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  • Produktbild: Das Glück in glücksfernen Zeiten
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Das Glück in glücksfernen Zeiten Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2011

Verlag

dtv

Seitenzahl

158

Maße (L/B/H)

19,1/12,1/1,3 cm

Gewicht

160 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003501395

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Zustand

Sehr gut

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2011

Verlag

dtv

Seitenzahl

158

Maße (L/B/H)

19,1/12,1/1,3 cm

Gewicht

160 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003501395

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Produktsicherheit
produktsicherheit@dtv.de

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  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    4/5

    05.02.2026

    Diverse

    Das Scheitern eines Glückssuchers

    Gerhard Warlich, ein 41-Jähriger promovierter Philosoph, schlendert durch eine Großstadt, beobachtet banale Geschehnisse des Alltags und führt Zwiegespräche mit sich selbst. In einer Szene im ersten Kapitel wird ihm bewusst, dass er nicht nur beobachtendes Subjekt, sondern ebenso beobachtetes Objekt ist. Er fühlt sich als Erfinder einer Blickkette und gerät in Hochstimmung. Ist Glück so einfach zu finden? Autor Genazino beschreibt in seinen Werken Lebenskünstler, labile Individuen, Tagträumer und gescheiterte Existenzen. Es gelingt ihm immer wieder, innerhalb dieser Bandbreite nicht alltäglicher Charaktere, neue Persönlichkeitsprofile zu entwickeln. Typisch für seine Prosa sind ausführliche Beschreibungen von Nebensächlichkeiten, meist Beobachtungen von Banalitäten. Gerhard Warlich ist kein Lebenskünstler, wie der Protagonist in "Ein Regenschirm für diesen Tag" und auch kein emotional gleichgültiger Mensch wie Dieter Rotmund in "Mittelmäßiges Heimweh". Er ist ein nonkonformistischer Melancholiker, der sich im Alltag nicht überarbeiten möchte und in subjektiv schwierigen Zeiten Freiheit und Unabhängigkeit sucht, die er mit Glück gleichsetzt. Es geht aber nicht nur um die Suche nach Glück. Auffallend ist die Ironie, wenn es um den monetären Wert geisteswissenschaftlicher Bildung geht. Warlich hat nach seiner Promotion keinen adäquaten Beruf gefunden. Dies sei nach Meinung seines früheren Professors auch nicht zu erwarten, wenn man ausgerechnet Philosophie als Hauptfach studiert. Warlich arbeitet seit 14 Jahren in einer Großwäscherei. Er hat sich dort vom Fahrer bis zum Organisationsleiter hoch gearbeitet. Mit seiner Freundin Traudel, Leiterin einer Bankfiliale, bewohnt er eine Wohnung in einem ruhigen Mietshaus. Sie kennen ihre Schwächen und haben sich miteinander arrangiert. Warlich, seinem Naturell nach kein Energiebündel, scheut Verantwortung. Seine Welt gerät aus den Fugen, als seine Freundin ein Kind haben will. Mit dieser Situation ist er überfordert. Seine latent vorhandene Verrücktheit bahnt sich einen Weg an die Oberfläche. Er verspürt den Drang, nicht mehr das zu tun, was von ihm erwartet wird. In der Folgezeit verliert er seinen Arbeitsplatz und wird sozial auffällig. Sein sonderbares Verhalten führt ihn schließlich in die Psychiatrie. Ist Warlich damit existenziell gescheitert? Das wäre zu einfach gedacht. Der Preis für ein bisschen Wahlfreiheit kann hoch sein. Warlich bleibt seinen eigenen Prinzipien treu. Glück ist relativ, wie schon der Titel des Buches andeutet. Wilhelm Genazino ist mit diesem Buch eine facettenreiche Charakterstudie über einen das Glück suchenden Melancholiker gelungen. Auffallend sind strukturelle Ähnlichkeiten zu seinen früheren Werken (Beobachtungsgabe des Protagonisten, Ich-Erzähler, zufällige Begegnungen), die sich aber auf den Lesegenuss positiv auswirken, weil sie seinen Stil prägen. Ausführliche Beschreibungen seltsamer Beobachtungen und Gedanken gehören bei Genazino dazu. Der Roman ist unterhaltsam und zu empfehlen.

  • Katrin Schamaun

    aus St. Gallen

    4/5

    30.10.2010

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie weit wird einer gehen, um davonzukommen?

