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Sibirische Sommer mit Dostojewski Roman einer Freundschaft

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.08.2019

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

19/12,6/4 cm

Gewicht

426 g

Farbe

Khaki

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

De Kozakkentuin

Übersetzt von

Helga van Beuningen

Sprache

Deutsch

EAN

2710002576356

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Anschaulich und spannend« ("Goslarsche Zeitung")
»Wer Jan Brokkens distanzierte, aber sehr detailgenaue Art zu schreiben mag, [...] wird an Sibirische Sommer mit Dostojeski viel Freude haben.« ("WDR 5 Bücher")
»lesenswert. Der Blick auf Dostojewski ist frisch und unterhaltsam. [...] Jan Brokken hat das Kunststück vollbracht, ein diskretes Buch über die indiskretesten Dinge zu schreiben.« ("Deutschlandfunk Büchermarkt")
»Ein Künstlerroman, kundig und amüsant [...] Brokken versteht es, den Künstlerroman zur Abenteuergeschichte zu formen.« ("Augsburger Allgemeine")

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Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.08.2019

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

19/12,6/4 cm

Gewicht

426 g

Farbe

Khaki

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

De Kozakkentuin

Übersetzt von

Helga van Beuningen

Sprache

Deutsch

EAN

2710002576356

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Bewertung

    aus Fehraltorf

    5/5

    01.07.2021

    eBook (ePUB 3)

    Spannend über Sibirischen Sommer mit Dostojewski

    Meines Erachtens sehr schön und zwar etwas zu romantisch geschrieben.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von P. Kurbach

    P. Kurbach

    Thalia Osnabrück

    Buchhändler*in

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    5/5

    18.02.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Biographischer Roman der Extraklasse.

    Biographischer Roman der Extraklasse. Der Autor berichtet aus Sicht des jungen Staatsanwalts Alexander von Wrangel über Dostojewskis Verbannung nach Sibirien. Bildung pur, toll.
  • Zum Bewerterprofil von Sabine van Ahlen

    Sabine van Ahlen

    Thalia Münster – Münster-Arkaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.01.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verbannung und Freundschaft

    Russland, Mitte des 19. Jahrhunderts: der junge idealistische Staatsanwalt Alexander von Wrangel tritt seine erste Stelle ausgerechnet im fernen Sibirien an, genauer, im gottverlassenen Semipalatinsk, wo er dem soeben aus der Strafkolonie in Omsk entlassenen und nun genau dorthin verbannten Fjodor M. Dostojewski begegnet. Dostojewski will nach jahrelanger harter Lagerhaft nichts mehr, als die Freiheit zu gehen, wohin er will, und vor allem die Freiheit, endlich wieder zu schreiben. Krank und traumatisiert keimt in ihm die Hoffnung, dass der aufgeschlossene und zugewandte von Wrangel, der von dem Menschen und genialen Schriftsteller Dostojewski fasziniert ist, über die notwendigen Beziehungen verfügen möge, die seine Begnadigung beschleunigen könnten. Aber des Zaren Mühlen malen langsam….. Jan Brokken hat einen wunderbaren Roman und berührende (Doppel-)Biographie geschrieben, deren behutsame, unsentimentale Sprache den Leser durch die Handlung trägt wie ein langer ruhiger sibirischer Fluss. Der Autor bedient sich - gewissermaßen ohne einzugreifen - der Augen von Wrangels, der mit der ernüchternden Distanz von Jahren und Erfahrung auf seine Zeit in Sibirien und seine längst vergangene Freundschaft zu Dostojewski zurückblickt. Er ist ein bescheidener Mann und einfühlsamer Beobachter, unermüdlich in der Verfolgung von Dostojewskis – auch finanziellen - Interessen. Was zunächst aus der Sicht Dostojewskis nach einem reinen Zweckbündnis aussieht (und zum Teil sicher auch ist), entwickelt sich zu einer beiderseits tiefen, wenn auch ungleichen Freundschaft, in der der Schriftsteller der komplexere und mithin auch schwieriger zu durchschauende Part ist. Eine besondere Würze und unfreiwillige Komik erhält diese Freundschaft durch einen geradezu absurden Konflikt: beide pflegen jeweils äußerst heikle Liebesbeziehungen zu verheirateten Frauen, die ihr Leben über eine lange Zeit prägen werden und von deren jeweiliger Unangemessenheit und Aussichtslosigkeit sie sich ebenso lange gegenseitig zu überzeugen versuchen, ohne die Spiegelgleichheit ihrer Verhältnisse erkennen zu können (oder zu wollen). Hier zeigt sich auch die Beharrlichkeit und Besessenheit Dostojewskis, sein Festhalten an Überzeugungen bis hin zu vorsätzlicher Blindheit, die sich letztendlich als verhängnisvoll erweist. Natürlich ist „Sommer mit Dostojewski“ ein bis zur Akribie hervorragend recherchierter und glänzend erzählter biographischer Roman, aber seine Protagonisten sind eben auch Kinder ihrer Zeit, und durch ihren Fokus öffnet sich unser Blick dem Panorama einer ganzen Epoche. Ihre Geschichte fügt sich wie ein Mosaikstein in das Gesamtbild eines rigiden und willkürlichen zaristischen Regimes, das sich auch noch Mitte des 19.Jahrhunderts allen Veränderungen hin zu einer modernen Gesellschaftsordnung verweigert. Sie (und mit ihnen auch wir) begegnen Menschen, die sich in diesem System gewinnbringend eingerichtet haben und solchen, die, wie Dostojewski, ihr Opfer wurden, und, wie immer in solchen Systemen, gibt es Mitläufer, Resignierte und Revolutionäre, aber auch die, die wie von Wrangel in Rechtschaffenheit den mühsamen Weg der kleinen Schritte gehen. Am Ende erleben sie den Beginn einer neuen Ära durch einen Regimewechsel und damit die entscheidende Wendung, die es letztlich Dostojewski ermöglicht, der Schriftsteller zu sein, der er immer sein wollte – und das Ende ihrer Freundschaft einläutet. Dieser Roman ist ganz sicher ein Muss für Dostojewski-Leser und-Kenner, aber eben auch für diejenigen ein Lesevergnügen, die historische Romane lieben und dabei - neben Authentizität - auf hohes literarisches Niveau Wert legen. Und schließlich und endlich hat „Sommer mit Dostojewski“ eine geradezu unwiderstehliche Verführungskraft, die uns geradewegs an das Bücherregal lockt, um endlich einmal Dostojewskis Romane (wieder)zu lesen.

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