Sichtbare Gebrauchsspuren auf einigen Seiten z.B. leichte Knicke oder vereinzelte Markierungen möglich. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Sie stehen an einer Weggabelung in ihren Leben: Jonas und Chiara sind auf einer Reise ins Ungewisse nach Amsterdam gelangt. Erst die Konfrontation miteinander zeigt ihnen einen Weg.
Jonas’ Band steht kurz vor dem Durchbruch. Da wird ihm von seinen Kollegen mitgeteilt, dass er künstlerisch nicht mehr zu ihnen passt und sie sich einen anderen Bassisten gesucht haben. Was also tun? Jonas setzt sich in den Zug und fährt nach Amsterdam. Dort entdeckt er eine einsame Gitarre – und nimmt sie mit. Chiara ist die Besitzerin dieser Gitarre und findet sie zufällig wieder, als Jonas darauf spielt. Immer wieder kreuzen sich nun ihre Wege, bis sie beschließen, gemeinsam Musik zu machen. Mit einigem Erfolg, denn ein Video ihres Auftritts wird zum Youtube-Hit. Und damit beginnt eine Beziehung, die über Höhen und Tiefen hin zu einer echten Freundschaft führt und vor allem beiden hilft, sich dem eigenen Leben zu stellen.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Persönlichkeitsentwicklung vor dem Hintergrund schillernder Musik Was für ein geniales Cover! Die Seifenblasen schillern in allen Farben des Regenbogens und spiegeln damit all die Facetten, die (Strassen-)Musik bieten kann. In ihnen sind aber auch die Grachtenhäuser Amsterdams zu erkennen, wo die Geschichte zu einem großen Teil spielt, und es gibt im Text eine weitere Verbindung zu den magisch-bunten Gebilden, die ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten möchte. Mich hat dieses Bild gleich für sich eingenommen und dafür gesorgt, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte! In der Geschichte bilden Chiara und Jonas den Mittelpunkt des Geschehens. Sie begegnen sich im Zug auf der Reise nach Amsterdam, wohin sie, unabhängig voneinander, unterwegs sind, weil sie in ihren jeweiligen Leben gerade Brüche und Orientierungslosigkeit bedrängen. In der Stadt begegnen sie sich wieder und nach einem missglückten Start in den Kontakt zueinander, beginnen sie gemeinsam Straßenmusik zu machen, was für Beide viel verändern wird… Wer eine harmonische Geschichte mit in sich ruhenden Personen sucht, der ist in diesem Buch fehl am Platz, wer sich aber auf sperrig ungewöhnliche Charaktere einlassen kann und Spaß an Figuren hat, die vielschichtig, etwas bis vermehrt „strange“ und sehr mit sich selber beschäftigt sind, der wird hier auf jeden Fall fündig! Keine langweiligen Ja-Sager und angepassten Mitläufer. In dieser Geschichte suchen junge Menschen nach ihrem eigenen Weg, erkunden verschiedene Möglichkeiten und versuchen (unterbewusst) eigene Verhaltensmuster zu überwinden. Manchmal ist das auch für den Leser/die Leserin anstrengend und nicht immer waren mir die Charaktere oder ihre Verhaltensweisen sympathisch, aber die Geschichte regt dadurch auch zum Nachdenken und zum Hinschauen an und es hat mir trotzdem viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen! Der Schreibstil von Markus Behr passt dabei gut zum Geschehen, denn teilweise klingt seine Stimme etwas rau und kantig, aber es gibt auch zartere Momente und schöne Vergleiche. Die Dialoge waren mir teilweise zu „spleenig“, aber auch das harmoniert gut mit den Charakteren und Geschehnissen und im Gesamteindruck ist es damit wieder ansprechend für mich. Toll finde ich, dass Markus Behr in seiner Geschichte, die 215 Seiten umfasst, sehr viele Themen der Persönlichkeitsentwicklung, der Vorlieben und Abneigungen, der Beziehungen mit und zu anderen Menschen und des eigenen persönlichen Ausdrucks unterbringt. Verbindendes Element ist dabei immer die Musik, die in meinen Augen wunderbar beschrieben und eingebracht wird. Ich konnte im Text fühlen, wie die Töne, wie der musikalische Ausdruck, wie der Rhythmus auf die ProtagonistInnen wirkt und wie das Musikerlebnis verbindet. Eine ungewöhnliche und sehr musikalische Geschichte, die die harmonischen Töne, aber auch die Disharmonien in zwischenmenschlichen Beziehungen beleuchtet und die junge Menschen bei der Suche nach sich selbst begleitet. Mir hat dieses Buch eine anregende Lesezeit beschert!
