Produktbild: Die rote Tänzerin
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Die rote Tänzerin Die Nacht ist ihre Bühne, ihre Kunst unbezähmbar

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2022

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

253

Maße (L/B/H)

18,8/11,6/2,7 cm

Gewicht

230 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001886432

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»spannendes Buch« ("bella")
»Ein eindringlicher Roman über eine Ikone der Goldenen Zwanziger und die Geschichte hinter Otto Dix' legendärem ›Bildnis der Anita Berber‹« ("Buch-Magazin")

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2022

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

253

Maße (L/B/H)

18,8/11,6/2,7 cm

Gewicht

230 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001886432

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Cornelia

    aus Garbsen

    5/5

    06.11.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Ein spannender und höchst interessanter Einblick in das Leben der Anita Berber

    Die rote Tänzerin ist ist ein biografischer Roman um die Protagonistin Anita Berber. Anita Berber ist Tänzerin, genau genommen Nackttänzerin, im Berlin der 1920er Jahre. In kurzen Kapiteln erhalte ich Einblick in das Leben der Künstlerin und ihrer Person. Joan Weng lässt die Berber in klarer Sprache zu Wort kommen. Ungeschönt, gar ungeschminkt, trifft die Protagonistin ihre Äußerungen. Dabei kommt die Sprachbildung der 1920er Jahre wunderbar zur Geltung. Da hatte Frau noch Chuzpe, wenn sie mal eine nicht zurückhaltende Antwort parat hatte sondern sich schlagfertig in Szene setzte. Und in Szene setzen konnte Anita Berber sich. "Morgenstern starrte einen Moment sprachlos, dann winkte er den Mädchen, die Teller wieder abzutragen. Leicht würde es mit der nicht, aber leicht machte auch keinen Spaß." - Seite 121 Obwohl Anita Berber nackt auftrat, hat sie sich nie so verletzlich gezeigt, wie sie eigentlich war und nach und nach zu Tage trat. Anfangs erschien mir die Berber unnahbar. Doch je mehr ich über Anita erfuhr, desto verständlicher wurde mir ihr Handeln, ihre Entgegnungen, ihre Show. Und zum Schluss, ja, zum Schluss war ich in Annis Art verliebt. Dass es sich bei Die rote Tänzerin nicht um eine Biografie sondern um einen Biografischen Roman handelt, macht das Erleben für mich als Leser noch intensiver. In den Momenten, in denen sich Anita Berber ihrem Gegenüber öffnet, wird sie für mich nahbar. Und anhand der Erlebnisse im Geschehen kann ich in die Situation eintauchen und mit Anita mitfühlen. Gern möchte ich glauben, dass sich die Szenen in Anita Berbers realem Leben tatsächlich so abgespielt haben. Im Nachwort erzählt Joan Weng, wie viel Wissen und Wahrheit in der Geschichte steckt und was unserer eigenen Fantasie überlassen bleibt. "Und Anita? Die hatte ihn sinnend unter halb gesenkten Lidern hervor betrachtet, hatte sich lüstern die Lippen geleckt, ihm dann "Ich bevorzuge jüngere Frauen" hingeknallt." - Seite 56 Nach dem Leseerlebnis von Die rote Tänzerin wird mir Anita Berber in guter Erinnerung bleiben. Oder, wie Anni so schön sagte: "Machen sie mich unsterblich, Herr Dix!" Fazit Die rote Tänzerin ist für alle, die gern biografische Romane lesen. Ein spannender und höchst interessanter Einblick in das Leben der Anita Berber und das Berlin der 1920er Jahre. Geschrieben von Joan Weng, die das Berlin zu Zeiten der Weimarer Republik sprachlich sehr bildhaft zum Leben erweckt.

  • Monika Schulte

    aus Hagen

    5/5

    03.11.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Wow! Was für ein Roman!

    Wow! Was für ein Buch! Was für eine Geschichte! Es ist die Geschichte über Anita Berber, einer, nein DER Nackttänzerin schlechthin der sogenannten "Goldenen Zwanziger", die eigentlich gar nicht so golden waren. Anita Berber, gleichermaßen geliebt und gehasst. Sie ließ wirklichen keinen Skandal aus. Ihre exzessive Lebensweise sorgte immer wieder für Anstoß und Aufsehen. Drogen und Alkohol konsumiert sie wie andere Brot und Wasser. Eine Flasche Cognac ließ sie sich vertraglich zusichern. Die Berber war bekannt für ihre aufreizenden, akrobatischen und hemmungslosen Tanzdarbietungen. Es gab kaum eine Bühne, auf der sie nicht aufgetreten ist - bis ihre Skandale überhandnahmen. Anita Berber lebte nur im Jetzt. An die Zukunft dachte sie nicht. Der berühmte Maler Otto Dix, selbst ein vom Krieg zerrissener Mensch, malte Anita Berber. Er bannte sie auf die Leinwand, wie sie wohl einmal ausgesehen hätte, wäre sie nicht so jung gestorben. Ausgezehrt, eingefallen, der Mund blutrot, die Augen tiefschwarz. "Die rote Tänzerin" - ein erneuter und mehr als gelungener Roman aus der Feder von Joan Weng. Sie schreibt kraftvoll und gänzlich unsentimental. Auf der einen Seite die Menschen, die nach dem Krieg regelrecht vergnügungssüchtig sind, auf der anderen Seite die Kriegsgeschädigten mit ihren zerstörten Körpern, die Traumatisierten. Als Leser durchlebt man eine regelrechte Achterbahn der Gefühle. Ein durch und durch mitreißendes Buch! Unbedingt lesen!

