Über den alltäglichen Wahnsinn, eine Frau (im Internet) zu sein - highly relatable!Botox oder "in Würde altern", zu viele Selfies auf Instagram posten oder jeden Beauty-Trend auf TikTok mitmachen? Frauen im Internet stehen unter ständiger Beobachtung. Jedes Like kann zur Anklage werden, jeder Kommentar zum Politikum. "Wie kann sie nur?"Sophie Passmann ist selbst Teil der widersprüchlichen Welt weiblicher Selbstdarstellung in den sozialen Medien. Radikal selbstkritisch seziert sie die Phänomene, die eine ganze Generation prägen: von der asketischen Disziplin einer Hailey Bieber über die kalkulierte Görenhaftigkeit von Charli XCX bis zur neurotischen Perfektion von Taylor Swift. Warum sind wir alle so fasziniert von Frauen, die uns etwas vormachen - und gleichzeitig hassen wir sie genau dafür? Sophie Passmann betrachtet den Zeitgeist wie niemand sonst: klug, selbstreflektiert und höchst unterhaltsam.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
5/5
13.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Als Frau im Internet
Als Frau im Internet
Sophie Passmann beschäftigt sich mit dem Druck, dem Frauen in sozialen Medien täglich ausgesetzt sind. Zwischen Schönheitsidealen, Selbstinszenierung und öffentlicher Kritik analysiert sie die widersprüchlichen Erwartungen an Frauen im Internet. Anhand prominenter Beispiele zeigt sie, warum weibliche Selbstdarstellung zugleich fasziniert und polarisiert. Sie wirft in ihrem Buch einen Blick auf die digitale Öffentlichkeit und die Frage, warum Frauen dort ständig bewertet werden. Dabei geht es nicht nur um Influencerinnen oder Prominente. Nein, es geht um uns alle. Um ein System aus (unrealistischen)Erwartungen, (unreflektierten) Kommentaren und (unnötigen) Urteilen.
Besonders gelungen fand ich, dass sie nicht von außen auf das Thema schaut. Sie kennt die ganzen (furchtbaren) Mechanismen sozialer Medien aus eigener Erfahrung und schreibt sehr persönlich. Dadurch wirkt das Buch nahbarer und man kann sich an einigen Stellen selbst finden. Man scrollt durch Feeds, vergleicht sich und Lebenssituationen mit anderen, urteilt über Menschen oder wird selbst beurteilt.
Das Buch zeigt gut, wie widersprüchlich weibliche Sichtbarkeit funktioniert. Frauen sollen sichtbar sein, aber nicht zu sichtbar. Sie sollen schön sein, aber nicht zu sehr auf ihr Aussehen achten. Sie sollen gute Mütter sein, aber bitte auch arbeiten und den ganzen Haushalt schmeißen. Egal, welche Entscheidung getroffen wird, irgendjemand findet einen Grund zur Kritik.
Besonders spannend fand ich die vielen Fragen, die sie aufwirft. Sie liefert keine einfachen Antworten und keine fertigen Lösungen. Stattdessen regt sie zum Nachdenken an. Auch ihre eigene Rolle bleibt dabei nicht außen vor. Immer wieder wird deutlich, wie sehr gesellschaftliche Erwartungen und Bewertungen inzwischen im eigenen Denken verankert sind.
Sophie schreibt klug, direkt und oft mit Humor. Ihr Buch ist eine scharfe Beobachtung unserer Gegenwart. Es macht deutlich, wie anstrengend die ständige Sichtbarkeit und Bewertung sein können. Ein lesenswertes Buch über Social Media, Feminismus und die Frage, wie wir über andere und über uns selbst urteilen.
ISBN: 978-3462008586
Autorin: Sophie Passmann
Verlag: KiWi
ET: 12.03.26
Umfang: 240 Seiten
Bewertung
5/5
10.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Heilsam
Ich habe dieses Buch im Urlaub, während einer selbst auferlegten Social Media Pause, gelesen. Es war sehr heilsam zu lesen, dass es vielen Frauen Anfang dreißig geht wie mir und wie sich bestimmte Phänomene einordnen lassen.
Bewertung
5/5
19.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
So relatable!
„Wie kann sie nur?“ von Sophie Passmann beschäftigt sich mit der permanenten Bewertung weiblicher Sichtbarkeit in der digitalen Öffentlichkeit – einem Raum, in dem Frauen ständig beobachtet, kommentiert und eingeordnet werden. Die titelgebende Frage „Wie kann sie nur?“ steht dabei sinnbildlich für ein gesellschaftliches Echo aus Erwartungen, Urteilen und Projektionen.
