Als die Leiche einer jungen Frau im Kelvingrove Park in Glasgow gefunden wird, beginnt für Detective Jack Laidlaw ein tödlicher Wettlauf mit der Zeit. Denn in dieser Stadt voll harter Männer, mächtiger Gangster und skrupelloser Geschäftemacher ist nicht nur der charismatische Detective auf der Suche nach dem Mörder. Hier will sich keiner die Geschäfte verderben lassen, hier haben die Gangster einen eigenen Begriff von Moral und hier schweigen die Väter und sinnen nach Rache. Und Jack Laidlaw weiß, dass er den Mörder zuerst finden muss, wenn er einen weiteren Mord verhindern will … William McIlvanneys Romane um den legendären Ermittler Jack Laidlaw sind in Großbritannien schon lange Kult und gehören schlicht zum Besten, was Kriminalliteratur zu bieten hat.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Die vergewaltigte Leiche der 18-jährigen Jennifer Lawson wird in Glasgow gefunden. DC Brian Harkness soll als Bindeglied zwischen Milligan und DI Jack Laidlaw fungieren, die sich gegenseitig nicht ausstehen können. Der Einzelgänger Laidlaw muss den Mörder schnell finden, denn es gibt einige andere die ihm zuvorkommen wollen. Zum einen gibt es Bud Lawson, den Vater des Opfers, der den Täter töten möchte, ebenso wie der Gangsterboss John Rhodes. Aber auch Matt Mason - ein skrupelloser Buchhalter - und Harry Rayburn - ein schwuler Nachtclubbesitzer - wollen verhindern, dass die Polizei den Täter schnappt.
Das Cover passt natürlich zu dem verbrecherischen Glasgow, das hier im Buch dargestellt wird. Mir persönlich ist es etwas zu langweilig und sagt auch wenig aus. Auf der anderen Seite ist das Originalbuch 1977 erschienen und wurde jetzt neu herausgebracht, da Ian Rankin ein Manuskript vom Autor zu einem 4. Laidlaw-Buch (ein Prequel) machte. Und für ein so "altes" Buch passt das Cover dann auch wieder.
Und genau dieses Prequel durfte ich auch schon lesen, obwohl ich die Original-Trilogie nicht kannte.
Der Schreibstil ist hervorragend; Orte und Charaktere werden detailreich und bildhaft beschrieben. Und doch ist es ein eigenwilliger Schreibstil, der manchmal schon fast lyrisch wirkt und dies liegt sicherlich nicht am Alter des Originalbuches.
Das Glasgow wird in diesem Buch - wie auch schon im Prequel - sehr düster beschrieben.
Laidlaw ist schon ein einzigartiger, charismatischer Mann, der aber auch seine dunklen Seiten hat. In diesem Buch erinnert er im Zusammenspiel mit Harkness an Holmes und Watson oder Poirot und Hastings.
Die Spannung war hoch, obwohl man als Leser mehr oder weniger sowohl Täter als auch Motiv kennt.
Insgesamt fühlte ich mich ausgezeichnet unterhalten und könnte mir durchaus vorstellen auch die restlichen 2 Bände noch zu lesen.
Fazit: Krimi Noir, der trotz des Alters noch immer aktuell erscheint. 4,5 von 5 Sternen
Bewertung
5/5
05.06.2017
Buch (Taschenbuch)
Der Großmeister des schottischen Kriminalromans!
Glasgow Mitte der 70er. Ein Vater zeigt bei der Polizei das Verschwinden seiner Tochter an. Detective Laidlaw befasst sich mit der Vermisstenmeldung. Tage später wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, und aus der Vermisstenanzeige wird eine Mordermittlung. Aber nicht nur die Polizei jagt den Täter, sondern auch die Glasgower Unterwelt, und bei der steht das Urteil schon fest. Gute Krimis gibt es viele. Aber was sind für mich herausragende Krimis? Manchmal ist es die Spannung, die es unmöglich macht, das Buch aus den Händen zu legen. Manchmal ist es der ganz eigene Tonfall, der Sound im Buch, der es unverwechselbar macht. Und William McIlvanney erschafft mit seiner ungemein kraftvollen Sprache diesen Sound. Seine knappen und präzisen Dialoge, seine starken Bilder, die eine extrem dichte Atmosphäre schaffen, und nicht zuletzt der charismatische Detective Laidlaw - das alles zusammen macht diesen Krimi zu einem überragenden. Für mich die Krimientdeckung des Jahres!"
