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Während sich Kommissar Wim Schneider im Harz auf Kur erholt, untersucht Kommissarin Rosalie Helmer einen zweifelhaften Selbstmord in Braunschweig. Vor allem die frischen Bisswunden an der Leiche geben Rätsel auf. Als sich im Umfeld der Kurklinik ein mysteriöser Unfall ereignet, forscht Wim heimlich nach. Obwohl beide Fälle unterschiedlicher nicht sein könnten, überschneiden sich plötzlich die Spuren, und die Ermittler stoßen bei ihrer Suche nach den Hintergründen auf tragische Frauenschicksale.
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Mit „Hinter Liebfrauen“ liefert Mario Bekeschus erneut einen Regionalkrimi, der nicht nur fesselt, sondern auch emotional tief berührt. Wer den ersten Band „Gaußberg“ mochte, wird auch dieses Mal begeistert sein, denn der Autor schafft es, die Entwicklung seiner Figuren und die Intensität der Handlung noch weiter auszubauen.
Kommissar Wim Schneider, der sich eigentlich im Harz von seiner Operation erholen soll, stolpert direkt in einen mysteriösen Unfall in der Nähe seiner Kurklinik. Klar, dass er nicht lange tatenlos bleiben kann. Sein etwas ungewöhnlicher Kurschatten Ludger Pohl sorgt dabei für jede Menge seltsame und amüsante Momente, die das ernste Thema auflockern und Wim von einer sehr menschlichen Seite zeigen. Fans von Wim kommen hier voll auf ihre Kosten!
Währenddessen ermittelt Kollegin Rosalie Helmer zusammen mit Polizeikommissaranwärter Mads Johannsen in Braunschweig in einem rätselhaften Selbstmordfall. Ein Fall inklusive frischer Bisswunden an der Leiche. Klingt schaurig? Ist es auch! Doch was zunächst wie zwei getrennte Fälle wirkt, verwebt sich bald zu einem komplexen Puzzle voller Überraschungen und Wendungen.
Mario Bekeschus versteht es, Spannung aufzubauen und seine Leser mitfiebern zu lassen.
Was diesen Krimi besonders macht? Neben der spannenden Handlung sind es die tiefgründigen Themen, die Mario Bekeschus mit viel Fingerspitzengefühl behandelt: Alltagssexismus, Gewalt im persönlichen Nahbereich und andere dunkle Facetten des menschlichen Daseins. Dabei gelingt ihm der Balanceakt zwischen ernster Gesellschaftskritik und humorvollen Szenen, die für das notwendige emotionale Gleichgewicht sorgen.
Dieses Buch ist kein 08/15-Krimi. Es ist ein intensives Leseerlebnis, das nachdenklich macht, ohne dabei auf Spannung und Unterhaltung zu verzichten. Die Charaktere wachsen einem noch mehr ans Herz, die Ermittlungen sind packend, und die gesellschaftlichen Themen regen zum Nachdenken an.
Der Autor beweist erneut, dass er nicht nur spannende Geschichten erzählen kann, sondern auch den Mut hat, unbequeme Themen anzusprechen.
Dieser Band ist durchaus unabhängig vom Vorgänger zu lesen. ABER!!! Ich würde euch empfehlen, vorher „Gausberg“ zu lesen. Denn es ist einfach wunderschön, die einzelnen Charaktere von Beginn an kennenzulernen und sie zu begleiten.
Absolut lesenswert für alle, die mehr wollen als nur einen klassischen Mordfall.
M.
aus Hildesheim
5/5
31.10.2024
Buch (Taschenbuch)
Gelungen Fortsetzung, absolut empfehlenswert
Ich muss sagen, dass mir auch der zweite Teil des Niedersachsen-Krimis unheimlich gut gefallen hat. Mich hat der Teil von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Er ist wieder schön spannend ohne dabei blutrünstig zu sein. Der Schreibstil ist so schön zu lesen und der Fall wieder genial durchdacht. Wie die Geschenisse zusammen hängen, hat mich immer wieder aufs neue rätseln lassen. Besonders sympathisch waren mir die Ermittler Rosalie und Mads. Die beiden sind ein tolles Team.
Ich kann diesen Krimi absolut empfehlen.
Bücherwurm1910
5/5
21.09.2024
eBook (PDF)
Toller zweiter Band!
Im zweiten Teil der Wim Schneider-Reihe begleiten wir den Kommissar und Rosalie Helmer wieder durch einen spannenden Fall, eigentlich zwei Fälle, die sich zu einem verbinden. Themen wie Migration, Prostitution und sexueller Missbrauch werden aufgegriffen, aber auch das Privatleben unserer Ermittler kommt nicht zu kurz. Auch der neue Polizeianwärter Mads Johannsen erweist sich als interessanter Charakter, in dem noch viel Potenzial steckt.
Dieses Buch ist nicht ohne! (⚠️TW!)
„Hinter Liebfrauen“ setzt noch einen drauf!
Ich war schon vom Gaußberg so begeistert und konnte es kaum erwarten, den zweiten Teil der Krimireihe zu lesen. Ich wollte ja wissen, wie es mit dem urkomischen Wim Schneider weitergeht.
Neben der unterhaltsamen Fortsetzung der Geschichte über den schrulligen Kriminalhauptkommissar und seinem verzweifelten Versuch beim Reha-Yoga mitzuhalten, erfahren wir in diesem Buch tiefe Einblicke in das leidvolle Leben von jungen Frauen unterschiedlicher Herkunft.
Hinter „Liebfrauen“, steckt nämlich nicht nur einer der Handlungsorte dieses Buches. Vielmehr geht es hier um Frauen und Mädchen und das Leid, das manche Migrantinnen erfahren, wenn sie in Deutschland ankommen.
Es ist bewundernswert, wie es Mario Bekeschus gelingt, die Brücke zwischen Einfühlsamkeit und Humor zu schlagen, und dabei den Respekt gegenüber Frauen zu wahren. Dabei scheut er sich nicht davor, brutale Frauenschicksale ungeschönt darzustellen.
Aus diesem Grund steht auch vorne im Buch eine Triggerwarnung, denn sexuelle und körperliche Gewalt kommen hier deutlich zur Sprache, weswegen dieses Buch vielleicht nicht für jeden was ist.
Alles in allem hat mich das Buch fassungslos gemacht und zum Nachdenken angeregt. Die Albernheiten zwischen Wim Schneider, seiner Schwester und seinen Kolleginnen lockern die ernste Thematik gekonnt auf. Und Mads, der neu eingeführte Kollege in Spee bringt frischen Wind in das alteingesessene Team. Ich hoffe, auch im Eichtal-Krimi von ihm zu lesen.
Klare Leseempfehlung!
5/5 ⭐️
Queere Inhalte ️
TW: sexuelle Gewalt ⚠️
Rezensionsexemplar
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