Produktbild: Ein Hund kam in die Küche
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Ein Hund kam in die Küche Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.08.2023

Verlag

Leykam

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/2,6 cm

Gewicht

364 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002551155

Beschreibung

Rezension

»Dieses Drama - Folge einer fundmental falschen Familienentscheidung - wird zum Dreh- und Angelpunkt dieses so taktvollen, wie rohen Romans, der noch einmal das volle Ausmaß ideologischer Fehlzündungen der Binnenstruktur einer Familie aufführt. (...) Man bleibt schockiert zurück nach dieser Lektüre.«
Katharina Teutsch, Deutschlandfunk
»Sepp Mall ist ein bedrückender, nie um plumpe Betroffenheit bemühter, ungemein kraftvoller und zugleich zarter Roman über ein dunkles Kapitel Zeitgeschichte gelungen.«
Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung
»Mit großem Einfühlungsvermögen erzählt Sepp Mall vom sprachlosen Schrecken, vom Entsetzen, von den Versuchen, die Trauer zu bewältigen. […] Auf knapp 200 Seiten passiert Gravierendes […] Doch den neun Kapiteln wohnt eine verblüffende Leichtigkeit inne. Die Schwere wird aufgehoben durch einen Erzählfluss, der trotz Südtirol- und Heimatthematik nicht im (Heimat)Boden versinkt.«
Margit Oberhammer, Dolomiten – Das Tagblatt der Südtiroler
»Eine paradigmatische Erzählung über die großen Tragödien kleiner Leute, eingepreist in die fehlkalkulierte Bilanz totaler Herrschaft.«
Sabine Wallinger, Der Standard
»Es ist einfach eine Geschichte gegen das Vergessen und sehr sehr sehr berührend geschrieben. […] Er ist einer – der Sepp Mall – der südtiroler Geschichte extrem gut aufarbeitet und hier hat er eben den Kindern – die keine Stimme haben […] – eine Stimme gegeben.«
Petra Hartlieb, Studio 2
»Der in Meran lebende Schriftsteller Sepp Mall erzählt über die „Option“, diese tiefe Wunde in der Geschichte Südtirols, aus der Perspektive des Buben Ludi. Der aus seiner Kindersicht dem Verlust und der Trauer eine besondere Schwere verleiht.«
Krone Wien
»Ein wichtiges, berührendes Buch.«
Kurier
»Selten habe ich ein Buch nach der Lektüre so erfüllt beiseitegelegt wie das jüngst erschienene „Ein Hund kam in die Küche“ von Sepp Mall.«
Florian Kronbichler, FF
»Einer der besten Romane der Saison.«
Helmut Schneider