Passmann analysiert dieses System mit ihrem scharfen, popkulturell geprägten Blick, bleibt dabei aber nicht distanziert, sondern ist selbst Teil dessen, worüber sie schreibt. Sie berichtet nicht von außen, sondern aus der Mitte heraus – als jemand, der Reichweite, Kommentarspalten, Zuschreibungen und öffentliche Dynamiken aus eigener Erfahrung kennt. Dadurch wirkt das Buch weniger wie eine theoretische Abhandlung, sondern wie eine sehr unmittelbare, persönliche Bestandsaufnahme.
Der Einstiegspunkt ist bewusst nah an der Lebensrealität vieler Leser:innen gewählt: Social Media, Scrollen, Vergleichen, Urteilen – manchmal solidarisch, manchmal kritisch, oft unbewusst. Genau dort setzt das Buch an und zeigt, wie schnell Frauen zu Projektionsflächen werden, zwischen Anerkennung und Abwertung pendeln und sich ständig in einem Spannungsfeld aus „Empowerment“ und Angreifbarkeit bewegen.
Besonders stark arbeitet Passmann die Mechanismen des Urteilens heraus. Schönheit wird ebenso hinterfragt wie Natürlichkeit, ohne einfache Wertungen zu liefern. Feminismus erscheint nicht als fertiges Konzept, sondern als fortlaufender Aushandlungsprozess in einem System, das Frauen gleichzeitig sichtbar machen und kontrollieren will.
Gerade die Offenheit vieler Fragen macht den Text wirkungsvoll. Passmann liefert keine abgeschlossenen Antworten, sondern lässt Widersprüche bewusst stehen. Dadurch entsteht Raum für eigene Reflexion – oft direkt im Anschluss an die Kapitel.
Sehr eindrücklich ist auch, wie das Buch die Lesenden in ihre eigene Rolle hineinzieht. Die Frage „Wie kann sie nur?“ wird nicht nur als fremde Bewertung entlarvt, sondern auch als innere Stimme sichtbar gemacht: als Reflex, als internalisierte Norm, als Mischung aus Neid, Abwehr oder Unsicherheit. Damit zeigt das Buch, wie äußere Bewertungssysteme sich ins eigene Denken einschreiben und dort zu Selbstbeobachtung und Selbstoptimierung führen.
Der Effekt beim Lesen ist entsprechend ambivalent: Man erkennt Muster wieder, fühlt sich ertappt und zugleich erschöpft von der ständigen Bewertung weiblicher Existenz. Es entsteht das Gefühl, dass es kaum einen Zustand gibt, in dem Frauen einfach nur sein können, ohne kommentiert zu werden.
Am Ende steht keine klare These, sondern eine präzise Beschreibung der Gegenwart. Passmann hält die Spannungen dieser digitalen Realität aus, statt sie zu vereinfachen, und zeigt, wie widersprüchlich weibliche Sichtbarkeit funktioniert – zwischen Erwartung, Urteil und Selbstwahrnehmung.
Fazit: Ein pointiertes, kluges und sehr gegenwartsnahes Buch über weibliche Sichtbarkeit, digitale Bewertungskulturen und die Ambivalenzen moderner Öffentlichkeit – scharf beobachtet, sprachlich präzise und nachhaltig nachwirkend.
Bewertung
5/5
10.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Für Frauen in ihren 20ern & 30ern
Sehr starkes Buch, habe mich lang nicht so in einem Text gesehen gefühlt.
Sophie ist nicht nur eine starke Beobachterin, sondern schafft es auch ihre Beobachtungen so klar in Worte zu verpacken wie keine andere.
Bewertung
5/5
06.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Realität der Frauen
Sophie Passmann seziert mit großer Präzision die Wahrnehmung und Rolle von Frauen im Internet. Sie zeigt sehr deutlich auf, wie Frauen, die im Internet aktiv sind und bekannt sind, behandelt werden. Von kurzfristig Hype, über Irritation, bis hin zu Ächtung. Und all diesem wohnt eine ständige Bewertung inne: in erster Linie wird natürlich immer das Aussehen bewertet, ist sie zu hübsch, zu hässlich, zu dünn, zu dick, unpassend…, dann aber auch das Verhalten: zu laut, zu leise, nicht angepasst, nicht angemessen. Und zu guter letzt werden sie immer in Relationen zu ihrer Umgebung, ihren Partnern, ihrem Kontext gesetzt. Das Fazit aus alldem ist, dass Frauen es im Grunde nicht richtig machen können. Oder zumindest nicht auf Dauer! Erfolgreiche Frauen werden auch im Internet als Gefahr gesehen und über kurz oder lang kritisiert, beleidigt, auf ihr Äußeres reduziert.
