Produktbild: Hellere Tage

Hellere Tage Roman

6

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

34711

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

317

Maße (L/B/H)

20,5/13,1/3 cm

Gewicht

409 g

Farbe

Anthrazit / Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84341-9

Beschreibung

Rezension

"Ein Krisenroman über die seelischen Schieflagen und Verdrängungen einer arrivierten ... mit psychologisch genauen Beobachtungen und hoher erzählerischer Präzision"

Deutschlandfunk Büchermarkt, Christoph Vormweg

"Eine großartig erzählte Geschichte von der Sehnsucht nach Zugehörigkeit in einer Zeit der wankenden Gewissheiten."

BR24, Sabine Zaplin

"Es gibt nicht viele Autoren in unserem Land, die unser Gesellschaftsleben ohne Dramatik, schnörkellos und sehr fein beobachtet beschreiben können. Das ist Woelks spezielle Begabung: vom normalen Leben der gehobenen Mittelschicht so zu erzählen, dass man sich spiegelt im Text, etwas dazulernt und nicht zuletzt bestens unterhalten wird."

NDR Kultur, Annemarie Stoltenberg

"Die Figuren ... wirken cool und verunsichert zugleich, sie suchen Nähe und halten sich nicht aus ... Ein ebenso spannender wie aktueller Roman."

tip Berlin, Maria Bauer

"Sehr gegenwärtiger Roman"

Deutschlandfunk Kultur Lesart, Andrea Gerk

"So gut geschrieben, dass man noch wochenlang weiterlesen könnte"

Westfälische Nachrichten, Uta Hansen

"Wer die Bücher von Elizabeth Strout mag, findet in Ruth so etwas wie die deutsche Lucy Barton."

Rheinische Post, Philipp Holstein

"Ein lesenswerter Text, der viele ethische Fragen stellt, unter anderem nach dem Preis, den wir für unsere Träume und Ideen zahlen ... Das macht aus 'Hellere Tage' eine spannende Lektüre, mit der Woelk sein Talent zur tiefen Einfühlung in Figuren und den Blick für die Reibungspunkte im Privaten wie auch im Öffentlichen einmal mehr ausstellt."

Buch-Haltung.com, Marius Müller

"Woelk schreibt gekonnt und mit erzählerischer Präzision eine Geschichte weiter zwischen einem Familiengeheimnis und den gesellschaftlichen Umbrüchen der Berliner Republik."

Aachener Zeitung, Christina Merkelbach

Produktdetails

Verkaufsrang

34711

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

317

Maße (L/B/H)

20,5/13,1/3 cm

Gewicht

409 g

Farbe

Anthrazit / Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84341-9

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Bewertung

    4/5

    29.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Gesellschaftsroman unserer Gegenwart

    „Hellere Tage“ von Ulrich Wölk ist ein Gesellschaftsroman unserer Zeit, der viele aktuelle Themen aufgreift und sie in die Lebensrealität seiner Figuren einbettet. Themen wie politischer Extremismus, sexuelle Orientierung, Umwelt- und Klimaschutz fließen in die Handlung ein ohne dass der Roman dabei belehrend wirkt. Stattdessen entsteht beinahe eine Chronik unserer Gegenwart, die zeigt, welche Fragen und Konflikte unsere Gesellschaft derzeit beschäftigen. Im Mittelpunkt des Romans steht die Ethikprofessorin Ruth, Mitte fünfzig, die sich nach der Affäre ihres Mannes Ben plötzlich neu orientieren muss. Sie sucht nach Nähe, Liebe und Sexualität, streitet gleichzeitig mit ihrem Ex um eine Immobilie und versucht weiterhin eine enge Beziehung zu ihrer Stieftochter Jenny aufrechtzuerhalten. Parallel dazu wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Vor Jahren war sie an einem linksextremistischen Anschlag auf einen Strommast beteiligt, was berufliche Konsequenzen für sie hatte. Hinzu kommen der Tod ihres Vaters und ein Geheimnis, das dieser ihr zeitlebens verschwiegen hat. Dadurch stellt sich Ruth zwangsläufig die Frage, wie gut sie ihn eigentlich wirklich kannte. Ihr Leben gerät zunehmend ins Wanken. Besonders gelungen fand ich Ruth als Figur. Ihr Seelenleben wird offengelegt. Sie ist intellektuell, reflektiert, aber auch verletzlich. Gerade ihre Gedanken über gesellschaftliche Entwicklungen machen den Roman interessant. Auch die Beziehung zu Jenny ist glaubwürdig geschrieben. Ruth bemüht sich ehrlich um einen guten Kontakt zu ihrer Stieftochter, hört ihr zu und ist bereit, sich auf ihre Sichtweisen einzulassen. Gleichzeitig merkt man, wie sehr Jenny zu Ruth aufblickt. Sie möchte selbst rebellisch und aktivistisch sein, erkennt aber schnell, dass sie an ihre Grenzen stößt und Ruth in ihrer Jugend deutlich kompromissloser und mutiger war. Sehr amüsant war zudem die Szene, in der Jenny für ihren Freund ein Steak kaufen möchte, es an der Kasse jedoch zurücklegt, nachdem sie dort eine alte Bekannte trifft. Die Scham darüber, in bestimmten Kreisen mit Fleischkonsum negativ aufzufallen, beschreibt Woelk äußerst treffend. Gerade solche kleinen Momente halten unserer heutigen Gesellschaft einen Spiegel vor und machen den Roman so zeitnah. Trotz vieler starker Ansätze hätte ich mir an manchen Stellen allerdings mehr Tiefe gewünscht. Einige Themen werden eher angerissen als wirklich ausgearbeitet. Die Homosexualität von Ruths Vater verläuft beispielsweise etwas im Sande, ebenso die beginnende Affäre mit dem unter RAF-Verdacht stehenden Harald. Andererseits passt genau das vielleicht auch zum Konzept des Romans. Denn nicht jede Geschichte findet eine klare Auflösung, manches verliert sich einfach im Alltag und bleibt fragmentarisch, genau wie im echten Leben. „Hellere Tage“ ist ein Roman über gesellschaftliche Umbrüche, persönliche Krisen und die Frage, wie man sich selbst immer wieder neu erfindet. Trotz aller Schwere bleibt am Ende ein hoffnungsvoller Ton zurück und die leise Erinnerung daran, dass nach dunklen Zeiten eben doch wieder hellere Tage kommen können. Für mich ein kluger, aktueller und sehr menschlicher Roman.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    4/5

