Produktbild: Melken

Melken Roman

82

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Vermilion

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1614 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Mjölkat

Übersetzt von

Stefan Pluschkat

Sprache

Deutsch

EAN

9783446287785

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 AA
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Vermilion

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1614 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Mjölkat

Übersetzt von

Stefan Pluschkat

Sprache

Deutsch

EAN

9783446287785

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  • caro_phie

    5/5

    01.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn es die Orte der Kindheit nicht mehr gibt

    "Es ist besser Kind zu sein als erwachsen. Aber wir, die von unserer Kindheit erfüllt sind, werden vielleicht nie richtig erwachsen." Sie kehrt zurück an den Ort ihrer Kindheit in die schwedische Provinz, wo viele Bauernhöfe mittlerweile der Forstwirtschaft gewichen sind. So wie auch ihre Eltern damals weichen mussten, ihren Hof aufgeben mussten und weggezogen sind aus dem Haus, in dem nun jemand anders wohnt. Nur Max ist geblieben. Max - ihr ehemaliger Klassenkamerad, vielleicht auch Freund. Denn Max ist der Einzige, der sie durch ihre gemeinsamen Erfahrungen als Bauernhofkinder wirklich kennt. Aber dann haben sie sich auseinandergelebt. "Ich freundete mich mit den feinen Vorstadtkindern an, Kaviarmünder, duftender Weichspüler, Partykeller mit Kabelfernsehen. Bei jedem Namensaufruf flog ich wieder auf. Doch ich wusch mich schnell rein, ich lernte, wie. Anders als Max." Gänzlich ungeschönt erzählt Sanna Samuelsson von dem Aufwachsen auf einem Bauernhof in Südschweden, von der harten Arbeit, den Schicksalen der Kühe, dem Gefühl vom Anderssein in der Schule - und auch nach der Schulzeit in der großen Stadt. Denn so sehr sie versucht sich anzupassen, die Kindheitserinnerungen der Erzählerin bleiben Erinnerungen an eine Welt, die es so nicht mehr gibt. "melken" ist ein eigenwilliges Buch. Und vielleicht hat es mir genau deshalb so gefallen. Wie ganz ohne große Szenen in leiser und gleichzeitig rauer Sprache von dem Verlust eines Teils der eigenen Identität erzählt wird und gleichzeitig von dem Verlust für die Menschheit durch die industrielle Landwirtschaft - der Entfremdung von der Natur. Es ist ein Buch, in das ich noch viele male hineinlesen werde, Sanna Samuelsson poetische Sprache aufsaugen werde und das ich jeder Person ans Herz legen würde, die gerne in einem Buch verweilt, Sätze mehrmals liest, um sie auf sich wirken zu lassen.

  • Bewertung

    5/5

    06.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr besonders

    Im Buch geht es um Hauptprotagonistin Ellen, die zurück in ihre Heimat am Land geht, nachdem sich ihre Freundin Diana von ihr trennt. Was mir von Anfang an gut gefallen hat, war, dass auch als die Zeit in der Stadt oder allgemein die Gedanken von Ellen letzen Endes meistens auf ihre Kindheit auf dem Bauerhof zurückgeführt wurden. Dadurch schafft es die Autorin, die Leserinnen und Leser direkt in den Kopf der Hauptcharakterin zu bringen, geprägt von Spuren ihrer Vergangenheit in der Natur. Ich mochte das Buch, wenngleich es definitiv keine gewöhnliche Literatur ist und man sich erst einfinden muss. Es ist sehr persönlich und man kann sich auf jeden Fall leichter einfinden, wenn man ähnlich aufgewachsen ist. Ich kann die Geschichte an jede/n weiterempfehlen, der offen für eine neue Welt ist, aber vorallem an die Menschen, die am Land aufgewachsen sind, die vielleicht ein Stück Heimat und Geborgenheit darin finden!

  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    03.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Alles auf Anfang

    Nach der Trennung von ihrer Freundin Diana flieht Ellen aus der Großstadt zurück aufs Land, direkt nach der Arbeit fährt sie los und landet auf dem ehemaligen Hof ihrer Eltern. Die neuen Besitzer:innen sind im Urlaub, der Schlüssel liegt noch dort, wo er immer lag. Ohne Nachzudenken zieht sie in ihr ehemaliges Kinderzimmer und wird gedanklich in ihre Kindheit zurückgeworfen. Dann taucht auch noch Max auf, der Nachbarsohn, der im Gegensatz zu ihr geblieben ist. In Erinnerungsfragmenten und sachlichen Einschüben erzählt die Autorin vom Aufwachsen auf dem Land, vom Gefühl, nie richtig zu sein, vom Niedergang der Kleinbauern und den klimatischen Veränderungen, die von Menschen aus städtischen Umgebungen leichter ignoriert werden können. Es ist ein poetischer Text, der es mithilfe einer sinnlichen Sprache schafft, uns Lesenden das Gefühl zu geben, mit dabei zu sein. Die beschriebene Natur wirkt wie ein weiterer Charakter, sie flimmert, atmet und drückt auf eine Weise, die im Gedächtnis bleibt. Es ist auch ein sehr körperlicher Roman, der das Landleben und die Spuren, die es hinterlässt, wie unter dem Brennglas betrachtet und gleichzeitig fragt, wer man sein kann, wenn man aus einer untergegangenen Welt stammt. Sanna Samuelssons Debüt hat mich ganz unerwartet überrascht und begeistert.

