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«Was alles in einem Menschen sein kann» Begegnung mit einem Mörder

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.03.2017

Verlag

Rowohlt Berlin

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,5/12,4/2,5 cm

Gewicht

300 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003218378

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Gut

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.03.2017

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Rowohlt Berlin

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,5/12,4/2,5 cm

Gewicht

300 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003218378

Herstelleradresse

Rowohlt Berlin
Neue Promenade 5
10178 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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    M. Dupré

    Thalia Trier – Trier-Galerie

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    5/5

    06.07.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn ein Mörder sich als Mensch entpuppt

    Der Schauspieler Steffen Schroeder (den ich bisher nicht kannte) lässt sich auf ein ungewöhnliches Ehrenamt ein: er wird persönlicher Vollzugshelfer eines verurteilten rechtsextremen Mörders in der JVA Tegel. Vollzugshelfer sollen dabei helfen, den meist vereinsamten Insassen, deren Familie und Freunde sie nach langen Haftjahren oft nicht mehr besuchen kommen, einen Gesprächspartner zu bieten. Micha, Mitte/Ende 30 und im Gefängnis, seit er Anfang 20 ist, ist so einer, der einen Kontakt nach draußen dringend benötigt, bevor er vereinsamt und sich wie andere Insassen freiwillig in seine Zelle sperren lässt, auch wenn ihm Flur- oder Hofgang zustünde. Über den Zeitraum von ca. 3 Jahren betreut Schroeder "seinen" Insassen, hilft ihm durch den Methadonentzug, organisiert diverse Dinge für ihn (emotionales Highlight: das Organisieren einer würdigen Beerdigung für einen Knastfreund Michas, der ansonsten anonym irgendwo beerdigt worden wäre) und wird ihm so etwas wie ein Freund. Der Bericht gleitet nie in Knastromantik oder Verbrüderungskitsch ab, sondern bleibt stets wirklichkeitsnah und nüchtern. Ebenso wird nie beiseite geschoben, dass hinter jedem Täter auch ein Opfer steht. Das fand ich sehr positiv: auch wenn Schroeder den Mord, den Micha begangen hat, nur aus Akten kennt, und auch wenn er sich mit Micha über die Jahre langsam anfreundet, bleibt im Buch stets präsent, dass Micha große Schuld auf sich geladen hat. Ein enorm lesenswertes Buch, das zum Nachdenken anregt über Fragen von Schuld, Strafe, Vergebung, aber auch darüber, wie wir als Gesellschaft mit Tätern umgehen.

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