Buchhändler/-innen im Portrait

Meine Lieblingsbuchhändler/-innen

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Ulrike von Bargen Buchhandlung: Thalia Bad Godesberg

0

Rezensionen

36

Follower

Meine letzte Rezension Buckeye von Patrick Ryan
In diesem Roman wird der kleine Ort Bonhomie im Bundesstaat Ohio zu einem Brennglas der amerikanischen Geschichte etwa zwischen 1920 und 1970. So friedlich und beruhigend gleichförmig das Leben in dieser Kleinstadt verläuft, so wenig friedlich ist der Lauf der Welt und die Rolle der USA darin. Kein Mann im Ort, der nicht aus einem dieser Kriege an Leib und Seele versehrt zurückgekehrt ist, wenn überhaupt… Wen das alles nicht betrifft, ist Call, der dank eines kürzeren Beins zur Kriegsuntauglichkeit verdammt ist. Ein wenig nagt es schon an seinem Stolz. Er darf das Werkzeuggeschäft seines Schwiegervaters führen. Seine Frau Becky ist in diesen unsteten Zeiten als Hellseherin sehr gefragt. Am 8. Mai 1945, dem Tag der Verkündung der Kapitulation Deutschlands, stürmt Margret in Cals Laden und drückt ihm einen Kuss auf den Mund. Dies führt zu einer kurzen Affaire. Margaret, die mit dem schüchternen aber sehr gut aussehenden Felix verheiratet ist, bekommt einen Sohn, genau wie Call und Becky. Nur Margaret weiß, dass von da an die beiden Familien auf untrennbare Weise miteinander verbunden sind. Dieser warmherzige Roman führt Leser ganz nah und mitten hinein in die kleinen, unscheinbaren Existenzen mit ihren großem Schicksalen. Man möchte immer weiterlesen!
ab 19,99 €
Produktbild Buckeye
5/5
  • Ulrike von Bargen
  • Buchhändler/-in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

5/5

Buckeye

In diesem Roman wird der kleine Ort Bonhomie im Bundesstaat Ohio zu einem Brennglas der amerikanischen Geschichte etwa zwischen 1920 und 1970. So friedlich und beruhigend gleichförmig das Leben in dieser Kleinstadt verläuft, so wenig friedlich ist der Lauf der Welt und die Rolle der USA darin. Kein Mann im Ort, der nicht aus einem dieser Kriege an Leib und Seele versehrt zurückgekehrt ist, wenn überhaupt… Wen das alles nicht betrifft, ist Call, der dank eines kürzeren Beins zur Kriegsuntauglichkeit verdammt ist. Ein wenig nagt es schon an seinem Stolz. Er darf das Werkzeuggeschäft seines Schwiegervaters führen. Seine Frau Becky ist in diesen unsteten Zeiten als Hellseherin sehr gefragt. Am 8. Mai 1945, dem Tag der Verkündung der Kapitulation Deutschlands, stürmt Margret in Cals Laden und drückt ihm einen Kuss auf den Mund. Dies führt zu einer kurzen Affaire. Margaret, die mit dem schüchternen aber sehr gut aussehenden Felix verheiratet ist, bekommt einen Sohn, genau wie Call und Becky. Nur Margaret weiß, dass von da an die beiden Familien auf untrennbare Weise miteinander verbunden sind. Dieser warmherzige Roman führt Leser ganz nah und mitten hinein in die kleinen, unscheinbaren Existenzen mit ihren großem Schicksalen. Man möchte immer weiterlesen!

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Wenn die Sonne untergeht
    • Ulrike von Bargen
    • Buchhändler/-in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    Wenn die Sonne untergeht

    So poetisch der Titel dieses neuen Buches von Florian Illies ist, so romanhaft liest sich dieses wirklich großartige Buch über die (Groß-)Familie Mann und die vielen, interessanten Menschen um sie herum. Man erhält einen außerordentlich lebendigen Eindruck über das Mannsche Familienleben, zunächst noch in München in der Poschinger Straße, dann in der Schweiz und schließlich in der äußerlichen Idylle von Sanary sur Mer. Dort nimmt Illies auch illustre Mitexilanten wie die Ehepaare Feuchtwanger und Huxley ins Visier. Sprachlich ist Illies Buch geprägt von einer wunderbaren Leichtigkeit, die aber nie die Ernsthaftigkeit und Tragik der Situation aus Blick verliert, der die Familie Mann ausgesetzt ist. Stefan Schad macht für mich dieses Hörbuch zum Besten, was ich dieses Jahr gehört habe!

