Produktbild: Richtig gutes Essen

Richtig gutes Essen Roman | »Lustig und lebendig« Hiromi Kawakami

45

18,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

10.02.2026

Verlag

DuMont eBooks

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1373 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Oishii Gohan ga Taberaremasuyouni

Übersetzt von

Yoko Hamann

Sprache

Deutsch

EAN

9783755811893

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ePUB

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  • sehr hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

10.02.2026

Verlag

DuMont eBooks

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1373 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Oishii Gohan ga Taberaremasuyouni

Übersetzt von

Yoko Hamann

Sprache

Deutsch

EAN

9783755811893

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  • jellyhead

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    22.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Arbeit, Erwartungen und richtig gutem Essen

    „Richtig gutes Essen“ ist eine kurze Geschichte, die sich mit dem Arbeitsalltag, zwischenmenschlichen Beziehungen und der Rolle von Essen im täglichen Leben beschäftigt. Die Handlung spielt in einem Büro in Japan, wo wir die Angestellten Nitani, Ashikawa und Oshio begleiten. Ein großer Teil ihres Alltags dreht sich um gemeinsame Mahlzeiten, die mehr sind als nur eine Pause vom Arbeiten. Gerade dabei wird deutlich, wie unterschiedlich die drei ticken. Während Ashikawa leidenschaftlich gerne backt und ihre Kolleg*innen regelmäßig mit selbstgemachten Leckereien versorgt, ist Essen für Nitani eher eine Notwendigkeit. Wenn er könnte, würde er sich am liebsten nur von Instant-Ramen ernähren. Auch gemeinsame Essen mit Kolleg*innen, die in Japan eine wichtige soziale Rolle spielen, sind ihm eher unangenehm und lästig. Im Arbeitsalltag könnten Ashikawa und Nitani ebenfalls kaum unterschiedlicher sein. Denn während Ashikawa pünktlich Feierabend macht oder früher geht, wenn es ihr nicht gut geht, bleibt ein Teil ihrer Arbeit oft an Nitani hängen, der dadurch Überstunden machen muss. Auch Oshio nimmt ihre Arbeit sehr ernst und kann Ashikawas Verhalten nicht wirklich nachvollziehen. Trotzdem scheint Ashikawas Verhalten von den anderen Kolleg*innen kaum hinterfragt zu werden, schließlich bringt sie fast täglich Gebäck mit, das von allen sehr geschätzt und gelobt wird. Ich mochte dieses Buch richtig gerne. Besonders der Schreibstil hat mir sehr gefallen, da er ruhig und unaufgeregt ist. Außerdem fand ich es sehr gelungen, dass wir die Geschichte sowohl aus der dritten Person von Nitani als auch aus der Ich-Perspektive von Oshio erleben. Dadurch bekommt man einen sehr guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Auch die Gestaltung des Buches hat mir unglaublich gut gefallen. Das Cover ist schlicht und in nur zwei Farben gehalten, wirkt aber gerade dadurch sehr besonders. Und auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch wunderschön gestaltet. Insgesamt ist es ein besonderes Buch, das zum Nachdenken anregt und das ich sehr gerne gelesen habe. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

