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Nachkoloriert Roman

5

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.12.2025

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

19,6/12,5/2,2 cm

Gewicht

348 g

Farbe

Mandarine

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-695-19783-5

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.12.2025

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

19,6/12,5/2,2 cm

Gewicht

348 g

Farbe

Mandarine

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-695-19783-5

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  • rewa

    aus wien

    5/5

    21.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Für einen Neuanfang ist es nie zu spät

    Seit 50 Jahren ist Irma mehr oder weniger glücklich mit Hermann verheiratet, obwohl er ein guter Mann ist, fühlt sie sich im Alltagstrott gefangen. Sie hat auf vieles im Leben ihm zu liebe verzichtet und nun spürt sie aber immer öfter eine innere Unruhe. Bis zu dem Tag, als sie die Brüder Vincent und Simon kennen lernt, die einen entflogenen Beo einfangen und mit nehmen. Als es kurz darauf zu einem folgenschweren Verkehrsunfall kommt erwacht in Irma ein neuer Lebensmut und bringt nicht nur für sie eine große Veränderung mit sich. Der Roman ,,Nachkoloriert“ erzählt eine emotionale und berührende Geschichte. Die Autorin Patricia Malcher bedient sich dabei einem besonderen Schreibstil, den ich so noch nie wirklich gekannt habe, der mich aber tief berührt hat. Sie lässt Irma ihre Lebensgeschichte nicht in der ICH Form erzählen, sondern mit dem kleinen Wörtchen ,,man“. So bekommt man als Leser zwar einen eher distanzierten Einblick in das Leben von ihr, aber auch Irma grenzt sich dadurch ein wenig ab, von Ereignissen oder Erinnerungen, die nicht immer schön für sie waren. Sie führt zwar eine gute Ehe, aber ihre Bedürfnisse und Wünsche sind nie wirklich beachtet worden. Sie hat dabei auf vieles verzichtet, wo sie im Nachhinein immer wieder reflektiert und sich fragt, ob sie nicht doch einmal gegen Hermanns Entscheidungen sein hätte sollen und wie ihr Leben statt dessen gewesen wäre. Schön war dann, als sie auf Vincent und den Beo trifft und sie gespürt hat, dass sie sehr wohl eigene Entscheidungen treffen kann, auch wenn sie Hermann nicht gefallen. Entzückend waren die Kapitel, in denen der Beo seine Bedürfnisse, Ängste und Beobachtungen kundtun durfte, wo er eine wundervolle tierische Empathie gezeigt hat. Dass er auch gekonnt Stimmen nachmachen konnte und oft einen unpassenden Spruch los gelassen hat, war einfach herrlich. Schön zu sehen war, wie sich der 10 jährige Vincent und die 72 jährige Irma immer mehr aneinander gewöhnt haben und beide jeweils für den anderen ein rettender Anker geworden ist. Sie sind eine Symbiose eingegangen, die beiden aus einer Krise heraus geholfen hat. Jeder hat dem anderen mit Mut, Vertrauen, Verständnis und Hoffnung Kraft gegeben auf einem neuen Weg. Auch wenn die Geschichte zeitweise traurig und berührend ist, so gibt es immer wieder humorvolle und witzige Momente, die die Geschichte auflockern. Ein toller Roman, wo man als stiller Beobachter mit Irma weinen, lachen und vor allem hoffen kann, dass jeder seinen Weg findet, der ihn glücklich macht.

  • MAG

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    06.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tragikomisch, berührend, unterhaltsam und sprachlich ungewöhnlich!