  • Produktbild Nelka
    • Ulrike von Bargen
    • Buchhändler/-in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    Nelka

    Die Ukrainerin Nelka aus Lwiw kehrt in 90er Jahren noch einmal nach Schleswig-Holstein zurück, wohin sie während des 2. Weltkriegs als Zwangsarbeiterin verschleppt worden war. Jetzt, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, möchte sie ihrem Peiniger, dem Gutsverwalter, noch einmal als freier Mensch in die Augen sehen. Eindringlich und poetisch verflicht die Autorin Vergangenheit und Gegenwart. Die Zwangsarbeiterin Nelka kann sich zunächst vor den Annäherungsversuchen des Verwalters schützen, weil sie ihm ihr vom Vater erworbenes Wissen über die Apfelzucht verrät. Mit diesem erpressten Wissen wird das Gut nach dem Krieg zu einer großen, erfolgreichen Apfelplantage. Ich habe diesen Roman mit angehaltenem Atem gelesen. Leibers wunderbare Sprache, die ergreifende Geschichte von Nelka und ihr später Triumph, ist Stoff, der unter die Haut geht und im Gedächtnis bleibt!

  • Produktbild Stunden wie Tage
    • Ulrike von Bargen
    • Buchhändler/-in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    Stunden wie Tage

    Berlin in den 1940er Jahren. Martha wird von den Brüdern Henry und Ber Berkowitz als junges Mädchen als Hausverwalterin für ihr Schöneberger Mietshaus eingesetzt. Mit Fleiß und Sympathie für die Hausbewohner übt Martha ihre Tätigkeit aus. Ausserdem erfüllt es sie mit Freude, dass die kleine Liane Berkowitz, Tochter von Henry und seiner russischen Frau Katharina, häufig zu ihr kommt und sie eine zweite Mutter für dieses aufgeweckte und eigensinnige Mädchen wird. Was Martha nicht verhindern kann, ist das Eindringen des nationalsozialistischen Gifts in Ihre Hausgemeinschaft. Sie kann weder verhindern, dass Menschen das Haus verlassen müssen, noch kann sie Liane beschützen, die ihren ganz eigenen mutigen Weg geht. Auch die beiden Brüder und Hausbesitzer müssen das Land verlassen. In ruhigem, warmherzigen Ton erzählt die Autorin eine Geschichte vom Alltag im Nationalsozialismus, von Herzenswärme und Zusammenhalt in schweren Zeiten. Und sie setzt einem Leben ein Denkmal, dass wirklich gelebt wurde. Ganz große Leseempfehlung!

  • Produktbild Über allen Bergen
    • Ulrike von Bargen
    • Buchhändler/-in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    Über allen Bergen

    1942 wird der 12 jährige Vadim, Kind russisch/jüdischer Eltern aus Paris in die Berge, in den kleinen Ort Vallorcine, dicht an der Grenze zur Schweiz, verschickt. Ein junges Ehepaar nimmt ihn warmherzig auf. Nun ist er Vincent, der wegen seines Asthmas zur Erholung gekommen ist. Vincent ist fasziniert von der Natur, den Bergen, die er vorher noch nie gesehen hat, und von dem Leben der Menschen, das vom Rhythmus der Jahreszeiten, den Bedürfnissen der Tiere und der rauen, faszinierenden Landschaft geprägt ist. Immer wieder bekommt Vincent zu spüren, dass er eigentlich gar nicht zu diesen Menschen gehört, immer wieder muss er auch fürchten, entdeckt zu werden. Aber immer mehr wird er einer von ihnen. Bis eines Tages der Schutz des Dorfes vor dem Krieg nicht mehr ausreicht. In einer wunderbaren Sprache schildert Goby die Entwicklung des Jungen von dem blassen Pariser Vadim zu Vincent, der durch eine zarte Mädchenfreundschaft Skifahren und vieles mehr lernt, mit den Dorfjungen Mutproben gewinnt, und im Frühjahr beim Almauftrieb dabei ist. Der Leser lernt mit ihm, wie es ist, im Winter durch Lawinentunnel zur Schule zu gehen, ist überwältigt von dem blühenden Reichtum des Frühjahrs und der Kraft der Sonne nach dem langen dunklen Winter. Aber auch sein Heimweh und die Angst vor seiner Enttarnung sind Vincents stete Begleiter. Ein zarter Roman über die Berge und Menschen, die für Manche eine Rettung im Krieg waren.