  • Lesehonig

    aus Berlin

    5/5

    16.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In den Topf gucken

    Schauplatz dieser Geschichte ist eine Firma in Japan nicht weit von Tokyo. Die Angestellten der Firma verbringen den ganzen Tag in ihrer Abteilung. Ihre Arbeit wird fast nur vom Essen unterbrochen. Doch das zelebrieren sie gerne auch gemeinsam. Nitani hasst es mit seinen Kollegen und Kolleginnen essen zu gehen. Er mag weder die belanglosen Gespräche noch die Lobhudelei über das Essen. Er möchte am liebsten nur Instantnudeln essen. Mit seiner Kollegin Ashikawa pflegt er eine lockere Beziehung. Sie liebt es zu kochen und zu backen. Für ihn völlig überflüssig und dennoch anziehend auf sehr skurrile Weise. „Richtig gutes Essen“ ist ein richtig gutes Buch! Die Abteilung zelebriert die natürliche Handlung der Nahrungsaufnahme in kaum ermesslicher Art und versteckt dahinter viele Missstände und Ungerechtigkeiten. Falsches Spiel wird weggewischt, indem die lieben Kollegen gefüttert werden. Neid und Hass werden durch Gebäck und Gedünstetes verschleiert. Wer für uns kocht, der kümmert sich um uns und dem müssen wir ja wohl etwas bedeuten?! Ganz toll fand ich auch die wechselnde Erzählweise dieses Romans. Ich habe noch nie erlebt, dass zwischen der Ich-Perspektive und der dritten Person permanent gewechselt wurde. Am Anfang hat mich dies etwas irritiert, aber später fand ich es genial gelöst. Dieses Eintauchen in die japanische Kultur war für mich ein tolles Erlebnis. Ein sehr schmackhaftes und empfehlenswertes Buch.

  • Desiree Buchwald

    aus Wanne-Eickel

    5/5

    10.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Essenskultur trifft Büromentalität

    Für Nitani ist Essen Nahrungsaufnahme. Er würde sich am liebsten ausschließlich von Instantramen ernähren und versteht das Bohei, welches seine Arbeitskolleg*innen ums Essen machen, nicht. Seine Kollegin Ashikawa, die nicht die fleißigste ist, bezirzt alle im Büro mit ihrer Backkunst und dem kann Nitani sich auf absurde Weise ebenfalls nicht entziehen, auch wenn er beim Bier mit Oshio darüber herzieht. Junko Takase entführt mit ihrem schmalen Roman „Richtig gutes Essen“ in die japanische Bürowelt und Essenskultur. Gerade weil Protagonist Nitani sich so gegen den Genuss der Speisen ziert, wird dieser bemerkenswert anschaulich. Der Kontrast zu seinen Kolleg*innen und seine Solidarität mit Oshio verdeutlichen das besonders. Neben dem Essen spielt auch die Arbeitsmentalität eine große Rolle und macht den Roman wunderbar rund. Ich mag japanische Literatur sehr, nicht nur, weil es einen Einblick in eine andere Kultur schenkt, die in diesem Fall unserer gar nicht so unähnlich ist: Da sind diejenigen, die ranklotzen und diejenigen, die jedes Schlupfloch nutzen. Mit einer leichten Prise Humor legt Junko Takase genau dort den Finger drauf und holte mich damit sofort ab. Alles in allem ist es unaufgeregt, berührte aber gerade deswegen so sehr. Auch die eingeschobenen Abschnitte von Oshio fand ich spannend, weil sie einen ganz eigenen Einblick auf Nitani und sein Verhalten geben. Manchmal rutscht es sogar ins Philosophische, ist dabei aber leicht zu lesen, doch „Richtig gutes Essen“ als Snack zwischendurch zu bezeichnen, wird dem Roman absolut nicht gerecht. Ich werde auf jeden Fall noch mehr Bücher dieser fantastischen Autorin lesen.

  • meerblick

    5/5

    10.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Humorvolle Satire auf Japanisch

