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Abbas Khider

1. Der letzte Sommer der Tauben

Der letzte Sommer der Tauben

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Pascal Houdus

Spieldauer

3 Stunden und 58 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

27.01.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

83

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844946147

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Pascal Houdus

Spieldauer

3 Stunden und 58 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

27.01.2026

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Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

83

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844946147

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  • Glückliche

    aus Sachsen

    5/5

    27.01.2026

    Hörbuch-Download

    Berührend und verstörend zugleich

    Den Roman „Der letzte Sommer der Tauben“ von Abbas Khider empfand ich als berührend und erschreckend zugleich. Ich erlebte ihn als Hörbuch, wunderbar und eindrucksvoll gesprochen von Pascal Houdus. Der Roman beschreibt die drastischen Veränderungen in der Heimat von Noah, einem aufgeweckten Vierzehnjährigen, der als Hobby Tauben züchtet. Er liebt seine Tauben und kümmert sich mit Sorgfalt und Hingabe um sie. Jeden Tag lässt er sie fliegen. Das geregelte und friedliche Zusammenleben der Menschen ändert sich, als die Machtverhältnisse sich ändern und totalitäre Gewalt die die Macht und die Kontrolle über das öffentliche Leben übernehmen. Alles, was gestern noch normal und erlaubt war, ist jetzt verboten und steht unter Strafe; das Tanzen, Singen, Rauchen, Kartenspielen usw. Die Frauen müssen sich verhüllen und dürfen nicht mehr allein auf die Straße gehen. Auch dürfen sie keiner Arbeit mehr nachgehen. Es tut weh, mitzuerleben, wie die Unsicherheit und Angst immer mehr um sich greifen. Dennoch hält die Familie zusammen und ist bemüht, sich von den furchtbaren Umständen nicht beeinflussen zu lassen. Dann kommt der Tag, an dem die Tauben nicht mehr fliegen dürfen. Es wird einfach verboten und Zuwiderhandlungen werden unter Strafe gestellt. Also muss Noah seinen Tauben die Flügel stutzen, eine furchtbare Maßnahme. Ein schreckliches Bild. In all dieser Unsicherheit regt sich aber auch Widerstand und es lebt die Hoffnung, dass die Welt eines Tages wieder besser wird. Die Tauben mit ihrem Schwarmleben, ohne Konkurrenz- und Machtdenken sind ein wunderbares Symbol dafür.

  • Daniela

    4/5

    29.03.2026

    Hörbuch-Download

    Ein Flügelschlag voll Hoffnung

    Abbas Khider erzählt die Geschichte des vierzehnjährigen Noah mit einer Ruhe, die mich beim Lesen immer wieder innehalten ließ, während sich gleichzeitig ein beklemmendes Gefühl aufgebaut hat, das bis zum Ende nicht mehr verschwandt. Noah ist Taubenzüchter im Irak – und genau diese scheinbar harmlose Leidenschaft wird zum stillen Gegenpol zu einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät. Gleich zu Beginn liegt eine spürbare Unruhe in der Luft: Seine Tauben geraten in Aufruhr, während über der Stadt die Helikopter des Kalifats kreisen. Dieser Moment setzt den Ton für einen Sommer, der alles verändert. Besonders eindrücklich fand ich, wie Khider zeigt, wie totalitäre Herrschaft schleichend in den Alltag einsickert. Es sind nicht nur die großen, offensichtlichen Umbrüche, sondern die vielen kleinen Eingriffe: Noah muss seinem Vater dabei helfen, Frauenkörper auf Produktfotos zu schwärzen, der Bruder steigt innerhalb des Systems auf und wird Teil der Machtstruktur, während Mutter und Schwester Suad immer stärker in ihrer Freiheit eingeschränkt werden. Diese Entwicklungen passieren fast beiläufig – und genau das macht sie so erschreckend. Noah findet in Onkel Ali einen Verbündeten der diese Entwicklungen kritisch sieht und sich in seinem Rahmen gegen das System auf lehnt und Noah an die Taubenzucht herangeführt hat. Als Leser*in versteht man die Tragweite vieler Situationen schneller als er selbst, was eine ganz eigene Spannung erzeugt. Gleichzeitig schwingt in allem eine leise Zartheit mit, die immer wieder durch feinen, fast vorsichtigen Humor aufgebrochen wird. Die Tauben sind dabei weit mehr als nur ein Hobby: Für mich wurden sie zu einem starken Symbol für Freiheit, Unschuld und letztlich auch für deren Bedrohung. Dass schließlich sogar ihr Leben auf dem Spiel steht, fühlt sich wie der endgültige Verlust von Sicherheit und Kindheit an. Was mir besonders im Kopf geblieben ist, ist diese klare, fast distanzierte Sprache. Es wird nichts ausgeschmückt, nichts dramatisiert – und genau dadurch entfaltet der Roman seine volle Wirkung. Es ist ein stilles Buch, das noch im Kopf bleibt. Keine leichte Kost – und vielleicht gerade deswegen so eindrücklich. Der Sprecher ist gut gewählt, er schafft es den distanzierten Schreibstil eine passende Stimme zu geben.

