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Das Gewicht von Schnee Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.10.2020

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/2,7 cm

Gewicht

420 g

Auflage

1

Übersetzt von

Sonja Finck + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

2710002852016

Beschreibung

Rezension

»[...] eine wirklich grandiose Lockdown- und Quarantäne-Lektüre [...].« ("RBB radio eins")
»Christian Guay-Poliquin erzählt meisterhaft ominös vom Versuch, auf schwankenden Platten wenigstens das eigene Leben zu retten.« ("Frankfurter Rundschau")
»Solange es draußen noch friert, ist die richtige Zeit, dieses Buch zu lesen.« ("Berliner Zeitung")
»Es ist eine packende Winterlektüre für unseren aktuellen Lockdown [...].« ("SR")
»Guay-Poliquin baut das spannende Kammerspiel [...] mittels einer schnörkellosen Sprache auf, die einem in Erwartung drohenden Unheils permanent die Nackenhaare sträubt.« ("Die Presse am Sonntag")
»Das Gewicht von Schnee« ist ein spannender post-apokalyptischer Roman, intensiv und dicht, poetisch [...].« ("ORF Radio FM4")
»Eine poetische Schönheit der Sprache [...], sehr beeindruckend.« ("RBB Radioeins")
»[...] ein schmerzhaft schönes Stück Literatur. Ein Roman, der zugleich poetisch und brutal ist. Guay-Poliquin malt mit wenigen Worten klare Bilder.« ("BR/B5 aktuell")
» Fazit: ein beeindruckender von der Natur beherrschter und zugleich zutiefst menschlicher Roman.« ("Buchrezensionen-Online")
»Mit dem Roman ›Das Gewicht von Schnee‹ ist Christian Guay-Poliquin ein lesenswerter Roman gelungen, der allen Lesern empfohlen werden kann, die ebenso feinsinnige wie tiefgründige Literatur mögen.« ("Münsterland Zeitung")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.10.2020

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/2,7 cm

Gewicht

420 g

Auflage

1

Übersetzt von

  • Sonja Finck
  • Andreas Jandl

Sprache

Deutsch

EAN

2710002852016

Herstelleradresse

Hoffmann und Campe Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
DE

Email: buchhaltung@vah-jager.de

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„Das Gewicht von Schnee“ von…