    Das Leben des Gerhard Warlich gerät nachhaltig ins Wanken, als seine langjährige Freundin Traudel ihm sagt, dass sie sich ein Kind von ihm wünscht. Warlich fühlt sich aus der Bahn geworfen, er flieht in das Projekt, eine "Schule der Besänftigung" zu gründen und in die kleinen Glücksmomente, die er in abstrusen Alltagsszenen findet. Ein typischer Genazino: eigenwillig, zurückhaltend, angenehm traurig, leise und doch federleicht. Lesen!

  • Gabi Kampitsch

    aus Villach

    4/5

    22.07.2009

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Ironisch und brilliant"

    Der Arbeitsmarkt kennt keine Gnade - erst recht nicht für Philosophen. Genzino erzählt die Geschichte eines traurigen Helden und seiner Freundin. Keiner beschreibt die menschliche Verzweiflung an Leben und Liebe so ironisch und brilliant wie er.

  • J.G.

    aus Berlin

    4/5

    26.05.2009

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig!

    Gerhard Warlich ist promovierter Philosoph und arbeitet seit Jahren als Leiter in einer Wäscherei, in der er damalig als Ausfahrer begonnen hatte. Er lebt mit seiner Freundin Traudel zusammen, mehr oder weniger glücklich. Sie möchte ihn heiraten, weil ihre Mutter sich das wünscht, viel eher wünscht sie sich ein Kind von ihm. Damit ist er vollends überfordert und sein Leben gerät ins Wanken, bis er sogar seinen Job verliert. W. Genazino ist ein bemerkenswerter Autor. Mit der Figur des Gerhard Warlichs schafft er einen traurigen und einsamen Menschen, der allein durch Betrachtungen seiner Mitmenschen und der Welt lebt und bestimmte Vorstellungen von seinem Leben hat, ohne seine Wünsche oder Träume umzusetzen. Die alltäglichen Gegebenheiten werden mit viel Ironie und Sarkasmus beschrieben bzw. analysiert. Ganz neue Sichtweisen auf bestimmte Dinge werden geschaffen, die einen schmunzeln, aber auch manchmal erschrecken lassen. Die Lektüre dieses besonderen Buches war ein großes Vergnügen.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Sabrina Palmizi

    Sabrina Palmizi

    Osiander Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.07.2021

    eBook (ePUB)

    Wie kommt ein über Heidegger promovierter Philosoph zu einer Anstellung als Wäscheausfahrer? Das weiß Gerhard Warlich, der Protagonist, auch nicht so genau und prompt sind etliche Jahre vergangen in denen er Geschäftsführer eben dieser Großwäscherei ist. Bürgerlich lebt er mit seiner Traudel irgendwo in Frankfurt in einer Wohnung und möchte nur halbtags leben, seinen Klamotten beim Verrotten zusehen und eine Schule der Besänftigung gründen. Eigentlich möchte er alles anders haben: andere Stadt, anderer Job, andere Freundin ... - und dann will tatsächlich Traudel plötzlich ein Kind von ihm. Katastrophe. Wunderbar erzählte Alltagsmelancholie in typischer genazinoscher Manier die letztendlich mit einem Nervenzusammenbruch endet. Viel Spaß mit dem Meister der Wortschöpfungen und des detaillierten Blicks ...
  • Zum Bewerterprofil von Melanie Winkler

    Melanie Winkler

    Thalia Norderstedt – Herold-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wunderbarer Roman. Tieftraurig...

    Ein wunderbarer Roman. Tieftraurig und ungeheuer bewegend. Literarisch wertvoll.
  • Zum Bewerterprofil von Anja Gómez Fernández

    Anja Gómez Fernández

    Thalia Euskirchen

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.09.2009

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Brilliant!

    Gerhard Warlich ist studierter Philosoph. Da der Arbeitsmarkt für Philosophen aber nicht viel übrig hat, übernimmt er eine Stelle in einer Wäscherei und richtet sich dort, so gut es eben geht, ein. Es ist nicht sein Traum, aber ein sicherer Job. Doch dann wünscht sich seine Freundin Traudel plötzlich ein Kind von ihm und Warlich wird vollkommen aus der Bahn geworfen... Es ist ein komisches und ein trauriges Buch; zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken. Es ist eine Geschichte von Verzweiflung an Leben und Liebe. Großartig! Dies war mein erster Roman von Genazino und ganz bestimmt nicht der letzte!

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