.2 Der neue Phänomenbegriff Heideggers
    3.2.3 Das Phänomen „Welt“: von Husserl zu Heidegger

    3.3 Heideggers Welt-Analyse in Sein und Zeit
    3.3.1 Welt als „Bewandtnisganzheit“
    3.3.2 Welt als Kulturwelt und das „Man“ als kulturelles Apriori
    3.3.3 Die „Entweltlichung der Welt“ durch die Tradition

    3.4 Die Globalisierung im Ereignis-Denken
    3.4.1 Von der transzendental-horizontalen zur Ereignis-Blickbahn
    3.4.2 Die Moderne als „Zeit des Weltbildes“
    3.4.3 Die Analyse der modernen Technik

    3.5 Das „Geviert“: Jenseits des metaphysischen Weltbegriffs
    3.5.1 ‚Welt‘ in der Metaphysik
    3.5.2 ‚Welt‘ im „Geviert“-Konzept
    3.5.3 Ding und Nähe im „Geviert“-Konzept

    3.6 Zur Kritik und Würdigung Heideggers
    3.6.1 Kritik der transzendental-horizontalen Blickbahn
    3.6.2 Kritik der Ereignis-Blickbahn

    4. Heinrich Rombach: Vom Weltsystem der Globalisierung zur Pluralität der Welten

    4.1 Rombachs Diagnose der Gegenwart
    4.1.1 Das Ende der Hochkulturen
    4.1.2 Das Ende der Neuzeit

    4.2 Von Heidegger zu Rombach
    4.2.1 Von „existenzialer“ zu „geschichtlicher“ Phänomenologie
    4.2.2 Die Tiefendimension der „Grunderfahrungen“

    4.3 Strukturphänomenologie der Globalisierung
    4.3.1 Die Welt als System
    4.3.2 Kritik des Systemgedankens

    4.4 Zu einer „Strukturtherapie“ der Globalisierung
    4.4.1 Von der System- zur Strukturontologie
    4.4.2 Jenseits von Universalismus und Relativismus

    4.5 Zur Auseinandersetzung mit Luhmanns Systemtheorie
    4.5.1 Luhmanns Theorie der Weltgesellschaft
    4.5.2 Zur Kritik der Theorie Luhmanns

    4.6 Zur Kritik und Würdigung Rombachs

    5. Ontologie der Welt und Globalisierung

    5.1 Globalisierung und Metaphysik

    5.2 Die drei Sprünge der Phänomenologie

    5.3 Das „Weltengespräch“ zwischen Europa und Asien
    5.3.1 Vorüberlegungen zum „Gespräch der Welten“
    5.3.2 Westlicher und östlicher Weg
    5.3.3 Die Begegnung von westlichem und östlichem Weg

    5.4 Ausblick

    Literaturverzeichnis