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Jacky Roman | Der französische Bestsellerautor mit einem bewegenden autofiktionalen Vaterroman

1

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.04.2026

Verlag

Piper

Seitenzahl

176

Maße (B/H)

12,8/21 cm

Gewicht

286 g

Farbe

Rot

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Lena Müller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07454-4

Beschreibung

Rezension

»jetzt schon (...) eine der großen literarischen Entdeckungen der letzten Jahre« ("WDR - Westart")
»Mit einer sensiblen, schnörkellosen Sprache begeistert Anthony Passeron nach ›Die Schlafenden‹ auch mit seinem zweiten Familienroman.« ("Frankreich Magazin")
»Anthony Passeron (legt) eine gelungene Verknüpfung von individueller und globaler Geschichte vor.« ("(A) Buchkultur - Das internationale Buchmagazin")
»(Es) besteht kein Zweifel, dass es mit Anthony Passeron eine neue Stimme in der französischen Literatur gibt, deren Entwicklung man gespannt verfolgen wird.« ("(A) Die Presse")

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Erscheinungsdatum

30.04.2026

Verlag

Piper

Seitenzahl

176

Maße (B/H)

12,8/21 cm

Gewicht

286 g

Farbe

Rot

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Lena Müller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07454-4

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

Email: info@piper.de

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  • Lust_auf_literatur

    4/5

    13.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Jacky

    Der Debütroman „Die Schlafenden“ von Anthony Passeron, der nicht nur in Frankreich sondern auch international ein großer Erfolg war, hat mir so gut gefallen, dass ich schon sehr gespannt auf seinen zweiten Roman war. Auch in „Jacky“ bewegt sich sein Erzähler wieder im gleichen Milieu und in der gleichen Familie wie in „Die Schlafenden“. Aber während Passeron „Die Schlafenden“ ganz dem Onkel des Erzählers widmet und dem Einbruch von Drogen und HIV in die französische Provinz, dreht sich in „Jacky“ alles um den Vater des Erzählers und dessen Lebensgeschichte. Ein „Jacky“ ist eine „Art Hinterwäldler, die in einer Schrottkarre voll bescheuertem Technikkram durch die Gegend fährt.“ Und Jacky ist der Spitzname des Vaters des Erzählers. „So erfuhr ich zum ersten Mal von diesem Ausdruck, der auf alle Typen meiner Kindheit zutraf. Es gab ein Wort für die Männer aus der Welt, in der ich aufgewachsen war, und dieses Wort war der Name meines Vaters.“ Parallel zur dieser Geschichte beschreibt Passeron welche Rolle Videospiele in der Beziehung zwischen dem Erzähler und seinem Vater gespielt haben. Wie schon in seinem Vorgängerroman verknüpft Passeron die persönliche Geschichte des Erzählers mit fachlichen Kapiteln. Hier mit Kapiteln, die sich der allgemeinen Entwicklung und der Historie von Videospielen widmen. Mir gefällt diese Mischung aus Roman, Memoir und Sachbuch ziemlich gut. Der junge Erzähler, der fast im gleichen Jahr geboren wurde wie ich, entdeckt (anders als ich) schon früh seine Leidenschaft für Videospiele. Auch sein Vater Jacky und sein Bruder teilen diese Faszination für die digitalen Welten. Für die Männer der Familie wird die Konsolen zum gemeinsamen Zufluchtsort aus der Tristesse des französischen Provinzalltags der 80er. Der Erzähler liebt das gemeinsame, verbindende Zocken mit dem Vater, der sonst nur wenig Zeit für die Kinder hat. Doch immer mehr Schicksalsschläge wie der Tod des Onkels und die HIV-Erkrankung dessen Tochter (die in „Die Schlafenden“ thematisiert werden) lassen die Unbeschwertheit verschwinden. Bald kann und will der Vater den immer komplizierteren Computerspielen, die auf den Markt drängen nicht mehr folgen. Etwas geht unwiderruflich verloren. Du liest gerne die Romane des Franzosen Édouard Louis? Dann solltest du auf die Romane von Anthony Passeron unbedingt auch einen Blick werfen. Ich finde, er erzählt ebenfalls super lesenswerte Autofiktion, allerdings ohne die literarische Verdichtung (oder Selbstverliebtheit, wie manche sagen) die die Bücher von Louis zu Bestsellern gemacht haben. Mir hat „Jacky“ trotz des komplett anderen Themas als in „Die Schlafenden“ wirklich sehr gut gefallen, und ich möchte zweifellos auch den nächsten Roman des mittlerweile als freier Schriftsteller lebenden Franzosen lesen!

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    Alex Husnik

    Thalia Mayersche Lüdinghausen

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    4/5

    09.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Gaming of Age

    Ich wundere mich manchmal darüber, dass Videospiele - immerhin eine Branche, die mittlerweile mehr Umsatz macht als Film und Musik - so selten Thema in der Literatur sind. Aber vereinzelt gibt es sie, Romane wie beispielsweise „Echtzeitalter“ von Tonio Schachinger, in dem das Echtzeitstrategiespiel „Age of Empires“ eine tragende Rolle hat und der 2023 sogar den Deutschen Buchpreis gewann. Auch Passerons autofiktionaler Text setzt sich mit Gaming auseinander und zwar in einer Art, die sich meiner Meinung nach geradezu aufdrängt, aber (zumindest meines Wissens nach) so noch nie literarisch verarbeitet wurde: Der Autor kombiniert Coming of Age mit der Geschichte der Videospiele. Denn ein Aufwachsen in den 80er und 90er Jahren lief parallel zur Entstehung und Evolution dieser Branche. In Passerons Buch ist das Gaming Rettungs- und Ankerpunkt für den Ich-Erzähler und seinen Bruder und die einzige Möglichkeit für sie, mit ihrem psychisch belasteten und titelgebenden Vater Jacky in Kontakt zu kommen. In den Videospielen finden sie Zuflucht und Trost - Dinge, die ihnen in einer wirtschaftlich und sozial schwierigen Region und in ihrer dysfunktionalen Familie abgehen. Doch je komplexer und technisch fortschrittlicher die Spiele in den 90er Jahren werden, desto weniger ist der Vater an ihnen und seinen Söhnen interessiert. Er sehnt sich nach der Einfachheit der frühen 80er zurück und entfremdet sich immer mehr von seiner Familie und der Gegenwart. Passeron beschreibt diese Entwicklung in einer glasklaren Sprache, die mir gut gefallen hat. Ebenso positiv fand ich, dass Videospiele nicht verteufelt werden und nicht das Klischee des spielsüchtigen, soziophoben Stubenhockers bedient wird, sondern das Gaming hier ein Lichtblick und ein verbindendes Element in einer ansonsten eher düsteren und einsamen Kindheit ist. Die volle Punktzahl gebe ich nur deshalb nicht, da die Einschübe über die Geschichte der großen Videospielfirmen wie Atari, Nintendo oder Sega etwas wikipediamäßig daherkommen, interessant zu lesen sind sie aber dennoch.

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