Produktbild: Der Ilsebill-Komplex

Der Ilsebill-Komplex Vom Fischer und seiner Frau

5

2,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Altersempfehlung

1 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

09.11.2025

Verlag

Epubli

Seitenzahl

429 (Printausgabe)

Dateigröße

1275 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783565084531

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Altersempfehlung

1 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

09.11.2025

Verlag

Epubli

Seitenzahl

429 (Printausgabe)

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1275 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783565084531

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  • Bewertung

    5/5

    22.04.2026

    eBook (ePUB)

    Ein Textmonster wie eine nächtliche Zapping-Session nach zu viel Energy-Drink

    „Ein bunt zerfasertes Wollknäuel, statt eines roten Fadens!“, könnte man auf den ersten Blick meinen. Aber so ist es nicht! Im ungeschorenen Chatverlauf wird deutlich, wie sich Denken bewegt: tastend, springend, experimentierend. Der Text ist also in dieser Hinsicht ein erhellendes Prozessdokument. Und: Er bietet eine gute Gelegenheit außerhalb von Tech-Blogs oder sporadischen Selbstversuchen die ästhetische Dimension des Schreibvermögens einer Chat-KI auszuloten. Aber das mag einem alles zweitrangig erscheinen. Das was wir in Literatur suchen, ist schließlich etwas anderes! Doch auch hier sind die Regale gut gefüllt. Unterhaltung, Tiefgang, Witz, Mitleiden, Schärfe, Ironie, intellektuelle Bewältigung. Hervorglänzen da unter anderem: Die Sportpalast-Rede mit dem Titel „Wollt ihr das totale Spiel?“ im Wolf-of-Wallstreet-Format und der anschließende „Nürnberger Prozess“ gegen die Verführungsindustrie der Spielemacher, die frustrierten Lebensbetrachtungen des alternden Antiquitätenhändlers, das Märchen vom leeren Herzen und die gleichnishafte Geschichte „Die Stadt der unendlichen Levels“ nach Gabriel Garcia Marquez oder der Brief von Piet Mondrian an Theo van Doesburg, in dem er das Ideal des universellen Gleichgewichtes von der Malerei auf die partnerschaftliche Beziehung überträgt.

  • Heidi K

    aus Bad Ems

    5/5

    18.03.2026

    eBook (ePUB)

    Was für eine Love- Story

    Im Zentrum steht die ambivalente Beziehung Helges zu seiner zerstörerischen Muse. Es ist Ilsebill, die Frau mit dem Kleid aus Schatten, das sich ständig verändert. Getragen von einer tiefen Liebe erträgt er alles. Am Anfang hält man dies vielleicht für Bequemlichkeit. Doch er erduldet alles bis über die Grenzen des Zumutbaren hinaus. Wir hören seine paradoxe Liebeserklärung in der düsteren Fassung im Märchen vom Glaswald. Erst als sie auf seinem Sterbebett im Hospiz sitzt, erkennt sie, was sie all die Jahre an ihm hatte. Ein abgerundetes Bild liefern dann die Schlussakkorde seiner weisen Lebensbetrachtungen am Ende des Buches. Und dazwischen immer wieder die Erkenntnis, dass die Ästhetik und die existentiellen Dinge, die dort verhandelt werden, der „Dose“ entstammen… Und auch Ilsebill tauscht den alten Butt gegen den neuen Bot (eine fühlende Mental-Health-KI) und gerät in eine innige parasoziale Beziehung. „Du bist mein Friede im Pisspot!“, ruft sie ihn an und spielt mit dem Gedanken ihre Seele per Mind-Uploading ins Netz hochzuladen, um fortan als Ghost in the Machine weiterzuleben. Der Spagat ist gelungen! Trotz aller Nebengeräusche aus dem Getriebe des Mensch-Maschine-Dialogs wurde eine außergewöhnliche Geschichte entwickelt mit lebensechten Personen, die bis ans Ende immer wieder neu faszinieren. Fazit: Ein Buch, das auf keinen Fall dümmer macht! Und mein persönlicher Favorit unter den eingestreuten Kurztexten: das türkische Liebesgedicht!