    Nitani zeigt sich angepasst gegenüber seinen Kolleginnen und Kollegen. Er befolgt die gesellschaftlich vorgegebenen Regeln im Büroalltag, leistet also stets mehr als von ihm erwartet wird. In Zeiten einer angespannten Auftragslage, arbeitet er ohne zu Murren mehr als sein Pensum ab, macht Überstunden, so dass kaum Zeit für den erholsamen Schlaf übrigbleibt. Mit seiner Kollegin Oshio pflegt er dagegen einen eher lockeren Umgang nach der Arbeit. Ihr verrät er sogar seine große Leidenschaft, die jedoch für ihn keine berufliche Perspektive aufzeigen. So liefert er Tag für Tag einfach ab, ohne groß einen Gedanken daran zu verschwenden, ob er Erfüllung in seiner Tätigkeit verspürt. Ashikawa verwöhnt das Büro fast täglich mit Selbstgebackenem. Nitani ist befreundet mit Ashikawa, macht sich allerdings wenig aus einer gepflegten, ausgewogenen Esskultur. Ihm genügen Instantramen, am liebsten täglich. Welche skurrilen zwischenmenschlichen Situationen durch differente Auffassungen zur pünktlichen Erledigung der Arbeitsaufgaben und einer gesunden Esskultur gerade für unser westliches Empfinden hervorgerufen werden, erzählt die japanische Autorin Junko Takase in ihrem Roman ‘Richtig gutes Essen‘. Der Schreibstil ist typisch japanisch, eher distanziert und reduziert. Mit einer Portion schrägem Humor macht sie aufmerksam auf Schwächen im Miteinander, um dem kulturellen Regelwerk der Nation zu genügen. Wer bei Nichtbeachtung dieser Konventionen dabei auf der Strecke bleibt, hebt die Geschichte deutlich hervor.

  • Majo C.

    aus Wien

    5/5

    10.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Richtig gutes Lesen

    So wie es der Titel vermuten lässt, dreht sich in dem Buch alles ums Essen. Es handelt aber nicht von Essen. Wir begleiten eine Gruppe Arbeitskolleg:innen, die sich über das gemeinsame Essen gehen besser kennenlernen. Sie alle sind sich in ihren Essgewohnheiten sehr unterschiedlich und je mehr Zeit sie miteinander verbringen (bzw je öfter sie miteinander essen), desto deutlicher werden eben jene Unterschiede. Über das Essen werden die zwischenmenschlichen Beziehungen und Meinungen von einander literarisch aufgearbeitet. Die Charaktere sind sehr realistisch geschrieben, niemand der Sympathie wegen verschönert. Das ist ein besonderes Buch. Ein Buch,bei dem die Erzählerin zwar Teil der Charaktere ist, aber eben nicht der Hauptcharakter. Ich bin ein großer Fan der Art, wie diese Geschichte aufgebaut ist und wie die Worte gewählt wurden. Zwischen dem Erzählen über Ernährung und Zwischenmenschliches verstecken sich Lebensweisheiten und Gefühle, von denen ich sie so noch nirgends sonst gelesen oder gehört habe, die aber allesamt das Gefühl verstanden zu werden in mir ausgelöst haben. Also klassische „Ach, so geht es anderen auch? Diese Gedanken hat jemand anderes auch schon gehabt?“ Momente, die ich höchst in der Literatur schätze.

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Bewertungen (45)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Milehi Kiatkoh

    Milehi Kiatkoh

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Instantramen statt Karriere

    Nitani liebt Instantramen mehr als sein eigenes Leben, und das ist das Intelligenteste, das er tut – denn während seine Kollegin Ashikawa mit selbstgebackenen Keksen die Herzen ihrer Vorgesetzten erobert, scheitert er grandios an den ungeschriebenen Regeln der japanischen Bürowelt. Junko Takase erzählt mit feinem Humor von einem Mann, der lieber Literatur liest und Sake trinkt, als sich von Instantnudeln zu befreien, und dabei die ganze absurde Heuchelei des modernen Arbeitslebens bloßlegt. Die Geschichte ist eine witzige Liebeserklärung an die kleinen Rebellionen des Alltags – und eine Abrechnung mit der Vorstellung, dass es einen „richtigen" Weg gibt. Mit nur 160 Seiten ist dieses Buch das perfekte Gegenmittel gegen ernsthafte Literatur und ein Beweis dafür, dass die besten Geschichten oft von den einfachsten Dingen handeln. Wer schon mal im Büro saß und sich fragte, warum alle so tun, als würde das irgendeinen Sinn ergeben, wird sich in Nitani sofort wiedererkennen.
  • Zum Bewerterprofil von Tobias Behrens

