Produktbild: Um uns nur Dunkelheit

Um uns nur Dunkelheit Roman

8

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.05.2026

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

22/13,5/3,5 cm

Gewicht

518 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Night Wherever We Go

Übersetzt von

Agnes Krup

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04195-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Diese Frauen sind mehr als ihr Leid. Sie halten einander. Sie erinnern sich. Sie bestehen darauf, Menschen zu sein, in einer Welt, die das bestreitet.« ("Instagram")
»Das Buch ist eher düster, gleichzeitig gefiel mir der Widerstandsgeist der Frauen sehr gut.« ("Instagram")
»Peytons Debüt ist poetisch und bilderreich.« Sohra Nadjibbi ("FRIZZ Magazin")
»Kraftvoller Debütroman über weiblichen Zusammenhalt und Widerstand unter unmenschlichen Bedingungen« ("Gong | Bild Funk | HÖRZU")
»ein beachtlicher Erstling« Martin Thomas Pesl ("Buchkultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.05.2026

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

22/13,5/3,5 cm

Gewicht

518 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Night Wherever We Go

Übersetzt von

Agnes Krup

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04195-3

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Renas Wortwelt

    5/5

    03.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Packender Roman um ein schreckliches Kapitel der amerikanischen Geschichte – ungewöhnlich erzählt

    Was für ein nachhallender Roman, was für eindringliche Figuren und welch ein interessanter Erzählstil. Dieses Buch bleibt in Erinnerung, es erschüttert, macht wütend und sehr, sehr traurig. Im Mittelpunkt stehen sechs Frauen, Sklavinnen auf einer Baumwollfarm in Texas im Jahr 1852. Serah, Alice, Junie, Patience, Nan und Lulu, die in elenden Hütten wohnen, kaum mehr als das, was sie am Leib tragen als Besitz haben dürfen, die bei größter Hitze, Sturm oder Kälte im Baumwollfeld oder wie Nan im Haus arbeiten müssen. Dass niemand auf ihre Gefühle und Befindlichkeiten Rücksicht nimmt, muss da kaum erwähnt werden. Sklav:innen werden gekauft und verkauft wie Möbelstücke, Kindern von ihren Eltern, Mütter von ihren Kindern, Frauen von ihren Männern getrennt, sehen diese vielleicht niemals wieder, wissen nichts über ihr Schicksal. Unter diesen Umständen haben die Frauen nur sich selbst, mehr Sklaven gibt es nicht auf der Farm. Sie halten weitestgehend zusammen, helfen einander, gehen zu geheimen Treffen mit den Sklaven anderer Farmen. Ihren Besitzern, den Luzis (Abkürzung für Luzifer, denn für die armen Frauen sind diese Menschen die Teufel), wachsen inzwischen die Schulden über den Kopf. Einziger wertvoller Besitz sind Sklaven, möglichst viele davon und diese möglichst billig erwerben. Der billigste Weg zu neuen Sklaven ist die Geburt von Sklavenkindern. Also holt Harlow, der Besitzer, männliche Sklaven, um den Frauen Kinder zu machen. Doch diese wehren sich, verweigern sich, finden Mittel und Weg, Schwangerschaften zu verhindern. Schließlich werden zwei von ihnen zu Ehen gezwungen, werden den Männern ausgeliefert, Weigerung ist unmöglich. Dass Serah mittlerweile einen ganz anderen Mann liebt, sich heimlich mit ihm trifft, bleibt lange verborgen. Doch das Schicksal ist nahezu vorherbestimmt. Mehr hier aus dem Inhalt zu verraten, hieße zu spoilern. Der Roman entwickelt einen unglaublichen Sog, eine ungeheure Spannung. Er ist sehr emotional und gleichzeitig auf eine gewisse Art auch spröde, fast abgeklärt erzählt. Der Erzählstil ist ungewöhnlich, Erzählstimme ist ein „Wir“, ohne dass dies genauer definiert wird. Gleichzeitig wird aber auch aus den Perspektiven aller sechs Frauen erzählt, so dass man nicht festmachen kann, wer sich hinter dem „Wir“ verbirgt. Es braucht etwas Gewöhnung, bis man in diese Erzählweise hineinfindet, erstaunlicherweise führt sie aber dennoch sehr nah an die Frauen heran. Man spürt ihre Angst, ihre Verzweiflung, ihre Mutlosigkeit. Und gleichzeitig ihre Entschlossenheit, die Hoffnung nicht aufzugeben, den Glauben an ihre Zukunft, an ein besseres Leben. Der Roman ist sehr berührend, ohne je weinerlich, kitschig oder gar schwülstig zu werden. Er fordert Bewunderung für solche Frauen, die all das seinerzeit ertragen haben, ertragen mussten. Er macht wütend, gerade auch heutzutage, wo es in den USA Bestrebungen gibt, die Geschichte der Sklaverei totzuschweigen. Eine unbedingte Leseempfehlung für diesen besonderen Roman. Tracey Rose Peyton - Um uns nur Dunkelheit Originaltitel: Night Wherever we go aus dem Amerikanischen von Agnes Krup Aufbau, Mai 2026 Gebundene Ausgabe, 400 Seiten, 25,00 €

  • Jürg K.

