Produktbild: Lebensbewältigung: Was Kinder und Jugendliche wirklich brauchen

Lebensbewältigung: Was Kinder und Jugendliche wirklich brauchen Praktischer Ratgeber für Eltern, Familien und Fachkräfte - Sofort umsetzbare Strategien für den täglichen Gebrauch

1

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.11.2025

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

428

Maße (L/B/H)

22/15,5/2,7 cm

Gewicht

677 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-695-15905-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.11.2025

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

428

Maße (L/B/H)

22/15,5/2,7 cm

Gewicht

677 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-695-15905-5

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Ein strukturierter Wegweiser für den Einstieg – wertvoll in der Haltung, begrenzt in der Tiefe

Fr. Römer am 22.12.2025

Bewertungsnummer: 2682787

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Werk versteht sich als praxisnaher Begleiter für Eltern und Fachkräfte, die Kinder und Jugendliche durch schwierige Lebensphasen manövrieren. Was sofort angenehm auffällt: Der Autor verzichtet konsequent auf den erhobenen Zeigefinger. Statt zu moralisieren oder Schuldfragen zu wälzen, steht die Suche nach Orientierung im Vordergrund – eine Haltung, die dem Buch eine wohltuende Ruhe verleiht. Wer allerdings eine tiefenpsychologische Analyse oder eine detaillierte Auseinandersetzung mit klinischen Krankheitsbildern erwartet, wird enttäuscht. Der Fokus liegt klar auf dem Alltag: Es geht um greifbare Leitfäden und Prävention. Das macht das Buch zu einem hervorragenden, niedrigschwelligen Einstieg für alle, die sich in einer akuten Unsicherheit befinden. Für Leser, die jedoch bereits tief in der Materie stecken oder selbst schwerwiegend betroffen sind, könnten die Antworten hier und da zu oberflächlich bleiben. Besonders stark ist das Buch dort, wo es die heutige Lebensrealität junger Menschen einfängt. Themen wie digitaler Stress, der ständige soziale Vergleich und diffuse Zukunftsängste werden verständlich eingeordnet. Man merkt, dass der Autor die aktuelle Sprache und die Sorgen der Jugendlichen ernst nimmt, auch wenn er sie eher aus einer Beobachterperspektive beschreibt. Hier liegt jedoch auch ein Knackpunkt: Das Buch behält eine strikte Erwachsenen-Perspektive bei. Man liest viel über Jugendliche, aber die emotionale Innenwelt der jungen Menschen – die Wut, der oft radikale Rückzug oder die Ambivalenz der Pubertät – wird eher funktional abgehandelt. Mir fehlte hier gelegentlich die subjektive Tiefe, um das Verhalten der Jugendlichen wirklich „von innen heraus“ zu begreifen. Ein kritischer Blick ist zudem bei den konkreten Beziehungsangeboten geboten. Der Autor schlägt teils sehr fokussierte Interaktionen vor. In der Praxis wissen wir jedoch: Wenn eine Beziehung über Jahre brüchig war, reagieren gerade ältere Jugendliche skeptisch auf plötzliche, punktuelle Nähe. Solche Angebote können dann fast künstlich wirken. Kinder und vor allem Jugendliche sind emotionaler tiefer, als die meisten Beobachter denken. An dieser Stelle hätte ich mir einen stärkeren Fokus auf die Faktoren Zeit und nachhaltige Geduld gewünscht. Fazit: Insgesamt ist es ein handwerklich gut gemachtes, ehrliches Buch. Es ist ideal für Familien, die zum ersten Mal mit psychischen Belastungen in Berührung kommen und eine erste Struktur suchen. Es bietet Checklisten und klare Begriffe, ohne in ein Pathologisieren zu verfallen. Die große Stärke ist die Vermittlung einer hoffnungsvollen Grundhaltung. Als erster Wegweiser ist das Werk absolut empfehlenswert – wer jedoch eine tiefe therapeutische Auseinandersetzung sucht, wird über dieses Buch hinausgehen müssen.

Ein strukturierter Wegweiser für den Einstieg – wertvoll in der Haltung, begrenzt in der Tiefe

Fr. Römer am 22.12.2025
Bewertungsnummer: 2682787
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Werk versteht sich als praxisnaher Begleiter für Eltern und Fachkräfte, die Kinder und Jugendliche durch schwierige Lebensphasen manövrieren. Was sofort angenehm auffällt: Der Autor verzichtet konsequent auf den erhobenen Zeigefinger. Statt zu moralisieren oder Schuldfragen zu wälzen, steht die Suche nach Orientierung im Vordergrund – eine Haltung, die dem Buch eine wohltuende Ruhe verleiht. Wer allerdings eine tiefenpsychologische Analyse oder eine detaillierte Auseinandersetzung mit klinischen Krankheitsbildern erwartet, wird enttäuscht. Der Fokus liegt klar auf dem Alltag: Es geht um greifbare Leitfäden und Prävention. Das macht das Buch zu einem hervorragenden, niedrigschwelligen Einstieg für alle, die sich in einer akuten Unsicherheit befinden. Für Leser, die jedoch bereits tief in der Materie stecken oder selbst schwerwiegend betroffen sind, könnten die Antworten hier und da zu oberflächlich bleiben. Besonders stark ist das Buch dort, wo es die heutige Lebensrealität junger Menschen einfängt. Themen wie digitaler Stress, der ständige soziale Vergleich und diffuse Zukunftsängste werden verständlich eingeordnet. Man merkt, dass der Autor die aktuelle Sprache und die Sorgen der Jugendlichen ernst nimmt, auch wenn er sie eher aus einer Beobachterperspektive beschreibt. Hier liegt jedoch auch ein Knackpunkt: Das Buch behält eine strikte Erwachsenen-Perspektive bei. Man liest viel über Jugendliche, aber die emotionale Innenwelt der jungen Menschen – die Wut, der oft radikale Rückzug oder die Ambivalenz der Pubertät – wird eher funktional abgehandelt. Mir fehlte hier gelegentlich die subjektive Tiefe, um das Verhalten der Jugendlichen wirklich „von innen heraus“ zu begreifen. Ein kritischer Blick ist zudem bei den konkreten Beziehungsangeboten geboten. Der Autor schlägt teils sehr fokussierte Interaktionen vor. In der Praxis wissen wir jedoch: Wenn eine Beziehung über Jahre brüchig war, reagieren gerade ältere Jugendliche skeptisch auf plötzliche, punktuelle Nähe. Solche Angebote können dann fast künstlich wirken. Kinder und vor allem Jugendliche sind emotionaler tiefer, als die meisten Beobachter denken. An dieser Stelle hätte ich mir einen stärkeren Fokus auf die Faktoren Zeit und nachhaltige Geduld gewünscht. Fazit: Insgesamt ist es ein handwerklich gut gemachtes, ehrliches Buch. Es ist ideal für Familien, die zum ersten Mal mit psychischen Belastungen in Berührung kommen und eine erste Struktur suchen. Es bietet Checklisten und klare Begriffe, ohne in ein Pathologisieren zu verfallen. Die große Stärke ist die Vermittlung einer hoffnungsvollen Grundhaltung. Als erster Wegweiser ist das Werk absolut empfehlenswert – wer jedoch eine tiefe therapeutische Auseinandersetzung sucht, wird über dieses Buch hinausgehen müssen.

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Lebensbewältigung: Was Kinder und Jugendliche wirklich brauchen

von Markus Seibt

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