    Ein Spiel mit Gedanken, Stimmen und Sprache oder Was nützt das Leben in Gedanken? Patricia Malcher erzählt die tragikomische Geschichte einer Frau in ihren 70ern, die sich bewusst macht, dass sie ursprünglich mehr vom Leben wollte als die eintönige und abwechslungsfreie Routine, die sie an jedem Tag ihres inzwischen fast 50-jährigen Ehelebens erfährt. Details aus dieser eigentlichen Ich-Erzählung kann und möchte ich natürlich nicht offenlegen, weil jede Leserin und jeder Leser die Figuren, deren Entwicklungen und die Geschehnisse selbst erlesen und erleben sollte. Was ich aber erwähnen möchte und muss, ist die Tatsache, dass diese Geschichte mit manchmal befremdlicher Perspektive und in einem teils ungewöhnlichen Schreibstil erzählt wird.  Die ungewohnte Perspektive entsteht, weil die Hauptfigur, Rentnerin Irma, über sich und ihr Leben im Allgemeinen und im Besonderen nachdenkend, statt des persönlichen „ich“ stets ein unpersönliches „man“ nutzt und dadurch einen seltsam anmutenden Abstand von ihrem eigenen Leben gewinnt; einen Abstand, der sich anfühlt, als blickten nicht nur wir Leser von außen auf Irmas Leben, sondern als nähme auch Irma selbst dieses Leben, ihr Leben, wie eine neutrale Beobachterin wahr und schaffe dadurch innerlich bereits eine Distanz zu all den zum Teil enervierenden Alltäglichkeiten. Mit der Sprache dieses Buches habe ich mich anfangs schwergetan, weil ich komplette Sätze mag, Sätze, die mindestens Subjekt, Prädikat und Objekt enthalten. Der Schreibstil aber, dem ich hier begegne, lässt wiederholt - wie es in Fremdsprachen durchaus üblich ist – das Subjekt weg, bei manchen Sätzen fehlt das Verb und was in anderen Texten einen Nebensatz bilden würde, erscheint hier als allein stehender Hauptsatz usw. usf. Das Erstaunliche aber ist, dass es genau diese Diktion ist, die zur Erzählweise des Buches und zu dem Gebrauch des schon erwähnten, neutralisierend wirkenden „man“ statt des persönlichen „ich“ passend wirkt. Was mich also normalerweise stört, nämlich das Weglassen von eigentlich erwartbaren Wörtern oder Satzteilen, das erscheint mir hier absolut stimmig.  Dazu kommt, dass die Sprache dieses Buches vereinzelt Aussagen ermöglicht, die mir gerade wegen des Fehlens mancher Wörter respektive wegen der Distanz, die das „man“ bewirkt, Schmunzler und Lacher entlocken. Die Autorin nimmt Alltägliches ins Visier, vermeintliche Kleinigkeiten und immergleiche Routinen, die der Langeweile des Alltags Raum bieten, und macht gerade durch diesen Fokus auf Wiederholungen und deren Eintönigkeit die kleinen Veränderungen deutlich, mit denen Irma beginnt, ihre vergessen geglaubten Wünsche wieder neu zu entdecken und ihr Leben in Frage zu stellen, anfänglich nur in Gedanken und nuanciert, dann aber … nein, mehr wird nicht verraten.  Wie die Autorin es auch aufgrund ihres Schreibstils schafft, Erwartungen zu wecken und Befürchtungen hervorzurufen, Belastendes mit Erstaunlichem zu mischen, wie sie die Balance zwischen Berührendem und Erheiterndem hält und wie sich im Verlauf der Geschichte außer der einen Hauptfigur noch eine weitere, mindestens ebenso bemerkenswerte Figur in die Herzen der Leser stiehlt und diese für sich gewinnt, ist einnehmend und ergreifend, zugleich amüsant und trotz respektive gerade wegen des ungewöhnlichen Schreibstils sehr unterhaltsam.

  • Bewertung

    5/5

    05.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aus dem Leben für das Leben

    Mit 50 scheint das Leben grau. Doch ein Unfall, ein Junge und ein Beo bringen alles ins Wanken. Zeit, dem Leben neue Farben zu geben… Ja, mich hat der Roman vor allem durch seine Hauptfigur berührt. Irma ist fünfzig und hat das Gefühl, irgendwo auf dem Weg ihr eigenes Leben verloren zu haben. Zwischen Ehealltag, Routinen und alten, längst begrabenen Träumen scheint alles in einem grauen Stillstand festzustecken. Beim Lesen konnte ich mich gut in diese Stimmung hineinfühlen. Da ist dieses Gefühl, dass das Leben eigentlich anders gedacht war. Dass Wünsche einmal größer waren. Und dass man sich irgendwann fragt, wann genau sie verschwunden sind. Dann bringt ein Verkehrsunfall plötzlich Bewegung in Irmas Leben. Die Begegnung mit dem zehnjährigen Vincent und einem ungewöhnlichen Beo, der mit der Stimme eines Verstorbenen spricht, wirkt zunächst fast surreal und gleichzeitig wie ein kleiner Riss im gewohnten Alltag. Schritt für Schritt beginnt Irma, ihr Leben neu zu betrachten. Was mir besonders gefallen hat, ist der Ton des Romans. Die Geschichte ist tragikomisch, manchmal melancholisch, manchmal überraschend leicht. Sie stellt die Frage, ob es wirklich zu spät sein kann, noch einmal etwas zu verändern. Für mich ist Nachkoloriert eine ruhige, nachdenkliche Geschichte über verpasste Chancen, neue Perspektiven und den Mut, dem eigenen Leben vielleicht doch noch ein paar kräftigere Farben zu geben. Unbedingt Lesenswert, nicht nur für Ü 50jährige aber diese besonders.

