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Kibogos Himmelfahrt Roman | Nominiert für den Internationalen Literaturpreis!

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.02.2024

Verlag

Claassen

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

20,7/12,8/2,1 cm

Gewicht

262 g

Originaltitel

Kibogo est monté au ciel

Übersetzt von

Jan Schönherr

Sprache

Deutsch

EAN

2710002647247

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Akzeptabel

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.02.2024

Verlag

Claassen

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

20,7/12,8/2,1 cm

Gewicht

262 g

Originaltitel

Kibogo est monté au ciel

Übersetzt von

Jan Schönherr

Sprache

Deutsch

EAN

2710002647247

Herstelleradresse

Claassen-Verlag
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: Info@Ullstein-Buchverlage.de

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Grandioser Lesegenuss!

Kristall86 aus an der Nordseeküste am 21.04.2024

Bewertungsnummer: 2184055

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

!ein Lesehighlight 2024! Klappentext: „Von Kibogo erzählt man sich in der Nacht am Feuer hinter vorgehaltener Hand. Leise lauscht man dem Geschichtenerzähler, der die Legenden der alten Hügel webt und der die verbotenen Geschichten noch zu erzählen weiß. Die, die Kirchenmissionare mit allen Mitteln auslöschen wollten. Dann aber verliert ein forscher Priester sein Amt, weil er die Evangelien mit dem Märtyrertod des Ruanders Kibogo aufmischt. Und in der kleinen ruandischen Gemeinschaft am Fuß eines himmelshohen Felsen kommt es zu einem Kampf um die Deutungshoheit über Kult, Mythos und Legende. In vier kunstvoll verwobenen Teilen erzählt die ruandisch-französische Autorin Scholastique Mukasonga feinsinnig, üppig und zugleich faszinierend bodenständig von den Wechselbeziehungen des alten ruandischen Glaubens mit dem Christentum sowie seinen Sendboten, den europäischen Missionaren. Scholastique Mukasonga erweckt die alten Mythologien mit dem berauschenden Duft von feuchter Erde und einem Hauch subtilen Humors zum Leben. Dabei liefert sie uns eine Geschichte von entwaffnender Einfachheit und tiefgreifender universeller Wahrheit.“ Es gibt Sagen, Märchen, Mythen, Riten und vieles mehr was für Viele eher Hokuspokus oder unnützes Zeug scheint aber wenn man dort generell etwas tiefer gräbt, doch stets irgendwie ein Fünkchen Wahrheit trotzdem inne steckt und genau aus dem Grund genau diese Sagen, Märchen, Mythen usw. einen so langen Bestand in unserer Gesellschaft haben. Jedes Land, jede Region, jeder Ort hat seine ganz eigenen Geschichten und eine davon erzählt uns Scholastique Mukasonga. Die Autorin vermag mit einer Art gewisser Erzähler-Magie uns die Geschichte von einem Königssohn aus Ruanda zu erzählen, Kibogo mit Namen, welcher ganz besondere Kräfte besaß. Mukasongas Ton gleicht einer Märchenerzählerin der man an den Lippen hängt bzw. an den Buchseiten klebt. Ihre begeisternde Erzählweise ist sehr einnehmend, Humor fehlt auch nicht aber auch der Tiefgang bleibt keineswegs verborgen. Wir erlesen die Geschichte in vier Teilen und erleben viele Situationen. Mukasonga schmückt ihre Geschichte dem Stil entsprechend aus, was aber dem roten Faden keinen Abbruch tut. Sie scheint wahrlich eine Gabe dafür zu haben, genau so erzählen zu können! Man taucht in eine andere Zeit ein als Leser, taucht in eine andere Religion ein und sieht die Dinge direkt vor Augen. Durch die vielen Schilderungen Mukasongas geht man als Leser eine gewisse Verbindung mit dem „Märchen“ ein, wird fast zu einem Bestandteil dessen. Wir erleben Missionierung mit viel Humor und reichlich schrägen Szenen aber auch den Respekt vor einer anderen Kultur. Beide Parts auf so eine Art und Weise zu beleuchten war ein reines Lesevergnügen welches noch sehr lange nachhallt. Alle Figuren in diesem Buch waren einmalig und ein fabelhaftes (wortwörtlich) Zusammenspiel rund um die Auffahrt ins Himmelreich - egal an wen wir schlussendlich glauben! „Unbedingt lesen“ lautet hier meine Empfehlung! Dieses Buch ist ein echter Schatz der viele Lacher bereit hält! 5 Sterne hierfür!

