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Sie wollen uns erzählen Roman

78

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

32906

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,7/12,9/2,3 cm

Gewicht

312 g

Farbe

Graugrün / Anthrazit

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07521-4

Beschreibung

Rezension

»Eine der spannendsten, vielseitigsten Autorinnen der deutschsprachigen Gegenwart. Jedes ihrer Bücher hat einen neuen Ansatz, ist überraschend und stets ausgesprochen klug.« Christoph Schröder
»Eine rasante, ganz tolle Erzählerin, die es unglaublich schnell schafft, Situationen herzustellen und Figuren greifbar zu machen.« Sandra Kegel, SWR Bestenliste, 02.06.26
»Die wirklich originelle Sprache von Birnbacher, zeichnet sich außerdem durch einen wirklich großen Humor aus ... Ich bin wild begeistert... Es ist eine große literarische Leistung, uns die Lebenswelt eines Neunjährigen so anschaulich zu werden lassen, dass man sich an seine eigene Kindheit unwillkürlich erinnerit.« Denis Scheck, SWR Bestenliste, 02.06.26
»Birnbacher erreicht mit diesem Roman eine außerordentliche Intensität.« Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 16.05.26
»Wenn man dem Roman etwas vorwerfen will, dann vielleicht seine Konsequenz: Er verweigert die große Dramatisierung zugunsten einer permanenten leisen Reibung. Doch gerade darin liegt seine literarische Kraft. Birnbacher zeigt einmal mehr, dass das Politische nicht im Ereignis liegt, sondern in den Strukturen – und in den Geschichten, die wir über uns selbst und andere erzählen. Und vielleicht ist das auch die eigentliche Zumutung dieses Romans: dass er sich weigert, seine Figuren zu erklären. Stattdessen zeigt er, wie schnell wir selbst beginnen, es zu tun. Sie wollen uns erzählen ist damit weniger ein Roman über Abweichungen als über den Drang, sie zu benennen – und entlarvt genau darin die Gewalt, die im scheinbar harmlosen Erzählen liegt.« Sophia Zessnik, taz, 02.05.26
»Ein bedeutende Beitrag zu ADHS - inhaltlich wie literarisch.« Michael Luisier, SRF Kultur, 21.04.26
»Ein wunderbar konzentrierter, berührender Roman, der mit literarischer Finesse vermittelt, wie verschieden unsere Wahrnehmung ist – ganz egal, ob wir ‚knisternde Nerven‘ haben oder nicht.« Andrea Gerk, WDR Westart Lesen, 08.04.26
»Birnbacher erzählt mit feinem Witz und Tiefgang von einer Mutter-Sohn-Beziehung, in der ADHS nicht zum Defizit, sondern einer anderen Wahrnehmung wird ... Wie man sich durch Geschichten gegenseitig bestärken kann, wie Erzählen tröstet und rettet, davon erzählt dieser starke, berührende Roman.« Elke Schlinsog, DLF Kultur, 28.03.26
»Wieder gelingt Birgit Birnbacher das Kunststück, aus dem Leben Literatur zu destillieren; aber so, dass es auch in literarisierter Form noch immer nach prallem Leben riecht … Die teilnehmende Beobachtung ohne bewertende Vereinnahmung, ist die Schreibhaltung, die Birgit Birnbacher auszeichnet ... Ein leidenschaftliches Plädoyer für das Nicht-Normative, das Nicht-Konformistische, für den Wildwuchs.« Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 28.03.26
»Birgit Birnbacher ist eine glanzvolle Erzählerin und eine elegante Stilistin, der es mühelos gelingt, in ihrer österreichischen Road-Novel viel Witz mit leichtfüssigem Ernst zu vereinen.« Rainer Moritz, NZZ, 25.03.26
»ADHS, das zeigt dieser herausragende Roman, ist mehr als eine Diagnose. Es bedeutet eine andere, vielleicht sogar intensivere Gefühlswelt,
von der Menschen, die sich aus welchen Gründen auch immer für normal halten, eine Menge lernen können ... Eine ungemein berührende, manchmal unheimliche Geschichte, die gleichwohl ein bildstarkes und beruhigendes Ende findet.« Carsten Otte, SWR Kultur, 17.03.26
»Es wird nicht einfach beschrieben, sondern durch die Geschichte veranschaulicht - eine Art literarische Empirie, könnte man sagen ... Literatur kann uns vielleicht helfen, einander besser zu verstehen. Birgit Birnbachers Roman zeigt, wie das gelingen kann.« Daniel Grabner, FM4, 17.03.26
»Mit schnörkelloser und zugleich hochliterarischer Sprache rückt Birnbacher stets nahe an Figuren heran, die sich abseits klassischer Erfolgsbiografien bewegen … Ein berührender und zugleich witziger Text und eine zarte Geschichte der Selbstermächtigung.« Paula Pfoser, Ö1, 17.03.26
»Birnbacher kann's! ... Birnbacher entwickelt einen ganz eigenen, lebensechten Ton beim Schreiben … Es bleibt ein anderes Fühlen und Verstehen für etwas Wesentliches aus der Wirklichkeit. Das kann gute Literatur.« Wolfgang Schütz, Augsburger Allgemeine, 14.03.26
»Birnbachers einfühlsames, humorvolles und zugleich gesellschaftskritisches Porträt einer Mutter-Sohn-Beziehung nähert sich aus der Perspektive des Alltags.« Irina Kilimnik, Presse Spectrum, 14.03.26
»Birnbacher beherrscht eine Sprache, eine Fantasie, die angstlos dem Vorurteilsbehafteten entgegentritt … Der Roman entwickelt einen unglaublichen Sog, weil sie eine Meisterin kleiner Cliffhanger ist … und findet Sprache für Sprachlosigkeit.« Bernhard Flieher, Salzburger Nachrichten, 14.03.26