  • Produktbild Moosland
    • Ulrike von Bargen
    • Buchhändler/-in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    Moosland

    Elsa und Sola kommen 1949 aus dem kriegsversehrten Deutschland nach Island, in der Hoffnung, dort vielleicht ein neues Leben beginnen zu können oder zumindest ihre Erinnerungen an den Krieg loszuwerden. Die Freundinnen folgen einem Ruf der isländischen Regierung, die auf diese Weise einem Arbeitskräftemangel auf den entlegenen Höfen entgegen wirken möchte. Elsa wird bei ihrer Ankunft freundlich auf „ihrem“ Hof empfangen. Es wird dort nicht viel gesprochen, gearbeitet dafür umso mehr. Der Alltag ist hart, es gibt keine Wasserleitungen, von Elektrizität ganz zu schweigen. Die Weideflächen der Schafe scheinen schier grenzenlos. Die Sprache bleibt für Elsa ein Mysterium. Dennoch spürt sie mit der Zeit, dass es etwas gibt, worüber in der Familie nicht gesprochen wird. Und eines Tages fast Elsa einen mutigen Entschluss. Dieser historisch sehr gut recherchierte Roman ist in einem ganz wunderbaren Stil geschrieben, der die Kargheit des Landes, die raue Herzlichkeit der dortigen Bevölkerung und Elsa's traumatische bedingte Verschlossenheit spürbar macht. Ein gut geführter Spannungsbogen sorgt dafür, daß man mit dem Lesen kaum aufhören kann. Große Leseempfehlung!

  • Produktbild Falls jemand fragt, wer wir waren
    • Ulrike von Bargen
    • Buchhändler/-in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    Falls jemand fragt, wer wir waren

    Es ist der Sommer 1953 in Halle. Tilla und Rena sind beste Freundinnen und genießen ihre freie Zeit in ihrem Geheimversteck, einem alten Eisenbahnwaggon auf dem Gelände der Eisenbahnfabrik. Doch eines Tages kommt Rena nicht. Während Tilla ihre Suche immer mehr ausweiten muss, merkt sie, dass von den Erwachsenen, allen voran ihrem Vater, der bei der neuen Staatsicherheit arbeitet, keine Antworten kommen. In der Stadt rumort es, die Spannungen zwischen dem Staatsapparat und den Arbeitern spitzt sich zu. Und Tilla ist plötzlich zusammen mit ihren Freunden mittendrin. Eva Kranenburg gelingt es ganz großartig, das Thema Freundschaft und erste Liebe mit Zeitgeschichte zu verbinden, die in jeder einzelnen Familie oft zwischen den Generationen ihre Spuren hinterlassen hat.

  • Produktbild Troja, später Nachmittag
    • Ulrike von Bargen
    • Buchhändler/-in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    Troja, später Nachmittag