Grandioser Lesegenuss!

Kristall86 aus an der Nordseeküste am 21.04.2024
Bewertungsnummer: 2184055
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

!ein Lesehighlight 2024! Klappentext: „Von Kibogo erzählt man sich in der Nacht am Feuer hinter vorgehaltener Hand. Leise lauscht man dem Geschichtenerzähler, der die Legenden der alten Hügel webt und der die verbotenen Geschichten noch zu erzählen weiß. Die, die Kirchenmissionare mit allen Mitteln auslöschen wollten. Dann aber verliert ein forscher Priester sein Amt, weil er die Evangelien mit dem Märtyrertod des Ruanders Kibogo aufmischt. Und in der kleinen ruandischen Gemeinschaft am Fuß eines himmelshohen Felsen kommt es zu einem Kampf um die Deutungshoheit über Kult, Mythos und Legende. In vier kunstvoll verwobenen Teilen erzählt die ruandisch-französische Autorin Scholastique Mukasonga feinsinnig, üppig und zugleich faszinierend bodenständig von den Wechselbeziehungen des alten ruandischen Glaubens mit dem Christentum sowie seinen Sendboten, den europäischen Missionaren. Scholastique Mukasonga erweckt die alten Mythologien mit dem berauschenden Duft von feuchter Erde und einem Hauch subtilen Humors zum Leben. Dabei liefert sie uns eine Geschichte von entwaffnender Einfachheit und tiefgreifender universeller Wahrheit.“ Es gibt Sagen, Märchen, Mythen, Riten und vieles mehr was für Viele eher Hokuspokus oder unnützes Zeug scheint aber wenn man dort generell etwas tiefer gräbt, doch stets irgendwie ein Fünkchen Wahrheit trotzdem inne steckt und genau aus dem Grund genau diese Sagen, Märchen, Mythen usw. einen so langen Bestand in unserer Gesellschaft haben. Jedes Land, jede Region, jeder Ort hat seine ganz eigenen Geschichten und eine davon erzählt uns Scholastique Mukasonga. Die Autorin vermag mit einer Art gewisser Erzähler-Magie uns die Geschichte von einem Königssohn aus Ruanda zu erzählen, Kibogo mit Namen, welcher ganz besondere Kräfte besaß. Mukasongas Ton gleicht einer Märchenerzählerin der man an den Lippen hängt bzw. an den Buchseiten klebt. Ihre begeisternde Erzählweise ist sehr einnehmend, Humor fehlt auch nicht aber auch der Tiefgang bleibt keineswegs verborgen. Wir erlesen die Geschichte in vier Teilen und erleben viele Situationen. Mukasonga schmückt ihre Geschichte dem Stil entsprechend aus, was aber dem roten Faden keinen Abbruch tut. Sie scheint wahrlich eine Gabe dafür zu haben, genau so erzählen zu können! Man taucht in eine andere Zeit ein als Leser, taucht in eine andere Religion ein und sieht die Dinge direkt vor Augen. Durch die vielen Schilderungen Mukasongas geht man als Leser eine gewisse Verbindung mit dem „Märchen“ ein, wird fast zu einem Bestandteil dessen. Wir erleben Missionierung mit viel Humor und reichlich schrägen Szenen aber auch den Respekt vor einer anderen Kultur. Beide Parts auf so eine Art und Weise zu beleuchten war ein reines Lesevergnügen welches noch sehr lange nachhallt. Alle Figuren in diesem Buch waren einmalig und ein fabelhaftes (wortwörtlich) Zusammenspiel rund um die Auffahrt ins Himmelreich - egal an wen wir schlussendlich glauben! „Unbedingt lesen“ lautet hier meine Empfehlung! Dieses Buch ist ein echter Schatz der viele Lacher bereit hält! 5 Sterne hierfür!