  • Jeanette Lube

    aus Magdeburg

    5/5

    30.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Wir sehen nur, was wir sehen wollen

    Dieses Buch erschien 2022 im Aufbau Taschenbuch Verlag und beinhaltet 251 Seiten. „Machen Sie mich unsterblich, Herr Dix!“ Anita Berber ist im Sommer 1925 das Phänomen ihrer Zeit. Sie tanzt nackt auf den Bühnen Berlins und betört damit die Massen mit ihrer Schönheit und Extravaganz. Doch nach einer Reihe von Eskapaden und Skandalen ist sie in den Varietés, in denen sie einst Erfolge feierte, nicht mehr willkommen. Sie ist von schwindendem Ruhm und Jahren des Exzesses gezeichnet. In dieser Zeit begegnet sie Otto Dix, dem größten Porträtmaler der Weimarer Republik. Sie wird ihm drei Tage Model stehen, das sind drei Tage, die das Leben beider von Grund auf verändern werden. Hier handelt es sich um einen eindringlichen Roman über eine Ikone der Goldenen Zwanziger und die Geschichte hinter Otto Dix´ legendärem „Bildnis der Tänzerin Anita Dix“. Ich liebe die Bücher der Autorin Joan Weng sehr. Und Geschichten aus den Goldenen Zwanzigern finde ich immer sehr interessant, Toll, dass sich die Autorin hier mit dem Leben der berühmten Diva Anita Berber und dem Maler Otto Dix auseinandergesetzt hat. Da waren viele Recherchen nötig. Anita Berber wird uns als schillernder Star dargestellt, die etwas Besonderes in der damaligen Zeit war und von vielen gefeiert wurde. Doch genauso wie sie ihren Ruhm feierte, musste sie von einem Tag zum anderen ihren tiefen Fall verkraften, denn plötzlich wollte keiner sie mehr auf den Bühnen haben. Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt - so erleben wir diese Frau, die tief in ihrem Inneren so verletzlich war. Als sie dann dem berühmten Porträtmaler Otto Dix begegnet, verändert sich alles. Aber nicht nur in ihrem Leben. Drei Tage erleben die beiden und wir erfahren hier die Gedanken, die beide umtreiben. Mich hat diese Geschichte zutiefst berührt. Wir sehen immer nur das, was wir sehen wollen. Wenn ein Star auf der Bühne steht, wissen wir nicht, wie es in ihm aussieht, wenn er die Bühne verlässt. Hier hat die Autorin Joan Wenig eine tolle Hommage sowohl an Anita Berber als auch für Otto Dix herausgearbeitet. Ich habe diese Geschichte an einem Tag verschlungen und habe mit Anita getanzt, gefeiert, gelacht, geliebt und gelitten. Es handelt sich um eine Geschichte, die mich zu Tränen gerührt hat und mir an die Nieren ging. Ich mag diese Geschichte sehr und habe mir nach dem Lesen erst einmal das Porträt des Malers angesehen, einfach toll, schön und doch traurig! Die Autorin Joan Weng hat mir hier wunderschöne Lesemomente beschert, die mich sehr nachdenklich machten. Man sollte immer auch die andere Seite der Geschichte kennen. Mich hat die Autorin Joan Wenig mit diesem Buch begeistert, fasziniert und komplett überzeugt. Daher empfehle ich es gern weiter!