Produktdetails

Verkaufsrang

32906

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,7/12,9/2,3 cm

Gewicht

312 g

Farbe

Graugrün / Anthrazit

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07521-4

Herstelleradresse

Zsolnay-Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Eva

    5/5

    30.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Freude, nicht ins Schema zu passen

    Neurodiversität zu erklären ist eine Sisyphusarbeit. Umso glorreicher, dass die großartige Erzählerin Birgit Birnbacher einen herausragenden Roman geschrieben hat, der zwei Menschen zu Held*innen macht, die nicht ins Schema passen. Fern von jedem pädagogischen Auftrag erzählt sie eine rasante, humorvolle, wunderbare Geschichte um zwei Menschen, deren Innenleben knistern und flirren. Literarisch entfacht sie von Anfang an ein Feuerwerk. Immer wieder spiegelt sie das Innere im Äußeren, transferiert die erlebte Innenwelt in die literarische Form. Oz hat ADHS, Ann auch. Oz hat es nie leicht, aber jetzt war da die Sache mit dem Hasen in der Schule. Er visualisiert sich eine kleine Katastrophe herbei, die seine Mutter vom Hasendrama ablenkt. Tatsächlich, als er nach Hause kommt, ist die Oma, die in den Bergen lebt, verschwunden. Eine Reise beginnt. Die anderen fahren auf Autobahnen, geradlinig, hintereinander, gelangen schnell zum Ziel. Ozzy und seine Mutter befinden sich auf den Nebenstrecken, den Abzweigungen, Irrwegen, Umwegen. Da ist es einfach spannender. Nicht abzubiegen ist keine Option. Die Mutter Ann weiß genau, was das bedeutet. Empathisch und bestimmt widerspricht sie den Zuschreibungen der Pädagogen, der Gesellschaft, der nahen Verwandten, die nicht verstehen, versucht, ihren Sohn vor einer Stigmatisierung zu schützen und hinterfragt einleuchtend den Begriff von Normalität. Sie möchte ihrem Sohn mitgeben, dass er richtig ist, wie er ist, nur dass es eben manchmal einer Anpassung bedarf, wo es nicht anders geht. Ann ist im Innergebirge aufgewachsen und konnte mit ihrer ganzen überschüssigen Energie frei laufen, er wächst in der Stadt auf und sieht sich mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert. Reize, Einflüsse, Erwartungen. Und so wirkt auch die Umgebung zurück auf das Sein, die Grenzen sind offen. Es ist eine Kunst, glaubhaft in die Gedankenwelt eines Neunjährigen einzusteigen und die verschlungenen Wege eines sprunghaften Geistes einzufangen. Die Sprache spiegelt die Unruhe, fängt die Freude am Außergewöhnlichen, die Einsamkeit neurodiverser Menschen. Die Sätze springen, die Geschichte wird unglaublich spannend. Die Figuren sind das stärkste an diesem Roman. Mit Hingabe und Präzision erzählt Birgit Birnbacher von Menschen in einer Welt, in deren Regeln sie nicht passen und öffnet den Blick weit hinter das Persönliche der Figuren. Sie erzählt vom Erzählen als lebensrettende Maßnahme, von einer intensiven Gefühlswelt, dem Zorn, dem Brodeln und der Absurdität gesellschaftlicher Normvorstellungen in einer überreizten Gegenwart. Das ist ganz, ganz groß.