    27.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Neuorientierung einer Frau nach ihrem sanften Fall

    Der neue Roman "Hellere Tage" von Ulrich Woelk schließt thematisch an seinen Vorgängerroman "Mittsommertage" an. Letzteren habe ich allerdings nicht gelesen, ich beurteile also das neue Buch unabhängig davon. Im Zentrum der Handlung steht Ruth, eine etablierte Universitätsprofessorin für Philosophie, die in der letzten Zeit einige Rückschläge einstecken musste: nachdem öffentlich wurde, dass sie als verblendete, radikale junge Frau gemeinsam mit anderen einen Strommast gesprengt hatte, ist ihr Karrierefortschritt ins Stocken geraten, auch wenn sie immer noch über eine sehr gute, etablierte Position verfügt und auch finanziell gut abgesichert und sozial eingebettet und vernetzt ist. Die Ehe mit ihrem Mann Ben ist zu Ende, er ist nun mit einer viel jüngeren Frau zusammen, möchte aber am liebsten immer noch in der ehemals gemeinsamen Wohnung bleiben, auch wenn er sich nicht wirklich leisten kann, Ruth auszuzahlen. Bens Tochter und Ruths Ziehtochter Jenny, eine junge Frau im frühen Erwachsenenalter, irrt orientierungslos durch das Leben und durch wechselnde Beziehungen, wohnt mit anderen in einem besetzten Haus und ist sich nicht ganz sicher, was es für ihre Beziehung zur Ziehmutter bedeutet, dass diese nun nicht mehr mit dem Vater zusammen ist. Dazu gibt es noch einen sehr alten und dann sterbenden Vater von Ruth, dessen Briefe an einen alten Freund sie liest und die für sie ebenfalls einiges in Frage stellen. Es geht somit um eine Frau, die eigentlich ganz gut im Leben stand und immer noch vergleichsweise sanft fällt, aber doch in den mittleren Lebensjahren so einiges, was sie als Gewissheiten angesehen hatte, in Frage stellen und sich neu orientieren muss. Das Buch ist - mit ganz wenigen Ausnahmen, in denen zu Jennys Perspektive gewechselt wird - überwiegend aus der Sicht von Ruth geschrieben. Wir erleben die Enttäuschung der Universitätsprofessorin über den Verrat des Ehemannes und die berufliche Degradierung, und ihre zaghaften Versuche, durch sexuelle Abenteuer einen zweiten Frühling zu erleben, sowie ihr Bemühen um das Aufrechterhalten oder Wiederherstellen einer guten Beziehung zu Jenny. Eingebettet in die Handlung sind viele Themen, die insbesondere in der linksliberalen Szene derzeit eine große Rolle spielen: von der Legitimität zivilen Ungehorsams oder aktiven Widerstands durch Sabotageakte über Fleisch essen oder nicht bis zu verschiedensten sexuellen Orientierungen. Damit reiht sich das Buch perfekt in den aktuellen Zeitgeist ein, stellt zugleich aber auch immer wieder die Frage, wie die porträtierten Personen - und damit in Identifikation mit diesen auch wir als Leserinnen und Leser - sich zu diesen Themen positionieren möchten und was diese Stellungnahme für unsere nahen Sozialbeziehungen bedeutet. Somit ist es sehr geeignet für ein Reflektieren der Zeit, in der wir leben, und der Haltung, die wir selbst zu aktuellen Themen einnehmen möchten. Das Buch liest sich insgesamt unterhaltsam, leicht und durchaus interessant, auch wenn mir die meisten Charaktere und insbesondere Ruth emotional nicht sehr nahe gegangen sind. Inhaltlich habe ich die Vermutung, dass ich durchaus davon profitieren hätte können, das Vorgängerwerk davor gelesen zu haben, weil sich manches dann vielleicht noch anders eingeordnet hätte. Insgesamt ist das Buch aber natürlich auch als eigenständiger Band gut lesbar und verstehbar.