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.08.2023

Verlag

Leykam

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/2,6 cm

Gewicht

364 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002551155

Herstelleradresse

Leykam
Dreihackengasse 20
8020 Graz
AT

Email: office@leykamverlag.at

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  • Ben @Buchkomet

    5/5

    15.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bedrückend

    „Ein Hund kam in die Küche“ ist kein lauter, dramatisch inszenierter Roman über die NS-Zeit – gerade deshalb trifft er so stark. Sepp Mall erzählt aus der Perspektive des elfjährigen Ludi, der 1942 mit seiner Familie Südtirol verlässt und ins Deutsche Reich umsiedelt. Die sogenannte „Option“ zwingt sie zu dieser Entscheidung – doch statt Sicherheit bringt sie Leid. Schon zu Beginn wird der behinderte Bruder Hanno in einer „Nervenheilanstalt“ untergebracht. Was Ludi nicht weiß, er wird seinen Bruder nie wiedersehen. Er versteht nicht, was mit ihm passiert, doch für die Leser:innen ist klar: Euthanasie, Mord im Namen der Ideologie. Diese kindliche Unwissenheit wird zum emotionalen Kern der Geschichte. Was Ludi nicht versteht, schwebt als beklemmendes Wissen zwischen den Zeilen. Die Verluste reißen nicht ab: Der Vater zieht in den Krieg, die Mutter zerbricht an der Situation, Ludi bleibt allein in einer fremden Umgebung. Seine Versuche, die Erwachsenenwelt zu begreifen, wirken hilflos und machen das Grauen nur noch spürbarer. Politik, Krieg, Propaganda – für das Kind bleibt alles abstrakt, doch der Schmerz ist real. Die Stärke des Romans liegt in der schlichten, klaren Sprache. Keine großen Erklärungen, keine inszenierten Dramen – genau dadurch wirkt alles umso härter. Ludi spricht mit seinem toten Bruder, sucht Halt im Unbegreiflichen, während um ihn herum die Welt auseinanderfällt. Der Titel verweist auf ein Kinderlied – ein bitterer Kontrast zum Grauen, das Ludi erlebt. Der Roman wird so zu einem eindringlichen Mahnmal darüber, was es bedeutet, als Kind in einer Welt aufzuwachsen, in der Ideologien wichtiger sind als Menschlichkeit. Keine große Geste, kein lautes Mahnmal – sondern ein stilles, schmerzhaft ehrliches Zeugnis. 10/10 Leseempfehlung!

  • Jennifer Rouget

    5/5

    10.01.2024

    eBook (ePUB 3)

    Sehr eindrucksvoll

    Das Buch erzählt die Geschichte der NS-Zeit von 1942 aus der Sicht eines Kindes. Ludis Familie zog nach Deutschland und auch, wenn die politischen Zusammenhänge für den Jungen schwer greifbar waren, schafft der Autor diese eindrücklich zu vermitteln. Besonders, da Ludis jüngerer Bruder in ein Pflegeheim eingewiesen wurde und wir er damit umgeht. Doch gleichzeitig geht es um so viel mehr: Freundschaften, die die Distanz und das Geschehen nicht überstehen, Heimweh, abwesende Eltern … Ich bin sehr dankbar diese Zeit lediglich aus Berichten und Büchern zu kennen, doch gleichzeitig ist es ungemein wichtig, dass die Geschehnisse nicht in Vergessenheit geraten. Dafür sorgt Sepp Mall sehr eindrucksvoll.

  • Aischa

    aus Kissing

    5/5

    06.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Worte für das Unsagbare

    Der mehrfach preisgekrönte Südtiroler Sepp Mall mach in diesem klugen Roman en Stück Zeitgeschichte seiner Landsleute sichtbar, das viele wohl lieber vergessen würden, nämlich dass sich im Zuge der sogenannten "Option" viele Südtiroler für die Auswanderung vom faschistischen Italien ins nationalsozialistische Deutschland entschieden und somit von (im Nazisprech) "Volksdeutschen" zu "Reichsdeutschen" wurden. Dabei geht es Mall weniger um politisch-ideologische Motivationen, diese werden zwar auch behandelt, doch eher nebenbei. Vielmehr zeigt er auf, wie die Suche nach Heimat fehlschlagen kann, wie schnell sich Migrantinnen und Migranten entwurzelt fühlen können. Selbst dann, wenn sie wieder in ihre Ursprungsland zurückkehren. Zudem verdeutlicht die Geschichte einmal mehr, wie grausam, ja bestialisch die Ideologie der Nationalsozialisten in die Praxis umgesetzt wurde. Anton, der kleine Bruder des Protagonisten, ist mehrfach behindert, "zurückgeblieben", wie man im Heimatdorf sagte. Dies erfasst die gründliche reichsdeutsche Bürokratie umgehend, und den Leser*innen wird schneller klar als Antons Familie, was dies für seine Zukunft bedeutet - er hat schlichtweg keine. Was mich an diesem Roman sehr beeindruckt hat ist, wie er es schafft, das eigentlich Unsagbare in Worte zu kleiden. Sepp Mall gelingt dies hier, in dem er konsequent aus der Sicht von Kindern erzählt. So wird die Auswanderung, die wohl zu abstrakt für das Vorstellungsvermögen einer Grundschülerin ist, eben zu einer "Wanderung" und die unbekannten Sudetendeutschen zu "Schwedendeutschen". Starke Bilder und nur wenige, aber stets durchdacht gewählte Worte, mehr braucht Mall nicht, um gegen das Vergessen anzuschreiben. Ein guter, wichtiger Roman, gerade in heutiger Zeit. (Anmerkung für Bibliophile: Der Leykam Verlag hat der Geschichte ein wunderbares Gewand gegeben, in Form eines hochwertig ausgestatteten Hardcovers mit bezaubernder Gestaltung!)

