Wien 1923. Mitten in der Ballsaison verunglückt Operettendiva Hermine Egger im Theater an der Wien tödlich. Die pensionierte Lehrerin Ernestine Kirsch glaubt nicht daran, dass die von ihr bewunderte Sängerin einem tragischen Unfall zum Opfer gefallen ist: Sie vermutet einen Mord. Gemeinsam mit ihrem Freund Anton Böck ermittelt sie zwischen Opernhäusern und Kaffeehäusern – und begibt sich damit in tödliche Gefahr
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Wieder mal eine aufregende Geschichte von Beate Maly. Ernestin hat sich kein bisschen verändert und Anton ist immer noch der gentlemen schlecht hin. In diesem Teil findet ein Mord an der Wien Stadt, dass Theatervirtel der Großstadt. Wieder einmal hat die Autorin super reserchiert. Die Figuren und die Handlungen passen sehr gut zusammen und das Buch hat wirklich super Szenen. An Ende waren unsere zwei Protagonisten in einer überaus widerlichen Situation und die Art und Weise wie Beate Maly das beschrieb brachte mich fast zum kotzen. Ich mochte es wie Heide durch das Treffen mit Felsberg sich wieder für einen Mann erwärmen konnte, und dass es Anton sichtlich schwer viel dies nicht ohne kleinen Protest anzunehmen. Das sich in diesem Teil Anton und Ernestine näher kamen und viel mehr Zeit mit einander verbrachten, habe ich auch gern gesehen, denn so sind sie in ihrer Beziehung vom letzten Jahr am Semmering Vorrang gekommen. In diesem Teil muss ich sagen, dass Beate Maly sehr gut die Vergangenheit mit Modernen Ansichten verschmolzen lassen hat natürlich der Zeit entsprechend und daher mochte ich das Buch wirklich sehr. Denn in diesem Teil hat sie es geschafft mich wieder zu überraschen.
Betsy
aus Wien
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Die österreichische Miss Marple ermittelt wieder!
Ein neuer Fall für die pensionierte Lateinlehrerin und Hobbydetektivin Ernestine Kirsch und ihrem Apothekerfreund Anton Böck, der mal wieder gar keine Chance hat den Spekulationen von Ernestine zu entkommen und gegen ihre Überredungskunst einmal mehr schwach wird! Der 2. Band ist auch für Quereinsteiger lesbar, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist und man wundervoll in die Handlung einsteigen kann.
Wien 1923: Kurz nach der Erstaufführung von Lehárs Operette Die gelbe Jacke (heute unter Das Land des Lächelns bekannt) verunglückt die Hauptdarstellerin Hermine Egger tödlich. Einfach nur ein Unglücksfall oder doch Mord? Ernestine die ein großer Fan der Egger ist, fällt so einiges an Ungereimtheiten auf und glaubt nicht an einen simplen Unfall. Gemeinsam mit ihrem Freund Anton Böck beginnt sie mit eigenen Ermittlungen und bald zeigt sich, dass es so einige Verdächtige gibt, die durchaus einen Grund hätten einen Mord zu begehen.
Das Buch beginnt mit einem Prolog im Jahre 1900 in einem Gymnasium, der schon mal sehr düster ausfällt und bei dem sich der Leser sofort fragt inwieweit dieser wohl mit der folgenden Geschichte zusammenhängt.
Zwischen Wiener Mehlspeisen, traditionellen Kaffeehausflair, und der Welt des Theaters wird hier mal wieder auf äußerst charmante und unterhaltsame Weise ermittelt. Der Autorin gelingt wieder einmal die perfekte Mischung aus Unterhaltung und Spannung. Dazu gibt es für alle Wienliebhaber und solche die es noch werden wollen, wieder interessante Einblicke in die Stadt zur damaligen Zeit samt dem tollen Wiener Ambiente und selbst für Wiener gibt es dabei so einiges an interessanten Dingen zu erfahren. Ohne große Worte wird hier nicht nur die Zeit nach dem ersten Weltkrieg eingefangen, wie zB die hohe Inflation, die Kriegsversehrten, die Änderung der Schulpolitik usw.
Die Hauptcharaktere sind so liebenswert wie eh und je und auch die Nebenfiguren tragen dazu bei, dass man die Geschichte quasi in einem Schwung durchliest. Neben dem eigentlichen Krimi, gibt es auch wieder ein wenig was fürs Herz und so einige humorvolle Szenen sowie glamouröse Verdächtige aus der High Society, die sich untereinander alle kennen und den Kaffeehaustratsch anheizen.
