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Sohn ohne Vater Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2025

4

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.08.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

288

Maße (L/B)

19/12,5 cm

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05540-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.08.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

288

Maße (L/B)

19/12,5 cm

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05540-5

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    22.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abschied

    Ein sehr persönliches und nahegehendes Buch über den Tod des Vaters, der in der entfernten Türkei gelebt hat und dort beerdigt worden ist. Der Autor muss sich aufgrund seiner Flugangst per Landweg von Deutschland in die Türkei schlagen und hat auf der Reise viel Zeit, sein Leben ohne Vater zu reflektieren. Ein schönes Buch über Menschen, die uns nahestehen und deren Verlust bei uns eine Lücke hinterlässt, die nicht zu füllen ist. Sehr empfehlenswert.

  • Frankenfrosch

    4/5

    28.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trauerbewältigung

    Liegt es daran, dass es gerade ein Jahr her ist, dass mein Vater verstorben ist, dass mich Feridun Zaimoglus 'Sohn ohne Vater' sofort angesprochen hat? Oder liegt es an der bildreichen und mit unter gewaltigen Sprache, die ich schon von seinen Vorgängerbücher immer wieder faszinierend finde. Er zeigt eine besondere Art der Trauer, eine besondere Reise, die manchmal tröstend, mitunter aber auch verstörend ist. Man muss sich auf Zaimoglu einlassen können, darf sich nicht abschrecken lassen von seinen Wortgemälden, die einem Hieronymus Bosch alle Ehre machen würden. Der Text mag manchen sperrig erscheinen, einige Szenen fremd anmuten und trotzdem enthält er soviel Wärme, soviel Trost. Kein Buch für zwischendurch oder schnell lesen, aber ein Buch bei dem man manchen Sätzen nachspürt und sie gerne ein zweites oder drittes Mal liest.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    3/5

    24.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trauer und Erinnerungen

    "Sohn ohne Vater" von Feridun Zaimoglu ist auf der Longlist für den diesjährigen Deutschen Buchpreis gelandet. Das macht neugierig auf das Buch und lässt ein tiefsinniges und interessantes Werk erwarten. In diesem Buch verarbeitet der Autor den Tod seines Vaters, der lange als Gastarbeiter in Deutschland gelebt hat und nun mit knapp 90 Jahren in der Türkei verstorben ist. Die Mutter ruft ihn an, um ihn über den Tod zu informieren und bittet ihn, zu kommen. Da der Sohn aber unter Flugangst leidet, bleibt nur lange Weg mit dem Auto, über 5000 Kilometer und über viele Länder. Es ist ein ruhiges, nachdenkliches Buch, so wie es zu dem Thema Tod und Trauer passt. Abwechselnd erleben wir einzelne Episoden in der Gegenwart auf dem Weg in die Türkei, unterbrochen von Erinnerungen an den Vater, an die Familiengeschichte und an andere Personen. Wie einem inneren Bewusstseinsstrom an Gedanken und Gefühlen folgend erleben wir beim Lesen diese Szenen mit. Nicht alle davon haben mich als Leserin gefühlsmäßig ergriffen, nicht alle waren interessant für mich, nicht allen konnte ich gut folgen. Dennoch gibt es viel Lesenswertes an dem Buch. Gedanken darüber, inwiefern man in die Fußstapfen des Vaters treten könnte oder sollte oder auch nicht. Metaphern für den Tod und das Sterben. Schon am Anfang ganz eindringlich die Worte der Mutter für dieses Ereignis: "Dein Vater ist tot. Er ist zum Gerechten geschritten." Aber auch einzelne Sprachbilder, mit denen ich nicht so viel anfangen konnte, wie z.B. "Ich habe Augenrauschen." Der Vater wird vielschichtig und differenziert porträtiert, fernab von Klischees. Es findet sich also an einzelnen Stellen einiges Besonderes an diesem Buch. Dennoch hat es mich insgesamt nicht sehr begeistert und mitgerissen: vielleicht fehlte mir ein bisschen der rote Faden und der Rahmen, der die einzelnen Erinnerungen für mich noch einmal stärker miteinander verbunden hat, vielleicht waren es zu viele für mich nicht anschlussfähige Metaphern, vielleicht sind auch die Maßstäbe, die ich an ein Buch zu diesem Thema habe (ich habe schon einige gelesen, die sich damit beschäftigen und die sehr beeindruckend waren), besonders hohe. Insgesamt ist es für mich ein durchaus bemerkenswertes und lesenswertes Buch für Menschen, die gerade die innere Ruhe in sich haben, es tief auf sich wirken zu lassen.