sleepwalker am 05.07.2021

Bewertungsnummer: 2996489

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Das Gewicht von Schnee“ von Christian Guay-Poliquin ist für mich ein ganz besonderes Buch. Die düster-dystopische Stimmung und das Setting des Romans im tiefsten Winter in der kanadischen Einöde mit enormen Schneemassen, waren ein enormer Kontrast zum strahlenden Sommerwetter, in dem ich ihn gelesen habe. Aber von vorn: Ein junger Mann kommt bei einem Autounfall fast ums Leben. Da dieser Unfall in der Nähe seines Heimatdorfes passiert, kennt man ihn und versucht, ihm zu helfen. Allerdings werden alle durch den strengen Winter mit viel Schneefall und einen schon lange vor dem Winter eingetretenen Stromausfall auf eine harte Probe gestellt. Lebensmittel, Medikamente, Benzin – alles ist knapp und droht auszugehen. Nach der Versorgung durch die Tierärztin, beschließen die Dorfbewohner, die Pflege des Verletzten könnte ein anderer „Gestrandeter“ übernehmen, ein Fremder namens Matthias. Die beiden bekommen Lebensmittel aus dem Dorf, ab und zu kommen Menschen vorbei, aber im Großen und Ganzen sind sie sich selbst überlassen. Probleme, die das Eingesperrtsein auf kleinstem Raum mit sich bringt, sind vorprogrammiert. „Lagerkoller“ macht sich breit. Und das nicht nur in der Enge der kleinen Hütte, auch im Dorf schlägt die Stimmung nach und nach um. Die Geschichte ist eher ruhig aber sehr tiefgründig, erzählt vom namenlosen Verletzten aus der Ich-Perspektive. Das Buch war für mich voller auf den Punkt genau passend gewählter Bilder, die weit über die Parallelen zur (öfter zitierten) griechischen Mythologie hinausgingen. Eigentlich ist eine Schneeflocke ja etwas, das fast nichts wiegt, flauschig ist, schön und romantisch. Aber die Masse an Schnee, über die der Autor schreibt, ist im wahrsten Sinne des Wortes erdrückend. Analog zum zunehmenden Druck der Schneemassen auf die Dächer, steigt der Druck auf den Gemütern der Leute. Die Stimmung unter den Menschen ist psychologisch hochinteressant und sicher sehr realistisch. Sie schlägt nach und nach von Gemeinschaftssinn und Nächstenliebe in Egoismus, Neid und sogar Hass um. Mehr und mehr wird sich jeder selbst der Nächste. Passend zum lateinischen Satz „Homo homini lupus est“ berichtet der Erzähler: „Es gibt nur noch wenige kleine Gruppen, die auf der Suche nach Benzin und Nahrung umherziehen. Rudel magerer, misstrauischer Kojoten.“. Die Sprache ist ebenso reduziert wie alles andere im Buch, sie scheint so monochrom wie die dunkle Landschaft, die unter dem weißen Schnee eingesperrt ist. Es gibt keine Anführungszeichen bei direkter Rede, in den Sätzen ist kein Wort zu viel. Insgesamt steht in diesem Buch mindestens so viel zwischen den Zeilen wie darin. Auch kommen im Buch nur wenige Charaktere vor, diese sind aber hervorragend und bildhaft gezeichnet. Allerdings sind die Personen außer dem Erzähler und Matthias mehr Mittel zum Zweck, sie tragen nur als Lebensmittel-Lieferanten, und Verbindung zum Rest der Welt zur Geschichte bei. So können die beiden den Zerfall der Gesellschaft am Rande miterleben, während ihre Zwangsgemeinschaft enger zusammenwächst. Gegliedert ist der Roman nicht in fortlaufend nummerierte Kapitel. Die Überschrift ist eine Zentimeter-Zahl, die aktuelle Höhe des Schnees, beginnend bei 38 und nach und nach ansteigend bis weit über 200, womit schon die Überschrift eine gewissen Spannung und Unbehagen erzeugt. Die Mischung aus Resignation („Egal wie sinnvoll eine einzelne Geste zu sein scheint, die Summe unserer Handlungen, das große Ganze, ist vollkommen sinnlos.“) und einer gewissen Aufbruchsstimmung, weil es anderswo besser sein könnte, prägt das Buch voller brisanter Gegensätze und mit vielen Emotionen. Erinnerungen an Stromausfälle hat sicher jeder, die Isolation, die viele durch Corona erlebt haben, ist auch stets präsent. Bislang kam der Strom hier immer wieder, aber was, wenn nicht? Für mich ein wirkliches literarisches Highlight und ein echter Lese-Genuss, der ein unbehagliches Gefühl unterschwelliger Angst hinterlässt. Fünf Sterne.

