Leo ist ein außerordentlich begabter Hund. Er kann sprechen und eines schönen Tages setzt er sogar noch eins drauf: „Ich möchte lesen lernen!“ So kommt es, dass Leo mit seinem Menschen bei jedem Spaziergang ein paar Schilder liest. „Ganz
einfach“, befindet er, „der Trick sind die Buchstaben“. Den lesehungrigen Hund zieht es bald nur noch in die Stadt, wo sein Mensch sich vor all den Schildern und Schaufenstern, die Leo entziffert, die Beine in den Bauch steht, statt sie sich in der Natur zu vertreten – wozu hat Mensch denn einen Hund?! „Leo, lass das Lesen!“ Zum Glück lässt er es nicht, denn schon beim nächsten Ausflug wird Leo zum lesenden Lebensretterhund!
Eine fulminante Geschichte über das Lesen, getragen von Andreas Greves lebensklugem Humor und Lena Winkels lebendig-leichten Zeichnungen.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Leo ist ein Hund. Und wenn Leo bellt, klingt es, als rufe er seinen eigenen Namen.
Wenn er mit seinem Herrchen auf vielen Spazierwegen unterwegs ist, liest er alles, was ihm in den Weg kommt: Verkehrsschilder, Hinweisschilder, Straßenschilder, Plakate... einfach alles.
Ein anderer Ansatz von Lesehund :-)
Dabei möchte sein Mensch doch einfach nur spazieren gehen. Aber Leo meint: wer sprechen kann, sollte auch lesen können.
Aus anfänglicher Begeisterung darüber, dass sein Hund lesen kann, wird es für das Herrchen eine zunehmende Belastung. Er möchte nicht ständig durch die Stadt laufen müssen, damit sein Hund neuen Leseinput erfährt. In der Natur ist es doch so viel schöner. Und eigentlich sollte sein Hund doch gleicher Meinung sein, denn er ist ja schließlich noch ein Hund, der lieber laufen und schnüffeln sollte, statt zu lesen.
Also wird er selber aktiv, um dem wachsenden Anspruch seines Vierbeiners gerecht zu werden.
Er bastelt Schilder mit ansprechenden und lesemotivierenden Aufschriften und lockt damit sein Tier wieder an den Stadtrand zurück, bis in den Wald und an den See. Aber nur so lange, bis sie am Strand etwas Wichtiges entdecken....
Von einer Minute zur nächsten wird Leo dank seiner Lesekompetenz zum Retter in der Not.
Ein unterhaltsames Kinderbuch, das mit Comicelementen spielt und wo Mensch und Tier im permanenten Austausch über eine wichtige Sache im Leben sind. Wenn nicht sogar über DIE Sache, die es uns Menschen ermöglicht, demokratisch handeln zu können und im Leben zurechtzukommen. Das LESEN!
Eine sympathisch charmante Geschichte.
lesenmitausblick
5/5
21.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Großartig!
„Lass das Lesen, Leo! – Ein Comic zum Selber- oder Garnichtlesen“ stammt vom 2023 verstorbenen Autor Andreas Greve und wurde von Illustratorin Lena Winkel wie ein Schatz gehoben und zur Welt gebracht.
Ich hatte das große Glück, Lena Winkel auf der LBM zu treffen. Sie hat mein Exemplar des Comics ganz wunderbar signiert. Es ist ein kleines Kunstwerk, auf das ich sehr stolz bin.
Worum geht es? Der nicht namentlich benannte Besitzer eines Hundes erzählt davon, wie er zu seinem Hund Leo gekommen ist, dieser in ihm die Lust zum Spazieren und Laufen geweckt hat. Dann jedoch Lesen lernen möchte und plötzlich prallen die Wünsche von Herrchen und Hund aufeinander, es gibt Streit zwischen den beiden. Das besondere an dem Hund: er kann sprechen. So werden die Spaziergänge nun zu einer Zerreißprobe, denn Leo bleibt an wirklich jedem Schild stehen und erliest sich die Wörter. Von Spaziergang keine Rede mehr, kein Wald mehr (zu wenig Schilder), sondern Leo zieht es in die Stadt, es ist nunmehr ein Herumstehen und Warten für das Herrchen. Egal ob Bahnhof (ganz falscher Fehler), Strand mit selbstgebauten ganz langen Schildern (anstrengend) oder die direkte Aufforderung: Lass das Lesen, Leo! Es eskaliert. Doch die beiden finden zum Glück eine Lösung und raufen sich zusammen. Wie es kommt, dass Leo dann zu einem Lesens-, ähm Lebensretter wird – das findet allein heraus!
„Lass das Lesen, Leo!“ kommt ohne Panelrahmen auf weißem Hintergrund aus. Die Illustrationen sind zum Teil ganzseitig, doppelseitig oder auch als Bildabfolgen gestaltet. Das Herrchen ist nicht ganz menschlich dargestellt, mich erinnert das Gesicht an einen Vogel(schnabel). Der Hund Leo wird sehr hundetypisch dargestellt, Haltung, Gestik, Verhalten – wer Hunde gut kennt, wird hier seine wahre Freude haben. Die Farbgebung ist bunt/mehrfarbig, aber zurückhaltend, grün, blau/lila und orange herrschen vor. Das Lettering ist angenehm groß und gut lesbar, deshalb auch für Leseanfänger*innen gut lesbar. Dabei wechseln sich erzählende Textunterschriften mit Sprechblasen für die Dialoge ab. Gerade im Streit sind die Sprechblasen auch so gestaltet, dass Leser*innen erkennen, dass hier laut geschrien und gestritten wird. Während die versöhnlichen Dialoge mit Blümchen gestaltet sind und das Aufeinanderzugehen und Wiederannähern sehr liebevoll, wertschätzend darstellen.
