• Produktbild: Oberkampf
  • Produktbild: Oberkampf
Gebraucht

Oberkampf Roman

7

8,65 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2020

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/3,5 cm

Gewicht

443 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003557507

Beschreibung

Rezension

Klute erzählt die Geschichte einer spektakulären Desillusionierung - mit einem Knalleffekt-Ende, das einen lange nicht loslassen wird. ("SWR 2 Buchkritik")
Klutes Roman dringt zu Grundproblemen unserer Zivilisation vor, erforscht Grenzen und Paradoxien der Freiheit in Zeiten ihrer mutmaßlich maximalen Geltung. ("WAZ")
Doch gerade weil Klute sich nicht zum Seismografen der französischen Gesellschaft im Terrorjahr macht, öffnet sich eine andere Lesart von Jonas’ Paris-Abenteuer: Denn die dunklen Flecken, die inneren Dämonen, die blutigsten Mordgelüste, sie befallen selbst die Glückseligen im schön durchgentrifizierten Bobo-Land, und so wird auch der kultivierteste Schöngeist eines Tages die hässliche Fratze seiner selbst im Spiegel erkennen müssen. ("Der Freitag")
Großartig geschriebener Paris-Roman um zwei Männer, die sich plötzlich auf wunderbar-widerstreitende Weise aneinandergekettet sehen. ("SR 2 Kulturradio")
Klute kann nicht nur glossierend schreiben, er kann auch Personen zum Leben erwecken - dieses Buch lebt. ("SRF 1 Literaturclub")
Eine unglaubliche Wortgewalt. ("SRF 1 Literaturclub")
Klute ist ein sprachgewaltiger, witziger Roman gelungen, der virtuos zeitgeschichtliche und persönliche Wendepunkte miteinander verknüpft. ("General-Anzeiger Bonn")
Aus Witz und Ekel komponiert Hilmar Klute, der scharfsinnige Beobachter intimster Innen- und öffentlichster Außenwelten, ein großes Kunstwerk über die Dämonen unseres Alltags: Beziehungsangst, Angst vorm Scheitern, die Gewalt einer Welt in Auflösung. ("NDR")
Das ist alles sehr aus dem Leben. (...) Ich möchte das Buch allen empfehlen, die Freude haben an Paris (...), und es ist ein Roman für Leute, die sich fürs Zeitgeschehen interessieren. ("Radio SRF 1 BuchZeichen")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2020

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/3,5 cm

Gewicht

443 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003557507

Herstelleradresse

Galiani Berlin
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
Deutschland
Email: verlag@kiwi-verlag.de
Url: www.kiwi-verlag.de
Telephone: +49 221 376850
Fax: +49 221 3768511

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Buecherseele79

    5/5

    03.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Neuanfang im Oberkampf

    Mit 40 versucht Jonas nochmals einen Neuanfang. Nach gescheiterter Beziehung und Firma will er in Paris sich als Schriftsteller versuchen und sein Idol Richard Stein interviewen. In der Oberkampf beginnt sein Leben in Paris und mit ihm auch die schrecklichen Terroranschläge auf Charlie Hebdo. "Die Stadt, das Land, die ganze Welt verfolgte diese zwei oder drei Männer, die mit ein paar Kalaschnikow- Salven die Zivilisation zum Krüppel geschossen hatten. Die Gewalt machte aus einem Volk ein anderes Volk. Sie stellte die Angst an die Stelle der Sicherheit. Und der Krieg, von dem es so viele Bilder, Texte und Vorstellungen gab, der Krieg war in Endlosschleife im Fernsehen zu sehen." (Seite 64) Ich kann mir vorstellen dass nicht viele meine Begeisterung für dieses Buch verstehen werden. Und es fällt mir auch schwer diese genau zu beschreiben, zu umschreiben, aber Hilmar Klute hat mich gepackt mit seinem Buch. Was für mich unglaublich gelungen ist - der Schreibstil, die Erzählungen über das französische Leben. Diese Leichtigkeit, diese pure Lebensfreude, diese Offenheit aber auch das Kulinarische bringt der Autor so gekonnt, bunt, laut und vielfältig an den Leser heran. Es war herrlich mit Jonas seinen Augen durch Paris zu schlendern. Jonas ist eine gescheiterte Existenz, möchte aber in Paris einen Neuanfang wagen. Einen roten Faden im Leben von Jonas gibt es nicht. Er schweift sehr oft und zu Beginn ab in die Zeit als er noch in Berlin lebte. Dies war zu Beginn auch etwas schwer zu verfolgen und brachte Unruhe in das Verstehen und lesen. Mit der Zeit legt sich dies aber. Wie die Welt ist auch Jonas von den Anschlägen auf die Redaktion von Charlie Hebdo schockiert. Er verfolgt die Berichterstattung sehr genau, womöglich ebenso wie viele Leute zu dieser Zeit auch. Wie sehr es den Alltag beeinflusst und das Leben und die Leichtigkeit verändert. Wie Ängste plötzlich mehr Raum erhalten. Es geht um soviel mehr. Um einen Neuanfang wo andere schon Haus, Familie und Jahresurlaub haben. Um alte und neue Liebe. Um das selbst finden. Wie das Leben nehmen und genießen? Was zählt? Wie will ich mein Leben gestalten. Wie Frankreich anfing mit dem Terror zu leben, versucht sich nicht seine Werte stehen zu lassen. Aber auch wo die Probleme liegen, wie leicht es diese Terroristen haben. Auch die Gedanken zu diesem Thema haben mich bei Jonas fasziniert und selbst zum nachdenken angeregt denn er, als "Nicht" Franzose geht damit immer noch anders um als die Landsleute selbst. Wie gesagt, vieles wird nur angeschnitten,nicht vertieft und doch ist es das Buch wie das Leben selbst. Einen roten Faden hat nicht wirklich jeder, oder? Ich persönlich bin sehr angetan und empfehle dieses Buch gerne weiter.