  • Bewertung

    aus Metzingen

    5/5

    29.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderbares Buch

    Auch der 2. Roman der Autorin hat mich in Gänze überzeugt. Nachkoloriert ist ein Roman der sofort in seine Bann zieht. In kurzen wechselnden Kapiteln wird von Irma und Hermann und einem Beo erzählt. Bald findet der Leser heraus wie sich das Leben des Vogels mit Irma kreuzt. Das Buch erzählt auf raffinierte Art und Weise das Leben von Irma mit allen Höhen und Tiefen, sowohl das des Beos. Man erhält ein Krimigeschichte, eine Lebensgeschichte und eine Mutmachgeschichte. Und das auf nicht einmal 300 Seiten. ABSOLUTE LESEEMPFEHLUNG

  • Bewertung

    aus Belm

    4/5

    12.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ungewöhnliche Geschichte

    Nach fünfzig Jahren hat Irma das Gefühl, im grauen Ehealltag mit Hermann festzustecken. Längst begraben sind ihre Träume von Kind, Abenteuer und Rebellion. Der Zeitpunkt für Veränderungen scheint überschritten. Da bringt ein schuldbeladener Verkehrsunfall tägliche Routinen ins Wanken. Die Begegnung mit dem 10-jährigen Vincent und einem Beo, der mit der Stimme eines Verstorbenen spricht, verstärken Irmas Wunsch nach einem farbechten Leben. Nachdem ich diesen Klappentext gelesen habe, war ich sehr neugierig auf die Geschichte und kann am Ende sagen, dass ich froh bin das Buch gelesen zu haben, es ist unterhaltsam und etwas ganz anderes. Schon der Schreibstil ist ungewöhnlich, kapitelweise wird aus Sicht von Irma erzählt, aber nicht in ich-Form sondern Irma spricht von "man". Die anderen Kapitel sind aus Sicht des Beos geschrieben und aus Sicht eines Vogels zu lesen ist natürlich auch sehr besonders! Durch diesen besonderen Stil muss man erst einmal richtig ins Buch reinfinden, ist aber dennoch immer nah an den Protagonisten dran. Ungewöhnlich ist auch, dass, obwohl man keine Kapitel aus Vincents Sicht hat, einem dieser Charakter als Leser am nächsten kommt, bei mir war dies zumindest der Fall! Die Geschichte ist sehr besonders geschrieben und es gibt auch Wendungen im Buch, mit denen ich nicht gerechnet habe. Man ist sehr nah an den Protagonisten dran, obwohl Irma nicht unbedingt eine Sympathieträgerin für mich war. Etwas blass wirken die Nebencharaktere wie etwa ein Junge in Vincents Alter oder die Mutter von Vincent, diesen Personen wäre ich gerne noch etwas näher gekommen um ihr Verhalten besser nachvollziehen zu können. Die Geschichte ist teilweise berührend, aber vorallem war sie für mich ein ungewöhnliches Leseerlebnis in jeder erdenklichen Weise. Gerne empfehle ich das Buch interessierten Lesern weiter.

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    Alex Husnik

    Thalia Mayersche Lüdinghausen

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    5/5

    07.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bunt, mit Beo und besonders empfehlenswert!

    „Nachkoloriert“ ist die Geschichte einer Ü70-Jährigen, deren Ehe und Dasein trist, farblos und nahezu zum Stillstand gekommen ist. Doch durch ein großes Unglück treten plötzlich ungeahnte Bewegung und der zehnjährige Vincent in ihr Leben. Das wird so lebensnah, klug, originell und sprachlich überzeugend erzählt, dass ich das Buch - dabei bin ich eigentlich ein unglaublich langsamer Leser - an einem Stück inhaliert habe. Es ist die Geschichte zweier ungewöhnlicher Freundschaften, von Trauer, Trost und late female empowerment. Darüber, dass es nie zu spät ist, sein Leben zu ändern. Eine gelungene Mixtur aus Coming of Age und Krimi. Und nicht zuletzt die Geschichte eines Beos, der vielleicht heimliche Star dieses Romans. Noch nie habe ich die Welt so hinreißend aus der Sicht eines Tieres erzählt bekommen. Allein deshalb lohnt es sich schon, das Buch zu lesen. „Nachkoloriert“ ist ein Roman, der einfach stimmig ist: optisch, stilistisch und inhaltlich. Der Kurzweil, Humor und Tiefe hat. Und der damit alles andere als farblos ist.

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