Die Dialoge sind oft ein witziger Schlagabtausch. Das Lesen macht sehr viel Spaß.
„Lass das Lesen, Leo!“ ist ein ganz zauberhafter Comic, der die Liebe zu Hunden und die Liebe zum Lesen gleichzeitig feiert. Er zeigt, wie unterschiedliche Interessen aufeinanderprallen und wie man trotzdem eine Lösung finden kann. Das Ende ist überraschend und geht zu Herzen. Die besondere Art der Zusammenarbeit, bzw. wie verantwortungsvoll Lena Winkel mit den Projekten von Andreas Greve arbeitet, und das, was sie daraus macht, finde ich sehr bemerkenswert.
„Lass das Lesen, Leo!“ gehört nun eindeutig zu meinen liebsten Comics. Ich liebe alles daran. Große Herzensempfehlung.
CorniHolmes
5/5
01.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wunderbares Comic-Bilderbuch, das zum Lesenlernen motiviert!
Leo ist kein normaler Hund. Er ist überaus schlau und kann sogar sprechen. Gemeinsam mit seinem Herrchen unternimmt er jeden Tag lange ausgiebige Spaziergänge. Beide sind glücklich und zufrieden. Doch dann entdeckt Leo eines Tages ein Schild, auf dem EIS steht. Er fragt seinen Besitzer, was das heißt und findet gefallen an dem Wort. Dieser Moment entfacht eine große Leidenschaft in dem Hund. Er möchte unbedingt das Lesen lernen und tut es mit vollem Einsatz. Ihn zieht es nur noch in die Stadt, um dort die vielen verschiedenen Schilder und Werbetafel zu lesen. Vor allem vom Bahnhof – das reinste Schilderparadies – kann man ihn kaum noch wegbekommen. Sein Herrchen wird irgendwann ziemlich übellaunig. Hätte er seinem Hund doch nie das Lesen beigebracht. Jetzt kann er sich die Beine in den Bauch stehen, während Leo die Schilder entziffert und langweilt sich dabei entsetzlich. So kann es nicht weitergehen. Er muss seinen Hund unbedingt vom Lesen abhalten. Doch egal, was er versucht, Leo lässt sich das Lesen nicht verbieten. Zum Glück, wie sich bei einem Spaziergang am Strand zeigt.
Lesen macht Spaß und bereichert das Leben ungemein. Genau davon erzählen der 2023 verstorbene Autor Andreas Greve und die Illustratorin Lena Winkel in „Lass das Lesen, Leo!“. Mit ihrem gemeinsamen Bilderbuch-Comic haben die beiden ein wunderbares Plädoyer für die Leseförderung geschaffen. Die große Begeisterung von Hund Leo für die Welt der geschrieben Sprache wirkt richtig ansteckend und wird hoffentlich viele Kinder dazu anregen, selbst mehr Zeit mit dem Lesen zu verbringen und worthungrig durch die Welt zu gehen. Zudem zeigt sich am Ende auch, dass das Lesen ein echter Lebensretter sein kann.
Darüber hinaus erzählt das Buch auch von der einzigartigen Bindung zwischen Hund und Mensch. Leo und sein Halter sind ein gutes Team – zumindest anfangs. Im Verlauf der Geschichte ändert sich ihr Verhältnis, wird angespannter. Der Besitzer ist zusehendes genervt von der Lesebegierde seines Hundes. Leo wiederum will sich das Lesen nicht verbieten lassen. Wie sich die beiden voneinander entfernen und wieder zueinanderfinden wird mit viel Humor und Herz aus der Sicht des Mannes geschildert. Allein dass Leo sprechen kann sorgt für Unterhaltung, aber auch die Tricks unseres Ich-Erzählers, um seinen vierbeinigen Freund wieder in die Natur zu locken, sind sehr amüsant.
Geschrieben ist die Geschichte in einer gelungenen Mischung aus kurzen Textpassagen und Sprechblasen. Genauso abwechslungsreich kommt auch die Optik daher. Mal in ganzseitigen Bildern, mal in kleineren rahmenlosen Panels setzt die Künstlerin Lena Winkel das Erzählte kongenial in Szene. Ihre Zeichnungen sind humorvoll, lebendig und voller Details und Leichtigkeit. Besonders ulkig ist das Aussehen des Herrchens, bei dem man nicht so wirklich weiß, ob er nun Mensch oder Tier ist. :D
Fazit: „Lass das Lesen, Leo!“ ist eine feinhumorige und herzlich-schräge Geschichte über einen buchstabenverrückten Hund und die Freude am Lesen. Ein herrlicher Erstlesecomic ab 5 Jahren, der zum Lesenlernen motiviert und Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Meine Sammlung ist um einen weiteren tollen Kibitz-Titel reicher geworden, ich kann „Lass das Lesen, Leo!“ nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Majo C.
aus Wien
5/5
09.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herzig
Leo der Hund möchte lesen lernen. Erst ein paar Buchstaben, dann ganze Worte, bald kann er gar nicht genug haben, möchte da hin, wo die Worte sind, immer mehr. Das passt seinem Menschen aber gar nicht, der eigentlich ruhige Waldspaziergänge bevorzugen würde.
Super süß illustriert. Durch die simpel gehaltenen Seiten bei Naturszenen und die mit bunten Schildern prall gefüllten Seiten in den Stadtszenen, kommt die Überforderung sehr gut zur Geltung.
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