  • xxholidayxx

    5/5

    09.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Sommer, der den Himmel verändert

    „Dieser Sommer hat den Himmel gestohlen.” (Seite 211, E-Book) „Der letzte Sommer der Tauben“ von Abbas Khider ist am 27.01.2026 bei Hanser Verlag erschienen und umfasst 216 Seiten. Der Roman erzählt von Noah, einem vierzehnjährigen Jungen und leidenschaftlichen Taubenzüchter, dessen Alltag sich radikal verändert, als ein islamistisches Kalifat die Kontrolle über seine Heimat übernimmt. Während über der Stadt Hubschrauber kreisen und neue Regeln das Leben bestimmen, versucht Noah, an den kleinen Freiheiten seiner Kindheit festzuhalten – allen voran an seinen Tauben. Meine Meinung Wow. Dieses Buch hat mich wirklich kalt erwischt. Abbas Khider schafft es, eine Geschichte zu erzählen, die gleichzeitig leise und brutal ist. Der Schauplatz bleibt unbenannt, wirkt aber wie ein Spiegel vieler autoritärer Systeme und genau das macht den Roman so universell und erschreckend aktuell. Die Mischung aus poetischer Sprache, feinem Humor und einer allgegenwärtigen Bedrohung, die sich langsam in jede Alltagsszene einschleicht fand ich wirklich gelungen. Die Tauben sind dabei weit mehr als nur ein Hobby des Protagonisten. Sie werden zum Symbol für Freiheit, Gemeinschaft und Hoffnung. Einer meiner liebsten Sätze war deshalb: „Was vergangen ist, lässt sich nicht zurückholen. Nur die Tauben finden immer wieder heim. Sie sind mein Erbe“ (S. 37) Khider beschreibt erschütternde Entwicklungen mit einer beinahe nüchternen Klarheit, die umso mehr unter die Haut geht. Besonders die Szenen rund um die zunehmende Radikalisierung junger Menschen fand ich schwer erträglich: „Die Mudschahedin verstehen es, junge Menschen für sich einzunehmen. Sie bieten Gemeinschaft, klare Rollen, viele können dem nicht widerstehen.“ (S. 159) Bei all dem Grauen verliert das Buch nie seine Menschlichkeit. Zwischen all der Gewalt gibt es immer wieder Momente voller Wärme, Freundschaft und Sehnsucht nach Freiheit. Und auch die Figuren sind sehr warmherzig gezeichnet, sodass man voll in die Geschichte eintauchen und mitfühlen kann. Was mich besonders begeistert hat, ist Khiders Fähigkeit, politische Gewalt nicht als etwas Abstraktes, sondern über persönliche Verluste spürbar zu machen. Der Roman zeigt, wie ein totalitäres System langsam Familien, Freundschaften und Träume verändert. Gleichzeitig bleibt Noahs Perspektive erstaunlich sensibel und beobachtend. Fazit „Der letzte Sommer der Tauben“ ist ein intensiver, kluger und sprachlich wunderschöner Roman über Freiheit, Macht und Menschlichkeit. Für alle, die literarische Gegenwartsliteratur mit politischer Tiefe mögen, starke Bilder lieben und Geschichten schätzen, die weh tun, ohne hoffnungslos zu werden. Nichts für Leser:innen, die eine schnelle oder leichte Handlung erwarten. Vielen Dank an den Hanser Verlag & netgalley.de für das digitale Rezensionsexemplar! TW: Das Buch enthält Darstellungen von Gewaltszenen.