    5/5

    12.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrückliche Geschichte

    Dieser Roman hat mich tief getroffen, weil er etwas wagt, das selten gelingt. Er erzählt von unvorstellbarem Leid, ohne die Frauen, die darin gefangen sind, auf ihr Opfersein zu reduzieren. Stattdessen rückt er ihre Würde, ihre Entschlossenheit und ihren Zusammenhalt in den Mittelpunkt. Die sechs Frauen, die sich im Schutz der Nacht versammeln, wirken wie ein leiser Chor aus Mut, jede mit ihrer eigenen Geschichte, ihrer eigenen Angst, ihrer eigenen Hoffnung. Besonders eindrucksvoll finde ich Nan, die Ärztin. In einer Welt, die ihr jede Macht genommen hat, schafft sie sich einen winzigen Raum der Selbstbestimmung zurück. Ihre «pflanzliche Lösung» ist kein einfacher Ausweg, sondern ein Akt des Widerstands, der gleichzeitig verzweifelt und zutiefst menschlich ist. Es geht nicht um Rebellion im heroischen Sinn, sondern um das Recht, über den eigenen Körper zu bestimmen, ein Recht, das ihnen systematisch verweigert wird. Die Atmosphäre des Romans ist dunkel, aber nicht hoffnungslos. Zwischen den Zeilen spürt man die Zärtlichkeit, die die Frauen füreinander empfinden, die kleinen Gesten der Fürsorge, die in dieser Hölle fast wie Akte der Erlösung wirken. Für mich ein Buch über weibliche Solidarität in ihrer radikalsten Form. Es zeigt, dass Widerstand manchmal darin besteht, sich nicht brechen zu lassen, selbst dann, wenn die Welt, um einen herum nur aus Dunkelheit zu bestehen scheint.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    15.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Dunkelheit nicht das Ende ist

    Manchmal schlägt man ein Buch auf und merkt ziemlich schnell: Okay, das wird kein gemütlicher Kuschelroman mit Tee und Keksen. Um uns nur Dunkelheit nimmt einen mit nach Texas im Jahr 1852 und drückt einem direkt dieses schwere Gefühl in die Hand, das man beim Lesen kaum wieder loswird. Sechs versklavte Frauen treffen sich nachts heimlich im Wald. Allein dieses Bild hat schon so viel Kraft. Dunkelheit, Angst, Flüstern, Zusammenhalt. Und mittendrin dieser unfassbare Wille, sich nicht brechen zu lassen. Die Plantagenbesitzer, von den Frauen Luzis genannt, wollen über ihre Körper bestimmen. Da sitzt man beim Lesen und denkt sich: Wie viel Grausamkeit kann ein Mensch eigentlich ertragen, bevor er innerlich schreit? Tracey Rose Peyton erzählt das nicht laut oder reißerisch, sondern eher poetisch, dicht und manchmal fast schmerzhaft ruhig. Genau das macht es so stark. Man spürt die Angst, aber auch die Würde dieser Frauen. Ihre kleinen Gesten, ihre Blicke, ihr Mut. Das ist kein Buch, das mit großer Action um sich wirft. Es arbeitet leise, aber verdammt tief. Zwischendurch musste ich kurz durchatmen, weil die Geschichte nicht leicht ist. Und ja, man muss aufmerksam lesen. Wer schnelle Spannung sucht, wird vielleicht kämpfen. Wer aber eine Geschichte über Widerstand, weibliche Stärke und Menschlichkeit sucht, bekommt hier einen Roman, der unter die Haut geht. Für mich ein kraftvolles, wichtiges und emotionales Buch, das nicht schön sein will, sondern wahrhaftig. Und genau deshalb bleibt es hängen.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    09.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Leben