  • Gabriela

    aus Leopoldshöhe

    5/5

    04.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    In mitten von Menschen ganz einsam

    Gaby_Knovor 2 Minuten Anita Berber ist in den 20er Jahren ein Phänomen, eine Nachtklubtänzerin der Sonderklasse. Sie zeigt Haut, viele Haut. Auch ihr Verschleiß an (Ehe) Männern, Freunden und Freundinnen ist enorm. Sie ist ein gefeierter Star und kann sich alles Eskapaden leisten. Doch der Ruhm hat auch so seine Kehrseiten: Alkohol und Drogen machen aus Anita ein Wrack, sie stürzt ins bodenlose! Jeder sieht ihren Untergang, nur sie selber nicht. Immer noch glaubt sie, der größte Star zu sein.Doch die Schulden werden immer mehr, ihre Arrangements weniger. Doch dann taucht der Maler und Künstler Otto Dix auf! Ihn bittet sie: machen sie mich unsterblich! Dieses Buch zeig die tragische Geschichte einer Frau, die sehr hoch stieg um dann sehr tief zu fallen. Alle sahen in ihr nur den Star, der keiner mehr war. Niemand erkannt hinter ihrer Fassade die kleine, verletzliche Frau, die einfach nur ein bisschen liebe und Zuneigung suchte. Mich hat dieses Buch berührt und sehr nachdenklich zurückgelassen.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    29.09.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Anita Berber, ganz anders als ihr Ruf...

    Ich kenne bereits einige Bücher von Joan Weng, aber mit ihrem Roman „Die rote Tänzerin“ hat sie einen vollkommen neuen Weg eingeschlagen: es ist ein Roman - keine Roman-Biografie, denn die intensive Recherche ist zwar deutlich spürbar, aber Autorin vermischt die historischen Fakten mit Fiktion „Wie es hätte sein können“ und überlässt es uns Leser*innen, unsere eigenen Schlüsse zu ziehen. Das Buch ist zwar fokussiert auf die Tage, die Anita Berber mit Otto Dix verbracht hat, der ihr (und auch sich) mit dem Bild „Bildnis der Tänzerin Anita Berber“ ein Denkmal setzte, aber wir erfahren auch viel über das Leben, die Gedanken, die Gefühle, Sorgen usw. der „Femme Fatale“ der 1920-er Jahre. Ich lese gern historische (Kriminal-)Romane und hatte immer den Eindruck, dass in jedem Buch, dass in dieser Zeit spielt, Anita Berber mit mindestens einem Satz erwähnt wird, ich bin förmlich über sie „gestolpert“, meist als skandalumwitterte Nackttänzerin, exzessiv drogenabhängig, die keinerlei Hemmungen kannte. Joan Weng nimmt einen anderen Weg: sie zeigt uns eine sehr verletzliche und einsame Frau. Sie schreibt im ausgezeichneten und informativen Nachwort: “Und je mehr Monographien ich über die Berber las, desto mehr faszinierte sie mich - ihr wilder Lebenshunger, ihre Verletzlichkeit und auch ihr früher Tod waren für mich immer sinnbildlich für die junge Weimarer Republik.“ (S. 247). Sie beschreibt Anita Berber als sehr intelligente Frau, die zumindest zeitweise – wenn sie keine Drogen konsumiert hatte – einen klaren Blick auf sich und ihre Handlungsweisen hatte. Eigentlich träumte „die Berber“ von einem bürgerlichen Leben, mit Mann, Kindern und einem Garten voller Tulpen – obwohl sie realistisch reflektiert, dass ihr das wohl nie gelungen wäre. Sondern „Tanzen wollte sie, tanzen und fliegen und fallen und taumeln, um die Qual ihrer Seele zu heilen oder wenigstens zu lindern.“ (S. 196). Oder auch „Sie war die Inflationsprinzessin, und die Inflation war vorbei, jetzt war sie wertlos wie ein Hunderttausendmarkschein.“ (S. 205) Joan Wengs Roman ist sehr eindrücklich und empathisch, der mich in seinen Bann gezogen hat und nachhaltig beeindruckt hat. Sie lässt vieles offen, so z.B. die Art der Beziehung zwischen Anita Berber und Susi Warnowski oder was „wirklich“ zwischen Anita und Otto Dix geschah...Darüber müssen wir Leser*innen uns selbst eine Meinung bilden... wie bei einem Blumenstrauß: wir bekommen Anhaltspunkte präsentiert - besonders im oben erwähnten Nachwort – aber die Wahl müssen wir selbst treffen! Auch von Otto Dix, seinen Hintergründen, seinen Dämonen, seiner Lebensgeschichte erfahren wir „nebenbei“ viel – und ich muss gestehen, am Ende des Buches war er mir sympathischer als zu Beginn, aber ich werde wohl nie ein Fan seiner Bilder... Aber durch ihn lernen wir die Düsseldorfer Galeristin Johanna Ey kennen, von ihr hatte ich noch nie gehört – und sie hat mich neugierig gemacht... Es ist kein Buch, dass ich gut hintereinander „weg-lesen“ konnte (wie sonst die Bücher von Joan Weng), aber die Faszination der Autorin für diese Frau hat mich in die Geschichte einbezogen. Ich habe den Menschen hinter der „skandalösen Berber“ erlebt, eine einsame und verletzliche junge Frau. Ein vollkommen anderer Blickwinkel – und aus diesem Grund kann und will ich diesem Buch einen großen Erfolg wünschen und spreche ausdrücklich eine Leseempfehlung aus!

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