  • Aleyna

    aus München

    5/5

    30.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn selbst der Himmel verboten wird

    Aus der Sicht des 14-jährigen Noah erlebt man, wie sich sein Alltag schleichend verändert. Anfangs wirkt noch vieles normal: seine Tauben, der Blick in den Himmel, ein Gefühl von Freiheit. Doch nach und nach greifen neue Regeln immer tiefer ins Leben ein. Musik verschwindet, Dinge werden verboten, Menschen verändern sich. Dieses langsame Kippen fand ich besonders eindrücklich. Der Stil ist ruhig und schlicht, fast nüchtern. Gerade weil Noah vieles nicht vollständig versteht, wirken die Ereignisse umso stärker. Ohne große Dramatik entsteht eine beklemmende Atmosphäre, die sich immer weiter verdichtet. Die Tauben sind dabei mehr als nur ein Hobby. Sie stehen für Freiheit. Umso härter trifft es, als selbst dieser letzte Rückzugsort bedroht wird. Mich hat vor allem dieser Fokus auf den Übergang berührt: wie Freiheit nicht plötzlich, sondern ganz leise verschwindet. Ein stilles, eindringliches Buch, das nachwirkt.

  • Bewertung

    5/5

    27.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spürbarer Umbruch

    Noah ist vierzehn Jahre alt und züchtet gemeinsam mit seinem Onkel Ali Tauben auf dem Dach. Voller Vergnügen verfolgt Noah, wie sie am Himmel kreisen und in den Schlag zurückkehren. Die Unbeschwertheit gerät ins Kippen, als das Kalifat ausgerufen wird, Helikopter über die Stadt kreisen und das Bild der freien Tauben am Himmel stören. Es folgen neue Regeln: Noahs Vater muss in seinem Bekleidungsgeschäft das Sortiment anpassen, Frauenkörper auf den Produktfotos müssen geschwärzt werden, sein älterer Bruder leitet eine Sicherheitsbehörde und Noahs Mutter und Schwester dürfen ohne männliche Begleitung nicht mehr aus dem Haus. Und dann folgen auch noch Einschränkungen bezüglich der Tauben… Abbas Khider verortet die Geschehnisse in keiner Zeit und an keinem Ort. Doch durch die gewählte Perspektive des 14-jährigen Noahs sind die Veränderungen spürbar, werden aus einer gewissen kindlichen Naivität geschildert und wirken dadurch auf eine besondere Art. Während zunächst fast noch eine Neugier durchscheint, kommen immer mehr Sorge und Unsicherheit, bis hin zu Furcht, zum Tragen. Die Einschränkungen nehmen zu und vor allem die Tauben, die die Symbolik von Freiheit und Unbeschwertheit in sich haben, markieren die deutlichen Einschnitte und die markanten Veränderungen der Familien. Ein bewegender Roman, der die Herrschaftsverhältnisse und die damit einhergehende Gewalt, die herrscht, sehr bewegend und eindringlich erzählt.