    In diesem mitreißenden, farbigen Roman lernt man nicht nur den Trojaentdecker und Begründer der modernen Archäologie Heinrich Schliemann kennen, sondern man lernt zunächst den Pfarrerssohn Heinrich aus Ankershagen in Mecklenburg kennen, der zusammen mit seinen Geschwistern unter der Knute seines stets betrunkenen Vaters aufwächst, der zusammen mit seinem Bruder zum Arbeiten nach Rostock geschickt wird, der allmählich als Kaufmann in Amsterdam und Petersburg zu Reichtum, Ansehen und Einfluß kommt. Man lernt diesen Heinrich Schliemann in vielen Facetten kennen, den liebenswerten und den weniger sympathischen. Genausowenig, wie dieser seine Jugendliebe Minna Meinke je vergessen kann, läßt Heinrich die Faszination der griechischen Sagen nicht los, die er erstmals als Kind in der (damals gerade erschienen) deutschen Übersetzung im der Schloßbibliothek von Ankershagen für sich entdeckt hatte. Schließlich, als schwerreicher Mann, kann sich Heinrich Schliemann endlich seinen Kindheitstraum erfüllen. Er macht sich auf nach Griechenland, heiratet eine bildhübsche, junge Griechin und macht sich zusammen mit auf die Suche nach dem geheimnisvollen Troja, von dem er überzeugt ist, das existiert - und wird fündig. Sander gelingt es in kraft- und häufig auch humorvoller Sprache, den Menschen Heinrich Schliemann von Kindesbeinen an unverschnörkelt und in seiner Zeit verankert, wunderbar lebendig werden zu lassen mit all seinen Ecken und Kanten. Völlig begeistert bin ich von der Hörbuchversion, einmalig gut gesprochen von Max von Pufendorf!

  • Produktbild Broder
    • Ulrike von Bargen
    • Buchhändler/-in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    Broder

    Henning und Broder sind Zwillinge. Ein paar Minuten haben das Schicksal der beiden Brüder entschieden. Henning ist der Ältere und hat den Hof geerbt. Broder ist (inzwischen sein) Veterinär. Dicht, atmosphärisch und in ihrem immer etwas ruppig klingenden Hansen-Ton entwirft die Autorin ein Hof- und Dorfleben zwischen den Polen der beiden unterschiedlichen Brüder (mit ihren ebenso unterschiedlichen Familien). Hansen schafft tolle, eindringliche Charaktere wie den „alten Bahnsen“, der noch in hohem Alter ein Auge auf die große Herde hat - und zwar auf seine Art. Ellen Bahnsen, die Schwester, die der Nordseeküste den Rücken gekehrt hat und in Südfrankreich ein neues Leben begonnen hat. Wieder ist Dörte Hansen ein spannender, atmosphärisch dichter und sehr aktueller Roman gelungen.

  • Produktbild Palastplatte
    • Ulrike von Bargen
    • Buchhändler/-in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    Palastplatte

    Dieser Roman hat mich sehr begeistert! Henri und Mo, die ihre Ferien, statt wie ihre Klassenkameraden wegzufahren, auf dem Dach ihres Plattenbauhauses, im Freibad und in der Bücherei verbringen, waren mir auf Anhieb grundsympathisch. Genauso der ganze Sound des Romans. Gerade in den Schwimmbadszenen kommen eigene Jugenderinnerungen auf. Es bleibt aber nicht bei einer Erzählung einer sonnenflirrenden, innigen Mädchenfreundschaft in einer Plattenbausiedlung mit viel Freibad- und Schrebergartenatmosphäre. Die Zeit geht weiter, Henris Vater verändert sich zunehmend auf beunruhigende Weise. Henri muss lernen damit umzugehen und den Tatsachen ins Auge zu schauen. Dabei hilft ihr das Schreiben von Geistergeschichten. Es ist die zupackende, unprätentiöse Sprache und ein guter Spannungsbogen, der die Freundschafts- und Liebesgeschichte von Henri und Mo für mich zu einem der besten Romane diesen Jahres macht!

  • Produktbild Tutto bene
    • Ulrike von Bargen
    • Buchhändler/-in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    Tutto bene

    Der genialst, hinreißendste, witzigste, chaotischste und selbstkritischste Liebesroman, den ich je gelesen habe! Emma arbeitet und lebt quasi in einen Späti in Berlin und hofft, mit Hilfe ihrer Dating-App ihren Prinzen und mit ihm den Sprung in ein anderes, besseres Leben zu finden. Als dieser tatsächlich vor ihr steht, geht alles maximal schief. Ohne die frühreife Praktikantin Ingrid und den liebenswürdigen Nerd von nebenan und Dauerkunde Udo würde die Geschichte zu keinem guten Ende kommen. Eine Hymne auf die Freundschaft durch dick und dünn und auf den Glauben an die große eine Liebe!

Meine Rezensionen

Rezensionen

Rezensionsdatum: absteigend

Filter

Kategorie

Autor

Altersempfehlung

Sterne

Rezensionsdatum: absteigend