„Das Gewicht von Schnee“ von…

sleepwalker am 05.07.2021
Bewertungsnummer: 2996489
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Das Gewicht von Schnee“ von Christian Guay-Poliquin ist für mich ein ganz besonderes Buch. Die düster-dystopische Stimmung und das Setting des Romans im tiefsten Winter in der kanadischen Einöde mit enormen Schneemassen, waren ein enormer Kontrast zum strahlenden Sommerwetter, in dem ich ihn gelesen habe. Aber von vorn: Ein junger Mann kommt bei einem Autounfall fast ums Leben. Da dieser Unfall in der Nähe seines Heimatdorfes passiert, kennt man ihn und versucht, ihm zu helfen. Allerdings werden alle durch den strengen Winter mit viel Schneefall und einen schon lange vor dem Winter eingetretenen Stromausfall auf eine harte Probe gestellt. Lebensmittel, Medikamente, Benzin – alles ist knapp und droht auszugehen. Nach der Versorgung durch die Tierärztin, beschließen die Dorfbewohner, die Pflege des Verletzten könnte ein anderer „Gestrandeter“ übernehmen, ein Fremder namens Matthias. Die beiden bekommen Lebensmittel aus dem Dorf, ab und zu kommen Menschen vorbei, aber im Großen und Ganzen sind sie sich selbst überlassen. Probleme, die das Eingesperrtsein auf kleinstem Raum mit sich bringt, sind vorprogrammiert. „Lagerkoller“ macht sich breit. Und das nicht nur in der Enge der kleinen Hütte, auch im Dorf schlägt die Stimmung nach und nach um. Die Geschichte ist eher ruhig aber sehr tiefgründig, erzählt vom namenlosen Verletzten aus der Ich-Perspektive. Das Buch war für mich voller auf den Punkt genau passend gewählter Bilder, die weit über die Parallelen zur (öfter zitierten) griechischen Mythologie hinausgingen. Eigentlich ist eine Schneeflocke ja etwas, das fast nichts wiegt, flauschig ist, schön und romantisch. Aber die Masse an Schnee, über die der Autor schreibt, ist im wahrsten Sinne des Wortes erdrückend. Analog zum zunehmenden Druck der Schneemassen auf die Dächer, steigt der Druck auf den Gemütern der Leute. Die Stimmung unter den Menschen ist psychologisch hochinteressant und sicher sehr realistisch. Sie schlägt nach und nach von Gemeinschaftssinn und Nächstenliebe in Egoismus, Neid und sogar Hass um. Mehr und mehr wird sich jeder selbst der Nächste. Passend zum lateinischen Satz „Homo homini lupus est“ berichtet der Erzähler: „Es gibt nur noch wenige kleine Gruppen, die auf der Suche nach Benzin und Nahrung umherziehen. Rudel magerer, misstrauischer Kojoten.“. Die Sprache ist ebenso reduziert wie alles andere im Buch, sie scheint so monochrom wie die dunkle Landschaft, die unter dem weißen Schnee eingesperrt ist. Es gibt keine Anführungszeichen bei direkter Rede, in den Sätzen ist kein Wort zu viel. Insgesamt steht in diesem Buch mindestens so viel zwischen den Zeilen wie darin. Auch kommen im Buch nur wenige Charaktere vor, diese sind aber hervorragend und bildhaft gezeichnet. Allerdings sind die Personen außer dem Erzähler und Matthias mehr Mittel zum Zweck, sie tragen nur als Lebensmittel-Lieferanten, und Verbindung zum Rest der Welt zur Geschichte bei. So können die beiden den Zerfall der Gesellschaft am Rande miterleben, während ihre Zwangsgemeinschaft enger zusammenwächst. Gegliedert ist der Roman nicht in fortlaufend nummerierte Kapitel. Die Überschrift ist eine Zentimeter-Zahl, die aktuelle Höhe des Schnees, beginnend bei 38 und nach und nach ansteigend bis weit über 200, womit schon die Überschrift eine gewissen Spannung und Unbehagen erzeugt. Die Mischung aus Resignation („Egal wie sinnvoll eine einzelne Geste zu sein scheint, die Summe unserer Handlungen, das große Ganze, ist vollkommen sinnlos.“) und einer gewissen Aufbruchsstimmung, weil es anderswo besser sein könnte, prägt das Buch voller brisanter Gegensätze und mit vielen Emotionen. Erinnerungen an Stromausfälle hat sicher jeder, die Isolation, die viele durch Corona erlebt haben, ist auch stets präsent. Bislang kam der Strom hier immer wieder, aber was, wenn nicht? Für mich ein wirkliches literarisches Highlight und ein echter Lese-Genuss, der ein unbehagliches Gefühl unterschwelliger Angst hinterlässt. Fünf Sterne.

