Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick
Roman. SCHITT'S CREEK meets Nordseeküste. Ein Feelgood-Roman mit Witz und Herz über Familie, Zugehörigkeit und Neuanfänge
Das Luxusleben von Society-Lady Isabell Duval und ihren erwachsenen Kindern Clara und Lucas endet abrupt, als Familienoberhaupt Sebastian wegen eines spektakulären Finanzskandals ins Gefängnis wandert und seine Konten eingefroren werden. Mit 27 Euro Restvermögen fliehen die drei nach Nordfriesland, ins idyllische Deerhusen. Dort kommen sie in der Pension von Isabells bodenständiger Schwester Stine unter. Nun heißt es, Instantkaffee trinken, Fahrrad fahren und selbst mit anpacken. Zeit also, sich neu zu erfinden. Aber wie soll das gehen - ohne Personal und Geld?
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Ich denke dieser Roman ist mein Buch des Jahres! Absolut witzig und unterhaltsam und doch mit einer gewissen Ernsthaftigkeit. Ich freue mich so auf Teil 2 und ein Wiedersehen mit allen Figuren, die man sehr schnell in sein Herz schließt!
Helgas Bücherparadies
5/5
18.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine humorvolle Geschichte mit Tiefgang
Isabell Duval und ihre Familie lebten in Wohlstand, bis ihr Ehemann Sebastian wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis kam und ihre finanziellen Mittel eingefroren wurden. Mit kaum Geld machen sie sich auf den spannenden Weg nach Deerhusen in Nordfriesland und finden Unterkunft bei Isabells Schwester Stine. Von nun an sind Champagner und Shoppingausflüge Vergangenheit. Alle müssen mitanpacken.
Nach einem folgenschweren Skandal verliert die Familie Duval von einem Tag auf den anderen ihr gewohntes Luxusleben. Plötzlich müssen sie mit Geldsorgen kämpfen, während sich Personen, die früher als Freunde galten, von ihnen abwenden. Schon die chaotische Anreise nach Deerhusen brachte mich zum Schmunzeln. Unweigerlich kam mir der Gedanke in den Sinn, dass Hochmut tatsächlich vor dem Fall kommt. Anfangs hielt sich mein Mitleid mit der Familie deshalb in Grenzen.
In Deerhusen beginnt jedoch für alle ein neuer Lebensabschnitt. Jeder ist gefordert, Verantwortung zu übernehmen und seinen eigenen Weg zu entdecken. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Handlung aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Dadurch erhält man einen sehr guten Einblick.
Im Verlauf der Geschichte wachsen alle spürbar über sich hinaus. Es hat mir viel Freude bereitet, die Veränderungen der einzelnen Familienmitglieder mitzuerleben und zu sehen, wie sie Schritt für Schritt zu sich selbst finden.
Fazit: Dies ist ein wunderbarer Auftakt einer Geschichte, mit Herz, Humor und glaubwürdigen Entwicklungen, sowie mit Tiefgang. Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen und freue mich schon darauf, wie es mit den Bewohnern von Deerhusen weitergeht.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne
Sproettchen
aus Wiesbaden
5/5
25.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Willkommen in Deerhusen – ein Neuanfang der ins Herz geht
Als jemand der selbst mehrfach umgezogen ist, immer wieder neu angekommen und mit dem Unbekannten vertraut geworden ist, hat mich dieser Roman von der ersten Seite an gepackt. Denn genau das ist es was Bente van der Meer hier so wunderbar einfängt – dieses Gefühl, plötzlich vor einem leeren Blatt zu stehen und trotzdem weiterzumachen.
Isabell Duval – so nennt sie sich. Doch ihr wahrer Name ist Tomke. Ein nordfriesischer Name, bodenständig und ehrlich, den sie irgendwann abgelegt hat um in München akzeptiert zu werden. Um zu passen. Um zu funktionieren. Was wie eine Kleinigkeit klingt ist in Wahrheit der Kern der ganzen Geschichte – denn Tomke hat nicht nur ihren Namen aufgegeben, sie hat ihre gesamte Identität für einen Mann geopfert der sie nie als Mensch gesehen hat, sondern als Statussymbol. Als Dekoration seiner Welt.