    „Um uns nur Dunkelheit“ ist ein historischer Roman, der das Thema der Sklaverei beleuchtet. Zu diesem Thema habe ich schon so einiges gelesen. Denn dass, was Menschen anderen Menschen antun können, beschäftigt mich schon eine lange Zeit. Aber ich habe noch nie etwas vergleichbares gelesen. Vergleichbar in der Art der Schreibe, im Aufbau des Romans. In der Außergewöhnlichkeit der Schreibe ist dieser Roman hier vielleicht mit der „Underground Railroad“ vergleichbar. Nicht, weil dieses Buch hier irgendwie Ähnlichkeiten mit der Railroad hat. Sondern eher, weil das Ungewöhnliche beide Bücher verbindet. Das Ungewohnte in „Um uns nur Dunkelheit“ ist eben jene im Titel schon erwähnte Dunkelheit. Und damit meine ich nicht das Dunkle der Thematik der Sklaverei. Hier meine ich ein dunkles Wissen, welches dem Roman innewohnt, und was mich wirklich sehr beeindruckt hat. Mein dunkles Herz konnte hier richtig schwelgen. Frauen, weibliche Sklaven stehen hier zentral und genau diese Frauen begegnen ihrer schlimmen Situation in einer völlig ungewohnten Weise. Eine vergleichbare Stimmung herrscht in „So gehen wir denn hinab“ von Jesmyn Ward. Auch da gibt es dieses alte Wissen. Nur ist diese Stimmung in „Um uns nur Dunkelheit“ viel intensiver und viel dunkler gezeichnet. Die Herkunft der Frauen spielt eine Rolle. Vielleicht nicht unmittelbar, denn das Buch handelt in Texas im Jahr 1852. Die Zeiten der großen Sklaventransporte aus Afrika sind vorbei. Der Sklavenhandel ist seit 1808 verboten. Dennoch gab es noch Schiffe, das letzte bekannte kam in Alabama im Jahr 1860 an. Es befanden sich 4 Millionen Sklaven in den Südstaaten, 4 Millionen Menschen. Das muss man sich mal vorstellen. Im 17. Jahrhundert begann dieses Drama der Sklaverei in den Amerikanischen Kolonien. Drei Jahrhunderte also. Drei Jahrhunderte, in denen Menschen aus einer anderen Kultur in den USA ankamen, Kinder bekamen, Generationen lang. Afrikanische Kulturen, Afrikanische Denke, Afrikanische Götter und Göttinnen trafen auf Europäisch/Amerikanische Denke. Manches blieb, manches verschwand. Bei den Frauen im Buch blieb so einiges.  Wer mit Hekate, Kybele, Astarte, Tanit, Hathor, Isis, Al Lat, Demeter, Artemis, Brigid, Frigg, Freya und Durga, Kali, um nur einige zu nennen, etwas anfangen kann, ist in diesem Buch hier goldrichtig. Denn dieses alte Wissen, das es überall gab, verbindet die Kulturen unserer Erde. Ebenso wie es alte Symboliken auf jedem Erdteil gibt. Siehe das Symbol der Spirale. Um nur eines zu nennen. Für mich ist dieses Symbol wichtig und ich verbinde mit der Spirale etwas. Jeder, der es ähnlich geht, rate ich zu diesem Buch hier, sicher auch so manch einem Mann. Mich hat diese Dunkelheit hier in ihren Bann gezogen. Wobei ich sagen muss, dass dieses Dunkle anfänglich mehr spürbar war, später verlor es sich etwas in der Handlung. Und die Handlung, absolut spannend und sehr traurig. Weglegen kann frau dieses Buch kaum. Man fühlt sich wie gefangen. Und ja, ich war traurig am Schluss, ich wäre sehr gern noch weiter mit den Protas gereist. Die Protas sind sechs Sklavinnen, Nan, Serah, Junie, Patience, Alice und Lulu, intensive Figuren, aber unterschiedlich intensiv gezeichnet, was auch mit der Zeit ihres Auftritts zusammenhängt. Serah und Nan haben es in mein Herz geschafft. Natürlich Nan, jede, die das Buch gelesen hat und aufmerksam die Rezi liest, wird wissen warum. Und ja, ich habe geweint. Lesen! Unbedingt! 

  • Bock auf Bücher

    aus Dresden

    5/5

    04.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Herausfordernd!

    Ein unglaublich schweres Buch. Ich konnte es nur in kleinen Chunks lesen, weil Schmerz auf Schmerz folgt. Und trotzdem würde ich niemals sagen, dass diese Sperrigkeit ein Mangel ist. Besonders erschütternd fand ich die verschiedenen Ebenen von Machtlosigkeit und wie dieses System Menschen dazu bringt, nach unten zu treten, um selbst ein kleines Stück Macht oder Sicherheit zu behalten. Ich konnte diese Geschichte nicht einfach als historische Fiktion lesen. Sie hat wehgetan, wütend gemacht und bleibt. Ein wichtiges Buch.

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