Ernestine und Anton als rüstiges Ermittlerpärchen können einen sofort wieder begeistern. Während Anton ja lieber in Ruhe seinen Apfelstrudel genießen möchte und wenig davon hält sich auf ein neues Abenteuer einzulassen, ist Ernestine so schwungvoll wie eh und je und bringt Anton nicht nur unangenehme Situationen, sondern auch sein Herz einmal mehr zum schneller schlagen. Die pensionierte Lehrerin hat nichts von ihrem Tatendrang verloren und hat wie immer ein Talent dafür zufällig zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein umso allerhand aufzuschnappen. Ihr Neugierde und überzeugende Art sind eines der vielen Dinge die man an ihr einfach lieben muss, besonders weil sie einmal mehr zeigt, dass sie noch dazu ein Herz aus Gold hat. Auch Anton rührt einem wieder das Herz, wenn er mal wieder Ernestines Lächeln und den süßen Köstlichkeiten erliegt, aber auch zeigt, dass er jemand ist auf den man sich verlassen kann. Zwar ist er im Schach kein großer Meister, liest lieber den Sport- als den Kulturteil in der Zeitung und kann teilweise nicht immer Ernestines Gedanken folgen, aber er kann dafür umso besser den Kochlöffel schwingen und auch Ernestine lässt sich nur zu gerne von seinen Köstlichkeiten verführen.
Neben Ernestine und Anton sind auch Antons Tochter Heide und Enkeltochter Rosa wieder mit von der Partie und sorgen ebenfalls für eine herzliche Stimmung. Dazu gesellt sich in dieser Runde auch ein ehemaliger Schüler von Ernestine, der hier noch ein wenig frischen und liebenswerten Wind reinbringt.
Natürlich machen hier vorrangig die Figuren den Roman zu etwas besonderen, während der Krimi anfänglich mehr so nebenbei passiert und im weiteren Verlauf dann auch der Zufall oftmals mitmischt um Ernestine und Anton zu helfen, dennoch ist es spannend und auch die Auflösung bringt so einiges ans Licht, was man vielleicht nicht in dieser Art erwartet hätte.
Fazit: Eine Fortsetzung die wunderbar gelungen ist und den Leser in das historische Wien der 20iger Jahre entführt mit seinem liebenswerten Ermittlerpaar samt Anhang. Dazu ein Kriminalfall, der spannend ist und zum miträtseln einlädt und viele unterhaltsame Momente, sodass man leider auch schon viel zu schnell am Ender der Lektüre angekommen ist. Wer Ernestine und Anton noch nicht kennt, sollte dies auf alle Fälle nachholen. Ein Krimi mit Charme und Herz, Spannung und einem kongenialen Ermittlerduo im besten Alter. Ich hoffe es gibt noch viele weitere Abenteuer für die Beiden!
Bewertung
aus Wien
5/5
23.03.2018
Buch (Taschenbuch)
Lesevergnügen mit Ernestine und Anton
Beate Maly gelingt es hervorragend mit ihrem Roman, das historische Wien mit einer ganzen Ladung Krimispannung zu verknüpfen.
Mit viel Humor und Charme schafft sie es, die beiden Hobbydetektive Ernestine und Anton perfekt und sympathisch in Szene zu setzen.
Mir hat der Krimi mehr als gefallen, obwohl die Auflösung nicht ganz so meins war... Nachdem das aber Geschmacksache ist und der Rest des Buches mir echtes Lesevergnügen verschafft hat, vergebe ich 5 Sterne.
Werde auch den Vorgänger "Tod am Semmering" lesen.
Bewertung
aus Bietigheim-Bissingen
5/5
30.01.2018
Buch (Taschenbuch)
Ernestine und Anton ermitteln
Beate Malys Spezialität sind historische Krimis, die im besten Fall im alten Wien spielen. So auch "Tod an der Wien".
Der Krimi spielt im Wien des Jahres 1922 in der Künstlerszene. Hermine Egger, eine alternde Operettensängerin, deren Stern am Erlöschen ist, wird tot im Theater an der Wien aufgefunden. Unfall oder Mord? Die pensionierte und für die damalige Zeit schon sehr emanzipierte und fortschrittliche Lehrerin Ernestine Kirsch und ihr Freund und Vermieter Anton Böck besuchen Eggers letzte Vorstellung. Sie haben am Abend des Vorfalls div. Beobachtungen gemacht, die sie überzeugen, dass die Operettendiva ermordet wurde.