    Tobias Behrens

    Thalia Posthausen – Dodenhof

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Richtig gutes Buch

    Dieses sehr interessante Buch, hat mich mit seinem Humor und seinem philosophischen Gedanken über die Notwendigkeit des Essens in den Bann gezogen. Ich freue mich auf mehr von Junko Takase!
  • Zum Bewerterprofil von Dörte Wiesel

    Dörte Wiesel

    Thalia Hamburg – AEZ

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bissig und humorvoll

    Junko Takase lebt in Japan, ihr jüngster Roman wurde mit dem Akutagawa-Preis ausgezeichnet. Das Setting ist ein modernes Großraumbüro. Eine bissige Satire, die im Subtext eine soziokulturelle Studie und Reflexion darstellt, was eigentlich zählt. Im Zentrum die Absurditäten des Arbeitslebens und des Zusammenarbeitens mit minimalistischen Zutaten. Eine kurzweilige, unterhaltsame Lektüre mit Humor.
  • Zum Bewerterprofil von A. Quade

    A. Quade

    Thalia Dortmund – Thier-Galerie

    Buchhändler*in

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    4/5

    08.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Arbeit und Essen

    „Richtig gutes Essen“ hat mir wirklich gut gefallen. In dem Buch von Takase geht es vor allem um das japanische Arbeitsleben und um das Verhältnis der Menschen zu, wer hätte es gedacht, Essen. Wir begleiten Nitani, der in einem Bürojob arbeitet und sich hauptsächlich von Instantramen ernährt. Das ändert sich, als er sich (vielleicht?) in eine Kollegin verliebt, die großen Wert auf Ernährung, Nährstoffe und gutes Essen legt, gerne kocht und backt, und das vor allem für andere. Das Buch ist absurd, witzig und zugleich sehr nah an der japanischen Realität. Gemeinsames Essen und Trinken mit Vorgesetzten und Kolleg*innen, wenig Freizeit, zu viel Arbeit und das Vernachlässigen der eigenen Gesundheit spielt dabei eine große Rolle. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, da man einen authentischen Einblick in den japanischen Alltag bekommt, de für viele Japaner*innen ganz normal ist. Einige Passagen haben sich für mich etwas gezogen, insgesamt hatte ich aber viel Freude beim lesen.
  • Zum Bewerterprofil von Selina Torres

    Selina Torres

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

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    3/5

    27.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Genuss? Überbewertet. Existieren reicht.

    Vordergründig geht es in diesem Buch um Essen und die japanische Arbeitskultur. Der Druck, sich anzupassen, Überstunden zu machen, Mittag- und Abendessen mit Kollegen zu verbringen und sich voll und ganz der Arbeit zu widmen. Auf einer tieferen Ebene zeigt es, wie dieses übermäßige Engagement für die Arbeit zu ungewöhnlichen Ausdrucksformen führen kann – etwa dem Versuch, durch Kleinigkeiten wie Essen Kontrolle über das Leben zu erlangen. Ich empfand es als eine dieser Geschichten, bei denen man erst nach der Hälfte so richtig versteht, worum es eigentlich geht, was ich bei japanischen Romanen recht häufig finde. Es war eine langsame, aber dennoch interessante Lektüre. Die Hauptfigur war ziemlich irritierend in ihrer „Ich arbeite bis zum Tod“-Mentalität gefangen und kannte gefühlt keine anderen Lebensfreuden. Ironischerweise wurde die einzige Figur, die sich aktiv gegen die toxische Arbeitskultur auflehnte und ihr Leben zu genießen schien, im Gegensatz dazu als schwach und nutzlos dargestellt. Am Ende macht gerade diese übertriebene Darstellung diese Geschichte unterhaltsam und sorgt dafür, dass man immer wieder den Kopf schütteln muss.

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