  • Bewertung

    5/5

    01.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine sehr gute Erzählung

    Die Autorin Birgit Birnbach beschreibt in ihrem Roman die Geschichte eines kleinen Jungen, der zu lebhaft ist, man nennt das hyperaktiv, er fällt also gern mal auf. Das Anderssein stört, zumindest die Umgebung, die Schule und überhaupt. Er, der kluge Ozzy darf nicht so sein, wie er ist. Ann, die Mutter ist seinem Verhalten ja nicht unähnlich, sie versteht ihn ja, wie es ihm geht, aber sie ist auch überfordert mit der Erziehung, sie muss es ja den anderen recht machen. Sie liebt ihr Kind abgöttisch, gleichzeitig will sie ihn fördern, ihn in normale Bahnen lenken, seine Lebhaftigkeit bremsen, aber auch mit Hilfe, wenn nötig. Ozzy versteht seine Mutter gut, er will es ja auch. In den Schulferien soll er in ein Kindercamp. Doch zuvor müssen sie noch zur Oma fahren, die macht Probleme, sie ist in einer psychischen Notlage. Dann gibt es auch noch die schräge Tante, die wieder ganz anders tickt und gerade eine ganz andere Lebensform ausprobiert. Durch die plötzlichen schwierigen Ereignisse nähert sich die Familie, die lange nichts mehr miteinander zu tun hatte, wieder an. Man spürt, welcher Balanceakt hier in diesem Mutter-Kind-Verhältnis zu bewältigen ist. Birgit Birnbach verwendet eine außergewöhnliche Sprache, sie erzählt mit Humor und fordert die Leser leise auf, nachzudenken, welchen Kampf es braucht, die Unterschiedlichkeit, die Unangepasstheit anzunehmen und in der Gesellschaft zu verteidigen.

  • Bewertung

    aus Oschersleben

    5/5

    27.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Poetisch

    Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Schon der erste Moment hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Cover ist sehr schön gewählt und lädt zum Lesen ein. Der Titel klingt vielversprechend und die kurze Inhaltsbeschreibung macht Lust auf mehr. Es geht um Oz, der ADHS und andere Probleme hat und seine flirrende Mutter, die ihn beschützen will, aber auch um die Oma, die in den Bergen lebt und plötzlich verschwindet. Die schillernden Persönlichkeiten sind besonders und es macht Spaß über sie zu lesen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Das Buch hat ein Herz für die Randfiguren unserer Gesellschaft und deren Vorverurteilung, deshalb regt das Buch auch auf sehr unterhaltsame Art zum Nachdenken an. Der Schreibstil ist poetisch und detailreich. Die Schauplätze der Handlung fand ich sehr schön. Ich empfehle das Buch deshalb weiter.

  • Philo

    aus Frankfurt a.M.

    5/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ungeheuer spannend ud gut erzählt

    Dieses Buch hat mich mitgenommen in eine Welt, die mir bisher weitgehend unbekannt war. Zwar kenne ich ADHS, aber so nahe gebracht wurde mir das bisher nicht. Oz hat ADHS und tut sich schwer in seiner normalen Umgebung. Auch seine Mutter Anne hat ADHS, was bei ihr als Kind aber nicht diagnostiziert wurde, sondern als zu lebhaft und quirlig bezeichnet wurde. Oz ist ein empfindsamer Junge, der sich voll und ganz auf seine Mutter eingestellt hat. Er weiß genau, wann und wie er ihre Aufmerksamkeit erreichen kann, aber nach der Zeugnisausgabe, in dem ihm der Übergang zum Gymnasium bestätigt wird, hat er noch einen Brief von der Schule erhalten, von dem er nicht weiß, wie er seiner Mutter den Inhalt erklären soll. Aber die Mutter interessiert sich gar nicht für den Brief. Sie hat andere Sorgen. Ihre Mutter ist aus der Klinik weggelaufen. Sie will sich dort nicht operieren lassen. Kurzentschlossen begeben sich Mutter und Sohn auf die Suche. Dieses Buch ist etwas ganz besonderes. Die Autorin erzählt mit viel Feingefühl und Empathie die Geschichte von Oz, den ich ins Herz geschlossen habe. Er ist absolut zuverlässig und wißbegierig und trägt viel zur Rettung der Oma bei. Daß sein Vater die Familie verlassen hat, weil er sowohl seine Frau als auch seinen Sohn für zu schwierig befindet, ist feige und rücksichtlos. Er hätte sich mit seiner Familie auseinandersetzen sollen. Daß Oz seiner verantwortungslosen Tante, die ihn in einem Feriencamp abgeben sollte dies aber nicht tut, davonläuft, zeugt von Entschlossenheit und Selbstverantwortung. Er will zurück zu seiner Mutter. Dort fühlt er sich geborgen. Die Autorin hat ihren Lesern Menschen mit ADHS und ihren besonderen Fähigkeiten nahegebracht. Dafür meinen Respekt und meine Anerkennung und eine besondere Leseempfehlung.