Bewertung
5/5
26.04.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Findung
Chiara und Jonas begegnen sich im Zug nach Amsterdam und treffen vor Ort wieder aufeinander weil Jonas Chiaras Gitarre gefunden und an sich genommen hatte. Thema ist dass zwei junge Menschen einiges in ihrem Alltags-/Familien-/Beziehungsleben überdenken und in Ordnung bringen wollen und dafür eine Auszeit nehmen. Dafür und ebenso für die Straßenmusik ist Amsterdam als Hintergrund ideal.
Ich fand es für die Geschichte gut dass gleich klar war, dass Chiara sich nur für Frauen interessiert. Damit war die unterschwellige Erwartung weg, dass sich daraus eine Liebesgeschichte entwickelt. So stand im Vordergrund wie die beiden sich begegnen, miteinander umgehen und was sie aus ihrer Musik machen. Dass viel Englisch gesprochen wurde passt zum internationalen, jungen Publikum in Amsterdam. Ich selbst konnte das gut lesen, wer allerdings kein Englisch spricht hatte damit sicher seine Schwierigkeiten.
Mir hat Chiara und Jonas‘ Geschichte sehr gut gefallen. Dass die Musik einen großen Anteil einnahm hat für mich auch gut gepasst.
Amaryllis2
5/5
21.04.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Über die Liebe der Jugend zur…
Über die Liebe der Jugend zur Komposition Cover und Gestaltung: Überdimensionale bunte Seifenblasen steigen vor einem dunklen Hintergrund auf und kommen so ganz besonders gut zur Geltung. Thema und die Geschichte: Let the music do the talking Jonas verliert die Bass-Position in seiner Stamm-Band. Er setzt sich in den Zug und fährt nach Amsterdam. Dort entdeckt er ein verlassenes Instrument. Es gehört der attraktiven Chiara, die mit dem Amsterdam-Trip die Zeit zum Studienbeginn überbrückt. Sie ist die Besitzerin dieser Gitarre. In einer Kneipe wird Chiara abgelenkt, vergisst das Instrument. Jonas findet es, bringt es zurück, spielt darauf, repariert eine Saite. Daraufhin gründen die beiden ein Duo. Wer mit wem? Sexuelle Sinnsuche und "zärtlich flattert das blaue Band durch die Lüfte". Eine Mädchen- und eine Jungs-WG mischen mit. Schreibstil: Einfühlsam wird das Gefühlsleben der handelnden Personen geschildert. Es gibt zwei Haupt- aber auch etliche Nebencharaktere. Auch Statisten wie das Paar im Park spielen am Rande eine kleine Rolle. Haben dir die Figuren gefallen? Jonas ist talentiert und die Fans von Wunderwerk lieben ihn. Er hat aber kaum Selbstbewusstsein. Chiara ist laut. Yuka schmeichelt ihr. Doch die Mädels-WG ist bereits komplett. Eine Cellistin ermöglicht ein Konzert. Zwei Jungs stehen Jonas kurz bei. Der Auftritt von Chiara am Mikro und Jonas an der Gitarre von Chiara, wird von Yuka online gestellt. Text: von Chiara & Jonas. Es handelt wohl vom gefährlichen 'Ritzen", (Ich kratz' mich blutig). Schon Heimreise. Zuhause zeigt Kasi von Wunderwerk wieder Interesse. Das offene Ende lässt auf einen weiteren Band hoffen. Warum ist das Buch interessant: Junge Liebe, Taylor Swift und Tears for Fears. Eine großzügige Oma, spendiert sie ein nagelneues Instrument, die zerrüttete Ehe der Eltern, Geldmangel, eine nervige große Schwester. Typische Probleme beim Übergang zum Erwachsenen werden thematisiert. Musik kann heilen. Info zum Autor: Markus Behr, geboren in Hannover, Kabarettist, Hörspiele, 2010 bis 2019 Sprechtheater, »Hörbehren«, 2013 bis 2017 Redakteur der Literaturzeitschrift »Richtungsding«, Ruhrgebiet, Kölner Literatur-Atelier, Dozent an einem Gymnasium des zweiten Bildungswegs. andere Werke: 2019 erschien sein Debütroman »Vaterschaftstest« bei Wagenbach Meinung und Kritik: Ein schönes Buch. Empfehlung für andere Leser*innen: Nicht zu heftig und zu brutal. kleines Fazit: Leichtere, eher heitere Lektüre mit Happy-End-Aussicht und viel Musik.