  • begine

    aus Lemwerder

    4/5

    03.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Es geht weiter

    Hellere Tage, von Ulrich Woelk ist die Fortsetzung von Mittsommertage. Ruth Lember ist Professorin der Philosophie. In diesem Band erzählt sie, wie ihr Leben weiter geht. Sie erfährt nach dem Tod ihres Vaters, das er homosexuell veranlagt war. Sie ist da sehr bedrückt, aber ich meine , für sie hat sich da nichts geändert. Der Autor beschreibt ihre Emotionen gekonnt. Die politische Lage wird auch eingeflochten. Die Auseinandersetzungen mit ihrer Ziehtochter sind normal. Der Roman lässt sich wie der Vorgänger, wieder gut lesen.

  • anonym

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    24.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fortsetzung von "Mittsommertage"

    Dieser Roman ist der Fortsetzungsband von „Mittsommertage“. Erneut geht es um Ruth, jetzt 56, Ethikprofessorin an der Berliner Humboldt-Universität. Gerade hat sie sich von ihrem untreuen Ehemann Ben getrennt und ist ihr alter Vater verstorben. Sie sehnt sich nach einem neuen Partner, den sie in dem linksautonomen Harald meint, finden zu können.    Die Geschichte lässt sich ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes lesen. Mir war zunächst nicht einmal bewusst, es mit der Fortsetzung eines früher von mir gelesenen Romans zu tun zu haben. Der Leser erhält einen kompakten Überblick über alles Wesentliche aus der Vergangenheit der Protagonistin. Immer wieder, m.E. zu oft, wird dabei auf ihre Jahrzehnte zurückliegende Rolle als Aktivistin in der Klimabewegung und einen von ihr verübten Anschlag auf einen Strommast eingegangen. Auch andere Vorkommnisse aus ihrem früheren Leben werden gebetsmühlenartig wiederholt, wie etwa ihre erste Liebesbeziehung zu einem ihrer Professoren. Etwas banal erscheint mir, wie Ruth sich so schnell dem WG-Bewohner Harald hingibt und gleich an eine nachhaltige Zukunft mit ihm denkt. Auch die von ihr post mortem entdeckte Homosexualität ihres Vaters zeugt von Banalität. Positiv empfand ich, dass aktuelle Probleme wie der Anschlag auf das Brandenburger Tesla-Werk oder die Festnahme der ehemaligen RAF-Terroristin Klatte eingebunden werden. Ebenso interessant ist, wie philosophische Themen Eingang in die Geschichte finden. Die Protagonistin als solche, ist nicht gerade Sympathieträger, da sie eher unnahbar und distanziert wirkt. Das schmälert aber nicht, dass der Roman anschaulich und lesenswert ist.  