  • Bewertung

    5/5

    30.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Identität

    Sanna Samuelssons Debüt „Melken“ hat mich ziemlich überrascht. Die Geschichte beginnt mit einem klassischen Break-up: Ellen wird von ihrer Freundin Diana verlassen und weiß nicht, wohin mit ihrem Schmerz. Kurzerhand flieht sie aus der Stadt zurück auf den Bauernhof ihrer Kindheit. Das Spannende ist, dass der Hof längst verkauft wurde. Ellen verschafft sich trotzdem Zutritt und fängt an, dort heimlich zu leben. Was mir an dem Buch besonders gefallen hat, ist die Atmosphäre. Es ist kein kitschiger Roman über das Landleben, sondern eher eine ehrliche und fast schon körperliche Erzählung. Man spürt förmlich die Hitze des Sommers und riecht den Stallgeruch, der immer noch in den Wänden hängt, obwohl die Kühe längst weg sind. Die Autorin beschreibt sehr treffend dieses seltsame Gefühl, wenn man an einen Ort zurückkehrt, der sich nach „Zuhause“ anfühlt, einem aber gar nicht mehr gehört. Auch die Begegnung mit ihrem alten Freund Max ist interessant, weil sie zeigt, wie weit sich Ellen von ihren Wurzeln entfernt hat. Der Roman stellt die wichtige Frage: Wer bleibt man eigentlich, wenn die Welt, aus der man kommt, verschwunden ist? Ein starkes und modernes Buch über Herkunft und Verlust. Es ist melancholisch, ein bisschen eigenwillig und absolut lesenswert für alle, die Geschichten über die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt mögen.

  • Bewertung

    5/5

    18.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Reise in die Vergangenheit

    Sanna Samuelsson’s Roman “Melken” hat mich mit auf den Weg von Ellen genommen- einer jungen Frau aus der Stadt, die nach der Trennung durch ihre Freundin Diana Hals über Kopf den Tumult des Stadtlebens hinter sich lassen muss und mit ihrem Auto die Flucht von allen Reizen und Geräuschen ergreift. Ziel ist das Elternhaus, welches schon längst den Besitzer gewechselt hat, jedoch nach wie vor und beinahe unverändert, in der Einsamkeit des Landes zu finden ist. Die neuen Besitzer sind nicht zu Hause, der Schlüssel findet sich, so wie früher, unter dem Blumentopf und so betritt Ellen das Reich ihrer Kindheit. In ihr kommen sämtliche Erinnerungen zurück in’s Bewusstsein, so dass es anmutet, das Haus hätte diese für sie gespeichert und würde sie nun loslassen, damit sie nachspüren kann. Sie liebt die vertrauten Kleinigkeiten, die auch nach der Renovierung dort zu finden sind und die, jede für sich, eine kleine Geschichte zu erzählen haben. Und so fühlt sie nach und hat mit einem Mal vor Augen, wie schwer und hart das Leben ihrer Eltern war, welche die Bewirtschaftung des Hofes mit den Milchkühen kaum bewältigen konnten. Sie sieht die Situation nun aus der Perspektive der Erwachsenen und erinnert sich ebenso daran, wie peinlich ihr ihre Herkunft, der Geruch nach Stall und Mist damals war. Und sie trifft einen alten Bekannten, Max, wieder. Diese Begegnung bringt enorm viele Erinnerungen hervor und es besteht eine bestimmte Anziehungskraft, die jedoch nur bis zu einem bestimmten Punkt hin passiert. Das Buch handelt von unverarbeiteten Erlebnissen, von Plätzen aus der Kindheit, von der Suche nach einer Art Heilung und Antworten auf all das was nun aus dem Unterbewusstsein auftaucht. Ich habe das Buch sehr gern gelesen. Es ist gut gegliedert, bedient sich eines sehr guten Sprach- und Schreibstils, liest sich schnell und hat dennoch Tiefe, die nachschwingt.

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