Amaryllis 2
5/5
14.04.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Liebe der Jugend zur Komposition
Cover und Gestaltung:
Überdimensionale bunte Seifenblasen steigen vor einem dunklen Hintergrund auf und kommen so ganz besonders gut zur Geltung.
Thema und die Geschichte:
Let the music do the talking
Jonas verliert die Bass-Position in seiner Stamm-Band. Er setzt sich in den Zug und fährt nach Amsterdam. Dort entdeckt er ein verlassenes Instrument. Es gehört der attraktiven Chiara, die mit dem Amsterdam-Trip die Zeit zum Studienbeginn überbrückt.
Sie ist die Besitzerin dieser Gitarre. In einer Kneipe wird Chiara abgelenkt, vergisst das Instrument. Jonas findet es, bringt es zurück, spielt darauf, repariert eine Saite. Daraufhin gründen die beiden ein Duo.
Wer mit wem? Sexuelle Sinnsuche und "zärtlich flattert das blaue Band durch die Lüfte". Eine Mädchen- und eine Jungs-WG mischen mit.
Schreibstil:
Einfühlsam wird das Gefühlsleben der handelnden Personen geschildert. Es gibt zwei Haupt- aber auch etliche Nebencharaktere. Auch Statisten wie das Paar im Park spielen am Rande eine kleine Rolle.
Haben dir die Figuren gefallen?
Jonas ist talentiert und die Fans von Wunderwerk lieben ihn. Er hat aber kaum Selbstbewusstsein.
Chiara ist laut. Yuka schmeichelt ihr. Doch die Mädels-WG ist bereits komplett.
Eine Cellistin ermöglicht ein Konzert.
Zwei Jungs stehen Jonas kurz bei.
Der Auftritt von Chiara am Mikro und Jonas an der Gitarre von Chiara, wird von Yuka online gestellt. Text: von Chiara & Jonas. Es handelt wohl vom gefährlichen 'Ritzen", (Ich kratz' mich blutig).
Schon Heimreise.
Zuhause zeigt Kasi von Wunderwerk wieder Interesse.
Das offene Ende lässt auf einen weiteren Band hoffen.
Warum ist das Buch interessant:
Junge Liebe, Taylor Swift und Tears for Fears.
Eine großzügige Oma, spendiert sie ein nagelneues Instrument, die zerrüttete Ehe der Eltern, Geldmangel, eine nervige große Schwester. Typische Probleme beim Übergang zum Erwachsenen werden thematisiert. Musik kann heilen.
Info zum Autor:
Markus Behr, geboren in Hannover, Kabarettist, Hörspiele, 2010 bis 2019 Sprechtheater, »Hörbehren«, 2013 bis 2017 Redakteur der Literaturzeitschrift »Richtungsding«, Ruhrgebiet, Kölner Literatur-Atelier, Dozent an einem Gymnasium des zweiten Bildungswegs.
andere Werke:
2019 erschien sein Debütroman »Vaterschaftstest« bei Wagenbach
Meinung und Kritik:
Ein schönes Buch.
Empfehlung für andere Leser*innen:
Nicht zu heftig und zu brutal.
kleines Fazit:
Leichtere, eher heitere Lektüre mit Happy-End-Aussicht und viel Musik.