  • Lesendes Federvieh

    aus München

    5/5

    13.12.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lebendige Zeitgeschichte erstklassig erzählt

    Jonas Becker lässt sein altes Leben inklusive gescheiterter Beziehung hinter sich und beginnt einen Neuanfang als freier Schriftsteller in Paris. Möglich macht dies sein Verlag, der ihm eine kleine Wohnung in der Rue Oberkampf bezahlt, während Jonas ein Buch über den hochbetagten Schriftsteller Richard Stein schreibt, der in Paris lebt. Er arbeitet am Manuskript und genießt mit seiner neuen Freundin Christine das Leben. Doch Jonas Aufenthalt wird von den Auswirkungen des Anschlags auf die Redaktion von Charlie Hebdo überschattet. Doch nicht nur dadurch, sondern auch negative Nachrichten aus der Heimat belasten seine neugewonnene Freiheit… Hilmar Klute hat einen wunderbaren Roman geschrieben, der eine Lebendigkeit versprüht, die mich von Anfang an begeisterte. Durch die bildgewaltige Sprache und die atmosphärische Dichte der Ortsbeschreibungen findet man sich bei einem Spaziergang durch Paris wieder. Man merkt, dass der Autor Paris „selbst gelebt hat“, so authentisch beschreibt er die französische Lebensweise. Vor dieser grandiosen Kulisse lässt er ein Stück Zeitgeschichte wieder aufleben, das Attentat auf die Redaktion von Charlie Hebdo und die damit verbundene Fassungslosigkeit in ganz Frankreich. Dabei schafft er es mühelos durch seinen sprachgewaltigen Schreibstil diese Stimmungen einzufangen. Gleichzeitig fokussiert er seine Betrachtungsweise nicht einseitig auf das Verbrechen, sondern versucht einen Einblick in die Lebensumstände der Menschen aus den Banlieues zu geben, aus denen die Attentäter entstammen. Zugleich nimmt er den Leser mit zu Jonas, seinen Schatten der Vergangenheit, seiner Freude an guten Büchern, seinen Eindrücken zum Attentat und seiner aufreibenden Arbeit mit dem nicht immer leichten Richard Stein. All das erzählt der Autor in leichten, gewaltig dahinfließenden Sätzen, die gespickt sind von grandiosen Dialogen. Abgerundet wird die Geschichte durch ein fulminantes Ende. Alles Geschriebene verdichtet sich zu dem einzig schlüssigen und unabwendbaren Schlussakzent, alles andere würde sich einfach falsch anfühlen. Der letzte Satz wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. "Oberkampf" kommt auf jeden Fall auf die Liste meiner Lieblingsbücher 2020, denn darin wird lebendige Zeitgeschichte erstklassig erzählt.