  • bolie

    aus Langscheid

    5/5

    18.10.2023

    eBook (ePUB 3)

    Der Ich-Erzähler Ludi…

    Der Ich-Erzähler Ludi schreibt über das Leben der Familie in Südtirol. Die Worte „Lebewohl“ oder „Wiedersehen“ gab es bei ihnen nicht. Alle wussten, dass sie bald ins „Reich“ wandern werden. Nur der Zeitpunkt stand nicht fest. Die Familie der Freundin Ludis ist schon lange fort. An einem sonnigen Tag begann die „Wanderung“ der Familie in eine vermeintlich gute Zukunft. „Ein Hund kam in die Küche“ stand auf der Longlist des „dbp23“. Das Schicksal der Familie berührte mich sehr. Weil es hier um den Umgang der Nationalsozialisten mit Behinderten geht. Was geschah in den sogenannten „Heil- und Pflegeanstalten“? Warum durften die Eltern des kleinen Hanno ihn nicht besuchen? Hanno war der kleine Bruder von Ludi. Der meinte, dass alle sagten, Hanno sei „zurückgeblieben“. Das konnte Ludi gar nicht verstehen. Er hing sehr an dem Kleinen und spielte gerne mit ihm. Dass der Autor aus der Sicht des Kindes schrieb, hat seinen Grund. Wie sonst könnten Leser nachempfinden, was diese junge Seele durchlebte? Ein gelungenes Werk, das nicht nur den Kampf ums Überleben beschreibt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