Die Amateurdetektive ermitteln schnell und intelligent. Zudem führt jedes Kapitel den Leser auf einen Stadtrundgang durch das Wien der 20er Jahre mit seinen Kaffeehäusern, Villen aber auch Armenvierteln. Die selbstbewusste Ernestine Kirsch hat mich sehr beeindruckt. Sie besitzt nicht nur genug Scharfsinn und Mut, um einen Mord aufzuklären, sie hat auch sehr moderne und interessante Ansichten in Hinblick auf die damalige vorherrschenden autoritäre Schulbildung.
Mir hat dass Buch so gut gefallen, dass ich auch Ernestines ersten Fall lesen möchte "Tod am Semmering".
Der Krimi wird allen Lesern genauso gut wie mir gefallen, die gerne historische Krimis, die ohne großes Blutvergießen auskommen, lesen.
dorli
aus Berlin
5/5
13.11.2017
Buch (Taschenbuch)
Wien, 1900. Im Johannesgymnasi…
Wien, 1900. Im Johannesgymnasium, einem Internat für die Söhne reicher und angesehener Bürger, werden die Schüler auf das Übelste schikaniert und malträtiert. Eines Nachts stürzt der besonders gefürchtete Professor Johanni im Beisein zweier Schüler von der Galerie hinab in die Halle… Zeitsprung. Im Februar 1923 wird im Theater an der Wien die neue Operette von Franz Lehár uraufgeführt. Am Morgen nach der Premiere wird die Hauptdarstellerin Hermine Egger tot im Schacht eines Bühnenaufzugs gefunden. Ernestine Kirsch ist fassungslos und will nicht glauben, dass die von ihr so bewunderte Operettendiva einem Unfall zum Opfer gefallen sein soll. Während die Polizei von einem tragischen Unglück ausgeht und den Fall schnell zu den Akten legt, entdeckt Ernestine einige Unstimmigkeiten - für die quirlige Hobbyermittlerin ist die Unfalltheorie schnell vom Tisch, sie ist davon überzeugt, das Hermine ermordet wurde… In ihrem historischen Kriminalroman „Tod an der Wien“ nimmt Beate Maly den Leser mit auf eine spannende Reise in die 1920er Jahre nach Wien. Dank der detailreichen Beschreibungen der Schauplätze und den ausführlichen Schilderungen von Ereignissen und Stimmung ist man schnell mittendrin im Geschehen – sowohl der Charme, den Zeit und Ort zu bieten haben, als auch die Probleme, die die Menschen in der Zwischenkriegszeit beschäftigt und bewegt haben, werden in die Handlung miteinbezogen. Trotz der anhaltenden Armut, die der Große Krieg den Menschen beschert hat, blüht das kulturelle Leben der Stadt langsam wieder auf, es werden wieder Feste gefeiert, man geht ins Theater oder trifft sich in einem der zahlreichen Kaffeehäuser. Beate Maly kann nicht nur mit Zeit- und Lokalkolorit punkten, auch die Ermittlerin, die die Autorin ins Rennen schickt, hat mich durchweg begeistert. In feinster Miss-Marple-Manier versucht die pensionierte Lehrerin Ernestine Kirsch Licht in das Dunkel um den Tod der Operettensängerin zu bringen. Ernestine ist aufmerksam und umsichtig, sie weiß genau, wie sie ihren Mitmenschen die gewünschten Informationen entlocken kann, sie hinterfragt alles und kann zudem ausgezeichnet kombinieren und schlussfolgern. Unterstützt wird sie von ihrem guten Freund, dem Apotheker im Ruhestand Anton Böck. Anton, passionierter Hobbykoch und begeisterter Kaffeehausbesucher, lässt sich immer wieder breitschlagen, die abenteuerlustige Ernestine bei ihren vielfältigen und manchmal auch gefährlichen Unternehmungen zu begleiten. „Tod an der Wien“ ist eine gut ausbalancierte Mischung aus Spannung und Historie - Ernestine und Anton sind ein herrliches Gespann, es hat großen Spaß gemacht, die Ermittlungen der beiden zu verfolgen.
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