  • Sikal

    5/5

    29.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein angehender Schriftsteller auf der Suche

    Jonas Becker zieht es nach der Trennung von seiner Lebensgefährtin und dem Auflösen des gemeinsamen Unternehmens nach Paris. Er möchte eine Biografie über Richard Stein schreiben, einen etwas egozentrischen Autor. Bereits am ersten Tag in Paris wird Jonas mit den Anschlägen auf Charlie Hebdo konfrontiert und doch wahrt er eine gewisse Distanz zu dieser Katastrophe. Ebenso lernt er gleich zu Beginn Christine kennen, mit der er eine Affäre beginnt. Doch irgendwie scheint Jonas seine letzte Beziehung noch nicht ganz abgeschlossen zu haben, was ihn etwas hemmt, sich voll und ganz auf Christine einzulassen. Außerdem liegt die Vermutung nahe, dass er sich von Stein manipulieren lässt. Dieser nimmt Jonas das Zepter aus der Hand und organisiert sogar eine USA-Reise, auf der Stein seinen verlorenen Sohn suchen will – mit der Unterstützung von Jonas. Der Autor Hilmar Klute hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, der mich bereits nach wenigen Seiten in die Geschichte gezogen hat. Man meint förmlich Jonas über die Schulter zu blicken, während er die zerstörten Büros Charlie Hebdos betrachtet. Man findet sich mitten in der Zerrissenheit Jonas, der doch nicht so ganz mit seiner Vergangenheit abgeschlossen hat – obwohl er sich dies immer wieder vor Augen halten will. Besonders fasziniert haben mich viele originelle Dialoge, Gedankenwanderungen, die den Leser mit in die Tiefe nehmen während wieder leicht und locker ein Glas Wein genossen wird. Ein großartiger Roman, den ich sehr gerne gelesen habe und den ich unbedingt weiterempfehlen möchte. 5 Sterne.

  • https://lieslos.blog/

    5/5

    18.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gekonnter Bogen zwischen zeitgeschichtlichem und individuellem Wendepunkt.

    Frankreich, Paris, Anfang 2015. Der Mittvierziger Jonas Becker, der bisher in Berlin gelebt hat, zieht nach Paris. In eine kleine Wohnung in der Rue Oberkampf. Er hat eine Trennung hinter sich und seine Selbständigkeit in seiner Agentur über Bord geworfen und will nun, in der „Stadt der Liebe“, als freier Schriftsteller arbeiten. Warum gerade Paris? Jonas will eine Biografie über den gleichermaßen berühmten wie wenig erfolgreichen älteren Schriftsteller Richard Stein schreiben und dieser Lebemann wohnt seit einigen Jahren in der französischen Hauptstadt. Es läuft gut an. Der Verlag bezahlt seine Miete, er lernt Richard Stein, den er nun fast täglich trifft, näher kennen und eine Liebschaft mit der Französin Christine bahnt sich an. Tagsüber Interviews, nachts Amüsement mit Christine in den Pariser Kneipen, Bars und Bistros. Und dann ereignet sich, schon wenige Tage nach seiner Ankunft, eine einschneidende Begebenheit: das Attentat auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo. Ganz Paris und seine Einwohner geraten in den Ausnahmezustand. Auch weitere Geschehnisse sorgen für Wirbel. Die beiden Schriftsteller kommen sich näher und Jonas erfährt, dass Richard in Amerika einen Sohn hat. Elias kam mit hochgesteckten Zielen und vielen Träumen in die USA und ist jetzt dort irgendwie verschollen. Schließlich machen sich die beiden Männer auf den Weg, um den verlorenen Sohn aufzuspüren, der abzustürzen droht. Ein Roadmovie beginnt... Die Geschichte zog mich in ihren Bann und ich konnte in Windeseile eintauchen und versinken. Es geht letztlich um die Verstörung und Sinnsuche im Großen und Kleinen. Eine Stadt sucht Sinn und Halt nach einem katastrophalen Anschlag und Jonas sucht Sinn und Halt in seinem Leben, das er kürzlich völlig umgekrempelt hat. Auch Elias sucht Sinn... und braucht Halt. Hilmar Klute ist ein scharfsinniger Beobachter und hat hier einen bravourösen Bogen geschlagen zwischen zeitgeschichtlichem und individuellem Wendepunkt. Kurswechsel in der Gesellschaft. Kurswechsel im persönlichen Leben. Der Autor erweckt seine Figuren und Handlungsorte durch seine wortgewaltige Sprache und ausdrucksstarken Bilder zum Leben. Er schreibt tiefgründig, unterhaltsam, ironisch und humorvoll, benutzt treffende Formulierungen und regt zum Nachdenken an. Mir gefallen Klutes ausdrucksstarke und pointierte Sprache und sein bildgewaltiger Schreibstil. Ein Highlight.