  • Nicole Kleber

    aus Eisenberg

    5/5

    12.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein #mustread

    Im Zuge der „Option“ muss sich 1942 eine Südtiroler Familie entscheiden, ob sie künftig zu Italien gehören oder "heim ins Reich" kommen will. „Volkskörper“ oder Zwangsumsiedlung nach Süditalien - „deutsch oder walsch“. Der Vater wählt den Nationalsozialismus und die Familie beginnt zu packen. Der elfjährige Ich-Erzähler und Sohn der Familie, Ludi, verabschiedet sich von seiner Freundin Katharina, die auch bald „wandern“ wird, nach Vor-Adelberg. „Bestimmt würden sie ein neues Haus bekommen, mit einem Garten und einem Geschäft, wo sie Fleisch und Würste verkauften. Und einen Hund würden sie auch haben, einen Wachhund, einen Schäfer, der sie alle beschützte. Und wir wurden wieder Nachbarn werden, wenn wir dann nachkämen. Vor-Adelberg, sagte sie, oder so ähnlich. Für die Kinder gibt es keine Antworten, schon gar nicht für Ludi, und so macht sich die Famile einfach eines Tages auf den Weg. Erster Halt ist Nordtirol, Innsbruck. Und während der Vater den ganzen Tag wegen „der Papiere“ unterwegs ist, bringen Ludi und seine Mutter Hanno, Ludis Bruder, in ein Heim. Denn Hanno muss zu „Untersuchungen“ weil er manchmal so krampft und nicht laufen kann. Und auch nicht gut sprechen, aber dort im Heim wird man ihm helfen und sicher ist er bald wieder bei Ludi, der Hanno zärtlich liebt. Ihn durch die Gegend schleppt und hilft, wo er nur kann. „Er wackelte an der Hand der Schwester über den glänzend gewienerten Boden, sein linkes Bein war nach außen gedreht, und bereits an der ersten Treppenstufe blieb er mit dem Absatz hängen. Die Schwester fasste ihn am Oberarm und unter der Schulter und so schaukelten sie weiter, Schritt für Schritt den Gang entlang. Hanno wand sich wie eine Katze, einmal nach links, einmal nach rechts, dann begriff ich, dass er sich nach uns umdrehen wollte, nach Mutter und mir.“ Ein Brief aus der "Heil- und Pflegeanstalt" des Reiches Kaufbeuren-Irrsee wird wenig später alles sein, was der Famile von Hanno bleibt ... Endstation für die drei verbliebenen Familienmitglieder ist vorerst das Reichsgau Oberdonau, im heutigen Oberösterreich. Der Vater rückt bald ein, schickt Briefe von der Westfront. Ludi hat einen neuen Freund gefunden, Siegfried, mit dem er Jungs-Abenteuer erlebt und wie alle Buben im Dorf der schönen Postbotin Erna nachspioniert, während die Mutter arbeitet. Manchmal ist Hanno mit Ludi unterwegs, etwa wenn er abends Milch holen geht, oder er kuschelt sich nachts zu ihm ins Bett. Ganz normal gehen und sprechen kann er jetzt, der kleine, tote Bruder … So ganz scheint der Krieg nicht anzukommen, die Bomber sind schließlich „alles unsere“, wie Siegfried weiß. Bis keine Briefe mehr von Ludis Vater kommen, die Bomber den Alliierten gehören und Ludis Mutter zurück will. Heim, nach Südttirol. Den beiden gelingt es auch, sich nach Hause durchzuschlagen – doch dort wird ihnen mit Misstrauen begegnet und in ihrer Wohnung leben andere. Und dass der Vater zwar auch zurückkehrt, aber schwer traumatisiert, dass macht auch nichts mehr besser ... Sehr bedrückt, ja schockiert, hat mich diese Lektüre zurückgelassen. Gleichzeitig bin ich ungemein beeindruckt vom Einfühlungsvermögen Sepp Malls, von seiner Sprachkunst, seinem mit der Stimme eines Kindes begreiflich machen, dass all das niemals vergessen werden darf … Großartige Literatur! Gänsehaut vom ersten bis zum letzten Satz und darüber hinaus. Ein #mustread und eine ganz außerordentlich riesengroße #Leseempfehlung. #gegendasvergessen #Netgalleyde #longlistlesen

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  • Zum Bewerterprofil von Clemens Rupp

    Clemens Rupp

    Thalia Düsseldorf-Kaiserswerth

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    5/5

    26.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Den Krieg durch Kinderaugen sehen... Mein Buch des Jahres 2023 !

    Der Jury des Deutschen Buchpreises sei Dank, den ohne die Nominierung ,(zumindest) für die Longlist,,wäre ich nicht auf dieses besondere, ja wertvolle Stück Literatur, gestoßen! Dieser so fein gewobene Roman über die Grausamkeiten des Krieges,über den Verlust von Heimat und über den unsagbaren Verlust des eigenen Bruders hat mich teilweise erstarren lassen...groß oft die Traurigkeit,die Einsamkeit, und das elementare Vermissen eines geliebten Menschen...ganz kunstvoll und in einer eigenen...oft wundersamen und bildhaften Sprache erzählt! Ich bin sehr begeistert!!!!
  • Zum Bewerterprofil von J. Steffen

    J. Steffen

    Thalia Hamm – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    4/5

    02.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dunkle Zeiten

    Ein wirklich interessanter Roman des Deutschen Reiches. Aus der Perspektive eines jungen Burschen, der miterleben muss, wie er und seine Familie Hitler treu waren und aus Italien nach Deutschland wanderten. Wie sie seinen kranken, kleinen Bruder in eine Heilanstalt brachten und ihn nie wieder sehen würden und sein Vater eingezogen wird. Aus der Sicht des Jungen ist es wirklich interessant geschrieben und bewirkt, dass man es aus kindlichen Augen sieht. Wie er versucht zu verstehen, wieso das alles um ihn herum passiert und wieso niemand ihm Antworten geben möchte. Super interessant und sehr lesenswert!

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