Dieser Mann ist die erschreckend glaubwürdige Gegenfigur des Romans – narzisstisch, kalt kalkulierend, kontrollierend. Und das Erschütternde daran: Selbst das Gefängnis verändert ihn nicht. Keine Reue, keine Reflexion, kein Wandel. Van der Meer zeigt hier mutig wie manche Menschen sich selbst gegenüber blind bleiben – egal was das Leben ihnen vor die Füße wirft. Er bleibt bis zum Ende der der er immer war.
Tomke hingegen beginnt in Deerhusen etwas zurückzugewinnen das sie längst vergessen hatte – sich selbst. Mit 27 Euro auf dem Konto, zwei Kindern und ohne Personal landet sie dort wo sie herkommt. Und ausgerechnet hier, in der vermeintlichen Niederlage, findet sie einen Frieden mit sich selbst den sie in der High Society nie kannte. Sie wird wieder Tomke. Und das ist die eigentliche Geschichte dieses Romans – keine Erfolgsgeschichte im klassischen Sinn, sondern eine Rückkehr. Zu sich selbst.
Was dabei so berührend ist: Diese Rückkehr wird zum stillen Vorbild für ihre Kinder. Besonders Clara – die Tochter die zunächst den einzigen Ausweg kennt den sie je gelernt hat: einen reichen Mann finden und zurück in die alte Welt. Ein Plan der menschlich absolut nachvollziehbar ist, denn sie kennt ja nichts anderes. Als sie schwanger wird, spitzt sich alles zu. Doch dann geschieht etwas Leises aber Entscheidendes – sie beobachtet ihre Mutter. Eine Mutter die ohne Geld und Glamour glücklicher ist als je zuvor, die wieder sie selbst ist. Dieses Bild lässt Clara nicht mehr los. Und langsam, zögernd, beginnt sie zum ersten Mal wirklich in sich hineinzuhören – um ihren eigenen Weg zu finden, nicht den der ihr aufgezeigt wurde.
Und dann ist da Stine – Tomkes Schwester, die in Deerhusen geblieben ist. Die nie gegangen ist, nie einen anderen Namen angenommen hat, nie jemand anderes sein musste. Nach außen hin rau, direkt, manchmal fast abweisend – aber darunter schlägt ein Herz von bemerkenswerter Wärme und Sanftheit. Sie ist der stille Anker der Geschichte. Und vielleicht auch die Figur die Tomke am deutlichsten zeigt was sie hätte sein können – und wieder sein darf.
Den emotionalen Höhepunkt bildet die Enthüllung rund um Lucas, den Sohn. Als herauskommt dass er es war der seinen Vater auffliegen ließ, bricht das die Geschichte noch einmal auf eine völlig neue Ebene auf. Ein Kind das die Wahrheit über seinen eigenen Vater nicht mehr aushalten konnte – und trotzdem damit leben muss was es ausgelöst hat. Erst durch diesen Moment wird das Verzeihen möglich – nicht als schnelle Versöhnung, sondern als langer, ehrlicher Prozess der vorher undenkbar schien.
Was mich an diesem Roman so begeistert ist die Tiefe hinter der leichten Fassade. Van der Meer schreibt mit einer Leichtigkeit die einen nicht loslässt, aber nie oberflächlich wird. Sie erzählt davon wie Menschen sich selbst verlieren – oft ganz langsam, ganz leise, Stück für Stück. Und davon wie man sich wiederfindet. Nicht durch große Gesten, sondern durch kleine ehrliche Momente. Durch einen alten Namen. Durch ein Kind das die Wahrheit ausspricht. Durch eine Schwester die einfach immer da war.
Klare Leseempfehlung – für alle die wissen dass man sich selbst nie so weit verlieren kann, dass man den Weg zurück nicht mehr findet.