  • Miss.mesmerized

    5/5

    21.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hilmar Klute - Oberkampf

    Jonas Becker hat seine Zelte in Berlin abgebaut und nichts zurückgelassen. Es zieht ihn nach Paris, wo er eine Biografie über den Autor Richard Stein schreiben möchte, der dort schon lange lebt. In der Rue Oberkampf bewohnt er ein kleines Appartement und schon an seinem ersten Tag erlebt er die Metropole in einem Ausnahmezustand, aus dem sie nicht mehr herauskommen wird: die Anschläge auf die Redaktion von Charlie Hebdo schreiben sich tief in das Gedächtnis der Stadt. Die Tage verbringt Jonas mit Interviews Steins, nachts erobert er mit seiner neuen Freundin Christine die Bistros und Bars. Zwei Unterbrechungen erlebt sein neuer Rhythmus, zum einen erhält er unerwartet Besuch von Fabian, seinem früheren Freund und Kollegen, der sich ein monatelang gehütete Geheimnis von der Seele reden muss, zum anderen reist er mit Stein in die USA, um dort dessen Sohn zu suchen. Wieder zurück in Frankreich schließt Jonas die Biografie ab, ein Abschnitt geht zu Ende. Aber dies ist nicht der womöglich fatale Endpunkt seines Paris Aufenthaltes. Es gibt Bücher, bei denen man schon nach wenigen Seiten merkt, dass das einer der Romane ist, in die man unmittelbar versinkt und gefühlt Teil der Geschichte wird. Hilmar Klute war mir bislang nicht als Autor bekannt, aber unabhängig von der Thematik hat mich sein Schreibstil restlos überzeugen können. Mit versierten, starken Bildern erweckt er nicht die Figuren zum Leben, sondern auch Paris und die Schockstarre, in der sich die Metropole nach den Anschlägen befand, wird immer wieder greifbar. „Jonas lief dicht an den Hauswänden entlang, so als müsste er sich nah an die Stadt schmiegen, der nun jemand ins Herz geschossen hatte.“ Die Geschichte um den Autor, der interviewt wird, liefert den Anlass für den Umzug und die Handlung, für mich jedoch tritt dies tatsächlich zunehmend zurück. Es sind andere Aspekte, die mich bei der Lektüre gepackt hatten. Den Rahmen setzen die Anschläge, man ahnt schnell, dass Charlie Hebdo der Anfangspunkt war und es ist bekannt, was nur den Endpunkt setzen kann. Zwischen diesen verstörenden Ereignissen liegt eine Sinnsuche, die sich auch im Protagonisten wiederfindet, der vermeintlich alles hinter sich gelassen hat, aber kann man sich wirklich von der eigenen Vergangenheit lösen? Schmerzlich wird Jonas bewusst, dass dem nicht so ist. Das Vakuum, in dem er sich befindet, ist auch nicht sein Leben, er sucht nach selbigen und bis er es gefunden hat, füllt er es mit jenem von Stein, der ihm vorhält, zu ängstlich zu sein, um wirklich zu leben. Daneben dreht sich der Roman immer wieder um Literatur und Sprache. Der Spruch an einer Hauswand – „Il faut se méfier des mots“ – wird zu einem Leitspruch, der ihn verfolgt. Welche Worte, welche Zeichen benutzt er? Welche hatten die Karikaturisten von Charlie Hebdo verwendet, die so sehr den Hass ihrer Mörder provozierten und mit welchen wird die Trauer um sie öffentlich bekundet? Wie konnten ihn Bücher als Jugendlicher so faszinieren, dass er tagelang gedanklich aus der realen Welt ausbrach und weshalb kann er das als Erwachsener nicht mehr so intensiv erleben? Woraus sich wiederum die Frage ergibt, weshalb er scheinbar permanent auf der Suche nach einem Ausweg, einer Flucht aus dem eigenen, selbst gestaltet oder eher: selbst verschuldeten Leben ist. Er gehört zu einer Generation, der alles möglich, aber nichts perfekt genug ist. Nie festlegen, immer noch ein Türchen offenhalten, weil es noch etwas Besseres geben könnte. Die Jagd nach dem Ultimativen ist letztlich der einzige Sinn des Daseins, der wenig Freude und Befriedigung gibt. Die Straße im 11. Arrondissement wirkt als Titelgeber, die zugehörige Metro-Station gestaltet das Cover des Buchs. In engem Radius um diese spielt sich die Handlung ab, die auch thematisch kaum ausbricht. Es ist jedoch kein Treten auf der Stelle, sondern eher ein Innehalten, wie dies nach extremen Ereignissen eintritt. Ein in seinen Bildern und der Gesamtkonstruktion stimmiger Roman, der durch eine pointierte Sprache besticht und mit einem interessanten Protagonisten überzeugt.

Kundinnen und Kunden meinen

5

6

4

0

3

1

2

0

1

0

Bewertungen (7)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Oberkampf
  • Produktbild: Oberkampf