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Bewertungen (127)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Sophie Maiwald

    Sophie Maiwald

    Thalia Halle

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erwachsen werden in einem unterdrückten Staat

    Ein 14-jähriger Junge kümmert sich hingebungsvoll um seinen Taubenschlag bis die Machtübernahme der islamischen Mudschaheddin alles verändert. Trotz thematischer Schwere liest sich der Roman mit einer gewissen Leichtigkeit, was evtl. u.a. an den vielen tollen Schilderung über Tauben liegt. Das Buch hat definitiv eine bedrückende Grundstimmung, die aber durch die kindliche Perspektive auch wieder etwas aufgelockert wird. Ein ganz tolles Buch - kurz und eindrücklich, ich hätte gern noch mehr Seiten zum Lesen gehabt. :)
  • Zum Bewerterprofil von Antje Bergt

    Antje Bergt

    Thalia Berlin – Tauentzienstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.05.2026

    eBook (ePUB)

    Einfach und kraftvoll

    Ohne Schnörkel und doch poetisch erzählt Abbas Khider aus dem Alltag des 14jährigen Noah - seines Zeichens Taubenzüchter -, der im Afghanistan der Taliban lebt. In kurzen Anekdoten berichtet Noah, wie sich das Leben unter dem neuen Regime ändert. Es ist eher eine Bestandsaufnahme ohne Wertung, wenn etwa seine 15jährige Cousine einen älteren Deutschen heiraten muss, eine Frau auf der Straße zu Tode gesteinigt wird, oder zwei "Verräter" öffentlich für mehrere Tage an einen Zaun gekettet werden. Noah muss mit all diesen Dingen klar kommen, ob er will oder nicht. Und über allem schwebt wortwörtlich die Taube, in doppeltem Sinne ein Symbol des Friedens und der Freiheit. Bis auch ihr am Ende per Gesetz die Flügel gestutzt werden. Trotz seiner Knappheit sehr emotional. Jedes Buch von Abbas Khider hinterlässt etwas beim Leser.
  • Zum Bewerterprofil von Iris Knaak

    Iris Knaak

    Thalia Menden

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abbas Khider, Der letzte Sommer der Tauben

    In „Der letzte Sommer der Tauben“ erlebt der 14jährige Noah die Machtübernahme durch die Mudschahedin. Verbote und Brutalität zeichnen die neuen Machthaber aus. So muss der Vater in seinem Bekleidungsgeschäft sämtliche Produktfotos von Frauenkörpern schwärzen, seine Mutter und seine Schwester dürfen nur noch voll verschleiert und in männlicher Begleitung das Haus verlassen. Und auch seine Freunde verändern sich. Noahs einzige Ablenkung sind seine Tauben. Ihr Flug bedeutet für ihn Hoffnung - Hoffnung auf Freiheit. In kurzen Kapiteln erzählt der Autor vom Leben unter einem totalitären Regime und was der Verlust von Freiheit bedeutet.
  • Zum Bewerterprofil von A. Rodes

    A. Rodes

    Thalia Dallgow-Döberitz – HavelPark

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.04.2026

    eBook (ePUB)

    Ein kurzes, aber eindrucksvolles Buch

    Ein kurzes, aber eindrucksvolles Buch, das einen ziemlich aufgewühlt zurücklässt. Noah ist ein junger Taubenzüchter, dessen Leben seit der Machtübernahme islamischer Extremisten ziemlich auf den Kopf gestellt wird. Man merkt beim Lesen regelrecht, wie ihm die Veränderungen und Auswirkungen durch den Umbruch bewusst werden. Nicht nur durh sein eigenes Leiden, sondern auch das, welches er in seiner Familie beobachten kann. Ein 14-jähriger Junge, dem Stück für Stück die Freiheit genommen wird, bis selbst seinen Tauben die Schwungfedern gestutzt werden. Abbas Khiders bildhafte und symbolische Sprache verleiht dem Buch ein ordentliches Gewicht, während es gleichzeitig sehr leicht zu lesen bleibt.
  • Zum Bewerterprofil von Jonas Schindhelm

    Jonas Schindhelm

    Thalia Leipzig – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verlust der Kindheit

    Abbhas Khider schafft es erneut in poetischer Sprache von Schicksalen zu erzählen, die aufwühlen? Was bedeutet es unter totalitärer Herrschaft zu leben? Wie wird die Freiheit Stück für Stück zersetzt? Ein tolles Buch.

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Bewertungen (12)

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