  • stina23

    5/5

    17.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Knisternde Nerven, die stark verbunden sind

    Er wollte doch nur das Richtige tun. Sein Verhalten wird missverstanden, ist es ja auch recht außergewöhnlich. Er kämpft mit dem Richtigsein. Sie kämpft ebenfalls damit, wie auch mit ihrer eigenen Richtigkeit und vor allem kämpft sie aber für ihn. Ozzy und seine Mutter Ann haben knisternde Nerven, wie Ann es ausdrückt. Bei Ozzy wird ADHS diagnostiziert, bei seiner Mutter wurde das in ihrer Kindheit nicht. Sie wurde einfach als wild eingestuft. Ozzy wird auch in Schubladen gesteckt. Schubladen, die verhindern, dass er in seiner Ganzheit gesehen und verstanden wird. Als eines Tages in der Schule ein Unglück passiert, auf das Oz so reagiert, dass es andere verstört, beginnen sich Ereignisse aneinanderzureihen, die den Jungen und seine Mutter außerordentlich fordern. Mich hat die Geschichte sehr berührt. Es waren die Passagen, die Ozzys innere Welt mit der Reaktion der Außenwelt in Vergleich brachten. Vieles von dem kam mir bekannt vor. Das Fehlen von Verständnis, dem richtigem Auseinandersetzen mit dem Menschen, der ein bisschen anders funktioniert und auch das Bedürfnis, diesen Menschen passend zu machen. Mit Ann, ihren Gedanken und ihrem Erleben, ging es mir da sehr ähnlich. Die Autorin erzählt die Geschichte der beiden sehr authentisch. Ich fand mich in vielem wieder und das berührt einfach. Ozzys Wunsch nach einer freien, unbeschwerten Zeit, in der einfach nichts von ihm gefordert wird. Seine Sorge, dass er das eingetretene Unglück visualisiert hat und damit daran Schuld ist. Anns Gedanke, dass alles, was passiert, nur dann wahr ist, wenn man es auch fühlen kann. Das ist mir alles in Variationen vertraut und von der Autorin gut recherchiert oder erlebt. Über all dem steht noch das wichtigste Thema: die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Mir gefällt der Schreibstil von Birgit Birnbacher sehr gut. Die oft unvermittelten Sprünge zwischen den Erlebenden/Erzählenden machen das Buch besonders und bilden für mich auch ein bisschen ab, wie Gedankenprozesse in einem neurodivergenten Gehirn funktionieren können. Die lockere und intelligente Erzählweise, sowie die schon erwähnten authentischen Charaktere machen die Geschichte angenehm lesbar. Für mich war das Lesen dieses Buches eine schöne gedankliche Reise, die häufig an meiner Realität angedockt hat und mich deshalb berührt hat.

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    Ulrike von Bargen

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    4/5

    08.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Chaotisch und voller Humor! Und absolut unkonventionell!

    Am Ende des Schuljahres kommt Oz mit einem dicken Kloß im Bauch nach Hause. Es ist nicht alles rund gelaufen, und er hofft, dass etwas noch Schlimmeres passiert, damit er den verhängnisvollen Brief der Schule einfach in der Schultasche lassen kann. Damit, dass die Sommerferien komplett anders werden als geplant, hat er allerdings nicht gerechnet. Einfühlsam und humorvoll schreibt Birnbacher über einen Jungen, der das Leben aus seiner ADHS geprägten Gefühlswelt erlebt (und schon viel darüber weiß, wie er sich helfen kann), und über eine Mutter, die zwischen der Sorge um ihren Sohn und der plötzlichen Verantwortung für ihre Mutter den Überblick verliert. Wie gut, dass es noch die durchgeknallte Tante Nell gibt. Ein virtuoses Lesevergnügen, dass mit einigen befremdlichen und ganz vielen glücklichen Lesemomenten aufwartet, und einem Ende, das noch lange ein warmes Gefühl im Bauch hinterlässt. Große Leseempfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von Monika Randermann

    Monika Randermann

    Thalia Sankt Augustin

    Buchhändler*in

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    4/5

    26.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Knisternde Nerven

    Mutter und Sohn haben Adhs und dann ist da noch die Sache mit dem toten Hasen. Oz traut sich nicht, seiner Mutter von dem Vorfall zu erzählen und den Brief von der Schule lässt er einfach mal eben verschwinden. Wir leiden mit dem achtjährigen Jungen, der verzagt auf einen guten Moment wartet, seiner Mutter den Vorfall zu beichten. Gleichzeitig verhält sich Oma Zäzilia plötzlich merkwürdig und bedarf der Unterstützung ihrer beiden Töchter. Kurzerhand fahren Oz und seine Mutter in das Bergdorf und treffen dort auf eine unorthodoxe Tante und die Oma, die sich absolut nichts mehr sagen lässt. Einfühlsam und humvorvoll erzählt die Autorin von einer ungewöhnlichen Familie und ihren ganz speziellen Eigenschaften.

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