African Storytelling!

drawe aus Landau am 04.02.2024

Bewertungsnummer: 2123839

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Scholastique Mukasonga flüchtete aus Ruanda nach Burundi, um dem Genozid an den Tutsis zu entgehen. Diesen Roman, in dem sie alte Erzählungen ihres Volkes aufgreift, kann man daher durchaus als ein Memoir begreifen, in dem sie ihrer verlorenen Heimat ein literarisches Denkmal setzt. Die Menschen in Ruanda erwarten dringend Regen. Das Land ist ausgedörrt, der Wind trocknet das Land zusätzlich aus, die Kartoffelfäule führt zu Missernten, die Menschen hungern. In dieser Situation erinnern sie sich an den legendären Königssohn Kibogo, der übernatürliche Kräfte besaß und mit seinem Opfertod sein Volk schon einmal vor dem Verhungern gerettet hatte. Die Alten erzählen nun diese Geschichten, die tief in die ruandische Geschichte zurückreichen, und als Leser hat man den Eindruck, selber im Kreis der Zuhörer zu sitzen und den Geschichten zu lauschen. Zu diesem Eindruck trägt auch die Einteilung des Buches in viele kleinere Unterkapitel bei und der eher einfache, fast märchenhafte Erzählton. Die rein mündliche Erzähltradition führt zu vielen Ausschmückungen, und in sehr humorvollen Szenen machen sich die alten Erzähler gegenseitig Konkurrenz, was den Wahrheitsgehalt ihrer Geschichten angeht. Die jüngere Geschichte der Kolonialisierung wird aber nicht ausgeblendet, sondern mit verwoben. Sehr schön ist das Bild des westlichen Missionars, der mit einem laut knatternden Motorrad den Frieden der dörflichen Siedlung stört und das Eindringen der westlichen Lebensweise in die Traditionen Ruandas zeigt. Die Menschen vermischen ihre Traditionen mit den neuen des Kolonialismus, speziell der belgischen Missionare, und so entsteht die Vorstellung, dass Jesus und Kibogo identisch sind: beide haben ihr Volk gerettet, beide sind in den Himmel aufgefahren und werden wiederkommen und ein neues Reich errichten. Diese Konkurrenz von alten Mythen und Geisterglauben und dem Christentum auf der anderen Seite führt zu merkwürdigen Situationen, die die Autorin humorvoll ausmalt. Sinnfällig wird sie in der Kleidung eines Regenpriesters, der sich nicht nur mit dem Rosenkranz und Kruzifixen schmückt, sondern zur Sicherheit auch noch tierische (?) Knochen und Zähne trägt. Insgesamt ein humorvolles Buch, ein überaus poetisches Buch, mit wunderbaren Geschichten, die die Traditionen der ruandischen Tutsi wieder lebendig werden lassen. Ich bin begeistert!

African Storytelling!

