Die beiden Freundinnen Stoffel und Ca halten nichts von Einhörnern. Auch für Liebeskitsch sind die beiden nicht wirklich zu begeistern. Stattdessen lesen sie das beste Buch der Welt über die großen Fragen des Lebens – bis ihr KI-gesteuerter Mülleimer es versehentlich verschluckt. Na toll. Und jetzt? Ihre Suche nach dem besten Buch der Welt führt Stoffel und Ca unter die Meeresoberfläche, wo sie einen Meerjungjungen treffen, der ihre Freundschaft gefährlich ins Wanken bringt und sogar fast für Romantikkitsch sorgt.
Ein verrücktes Abenteuer mit Kichergarantie für junge Comic-Fans und erwachsene Vorlesende!
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Habt ihr mal Lust auf etwas anderes, auf etwas Verrücktes, Skurriles, auf eine chaotisch-lustige Geschichte, die einfach Spaß daran hat, so zu sein, wie sie ist?
Dann habe ich genau das Richtige für euch!
Und weil „Unter Wasser“ von Steffi Freitag eben so originell anders ist, habe ich auch mal etwas getan, was ich sonst nicht tue – ich habe mit Band 2 der Reihe angefangen, weil Wasser so schön zu Ferien passt.
Steffi Freitag ist hier Autorin und Illustratorin zugleich. Ihr Comicroman ist bei Fischer & Sauerländer erschienen und nach Band 1 „Unterirdisch – Ein Comicroman – selbst erlebt von Stoffel und Ca (garantiert ohne Einhörner)“ der Folgeband mit dem vollen Titel „Unter Wasser – Ein Comicroman (garantiert ohne Liebeskitsch)“.
Erzählt wird von einer ganz besonderen Freundschaft, die zwischen Stoffel und Ca. Die Namensgeberinnen der Geschichte gibt es auch im echten Leben. Denn Steffi Freitags beste Freundin ist die Illustratorin Ca Rose, beide kennen sich bereits aus Schulzeiten.
Stoffel und Ca haben sich ihre eigene, fantastische Welt erschaffen. In einem unterirdischen Höhlensystem gibt es alles, was die Fantasie erlaubt – einen Strandraum, einen Gummi-Toberaum, einen Dschungelraum, einen verbotenen Raum und natürlich auch einen Leseraum. Die neue Geschichte beginnt für Stoffel peinlich, auf dem Klo. Eines ihrer lieben kleinen Lesewesen, Buchberater und Buchlieferanten zugleich, bringt den beiden Freundinnen das beste Buch der Welt vorbei. Stoffel und Ca können nicht anders, sie lesen, sind gefesselt vom Buch, können nichts anderes mehr machen. Doch da passiert es, ihr Staubsauger Tonni Müllberg verschluckt das Buch! Ausspucken kann er nicht, sagen, wohin die Sachen kommen, auch nicht – Betriebsgeheimnis. Da hat Stoffels Superfreundin Ca Sternchen, die um ihren Kopf blinken, also die rettende Idee. Tonni soll ihnen einen verschlüsselten Hinweis geben, wo das Buch ist. Leichter gesagt, als getan. Nun beginnt die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Sie suchen beim Omamat und im verbotenen Raum bei Maja, dem Einhorn, das Upcycling-Röcke aus Müll fertigt. Hier kommt der entscheidende Hinweis: der Müll landet im Meer. Also ab zum Strandraum. Im Meer treffen sie auf einen süßen Typen und schon ist es um beide geschehen – sie sind verknallt. Doch dem Meerjungjungen geht es wegen dem ganzen Mikroplastik gar nicht gut. Er braucht bestimmte Algen, die ihm helfen zu überleben. Ob Ca und Stoffel ihm helfen können und vor allem, ob sie das beste Buch der Welt wiederfinden – das verrate ich hier nicht.
Aber ich verrate, was euch erwartet: eine Geschichte, die ganz anders ist. Fantastisch, spontan, witzig, skurril, verrückt, chaotisch, irgendwie ohne Plan und doch mit rotem Faden. Ich möchte behaupten, dass ich noch keine ähnlich verrückte Story gelesen habe, die zugleich so viel Spaß macht und witzig ist. Steffi Freitag sprüht vor Ideen, schreibt absolut witzige, überspitzte Dialoge, greift dabei locker flockig wichtige Themen unserer Welt auf, ohne den Zeigefinger zu erheben und spielt gekonnt mit Klischees. Nichts ist hier peinlich, es wird ausgesprochen, was gesagt werden muss. Die Freundschaft von Stoffel und Ca steht auf dem Prüfstand, als beide sich in den Meerjungjungen verlieben und in Konkurrenz um seine Gunst ihre Freundschaft gefährden. Sehr witzig sind die kleinen Fische, die hier immer wieder als Sidekick auftauchen.
Die Illustrationen in schwarz-weiß sind reduziert auf das Wesentliche. Schnelle Striche, eine klare, Bände sprechende Mimik und Gestik, unterschiedliche Perspektiven/Zoom, mal mit klar gegliederten Panelrahmen, mal ohne, Sprechblasen, die schreien oder zittern, Bildfolgen, die ohne Text auskommen – Steffi Freitag erzählt in ihren Bildern mit der ganzen Bandbreite, die Comickünstler für ihre Kunst nutzen können. Das Betrachten der sehr witzigen Bilder macht irre viel Spaß. Auch hier viel Überspitzung und Ironie.
Am besten fasst es der Klappentext auf dem Buch zusammen:
„Ein lustig-chaotischer Comicroman – originell, unkonventionell und vor Ideen sprudelnd.“ Das bringt das Buch perfekt auf den Punkt.
Wer also Lust auf ein verrücktes Abenteuer hat und mal etwas anderes lesen will, als all das zigfach reproduzierte, der ist hier genau richtig.
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