  • Kwinsu

    aus Salzburg

    3/5

    13.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grüße des Zeitgeists

    Ruth ist Universitätsprofessorin für Philosophie und ihr Leben gerät ins Wanken, als aufgedeckt wird, dass sie als junge Frau und Umweltaktivistin an einem Anschlag an einem Strommasten beteiligt war. Sie ist Mitte fünfzig, hat sich vor einiger Zeit von ihrem Mann getrennt, nachdem dieser eine Affäre mit einer wesentlich jüngeren Frau begann und ist jetzt offen für neue Abenteuer, auch wenn sie ihrem Ex immer noch gram ist. Auch ihr Verhältnis zu ihrer Ziehtochter Jenny ist mittlerweile distanziert, aber Ruth arbeitet daran, dies wieder zu ändern. Als ihr Vater dann noch stirbt und sie sein gut gehütetes Geheimnis entdeckt, stellt sie all ihre Beziehungen in Frage - und philosophiert darüber. Ulrich Woelk setzt mit "Hellere Tage" seinen Erfolgsroman "Mittsommertage" fort. Ich kannte den 1. Teil nicht, kam größtenteils aber gut mit der Geschichte mit. Der Schreibstil des Autors ist eingänglich und ich habe das Buch recht gern gelesen, nachhallen tut es bei mir aber überhaupt nicht mehr. Daweil greift der Autor allerhand wichtige und gegenwärtige Themen auf: wie geht es einer Frau in der Wissenschaft, wie ist es kinderlos zu sein und doch ein Ziehkind zu haben, mit dem man sich verbunden fühlt, wie geht eine Frau mittleren Alters mit ihren Bedürfnissen um, wie soll sich Frau ihrem Ex-Partner gegenüber verhalten, der sich entschloss, sich in eine Jüngere zu verlieben, was bedeutet Besitz, wie lässt man einen Elternteil, der sein Leben honorig gelebt hat, gehen, wie geht man mit der Homosexualität von nahen Angehörigen um, wie handhabt man unerwartete Situationen, wie geht man mit jemanden um, der einem unbekannt vertraut ist und bei dem man feststellen muss, dass er politisch zum Extremen tendiert, man selbst auch durchaus die Einstellungen nachvollziehen kann, und so weiter uns so fort. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich Ruth einfach so treiben lässt, ihre Entscheidungen, die sie trifft, sind oft intuitiv, nicht immer nachvollziehbar, sie ist neugierig, das muss man ihr zugute halten. Genauso kann man den Groll ihrem Ex-Partner gegenüber verstehen, dass sie ihn einfach nicht so davon kommen lassen will, auch weil er sie unter Druck setzt und ihr Schuldgefühle einreden mag, die sie einfach nicht haben muss. Die Beziehung zu ihrer Ziehtochter Jenny ist angespannt, hier wäre es vermutlich sinnvoll, den Erstroman zu kennen. Jenny hatte eine toxische Beziehung, wir erfahren, dass ihr Partner als Student von Ruth eine gewisse Obsession ihr gegenüber entwickelt hat und es kann gemutmaßt werden, dass er Jenny dazu missbraucht, um Ruth näher zu kommen. Er erniedrigt Jenny und sie lässt es sich gefallen, denkt sogar in die Richtung, sich ihm völlig zu unterwerfen, ihm Untertanin zu sein, was durchaus abstoßend anmutet. In die Tiefe gehen diese Gedanken Jennys aber nicht, vermutlich wäre versteht man diese Figur besser, wenn man "Mittsommertage" gelesen hat. Der Roman reißt so viel Themen an, ohne in die Tiefe zu gehen, dass man die Protagonistin Ruth gar nicht so genau kennenlernen kann. Sie ist wenig fassbar, doch irgendwie selbst bestimmt, manchmal emotional, manchmal abgeklärt, manchmal naiv und manchmal stur, aber für mich überhaupt nicht greifbar. Schade, dass sich der Autor nicht dazu entschlossen hat, entweder ein umfangreicheres Buch zu schreiben, in dem man seinen Haupt- und Nebenfiguren näher kommt oder sich auf einige wenige Aspekte zu beschränken. So bleibt Ruth, Jenny und all die anderen blass, nicht immer nachvollziehbar und vergisst sie folglich auch wieder schnell. Mein Fazit: "Hellere Tage" ist ein Roman der mit viel Zeitgeist grüßt, der aber aufgrund der Vielfalt der angeschnittenen Themen den Figuren zu wenig Entwicklung und Tiefgang ermöglicht. Er ist zwar gut zu lesen, hallt aber leider nicht nach.

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Bewertungen (6)

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  • Zum Bewerterprofil von Christel Engeland

    Christel Engeland

    Thalia Rheinbach

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    4/5

    22.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Stimmiges Gesellschaftsporträt

    "Hellere Tage" erzählt aus dem Leben von Ruth Lember, einer Mittfünzigerin und Philosophie-Professorin an der Humboldt-Universität in Berlin. Die Handlung spielt 2024 und setzt eineinhalb Jahre nach den Geschehnissen aus "Mittsommertage" (grandioses Buch!) ein. Ruth lebt nach der Trennung von ihrem Mann Ben nun allein in Berlin-Moabit, die Beziehung zu ihrer Ziehtochter ist fragil, ihr Lehrstuhl wurde beschnitten und nun tun sich auch noch Dinge in der Vergangenheit ihres Vaters auf, die ihre Identität erschüttern. Hellere Tage ist ein gelungener Roman über das Verlieren von Gewissheiten und einer Frau auf der Suche. Woelk Beschreibung bestimmter Milieus und Altersgruppen finde ich sehr gelungen. Gut geschrieben ist der Roman sowieso.

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