Bewertung
5/5
25.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein toller Wohlfühlroman mit Nordseefeeling
Schon das Cover hat es mir angetan und mich begeistert. Auch der " Klappentext " klang sehr vielversprechend und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Duvals , eine wohlhabende und angesagte Familie , für die Geld wirklich keine Rolle spielt, fällt aus allen Wolken als eines Morgens die Polizei bei ihnen eine Razzia durchführt, das ganze Haus durchsucht und den Ehemann in Handschellen abführt. Isabell Duvall und ihre erwachsenen Kinder Clara und Lucas, können es nicht fassen, als Sebastian Duvall, Ehemann und Vater wegen eines Finanzskandals verhaftet wird. Plötzlich bricht die ganze Welt zusammen und ihnen wird klar, dass sie nun ohne Geld und Freunde dastehen , denn all die guten Freunde, die sie hatten, wollen nun nichts mehr mit ihnen zu tun haben und es bleibt ihnen nur noch die Flucht nach Deerhusen. In der Pension von Isabells Schwester Stine , sind sie alles andere als erwünscht und das neue Leben in diesem Nordseekaff ist die Hölle....doch es gibt keinen Ausweg....
Das Buch beginnt turbulent und ich war schnell in der Geschicht drin und wollte immer weiter lesen, ...erst war mir die Familie Duvall ja sehr unsympatisch, ein richtig verwöhntes Pack, das noch nie etwas selber gemacht hat und sich unmöglich aufführt. Doch im Laufe der Gechichte ging ganz langsam ein Wandel in ihnen vor und man konnte spüren, dass die Nordseeluft, die Schafe und die Landsleute nicht spurlos an ihnen vorbei gingen,...
Auch die Spannungen zwischen Stine und Isabell , wurden von Tag zu Tag weniger, ...irgendwie wurde mir dann schnell klar, dass diese Geschichte auf eine schönes Happy End zusteuert.
Das Nordseefeeling wurde auch wunderschön festgehalten und die Dorfbewohner wuchsen einem ans Herz.
Für mich ein schönes und sehr stimmiges Buch, dass ich mit einem warmen Gefühl im Herzen ins Regal stelle.
Tschy
5/5
25.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Der Skandal
Die Familie Duval besteht aus der Mutter Isabell, dem Vater Sebastian und den erwachsenen Kindern Clara und Lucas. Sie führen in sehr luxuriöses Leben in der Münchner High Society. Eines Morgens endet dieses Luxusleben mit Angestellten abrupt als Sebastian wegen Steuerhinterziehung verhaftet wird und es schnell klar wird, dass er für Jahre im Gefängnis bleiben wird. Als Isabell realisiert, dass keine ihrer High Society Freundinnen bereit ist sie und die Kinder für eine Übergangszeit aufzunehmen, machen die drei sich auf nach Deerhusen an die See. In Deerhusen wohnt Isabells Schwester Stine mit der sie seit Jahren keinen Kontakt hat in ihrem Elternhaus und führt dort eine kleine Pension. Auch Stine ist nicht begeistert als ihre Schwester mit Anhang vor der Tür steht und bringt die versnobten Duvals dazu einer Arbeit nachzugehen. Lucas ist der Bodenständigste, kann aber nach dem Skandal nicht mehr als Anwalt arbeiten, weil der Name Duval nicht mehr gerne gesehen wird. Clara hat noch nie richtig gearbeitet und denkt ihr Internet Content Management sei Arbeit und auch sie merkt, wie ihre Freundinnen sich von ihr abwenden. Isabell hat zwar mal eine Ausbildung als Konditorin gemacht, hat aber seit der Hochzeit mit Sebastian noch nie gearbeitet und ist herrlich naiv.
Das Buch ist super, es ist lustig zu sehen wie weltfremd die Familie Duval geworden ist und wie schwierig einfache Sachen wie eine Bahnfahrt werden können. Auch die Annäherung zwischen Stine und Isabell ist toll erzählt und so merken alle worauf im Leben wirklich ankommt und sie bekommen wieder Bodenhaftung. Das Buch ist super unterhaltsam und die Geschichte regt zum Nachdenken an ohne den Zeigefinger anzuheben, was wirklich toll ist.
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5/5
23.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Fremdschämen und schlapplachen
Total klasse und mal etwas völlig anderes: Was passiert, wenn eine mondäne Schicki-Familie plötzlich alles verliert? Eigentlich bemitleidenswert. In diesem Fall... hm... nein. Tolle Atmosphäre, super norddeutscher Humor, kurzweiliger geht es kaum. Lesen und amüsieren!
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