Bewertung
5/5
09.04.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Großartig...nicht nur für Musiker
„Ich mache zwar Musik aber nur so für mich.“ Das hört man oft. Art for art’s sake. Bullshit! Jeder Musiker braucht Publikum. Ein echtes Feedback, um zu spüren, dass man lebt. Hat man sich einmal überwunden vor Menschen zu spielen, ist es eine Art Juckreiz. Je mehr Feedback man bekommt, um so reizvoller wird es, sich zu öffnen. Jeder, der Musik macht, tut es letztlich für die Bühne. Es muss nicht immer die Carnegie Hall sein, und man braucht auch nicht immer die 30.000 YouTube Klicks.
Straßenmusik? Dabei fragt man sein Publikum nicht, ob es zuhören möchte. Man drängt sich ihm auf und hofft, dass irgendjemand stehenbleibt, hofft auf einen wertschätzenden Blick, hofft auf eine verwandte Seele, die man zum Klingen bringen kann. „Straßenmusik“ von Markus Behr erkundet die Seelen der beiden Vollblutmusiker Chiara und Jonas, die auf verschlungenen Wegen über Straßenmusik zueinander finden und sich als Künstler weiterentwickeln. Es geht in dem Roman weder um eine klassische Liebesgeschichte noch um eine Erfolgstory von Popstars, sondern um den Umgang mit Misserfolg, Selbstzweifeln, Intrigen und den gefährlichen Drang von Künstlern, das Innerste nach außen zu kehren und sich damit verletzlich zu machen. Emotionen zu zeigen, braucht Mut zum Risiko. Ohne den geht es nicht. „Ich kratz mich blutig“ schreibt Chiara in ihrem unfertigen Songtext, und „es ist nicht mutig, wenn niemand guckt.“
Chiaras „echter“, nicht-metaphorischer Juckreiz ist ihr peinlich, und doch muss die Welt davon wissen. Oder etwa nicht? Wieviel kann sie von sich preisgeben, ohne dass es sie zerstört? Welches Risiko kann und muss sie eingehen?
Jonas ist ein soeben von seiner Band ausgebooteter Bassist. Fundament ohne ausreichendes Fundament, nett, aber etwas nerdig und mit zu kleinem Ego. Zu Recht? Man schwankt als Leser zwischen Empathie und Geringschätzung, Respekt und Bewunderung für Jonas, der auf seiner musikalischen Odyssee zum Teil etwas merkwürdige Sounds mit seinem Basssynthesizer kreiert.
Auch das gehört zum Musikerdasein: zu wissen, dass es vielleicht nur wenige Menschen auf der Welt gibt, die die eigenen musikalischen Ideen verstehen und – viel schlimmer – dass man genau diese Menschen vielleicht sogar niemals kennenlernen wird. Verwandte Seelen zu finden ist schwierig. Besonders, wenn man gerade aus seiner Band geflogen ist, wie Jonas. Ist er nicht gut genug? Zu peinlich für die Bühne? Oder wird er einfach nicht richtig verstanden?
Zwischen Chiara und Jonas entsteht spontan etwas Neues, etwas Besonderes. Ein kurzer Moment, auf dem Handy festgehalten in der Fußgängerzone. Der Zauber solcher Momente ist das, wofür Musiker alles geben, wofür sie leben, und wovon sie lange zehren müssen, wenn es denn tatsächlich passiert: gemeinsam abheben und fliegen. Diese spontane Magie ist selten, nicht planbar und nicht reproduzierbar, auch wenn das Musikbusiness, im Roman in Gestalt des Managers von „Wunderwerk“, Jonas’ ehemaliger Band, dies krampfhaft versucht. Dieser Seitenhieb auf die kommerzielle Musikproduktion sitzt passgenau.
Und dann kommt er wieder im steilen Sinkflug: der Alltag mit dem realen Leben, dem Job, den Beziehungskrisen, der nervigen Familie und allen Verletzungen und Erniedrigungen, die damit oft verbunden sind. „Binde Deinen Karren an einen Stern“, hat Leonardo Da Vinci gesagt. Musik ist für Jonas und Chiara dieser Stern, mit dem sie sich immer wieder aus dem Dreck ziehen und fortfliegen…und wieder landen. Das kenne ich gut. Wer die Magie einmal erlebt hat, will das wieder tun. Bis aufs Blut.
Ein tolles Buch!
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