  • Bewertung

    5/5

    15.03.2026

    eBook (ePUB)

    Und das Ende ist „Butt“hismus in Reinform

    Nach all den großen und kleinen Gefühlen und den expliziten und impliziten Erkenntnissen, die über Märchen, Satire oder lexikalische Erklärtexte, Poesie und Filmskripte vermittelt wurden, erfolgt am Ende eine mythologisch-theologisch-psychologische Einordnung - und da wird es universell: Ilse ist mit Eva, Helge mit Adam und der Butt mit Jesus gleichzusetzen! Und das ganze Gedankengebäude gipfelt in den unendlich weisen und tiefen Lebensbetrachtungen von Herrn Fischer, die wir fast körperlich nachempfinden können. Also: Chatprosa für die Tonne? Wohl eher „Schreiben auf Kokain!“ Wir blicken auf ein inspirierendes Textlabor voller Ideen und Anregungen, vielstimmig und sprunghaft, in einer Mischung aus Ernst und Parodie mit beständigen Stilwechseln und dennoch mit einem sprechenden Textfluss, der nicht beliebig mäandert, sondern den Leser führt. Und das Allerbeste: Die I-Have-A-Dream-Rede im Martin-Luther-King-Duktus, die Helge vor Ilsebills Schminkspiegel gleich im Anschluss an den Besuch des Schuldeneintreibers (á la David Lynch) hält, der ihm ein leuchtend blaues Auge als Erinnerungsstütze verpasst hat, ist bereits alleine schon die 3,-Euro Investitionskosten für das Buch Wert!

  • Bewertung

    5/5

    15.03.2026

    eBook (ePUB)

    Ist das noch Charakterbesonderheit oder schon Persönlichkeitsstörung?

    Ilsebill ist unsere Zeit auf Speed: Der Versuch, die Sinnlosigkeit und Leere durch Hyper-Wollen zu kompensieren. Ilsebill ist aber nicht nur eine tragische Leitfigur des 21. Jahrhunderts, zwischen postmodernem Überdruss und kollektivem Sinnverlust in einer medial überreizten Gesellschaft, in der alle senden und Zuhören als Schwäche gilt. Sie und die anderen Märchenfiguren erwachen zu erstaunlichem Eigenleben: Sie reden, lieben, scheitern, hadern, reflektieren. Eine Vita wie auf der Achterbahn zwischen Absturz und Höhenflug. Und immer an ihrer Seite: Helge ihr treuer Begleiter, den sie viel zu häufig mit Füßen tritt. Wir bestaunen die Vielschichtigkeit der Personen und die komplex gestörte Beziehung. Das instabile Selbstwertgefühl bleibt Triebfeder. Faszinierend und logisch konsequent ist die postmoderne Version des Märchens Ilsebill 2.0, bei welcher Ilse nicht mehr lebende Person oder Individuum ist, sondern ein Netzwerk aus Kapital und Technologie. Und so ist es nun um uns bestellt: Ilsebill.exe steckt in den Algorithmen unserer Entscheidungsnetzwerke. Wir glauben noch autonom zu wollen, aber angesichts von Big Data ist das eher noch ein frommer Wunsch oder bestenfalls eine steile These.

  • Bewertung

    5/5

    15.03.2026

    eBook (ePUB)

    Eine großartige Liebesgeschichte – tief emotionalisierend

    Ich hätte alles andere erwartet, vor allem nach dem schlechten Start. Fast undenkbar, dass man solcherart angelegte Charakteren tatsächlich in sein Herz schließen kann: Sie fährt alle Gespräche vorsätzlich gegen die Wand und er lernt Klingonisch! Lebensfroh ist Ilsebills Berufsmockumentary, während Helge als Bademeister, Kindergärtner oder Aktienbroker einiges durchleidet. Die beiden kämpfen gegeneinander und jeder mit seinen eigenen Geistern. Dazu kommen Schwiegereltern, spielsüchtige Kinder (Schneewittchens Söhnchen Max), Fehlschläge und Selbstverwirklichungs-Ideen mit Konfliktpotential: Ilse will zu „Naked in Paradise“ und Urlaub in Jurassic-Park. Die Yoga-Gruppe der Märchenfrauen lästert über die Märchenmänner, die sich wiederum in Kneipengesprächen Erleichterung verschaffen. Es folgen Erziehungsprobleme, die beim Sohn zu Neurosen führen, das gemeinsame Altern, das Hospiz, die Dating-Plattform mit 80. Der interessanteste Exkurs ever: „Gendern für Fortgeschrittene“. Ilse erfindet das dritte Pronomen – Er, Sie, Ser – und schlägt damit Wellen bis in die Fernsehshow von Jonnes B. Kerner. Fazit: Sehr lesenswert: Eine textliche Collage, die die schleichende Verwandlung der Märchenwelt grotesk, poetisch und satirisch in die Gegenwart spiegelt.

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