  • Bories vom Berg

    aus München

    1/5

    13.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Pathos ohne Belang Der…

    Pathos ohne Belang Der türkischstämmig Schriftsteller Feridun Zaimoglu hat mit seinem neuen Roman «Sohn ohne Vater» ein weiteres Buch vorgelegt, in dem er ausführlich von seiner Familie berichtet. Es wurde, wie vorher schon vier andere seiner Romane, für den diesjährigen Deutschen Buchpreis nominiert. Der plötzliche Tod seines fast neunzigjährigen Vaters zieht sich als roter Faden durch diesen arabeskenreichen Roman, in dem der Ich-Erzähler Jugenderinnerungen und Erfahrungen als Sohn von Gastarbeitern in Deutschland thematisiert. In den 1960er Jahren, erzählt er, sei er nach Deutschland gekommen, als Kind dort aufgewachsen und habe später «als Schreiberling» zur Literatur gefunden. Als unübersehbare Folge des gegenwärtigen narrativen Trends zum autofiktionalen Erzählen sind auffallend viele Schriftsteller als Protagonisten und Ich-Erzähler in der heutigen Belletristik anzutreffen, so auch hier! «Meine Mutter ruft mich in aller Frühe an», lautet der erste Satz dieses Romans. «Dein Vater ist tot. Er ist zum Gerechten geschritten». Nicht nur der Leser, auch der Sohn «staunt über ihre Worte». Das Mobiltelefon spielt eine wichtige Rolle in diesem Roman, es klingelt oder vibriert ständig, meist aus der fernen Türkei. Wegen der dortigen, strengen Seuchengesetze muss Vater bereits am nächsten Tag beerdigt werden, und da der Sohn an Flugangst leidet, wird er beim Begräbnis nicht dabei sein können. Er kann aber auch nicht Auto fahren! Zwei gute Freunde helfen ihm, leihen ihm Geld und organisieren als beste Transport-Möglichkeit eine Nonstop-Fahrt mit dem Wohnmobil, mit dem er schnellstmöglich dorthin chauffiert werden soll. Diese beschwerliche und abenteuerliche Reise in die Türkei dient dem Autor zu einer detailreichen Rückschau auf das Leben seines Ich-Erzählers. Im Interview hat Zaimoglu erklärt, er sehe sich nicht als «Vollzugsorgan der Wirklichkeit», er liebe es besonders, die Realität brechen zu können, dann habe er am meisten Lust, sich «hinzusetzen und zu schreiben». Und so werfen die dauernden Rückblenden auf eine «seltsame Familie» während der langen Fahrt in der Erinnerung des Ich-Erzählers allmählich ein irritierendes, zwiespältiges Licht auf seinen Vater, er wird ihm zusehends fremder. In der Türkei schließlich wird die Mutter immer mehr zur Erzählerin, was einen überraschenden, narrativen Kipppunkt bildet im Roman. Es sei eben die Mutter, hat Zaimoglu dazu erklärt, welche die Perspektive des Sohnes «immer wieder aufbricht». Als elegisch grundierter Familienroman ist «Sohn ohne Vater» aber auch eine ‹Roadnovel› mit spannenden, kriminellen Anklängen. «Die Trauer macht mich türkisch», heißt es im Roman, das Leid des Sohnes scheint grenzenlos zu sein. Dem Chaos im Kopf des Protagonisten entsprechend ist die Erzählweise dieses Romans ebenfalls chaotisch, nämlich voller surrealer Situationen und befremdlicher Szenen. Und was der Autor erklärtermaßen als lustvolles Spiel mit den Perspektiven betreibt, ist für den Leser eher irritierend und oft auch nicht leicht zu durchschauen. Das geschilderte Geschehen ist in weiten Teilen völlig belanglos, denn die beiden zentralen Themen des Romans, die Trauerbewältigung und die Identitätssuche von Migranten, werden nur sehr oberflächlich behandelt und nicht in die Tiefe gehend. Die Romanfiguren wirken eher unsympathisch, emotionale Nähe zu ihnen entwickelt sich nicht beim Lesen. Scheinbar wollte der Autor seine Leser nicht mit psychologischem Tiefgang überfordern und liefert stattdessen, wohl auf Spannung bedacht, lieber eine aufgesetzt wirkende Abenteuer-Geschichte zu seinen ja durchaus anspruchsvollen und ernst zu nehmenden beiden Kernthemen. Besonders störend dabei ist das peinliche Pathos, in dem da selbstbewusst so viel Belangloses erzählt wird. Buchpreisverdächtig ist das alles jedenfalls nicht!

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    Dagmar Küchler

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    5/5

    10.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Orient trifft auf Okzident

    Ein Sohn, der nicht rechtzeitig zur Beerdigung seines Vaters in der Türkei sein kann. Er hat Flugangst und er hat keinen Führerschein. Er muss warten, bis ihn jemand fahren kann, um wenigstens am Grab Abschied nehmen zu können. Während der Wartezeit denkt er viel an die gemeinsame Zeit mit seinem Vater. Manches ist verschwommen in den Erinnerungen. Dann endlich seine abenteuerliche Fahrt in die Türkei mit obskuren Erlebnissen. Hier entfaltet Zaimoglu seine ganze Fabulierkunst. Sehr poetisch, aber auch nicht immer einfach ihm zu folgen. Nach über 5000 Kilometern endlich die Ankunft in der Türkei und ein Wiedersehen mit seiner Mutter. Mit der Weisheit des Alters weißt sie ihren Sohn dezent auf seinen orientalischen Ursprung hin. Ein vielschichtiger Text, der stark autobiografisch geprägt ist, den ich gerne gelesen habe.

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