drawe aus Landau am 04.02.2024
Bewertungsnummer: 2123839
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Scholastique Mukasonga flüchtete aus Ruanda nach Burundi, um dem Genozid an den Tutsis zu entgehen. Diesen Roman, in dem sie alte Erzählungen ihres Volkes aufgreift, kann man daher durchaus als ein Memoir begreifen, in dem sie ihrer verlorenen Heimat ein literarisches Denkmal setzt. Die Menschen in Ruanda erwarten dringend Regen. Das Land ist ausgedörrt, der Wind trocknet das Land zusätzlich aus, die Kartoffelfäule führt zu Missernten, die Menschen hungern. In dieser Situation erinnern sie sich an den legendären Königssohn Kibogo, der übernatürliche Kräfte besaß und mit seinem Opfertod sein Volk schon einmal vor dem Verhungern gerettet hatte. Die Alten erzählen nun diese Geschichten, die tief in die ruandische Geschichte zurückreichen, und als Leser hat man den Eindruck, selber im Kreis der Zuhörer zu sitzen und den Geschichten zu lauschen. Zu diesem Eindruck trägt auch die Einteilung des Buches in viele kleinere Unterkapitel bei und der eher einfache, fast märchenhafte Erzählton. Die rein mündliche Erzähltradition führt zu vielen Ausschmückungen, und in sehr humorvollen Szenen machen sich die alten Erzähler gegenseitig Konkurrenz, was den Wahrheitsgehalt ihrer Geschichten angeht. Die jüngere Geschichte der Kolonialisierung wird aber nicht ausgeblendet, sondern mit verwoben. Sehr schön ist das Bild des westlichen Missionars, der mit einem laut knatternden Motorrad den Frieden der dörflichen Siedlung stört und das Eindringen der westlichen Lebensweise in die Traditionen Ruandas zeigt. Die Menschen vermischen ihre Traditionen mit den neuen des Kolonialismus, speziell der belgischen Missionare, und so entsteht die Vorstellung, dass Jesus und Kibogo identisch sind: beide haben ihr Volk gerettet, beide sind in den Himmel aufgefahren und werden wiederkommen und ein neues Reich errichten. Diese Konkurrenz von alten Mythen und Geisterglauben und dem Christentum auf der anderen Seite führt zu merkwürdigen Situationen, die die Autorin humorvoll ausmalt. Sinnfällig wird sie in der Kleidung eines Regenpriesters, der sich nicht nur mit dem Rosenkranz und Kruzifixen schmückt, sondern zur Sicherheit auch noch tierische (?) Knochen und Zähne trägt. Insgesamt ein humorvolles Buch, ein überaus poetisches Buch, mit wunderbaren Geschichten, die die Traditionen der ruandischen Tutsi wieder lebendig werden lassen. Ich bin begeistert!

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Kibogos Himmelfahrt

von Scholastique Mukasonga

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Laura Frank

Thalia Leipzig

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4/5

Kibogos Himmelfahrt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ruhig und märchenhaft erzählt, ist dieses Buch ein Blick in die Mythen und Geschichten eines ruandischen Dorfes, das an einer Hungersnot wegen Dürre leidet. Die früheren Legenden verweben sich mit den Geschichten, die die Missionare über Jesus und Gott erzählen, und zeigen auf, wie eine Kultur langsam verloren geht. Doch es gibt immer jemanden, der sich erinnert. Ein interessanter Einblick in eine mir bisher unbekannte Kultur und Geschichte, durchaus empfehlenswert.
  • Laura Frank
  • Buchhändler/-in

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Kibogos Himmelfahrt

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Ruhig und märchenhaft erzählt, ist dieses Buch ein Blick in die Mythen und Geschichten eines ruandischen Dorfes, das an einer Hungersnot wegen Dürre leidet. Die früheren Legenden verweben sich mit den Geschichten, die die Missionare über Jesus und Gott erzählen, und zeigen auf, wie eine Kultur langsam verloren geht. Doch es gibt immer jemanden, der sich erinnert. Ein interessanter Einblick in eine mir bisher unbekannte Kultur und Geschichte, durchaus empfehlenswert.

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Dagmar Küchler

Thalia Mayersche Essen Innenstadt

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4/5

"Stille Post"

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Sollten Sie sich für afrikanische Literatur interessieren, kann ich Ihnen nur diese kleine Perle empfehlen. Vordergründig geht es um alte Mythen und Geschichtenerzähler. Geschichten, die am Lagerfeuer erzählt werden könnten, aber die sich auch, wie das Spiel "Stille Post”, verändern. Hintergründig versteckt sich eine Kritik am Kolonialismus und an der Christianisierung.
  • Dagmar Küchler
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"Stille Post"

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Sollten Sie sich für afrikanische Literatur interessieren, kann ich Ihnen nur diese kleine Perle empfehlen. Vordergründig geht es um alte Mythen und Geschichtenerzähler. Geschichten, die am Lagerfeuer erzählt werden könnten, aber die sich auch, wie das Spiel "Stille Post”, verändern. Hintergründig versteckt sich eine Kritik am Kolonialismus und an der Christianisierung.

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