Havers
5/5
09.02.2015
Buch (Paperback)
Auf den mit zahlreichen…
Auf den mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten schottischen Autor William McIlvanney wurde ich aufmerksam, weil der von mir hochgeschätzte Ian Rankin seinen Kollegen nicht nur lobt, sondern dessen dreibändige Laidlaw-Reihe auch als Initialzündung für sein eigenes Schreiben ins Feld führt. Diese Kriminalromane sind erstmalig zwischen Ende der siebziger und Anfang der neunziger Jahre erschienen, inzwischen neu aufgelegt und wirken in keinster Weise angestaubt, was aber mit Sicherheit auch an der Neuübersetzung durch Conny Lösch liegt. Handlungsort ist Glasgow, die schottische Metropole, die sich noch immer nicht restlos von dem Niedergang der Stahlindustrie erholt und mit den vielfältigsten Problemen zu kämpfen hat. Bis heute hat sich dort nicht viel verändert, wovon ich mich im vergangenen Jahr persönlich überzeugen konnte. Arbeitslosigkeit, Verelendung und Alkoholismus gehen einher mit hohen Kriminalitätsraten, und es macht auf mich den Eindruck, dass diese Schilderungen William McIlvanney mindestens genauso wichtig sind wie die Fälle des DI Jack Laidlaw In „Laidlaw“, dem ersten Band der Reihe, wird im Stadtpark die Leiche von Jennifer Lawson, einer jungen Frau gefunden, vergewaltigt und anschließend ermordet. Jack Laidlaw macht sich mit seinem Kollegen Harknes auf die Suche nach dem Mörder, wissend, dass sie sich mit der Aufklärung des Falls beeilen müssen, wenn sie Schlimmeres verhindern wollen. Es ist nämlich zu befürchten, dass sich die verschiedenen Fraktionen der Glasgower Unterwelt in die Ergreifung des Mörders bzw. der Verhinderung derselben einmischen werden, da sowohl der Vater der Ermordeten als auch der Täter schon ihre Kontakte aktiviert haben… Laidlaw ist, wie die meisten schottischen Ermittler, nicht zimperlich in seinen Methoden, weiß aber, dass er mit seiner Arbeit nur an den Symptomen herumkuriert, aber nichts verändern kann, solange die gesellschaftlichen Gegebenheiten so bleiben wie sie sind. Er ist ein Raubein mit hohen moralischen Grundsätzen, geprägt durch die Ideen der Existenzialisten, deren Werke in seiner Schreibtischschublade zu finden sind. Ein interessanter, vielschichtiger Protagonist, wie er nur selten in den Romanen dieses Genres zu finden ist. Und auch sprachlich spielt McIlvanney in einer anderen Liga. Er schwafelt nicht, sondern hat etwas zu sagen. Er schreibt auf hohem Niveau und fordert so die Konzentration seiner Leser. Er malt Bilder mit Worten, düster, realistisch und eindringlich. Ganz großes Kino – und nachdrückliche Leseempfehlung meinerseits! Der zweite Band der Reihe, „Die Suche nach Tony Veitch“, ist übrigens soeben im Verlag Antje Kunstmann erschienen.
stefanb
4/5
17.10.2022
Buch (Taschenbuch)
Sprachgewaltiger Noir
"Städte können einem den Rücken kehren, genau wie Menschen. (…) Wenn man um diese Zeit noch nicht dort ist, wo man hinwill, oder noch nicht getroffen hat, wen man treffen wollte, wird man von der Stadt ausgeschlossen.“ [196]
Detective Jack Laidlaw legt eine unkonventionelle Art an den Tag. Klar ist dabei auch, dass man sich in einer Stadt wie Glasgow ziemlich Ärger einfangen kann und sich nicht nur Freunde macht. „Laidlaw“ war mein zweites Buch des Autors William McIlvanney. Der Protagonist Laidlaw hat schon eine besondere Ausstrahlung. Das spürt man regelrecht beim Lesen. Zusammen mit dem düsteren Setting und dem sprachgewaltigem Schreibstil entsteht ein besonderes Leseerlebnis, das einem die vorherrschende Atmosphäre des damaligen Glasgows näherbringt.
Bei diesem Werk und im Gegensatz zu der Vorgeschichte „Das Dunkle bleibt“ hatte ich ein bisschen mehr mit Jack Laidlaw gehadert. Insgesamt ist das Werk ein guter Noir, in dem der Mörder nicht nur vor der Polizei fliehen muss, sondern auch vor der Glasgower Unterwelt. McIlvanney’s Geschichte ist schon etwas älter, was aber der Spannung und dem Leseerlebnis nicht schadet. „Laidlaw“ ist so gesehen, ein zeitloser Krimi in einer tollen Sprache.