Dystopie die bewegt & keinen bitteren...

Bewertung am 06.01.2021

Bewertungsnummer: 492824

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dystopie die bewegt & keinen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Die Sprache ist klar, der sTil riuhig, wie fallender Schnee, und untersützt die Stimmung aufs Beste. Man wird von der 1. Seite eingesogen und kann nicht aufhören zu lesen. Für mich eins meiner Lieblingsbücher 2021

Dystopie die bewegt & keinen bitteren...

Bewertung am 06.01.2021
Bewertungsnummer: 492824
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dystopie die bewegt & keinen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Die Sprache ist klar, der sTil riuhig, wie fallender Schnee, und untersützt die Stimmung aufs Beste. Man wird von der 1. Seite eingesogen und kann nicht aufhören zu lesen. Für mich eins meiner Lieblingsbücher 2021

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Das Gewicht von Schnee

von Christian Guay-Poliquin

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Rita Berhausen

Thalia Siegburg

Zum Portrait

4/5

Ein Buch über Isolation - zwei...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Buch über Isolation - zwei Männer durch die Naturgewalten des Winters eingeschlossen in einer Hütte in den kanadischen Wäldern, einer davon verletzt. Es erzählt vom Vergehen der Zeit, vom Arrangement der Männer, von der wachsenden Spannung und dem Wunsch auszubrechen.
  • Rita Berhausen
  • Buchhändler/-in

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4/5

Ein Buch über Isolation - zwei...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Buch über Isolation - zwei Männer durch die Naturgewalten des Winters eingeschlossen in einer Hütte in den kanadischen Wäldern, einer davon verletzt. Es erzählt vom Vergehen der Zeit, vom Arrangement der Männer, von der wachsenden Spannung und dem Wunsch auszubrechen.

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Sophie Weigand

Thalia Lübeck – Citti Park

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4/5

Isolation

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zwei Männer in einer Schicksalsgemeinschaft wider Willen. Ein schneereicher Winter und ein Stromausfall. Das ist das Setting von Christian Guay-Poliquins Roman "Das Gewicht von Schnee". Ein junger Mann hat einen schweren Autounfall und wird von einem anderen namens Matthias gesund gepflegt. Sie leben etwas abseits eines Dorfes, das vom Schnee wie leergefegt ist. Ohne Strom und Infrastruktur werden die Lebensmittel knapp. Der Roman erzählt drückend und beklemmend von Isolation. Des Öfteren erwartet man den Kipppunkt, den Moment, an dem einer der beiden Männer das unausgesprochene Übereinkommen aufkündigt und den anderen zurücklässt. Etwas Endzeitstimmung färbt diesen zurückgenommenen Text, der vom Zusammenbruch, aber auch Zusammenhalt erzählt.
  • Sophie Weigand
  • Buchhändler/-in

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4/5

Isolation

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zwei Männer in einer Schicksalsgemeinschaft wider Willen. Ein schneereicher Winter und ein Stromausfall. Das ist das Setting von Christian Guay-Poliquins Roman "Das Gewicht von Schnee". Ein junger Mann hat einen schweren Autounfall und wird von einem anderen namens Matthias gesund gepflegt. Sie leben etwas abseits eines Dorfes, das vom Schnee wie leergefegt ist. Ohne Strom und Infrastruktur werden die Lebensmittel knapp. Der Roman erzählt drückend und beklemmend von Isolation. Des Öfteren erwartet man den Kipppunkt, den Moment, an dem einer der beiden Männer das unausgesprochene Übereinkommen aufkündigt und den anderen zurücklässt. Etwas Endzeitstimmung färbt diesen zurückgenommenen Text, der vom Zusammenbruch, aber auch Zusammenhalt erzählt.

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    1 Das Labyrinth
    2 Dädalus
    3 Ikarus
    4 Die Flügel
    5 Dädalus
    6 Ikarus
    7 Die Sonne
    Danksagung
    Biographie
    Impressum