Ich finde es faszinierend, wie Sophie Passmann sich durch die irren des Internets, die verschiedenen Frauenbilder, die dort transportiert werden, von Frauen, von Männern und Kritiker *innen laviert und die Schwierigkeiten aufzeigt, die Frauen haben, sich durch dieses Geflecht an Herablassung und Misogynie zu bewegen, ohne ihre Würde, ihre psychische Gesundheit zu verlieren und vor allem dauerhaft erfolgreich sein zu können.
Definitiv ein must-read - auch oder gerade für Männer!
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5/5
18.06.2026
eBook (ePUB 3)
Wie gut, dass sie es kann!
Ein Buch, von dem es schade ist, dass es das geben muss und von dem man dann froh ist, dass es das gibt.
Frauen waren schon immer im Fokus mit dem, was sie tun oder eben nicht. Und wie sie aussehen, oder eben nicht. Was erwartet man von ihnen, welchem Ideal sollen sie entsprechen - und wer legt das eigentlich fest?!
In Zeiten von Social Media hat sich die Form und das Ausmaß der Beurteilung nochmal verschärft. Sophie Passmann schlägt einen Bogen über die Jahrzehnte, von den ersten It-Girls bis hin zu den aktuellen Trends und Internetphänomenen. Dabei wird sie persönlich und ist selbstkritisch und vor allem herrlich selbstironisch.
Ich habe tatsächlich einiges gelernt und verstanden - vor allem über Sophie Passmanm und natürlich Taylor Swift!
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5/5
10.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ja echt- wie kann sie nur?
Passmann hält uns- vor allem dem weiblichen Publikum- in diesem Buch den Spiegel vor. Sie zeigt uns das, was wir im tiefsten Inneren eigentlich schon wissen: vergleiche dich nicht ständig mit anderen.
Dabei geht sie nicht lösungsorientiert vor, sondern selbstkritisch mit einem leichten Hang zum Sarkasmus und Gesellschaftskritik. Sie verpackt feministische Themen dabei nicht als Belehrung, sondern als ehrliche, oft unangenehme Selbstreflexion. Es fällt leicht (mir zumindest), sich in ihre Gedankengänge hineinzuversetzen und man denkt sich sehr oft beim Lesen: joa, das trifft den Nagel auf den Kopf.
10/10 - wirklich
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5/5
04.05.2026
eBook (ePUB 3)
Sophie Passmann trifft den Nerv unserer Zeit
Wie kann sie nur? ist witzig, klug und erfrischend ehrlich. Sophie Passmann trifft mit ihrem unverwechselbaren Humor und ihrer scharfsinnigen Beobachtungsgabe genau den Nerv unserer Zeit. Das Buch regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken, und bietet gleichzeitig viele unterhaltsame, zum Teil sehr selbstironische Momente. Ich habe mich beim Lesen oft wiedergefunden und konnte gleichzeitig herzhaft lachen. Passmann schafft es, persönliche Geschichten mit gesellschaftlichen Fragen zu verbinden.
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5/5
29.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Trifft den Nerv der Zeit!
„Es geht um eine Welt, in der es egal ist, wer du bist oder wie es dir geht, solange du gut aussiehst.“
Dieses Buch trifft definitiv den Nerv der Zeit. In diesem Werk werden wir mit auf eine kleine Zeitreise durch die sozialen Medien und die Popkultur genommen, wobei der Fokus auf dem aktuellen Frauenbild liegt. Dabei geht Sophie Passmann gänzlich selbstkritisch ins Gericht, auch mit sich selbst und konfrontiert ihre Leser:innen mit der unbequemen Wahrheit. Sie ist vollkommen brutal ehrlich, ohne jegliche Beschönigungen. Man fühlt sich beinahe ertappt… Der Inhalt dieses Buches klingt noch lange nach. Deshalb eine ganz klare Empfehlung von mir.
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5/5
13.04.2026
eBook (ePUB 3)
Ich habe mich als Frau selten so gesehen gefühlt...
In diesem Buch schreibt Sophie Passmann über Frauen im Internet und wie es ist, eine von ihnen zu sein. Ich finde es geht aber auch darum, wie es ist einfach eine Frau zu sein, zu Zeiten des Internets. Ich habe mich sehr gesehen und verstanden gefühlt und kann dieses Buch jeder Frau und eigentlich auch jedem Menschen empfehlen.
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