Bewertung
aus Leiben
4/5
19.09.2022
Buch (Taschenbuch)
Die vergewaltigte Leiche der…
Die vergewaltigte Leiche der 18-jährigen Jennifer Lawson wird in Glasgow gefunden. DC Brian Harkness soll als Bindeglied zwischen Milligan und DI Jack Laidlaw fungieren, die sich gegenseitig nicht ausstehen können. Der Einzelgänger Laidlaw muss den Mörder schnell finden, denn es gibt einige andere die ihm zuvorkommen wollen. Zum einen gibt es Bud Lawson, den Vater des Opfers, der den Täter töten möchte, ebenso wie der Gangsterboss John Rhodes. Aber auch Matt Mason - ein skrupelloser Buchhalter - und Harry Rayburn - ein schwuler Nachtclubbesitzer - wollen verhindern, dass die Polizei den Täter schnappt. Das Cover passt natürlich zu dem verbrecherischen Glasgow, das hier im Buch dargestellt wird. Mir persönlich ist es etwas zu langweilig und sagt auch wenig aus. Auf der anderen Seite ist das Originalbuch 1977 erschienen und wurde jetzt neu herausgebracht, da Ian Rankin ein Manuskript vom Autor zu einem 4. Laidlaw-Buch (ein Prequel) machte. Und für ein so "altes" Buch passt das Cover dann auch wieder. Und genau dieses Prequel durfte ich auch schon lesen, obwohl ich die Original-Trilogie nicht kannte. Der Schreibstil ist hervorragend; Orte und Charaktere werden detailreich und bildhaft beschrieben. Und doch ist es ein eigenwilliger Schreibstil, der manchmal schon fast lyrisch wirkt und dies liegt sicherlich nicht am Alter des Originalbuches. Das Glasgow wird in diesem Buch - wie auch schon im Prequel - sehr düster beschrieben. Laidlaw ist schon ein einzigartiger, charismatischer Mann, der aber auch seine dunklen Seiten hat. In diesem Buch erinnert er im Zusammenspiel mit Harkness an Holmes und Watson oder Poirot und Hastings. Die Spannung war hoch, obwohl man als Leser mehr oder weniger sowohl Täter als auch Motiv kennt. Insgesamt fühlte ich mich ausgezeichnet unterhalten und könnte mir durchaus vorstellen auch die restlichen 2 Bände noch zu lesen. Fazit: Krimi Noir, der trotz des Alters noch immer aktuell erscheint. 4,5 von 5 Sternen
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4/5
08.08.2017
Buch (Taschenbuch)
Geburt des "Tartan Noir" (Krimi)
Laidlaw ist der erste Teil einer Krimi-Trilogie um den Glasgower Ermittler gleichen Namens.Im Zuge einer Renaissance des Autors William McIlvanney startete vor einigen Jahren der Antje Kunstmann Verlag mit einer tollen Neuübersetzung von Conny Lösch- hier nun als TB erhältlich. Die drei Bände um DI Jack Laidlaw, einen grüblerischen,zweifelnden und gleichzeitig abgebrühten Typen, der sich gern mit seinen schlichter gestrickten, unsensiblen Kollegen anlegt, sind so etwas wie die Initialzündung für Autoren wie Ian Rankin u.a.geworden und lesen sich auch heutzutage flüssig weg.
Ein verschwundenes,junges Mädchen wird ermordet aufgefunden und der Leser kennt den Täter früh.Trotzdem bleibt die Story interessant, weil diverse Parteien nach dem Mörder suchen und das ist beileibe nicht nur die Polizei von Glasgow, einer von Armut, Frust,Korruption und Gangstertum geprägten Stadt der siebziger Jahre.Gespannt verfolgt man, wer den Wettlauf gewinnen wird: der Vater der Toten, auf Lynchjustiz aus, Laidlaw und sein ihm neu zugeteilter junger Kollege Harkness, der ihn wegen seiner unkonventionellen Methoden bespitzeln soll, Laidlaws arschige Kollegen,ein schwuler Kneipenbesitzer,verliebt in den Täter und zwei durchaus gefährliche Kiezgrößen, die ihre eigenen Ziele bei der Jagd verfolgen.
Speckern SIE doch mal in die Leseprobe - ich selber wäre interessiert am nächsten Fall des sperrigen Ermittlers, schaun mer doch mal .
2.Teil: "Die Veitch-Papiere"
3.Teil: "Fremde Treue"
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